Start Meine Meinung Bilanzen MPC Münchmeyer Petersen Capital AG – eine Bilanz die nicht überzeugen kann

MPC Münchmeyer Petersen Capital AG – eine Bilanz die nicht überzeugen kann

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Eine lange Bilanz, die man mit diesen einfachen Worten aus der Überschrift dann zusammenfassen kann.

MPC Münchmeyer Petersen Capital AG

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020

I. Grundlagen des Konzerns und der MPC Capital AGx

Geschäftsmodell

Der MPC Münchmeyer Petersen Capital-Konzern („MPC Capital-Konzern“, „MPC Capital-Gruppe“) ist ein international ausgerichteter Asset- und Investment-Manager sowie Co-Investor für sachwertbasierte Investitionen und Kapitalanlagen. Die MPC Münchmeyer Petersen Capital AG („MPC Capital AG“) ist die Konzernobergesellschaft der Gruppe. Sie ist seit dem Jahr 2000 börsennotiert und wird seit März 2017 im „Scale“ -Standard der Deutschen Börse in Frankfurt gelistet.

Die MPC Capital-Gruppe entwickelt und initiiert sachwertbasierte Kapitalanlagen für internationale institutionelle Investoren, Family Offices und professionelle Anleger („Institutional Business“). Zusammen mit ihren Tochtergesellschaften und Partnern bietet die Gruppe dabei ein breites Spektrum an Dienstleistungen – von der Auswahl, Initiierung und Strukturierung eines Investments in Sachwerte über das aktive Management und die Verwaltung der Anlage bis hin zur Entwicklung und Umsetzung einer auf die Anforderungen der Investoren zugeschnittenen Exit-Strategie. Aus dem Management von Kapitalanlagen für Privatinvestoren („Retail Business“) hat sich die MPC Capital-Gruppe im Zuge der Fokussierung auf das Geschäft mit institutionellen Kunden so gut wie vollständig zurückgezogen.

Das Produkt- und Dienstleistungsangebot im Institutional Business konzentriert sich dabei auf die drei Kernsegmente Real Estate, Shipping und Infrastructure. Mit seiner langjährigen Expertise und einem umfassenden internationalen Netzwerk an Partnern strebt die MPC Capital-Gruppe die Identifizierung von Marktchancen an, um Investitionsobjekte und Investoren zusammenzuführen.

Die MPC Capital-Gruppe erzielt aus den Investitionsprojekten laufende Managementvergütungen („Management Fees“) sowie aus der Anbindung und dem Verkauf von Assets einmalige und zum Teil performancebezogene Transaktionserlöse („Transaction Fees“). Zudem beteiligt sich die MPC Capital in der Regel als Co-Investor an den Investitionsvorhaben und generiert hierüber sonstige betriebliche Erträge oder Erträge aus Beteiligungen.

Organisation und Führungsstrukturen

Die Geschäftsaktivitäten der MPC Capital-Gruppe wurden im Jahr 2020 umfassend neustrukturiert, um den Ansprüchen eines dynamischen Marktumfelds Rechnung zu tragen und die Organisation und Struktur des Konzerns auf das zukünftige Wachstum bestmöglich vorzubereiten. Um die Rollen der einzelnen Konzernbereiche in diesem Zusammenhang weiter zu schärfen, wurden diese in eine produktgenerierende Einheit („MPC Capital“) sowie in Dienstleistungs- und Managementeinheiten („Management Units“) gegliedert.

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MPC Capital ist als Investment-Manager und Co-Investor fokussiert auf die Initiierung und das Management von Investment-Lösungen („Investment Vehicles“) in den drei Kern-Assetklassen Real Estate, Shipping und Infrastructure. Sie verfolgt dabei das Ziel, sachwertbasierte Investitionen zu entwickeln, die exakt auf die Bedürfnisse der Investoren zugeschnitten sind. In der Regel beteiligt sich MPC Capital als Co-Investor mit bis zu 10% an den Investment-Vehikeln, in Einzelfällen auch darüber. Innerhalb der MPC Capital arbeiten auf die drei Asset-Klassen Real Estate, Shipping und Infrastructure spezialisierte Investment- und Transaktions-Teams. Sie werden unterstützt von bereichsübergreifenden Support-Funktionen wie Legal, HR, IT und Marketing.

