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München hebt ab – oder eben nicht: Drohnen stoppen erneut den Flugbetrieb

ThiloBecker (CC0), Pixabay
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Der Flughafen München hat ein neues Hobby: Drohnen sichten und den Betrieb einstellen. Zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden wurde der Flugverkehr am Freitagabend lahmgelegt – diesmal nicht wegen Schnee, Streik oder verspätetem Bierlieferanten, sondern wegen unbestätigter Flugobjekte mit maximalem Nervfaktor.

„Wir nehmen das sehr ernst“, heißt es vom Flughafen. Und: „Wir haben auch schon mal was fliegen gesehen.“ Das war vermutlich ein Airbus – diesmal aber eben: Drohne oder Vogel oder kaputtes Plastikteil? Unklar.


Drohnen: Klein, nervig, nicht zu fassen

Erst war’s nur ein Gerücht aus dem Cockpit, dann kreisten schon Polizeihubschrauber, als hätte jemand mit der Fernbedienung eine Netflix-Staffel zu viel gesehen. Die Bundespolizei prüft – vermutlich mit Ferngläsern, Taschenlampen und einem alten „Drohnen für Dummies“-Handbuch – ob das Objekt tatsächlich eine Drohne war oder nur ein ambitionierter Schmetterling.

Die Realität: Startbahnen dicht, Flüge umgeleitet, 3.000 Menschen strandeten, viele davon verbrachten die Nacht auf Feldbetten im Terminal – Romantik pur, nur ohne Decke, ohne Plan und mit sehr teurem Kaffee.


Söder will abschießen – sofort. Am besten gestern.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder schob via Bild-Zeitung gleich mal den Actionfilm-Modus an:

„Abschießen statt abwarten!“ – ein Satz, der vermutlich bald auch als Drohnenabwehr-Motto auf T-Shirts gedruckt wird. Ein „Schnellgesetz“ sei in Arbeit. Vermutlich mit mehr Tempo als der Gepäcktransport.


Dobrindt sieht’s als Bundeswehr-Übung

Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) plant derweil den Einsatz der Bundeswehr – „Amtshilfe“ nennt man das, wenn ausgebildete Soldaten bald mit Nachtsichtgerät und Laserschwert Jagd auf fliegende Toaster über dem Terminal machen.

Parallel wird über ein neues Luftsicherheitsgesetz diskutiert. Erste Gerüchte sagen: Jeder Modellflugzeugbesitzer muss sich künftig beim Luftfahrtbundesamt registrieren – inklusive der Angabe, ob seine Drohne „böse Absichten“ hegt.


Drohnenchaos nicht nur in München – ganz Europa zittert

Ob Oslo, Dänemark oder Frankfurt – die Drohne ist das neue Symbol für Kontrolle, Chaos und „kein Flug nach Palma“. Allein 144 Vorfälle in Deutschland bis Ende August 2025 – Tendenz steigend. Frankfurt führt mit 35 „Drohnenstörungen“ die inoffizielle Tabelle an – DFB-Pokal der Luftraumchaoten, quasi.


Fazit: Drohne 1, Flughafen 0

Während Passagiere versuchen, das WLAN zu überleben, und Piloten darüber rätseln, ob sie nun Pilot oder Drohnen-Detektiv sind, stellt sich ganz Deutschland die Frage:

Wann hebt München wieder ab – und wann landet endlich der gesunde Menschenverstand?


 

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