Teilen

Die Aktionäre des weltgrößten Rückversicherers Münchener Rück können für 2010 mit einer stabilen Dividende rechnen.
„Wir würden jedenfalls nicht gerne die 5,75 Euro je Aktie als Dividende für 2010 unterschreiten“, sagte Finanzvorstand Jörg Schneider der „Börsen-Zeitung“. „Und dafür gibt es auch überhaupt keine Veranlassung“. Erst im November hatte der Dax-Konzern seine Gewinnprognose für 2010 überraschend auf 2,4 Mrd. Euro angehoben, nachdem die Wirbelstürme in den USA und der Karibik dieses Jahr keine größeren Schäden angerichtet hatten. Wegen ungewöhnlich hoher Lasten aus Naturkatastrophen zu Jahresbeginn werde der Nettogewinn damit jedoch unter dem Vorjahreswert von 2,56 Milliarden Euro liegen. Auch 2011 dürfte der Überschuss aus 2009 wohl nicht erreicht werden. „Wir rechnen für das kommende Jahr mit einem Konzerngewinn, der leicht unter der zuletzt deutlich erhöhten Prognose für 2010 liegt“, bekräftigte Schneider frühere Aussagen. Dabei spiele die derzeitige Niedrigzinsphase eine wesentliche Rolle, die der gesamten Versicherungsbranche zu schaffen macht. „Wir erwarten für das kommende Jahr und darüber hinaus trotz ermutigender konjunktureller Signale noch keinen deutlichen Anstieg der Inflation und deshalb von dieser Seite keinen starken Zinsimpuls“, sagte Schneider. Langfristig niedrige Zinsen dürften daher die Kapitalanlageerträge „und damit natürlich unser Gewinnpotenzial“ schmälern. An der Dividendenpolitik will der Finanzchef dennoch festhalten. „Wir wollen weiterhin mindestens ein Viertel des Konzernüberschusses nach IFRS ausschütten“, sagte er. Zuletzt habe die Münchener Rück mit 41 Prozent deutlich darüber gelegen.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Verbraucherschutzinformationen

Konkurrenz zu PayPal: Europäisches Bezahlsystem Wero im Test

Das digitale Bezahlsystem Wero will in Europa eine ernsthafte Alternative zu US-Anbietern wie...

Verbraucherschutzinformationen

Preisturbulenzen bei Gold und Silber: Wackelt der „sichere Hafen“?

Gold und Silber galten über Jahrzehnte als verlässliche Rückzugsorte in Krisenzeiten. Doch...

Verbraucherschutzinformationen

Elektronische Patientenakte bleibt Ladenhüter: Verbraucherschützer sehen mehrere Gründe

Ein Jahr nach breiter Einführung wird die elektronische Patientenakte (ePA) in Deutschland...

Verbraucherschutzinformationen

Energieausweis richtig lesen – Was er über Heizkosten verrät

Wenn Sie gerade eine Wohnung oder ein Haus kaufen oder mieten wollen,...