Zentraler Bestandteil der MPC Capital-Gruppe sind zudem Management Units, deren Kernkompetenz das operative Management der von den Investment Vehicles gehaltenen Assets ist. Sie verfügen über einen hohen Spezialisierungsgrad und sind zum Teil in Joint Venture-Strukturen eingebettet, um gemeinsam mit marktführenden Partnern wettbewerbsfähige Dienstleistungen anbieten zu können, sowohl für Investment Vehicles der MPC Capital-Gruppe als auch für Dritte. Strategische Partnerschaften bringen uns zudem auch zusätzliche Wachstumsimpulse für das Investment- und Transaktionsgeschäft.

Zu den wesentlichen Aktivitäten der Management Units gehören:

Technisches Management für Containerschiffe, Massengutfrachter und Tankschiffe: Wilhelmsen Ahrenkiel Ship Management GmbH & Co. KG, Ahrenkiel Vogemann Bolten GmbH & Co. KG bzw. Ahrenkiel Tankers GmbH & Co. KG

Kommerzielles Management für Containerschiffe und Tankschiffe: Harper Petersen Holding GmbH & Co. KG bzw. Albis Shipping & Transport GmbH & Co. KG

Investment und Asset Management von Immobilien in den Niederlanden: Cairn Real Estate B.V.

Dienstleistungen und treuhänderische Aufgaben im Zusammenhang mit Kapitalanlagen im Retail Business: MPC Investment Services GmbH und TVP Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft für Publikumsfonds mbH & Co. KG. Verschiedene Service-Angebote im Zusammenhang mit der Betreuung privater Anleger sind an externe Dienstleister ausgelagert.

Ziele und Strategien

Die MPC Capital-Gruppe verfolgt das Ziel, in den gewählten Teilsegmenten zu den führenden unabhängigen Asset- und Investment-Managern für sachwertbasierte Kapitalanlagen und Investitionen zu gehören. Zum 31. Dezember 2020 verwaltete die Gruppe Sachwerte mit einem Gesamtvolumen von rund EUR 4,4 Mrd. („Assets under Management“). Ziel ist es, jährlich Assets im Volumen zwischen EUR 0,5 Mrd. und EUR 1,0 Mrd. für das Geschäft mit institutionellen Kunden neu anzubinden.

Die Erwirtschaftung nachhaltiger Cashflows, eine solide Unternehmensfinanzierung und damit insbesondere eine gute Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung sind wichtige Eckpfeiler der Unternehmensstrategie.

Bindeglied zwischen Asset und Investor

Die zentrale Expertise von MPC Capital ist das Zusammenbringen von Investoren und Investitionsmöglichkeiten sowie die Umsetzung von Asset-Transaktionen von der Auswahl über den Ankauf der Assets bis hin zum Exit. Die Kunden können je nach Bedarf den gesamten Investitions- und Wertschöpfungsprozess mit der MPC Capital-Gruppe gemeinsam gehen – oder flexibel einzelne Phasen und Leistungen für ihre Investitions- und Geschäftstätigkeit abrufen. Das operative Management der Assets wird zu einem Teil in Kooperation mit marktführenden Partnern angeboten. Die Leistung der MPC Capital-Gruppe besteht dabei darin, sachwertbasierte Anlagen aus den drei Asset-Klassen Real Estate, Shipping und Infrastructure von der Auswahl über die aktive (Weiter-) Entwicklung bis hin zum Exit zu managen und hierdurch ihren Wert zu maximieren.

Vehikel orientiert sich an Strategie des Investors

Die strukturelle Ausgestaltung der Investment Vehicles orientiert sich neben den Marktgegebenheiten vor allem an der Strategie des jeweiligen Investors. Ob Alternativer Investmentfonds, Börsennotiz, Direktinvestition oder ein anderes rechtliches Konstrukt – MPC Capital bietet als Investment-Manager umfassende Expertise für ein breites Spektrum an Strukturierungslösungen.

Vertrieblich richtet sich MPC Capital primär an internationale institutionelle Kunden, Family Offices und andere professionelle Investoren. Zum weiteren Kundenkreis zählen Drittunternehmen sowie vermögende Privatanleger, Bestandskunden und Vertriebspartner. Dabei kommen für die verschiedenen Phasen eines Asset-Zyklus Investorentypen mit jeweils unterschiedlichem Risikoprofil in Frage: Während beispielsweise für die Entwicklungsphase eines Projekts Investoren mit höheren Renditeerwartungen und ausgeprägtem Risikoprofil in Frage kommen, beteiligen sich an etablierten Projekten mit stabilen Cashflows in der Regel Investoren mit geringeren Renditeanforderungen und einem ausgewogenen Risikoprofil.

