Die Demokratie hat Humor, zumindest im Ruhrgebiet. Erst hieß es: Machtwechsel im Rathaus, SPD-Kandidatin Nadia Khalaf zieht knapp an Amtsinhaber Marc Buchholz (CDU) vorbei. Jubel, Trubel, rote Fahnen. Doch dann – Überraschung! – stellte sich heraus: Die Stimmen waren einfach falsch einsortiert worden. Ergebnis: Khalaf hatte eigentlich Buchholz’ Stimmen und Buchholz die von Khalaf. Klassischer „Stimmtausch“ à la „Vertauschte Koffer am Flughafen“.
CDU statt SPD: Alles nur ein Missverständnis
Bei einer routinemäßigen Überprüfung – vermutlich irgendwann zwischen Kaffee und Feierabend – fiel der Fauxpas auf. Zack, Korrektur: Der CDU-Mann liegt nun mit gut 100 Stimmen vorn. Amtsbonus, aber mit Extra-Überraschungspaket.
Für Khalaf dürfte das Ergebnis in etwa so schmecken wie kalte Pommes nach einer Wahlparty. Noch gestern Abend dachte sie, sie sei die neue Rathaus-Chefin. Heute heißt es: Sorry, war nur ein Rechenfehler.
Gefühlskarussell für Kandidaten
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Khalaf (SPD): Von „OB-Euphorie“ zu „Excel-Fehler-Depression“ innerhalb von 24 Stunden.
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Buchholz (CDU): Vom „Tschüss Rathaus, war schön mit euch“ zu „Ach nee, bleib doch noch ein bisschen“.
Amtlich wird’s erst Donnerstag
Das korrigierte Endergebnis wird erst am 2. Oktober vom Wahlausschuss abgesegnet. Bis dahin darf man sich in Mülheim fragen: Zählt meine Stimme eigentlich, oder wird sie noch kurz zur Konkurrenz rübergeschoben?
Fest steht: Bei dieser Wahl hat man gelernt – nicht nur jede Stimme zählt, sondern auch, wo sie hingepackt wird.
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