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Musk unter Beschuss: Tesla-Proteste, Twitter-Wut und Trumps Drohungen – das Drama geht weiter

RALPH_GERMANY (CC0), Pixabay
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Man könnte meinen, Elon Musk habe in letzter Zeit genug Stress: Ein Milliardenunternehmen hier, ein zusammenbrechender Aktienkurs da – und jetzt auch noch wütende Demonstranten vor seinen Tesla-Stores. Doch wer glaubt, Musk würde sich vom Chaos abwenden und in seine SpaceX-Rakete flüchten, hat die Rechnung ohne Donald Trump gemacht.

Denn der Ex-Tech-Darling und Ex-Trump-Kumpel hat sich ausgerechnet mit dem Mann angelegt, der sonst höchstens mit der Verfassung in Streit gerät. Nachdem Musk das sogenannte „Big Beautiful Bill“ – Trumps Monster-Gesetz zur Steuer- und Ausgabenschlacht – als „ekelhaftes Machwerk“ bezeichnete, sah sich der Präsident zum wohl diplomatischsten Satz seiner Amtszeit genötigt: „Wenn er die Demokraten finanziert, wird er Konsequenzen spüren.“ Charmanter geht Drohung kaum.

DOGE ist tot, aber der Ärger bleibt

Musk hatte sich ja großspurig von seinem Projekt „Department of Government Efficiency“ (DOGE – wie originell) verabschiedet, als wäre es ein schlecht laufender Tesla Prototyp. Aber die landesweiten Proteste gegen den Tech-Milliardär liefen weiter – ganz so, als könne man Vertrauen nicht einfach durch einen X-Post aus der Welt schaffen.

Allein am Samstag waren laut den Veranstaltern der „Tesla Takedown“-Bewegung über 60 Demonstrationen angesetzt. Die Message ist klar: Verkauft eure Teslas, schmeißt eure Aktien weg und schließt euch den Pickett-Zeilen an! In Washington versammelten sich rund 30 Demonstranten trotz Regen – das muss wahre Entschlossenheit sein, oder sehr schlechte Wetter-Apps.

Tesla auf Talfahrt – nicht nur an der Börse

Die Tesla-Aktie hat sich unterdessen entschieden, den Rückwärtsgang einzulegen: Minus 14 % in einer Woche, fast 47 % runter seit dem Dezember-Hoch. Die Börse reagiert also, wie immer, völlig entspannt, wenn jemand das größte politische Pulverfass Amerikas öffentlich anzündet.

Und Musk? Der fühlt sich offenbar unverstanden, verkannt – und, wenn es nach Trump geht, bald vielleicht auch vertragslos. Der Präsident ließ durchblicken, er könnte Musks Regierungsverträge streichen – also wenn er mal kurz Zeit hat zwischen Steuerplänen, Krisenmanagement und Reality-TV-artiger Personalpolitik.

Vize-Vance spielt Vermittler mit Augenrollen

Währenddessen versuchte Vizepräsident JD Vance in einem Podcast das Feuer zu löschen – oder zumindest nicht noch Öl hineinzukippen. Elon sei ein „emotionaler Mensch“, so Vance, und das mit dem Impeachment-Trump-Gedanken? „Einfach verrückt.“ Gleichzeitig betonte er, dass das Trump-Gesetz ein ziemlich gutes sei. Nicht perfekt – klar, Perfektion wäre ja auch verdächtig – aber eben gut genug für den nächsten Regierungs-Bestseller.

Fazit: Zwischen Drama, Demos und Drohungen

Der Showdown zwischen dem reichsten Mann der Welt und dem (selbsterklärten) erfolgreichsten Präsidenten aller Zeiten entwickelt sich zu einer Soap-Opera mit Wirtschaftsfaktor. Ob Elon Musk nun wirklich „zurück in den Stall“ kommt, wie sich Vance das wünscht, oder ob Trump ihm bald auch noch Twitter (pardon, X) verbietet – eins ist klar: Langweilig wird es in den USA so schnell nicht.

Vielleicht sollte man bald ein neues Gesetz einreichen: Das „Big Beautiful Drama Act“ – Elon, Donald und 330 Millionen Statisten inklusive.

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