Auswahl der Assets orientiert sich an Marktbedürfnissen

Bei der Auswahl der Assets orientiert sich die MPC Capital-Gruppe an aktuellen Marktbedürfnissen und arbeitet intensiv daran, Marktsektoren, Marktnischen oder Megatrends frühzeitig zu erkennen. Auf diese Weise konnten Markttrends wie ESG (Environmental, Social, Governance) im Immobiliensegment, Feeder-Containerschiffe im maritimen Sektor oder erneuerbare Energien in Schwellenländern identifiziert und erfolgreich besetzt werden.

Co-Investment: MPC Capital beteiligt sich mit Eigenkapital

Zum Gleichlauf der Interessen von Investoren und Fondsmanager, investiert MPC Capital selbst einen Teil des Eigenkapitals („Co-Investment“). Das Co-Investment liegt je nach Volumen und Art des Assets bei bis zu 10% bezogen auf das Eigenkapital des jeweiligen Investmentvehikels, in Einzelfällen auch darüber. Die Co-Investments werden primär unter Finanzanlagen als sonstige Beteiligung, im Einzelfall auch als Ausleihung oder Darlehen bilanziert.

Kern der Strategie ist es, aus der Wertsteigerung der Co-Investments über das operative Dienstleistungsgeschäft hinaus sonstige betriebliche Erträge (Wertaufholungen) und Erträge aus Beteiligungen (Dividenden) zu erzielen.

Steuerungssystem

Die Steuerung des MPC Capital-Konzerns ist auf eine nachhaltige Wertsteigerung ausgerichtet. Zentrale Steuerungsgrößen sind dabei die Umsatzerlöse sowie umsatznahe sonstige betriebliche Erträge, die sich aus wiederkehrenden Erträgen aus dem Management und der Verwaltung der Bestandsfonds, dem Asset Management, der Beratung und Vermittlung im Zusammenhang mit Sachwertinvestitionen sowie aus Projekt- und Transaktionserlösen und Erträgen im Rahmen von Exit-Strategien bestehender Fonds und Investments zusammensetzen. Ein weiterer finanzieller Leistungsindikator ist das Ergebnis vor Steuern („Earnings Before Taxes“, EBT), das Erträge aus Beteiligungen und Equity-Ergebnisse assoziierter Unternehmen mit umfasst.

Grundlage einer soliden und nachhaltigen unternehmerischen Planung sind darüber hinaus eine angemessene Eigenkapitalausstattung sowie das Vorhalten ausreichender Liquidität im Konzern über einen angemessenen Planungszeitraum.

Die Steuerungsgrößen für die MPC Capital AG sind das EBT, die Eigenkapitalausstattung sowie die Liquidität.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren werden nicht zur internen Steuerung herangezogen.

Die Initiierung, Steuerung sowie die Einhaltung und Überwachung der unternehmerischen Aktivitäten obliegen auf Konzernebene dem Vorstand; auf operativer Ebene kommt diese Funktion den Geschäftsführern der jeweiligen Tochtergesellschaften zu. Das Steuerungssystem ist zudem Bestandteil der Controlling- und Planungsprozesse im MPC Capital-Konzern.

Der Konzernabschluss sowie der Einzelabschluss der MPC Capital AG wurden auf Basis des deutschen Handelsgesetzbuches erstellt.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2020 war gesellschaftlich und wirtschaftlich von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie dominiert. Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Einschränkungen, die notwendig wurden, um die weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen, haben hohe negative wirtschaftliche Folgen gehabt: Die Weltwirtschaft erlebte die schwerste Rezession seit fast 100 Jahren. Umfangreiche geld- und fiskalpolitische Hilfsmaßnahmen wirkten jedoch mildernd.

Sowohl die Europäische Zentralbank (EZB) als auch die US-amerikanische Federal Reserve (FED) haben in den vergangenen Jahren ihr Inflationsziel von rund zwei Prozent in der Regel nicht erreicht. In der Eurozone ist die Preissteigerungsrate derzeit sogar negativ. Die Geldpolitik ist (und bleibt) so expansiv wie niemals zuvor. Nicht nur die G10-Notenbanken haben ihre Wertpapierkäufe ausgeweitet, auch in den Schwellenländern haben viele Zentralbanken zu geldpolitischen Maßnahmen gegriffen. Die EZB hat ihre Anleiheaufkaufprogramme deutlich ausgeweitet und stellt den Banken hohe Liquidität zur Verfügung. Die amerikanische FED hat die Zinsen zu Beginn der COVID-19-Pandemie fast auf null gesenkt und den unbegrenzten Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen begonnen.

