Der Streamingdienst Kick hat nach dem Tod eines französischen Video-Streamers seine volle Kooperation mit den Ermittlungsbehörden zugesichert. Das Unternehmen stehe in engem Austausch mit seinen Rechtsberatern und werde den Fall umfassend prüfen, hieß es in einer Mitteilung.
Ermittlungen gegen Plattform
Die französische Staatsanwaltschaft hatte zuvor ein Verfahren gegen Kick eingeleitet. Hintergrund ist der Vorwurf, die Plattform habe unzureichend gehandelt, um gefährliche Inhalte zu unterbinden. Frankreichs Digitalministerin Clara Chappaz erklärte, Kick habe „nicht alles unternommen, um die Ausstrahlung riskanter Inhalte zu stoppen“.
Tod von „Jean Pormanove“
Auslöser des Falls ist der Tod des unter dem Pseudonym „Jean Pormanove“ bekannten Streamers. Er war während einer Liveübertragung gestorben. Details zu den genauen Umständen des Todes sind bislang nicht bekannt, doch laut Medienberichten soll es sich um eine Situation gehandelt haben, die durch die Zuschauer als potenziell gefährlich wahrgenommen wurde.
Plattform in der Kritik
Kick steht bereits seit einiger Zeit in der Kritik, da die Plattform im Vergleich zu Konkurrenten wie Twitch oder YouTube deutlich weniger strenge Inhaltskontrollen vornehme. Experten und Politiker warnen, dass dies die Verbreitung von problematischen oder gar gesundheitsgefährdenden Inhalten erleichtere. Der aktuelle Fall könnte die Debatte über strengere Regulierungen für Streamingdienste in Europa weiter verschärfen.
Ausblick
Kick kündigte an, die französischen Ermittlungen „vollumfänglich“ zu unterstützen. Ob und welche Konsequenzen der Fall für die Plattform haben wird, ist noch offen. Beobachter erwarten, dass der Vorfall den Druck auf die Betreiber erhöhen wird, ihre Sicherheitsmechanismen auszubauen – auch um das Vertrauen von Nutzern und Werbepartnern nicht zu verlieren.
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