Obwohl die Wirtschaft unter den Corona-bedingten Einschränkungen leidet, haben sich die Kapitalmärkte von ihren zwischenzeitlichen Kursverlusten erholt. Einige Börsen, darunter der DAX und die großen US-Indizes, haben sogar neue Rekordstände erreicht. Zum einen haben die Zinssenkungen der Notenbanken dazu geführt, dass festverzinsliche Wertpapiere aufgrund immer geringerer Zinskupons für Anleger noch unattraktiver geworden sind. Gleichzeitig sorgt die anhaltende Liquiditätsschwemme dafür, dass viel Kapital angelegt werden muss. 1

Unter diesem Eindruck stieg auch die Nachfrage nach Sachanlagen (Real Assets), wobei die Investitionskriterien und Auswahlprozesse noch strikter ausfielen und angewendet wurden. Eine Analyse des US-amerikanischen Asset Managers BlackRock ergab, dass rund 55% der befragten Anleger beabsichtigen, ihre Real-Assets-Allokationen im Jahr 2020 zu erhöhen und von Aktien und Barmitteln in Alternative Anlagen umzuschichten. Dabei lagen im Jahr 2020 Asset-Klassen im Fokus, die vom Rückenwind in den Bereichen E-Commerce, Nachhaltigkeit und Digitalisierung profitieren, während Sektoren, die stärker auf Mobilität und traditionelle Energien angewiesen sind, von den Anlegern mit größerer Zurückhaltung bedacht wurden. 2

In 2020 hat sich der Trend in Richtung nachhaltiger Investitionen noch einmal deutlich verstärkt. Nach Angaben von Morningstar aus Mai 2020 verzeichneten auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Fonds im ersten Quartal 2020 Nettomittelzuflüsse von rund USD 45,6 Mrd., verglichen mit Abflüssen von USD 384,7 Mrd. für das gesamte Fondsuniversum. Laut einer im August 2020 veröffentlichten Umfrage von BNY Mellon und dem Official Monetary und Financial Institutions Forum haben weltweit über 90% der öffentlichen Investoren spezifische ESG-Richtlinien für ihren Investmentprozess aufgestellt oder sind gerade dabei, diese zu entwickeln. 3

Geschäftsverlauf

Der Ausbruch der COVID-19-Pandemie hat zu einer globalen Rezession geführt und deutlich gestiegene Marktunsicherheiten und Verzögerungen von Investitionsentscheidungen nach sich gezogen. In dieser Marktsituation erweist sich die von der MPC Capital-Gruppe verfolgte Multi Asset-Strategie – und die damit einhergehende Diversifikation der Asset-Basis und zuletzt auch die verbreiterte Streuung innerhalb der Segmente – als vergleichsweise widerstandsfähig. Von den unmittelbaren wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise war im ersten Halbjahr zunächst insbesondere das Shipping-Segment der MPC Capital-Gruppe betroffen, das sich im Verlauf des zweiten Halbjahres allerdings wieder deutlich erholen konnte. Die Auswirkungen auf die übrigen Geschäftsbereiche waren überschaubar.

In der MPC Capital-Gruppe hat die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter oberste Priorität. Im Einklang damit wurden nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie alle Vorkehrungen getroffen, um die Ansteckungsgefahr der Mitarbeiter zu minimieren. Es wurden Notfallpläne erstellt, um einerseits der Gesundheit aller Mitarbeiter Vorrang einzuräumen und gleichzeitig die notwendige Kontinuität der Arbeitsabläufe sicherzustellen, um den Betrieb so effizient wie möglich aufrechtzuerhalten. IT-seitig war die MPC Capital-Gruppe innerhalb kürzester Zeit in der Lage, alle Mitarbeiter mobil auszustatten und ein uneingeschränktes Arbeiten im Home Office zu ermöglichen.

Trotz der ausgesprochen widrigen Umstände konnte der Verlauf des Geschäftsjahres 2020 die Erwartungen des Managements an einen Umsatz und ein Ergebnis vor Steuern (EBT) jeweils auf Vorjahresniveau zu großen Teilen erfüllen. In der ursprünglich im Februar 2020 aufgestellten und am 11. Mai 2020 ausgesetzten Prognose ging der Vorstand zwar noch von einem leicht niedrigeren Umsatzniveau bei einem leicht verbesserten EBT im Vergleich zum Jahr 2019 aus. Hintergrund für das über den ursprünglichen Erwartungen liegende Umsatzniveau sind ein kontinuierliches Wachstum im Shipping-Bereich sowie höhere Transaktionserlöse, insbesondere aus dem Bereich Renewable Energies. Demgegenüber stehen Bewertungsanpassungen durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit der Fokussierung auf das Transaktions- und Investmentgeschäft.

1 M.M.Warburg & CO, Kapitalmarktperspektive, Januar 2021
2 BlackRock 2021 Global Real Assets Outlook, 2021, S. 4
3 Aviva Investors Real Assetst Study 2020, November 2020, S. 16

Real Estate

Der Real Estate-Bereich war nur unwesentlich von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffen.

In den Niederlanden konnte die MPC Capital-Tochter Cairn Real Estate insbesondere in den Bereichen Logistik und Office umfangreiche Ankäufe tätigen. Im November hat Cairn Real Estate eine Kapitalerhöhung über EUR 120 Mio. für den Gateway Fund inmitten der COVID-19-Pandemie erfolgreich durchgeführt. Der nicht börsennotierte REIT konzentriert sich auf den Markt für Logistik- und Light Industrial-Immobilien. Nach weiteren erfolgreichen Ankäufen zum Ende des Jahres 2020 umfasst der Fonds 30 Immobilien, die schwerpunktmäßig in den Niederlanden liegen.

Darüber hinaus hat ein Joint Venture aus Cairn Real Estate, dem Investor Angelo Gordon und dem Projektentwickler NEOO die Multifunktionsimmobilie „Beursgallery“ in Rotterdam als Redevelopment-Mandat erworben.

In Deutschland hat MPC Capital im Januar 2020 den Verkauf eines Wohnimmobilienprojekts erfolgreich abgeschlossen. Das Neubauprojekt in Hamburg wurde Anfang 2019 von MPC Capital erworben und verfügt über rund 160 Mieteinheiten sowie über eine Mietfläche von 13.000 qm.

Im Mai 2020 erzielte das Immobilien-Team der MPC Capital vorzeitig die Verlängerung eines Büromietvertrags über zehn Jahre in München. Der Mietvertrag verlängert sich bis Dezember 2031 und umfasst eine Gesamt-Mietfläche von rd. 12.000 m2 sowie 185 Stellplätze. Eigentümer des Bürogebäudes in München-Gräfelfing ist der Immobilienfonds MPC Deutschland 9, der 2011 von der MPC Capital-Gruppe aufgelegt wurde.

Ende 2020 hat MPC Capital gemeinsam mit institutionellen Investoren den ESG Core Wohnimmobilien Fonds aufgelegt und in einem First Close Eigenkapital in Höhe von rund EUR 80 Mio. von deutschen Versicherungsgesellschaften eingeworben. Der Fonds soll ein Gesamtinvestitionsvolumen von EUR 300 Mio. umfassen und zielgerichtet in Immobilienprojekte investieren, die konsequent einem umfassenden Katalog an Nachhaltigkeitskriterien entsprechen.

Das Geschäft mit Mikroapartments konnte im Geschäftsjahr 2020 nicht entscheidend weiterentwickelt werden. Im Zuge der Fokussierung der MPC Capital auf das Transaktions- und Investmentgeschäft hat sich der Vorstand entschlossen, sich aus dem operativen Geschäft und der Verwaltung der Apartmenthäuser zurückzuziehen. Die hieraus resultierenden erhöhten Aufwendungen wurden in den vorliegenden Abschlüssen des MPC Capital-Konzerns und der MPC Capital AG berücksichtigt. Das Property Management der Immobilien im „Student Housing“-Bereich soll an einen externen Partner gegeben werden.

Shipping

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie haben vor allem die Containerschifffahrt im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres hart getroffen. Infolge eines stark einbrechenden Welthandels sind die Charterraten deutlich gesunken und die Anzahl der inaktiven Handelsschiffe ist stark gestiegen. Von dieser Entwicklung waren auch die Kunden der Ahrenkiel Steamship und Harper Petersen, den technischen und kommerziellen Schiffsmanagern innerhalb der MPC Capital-Gruppe, betroffen.

Im Verlauf des zweiten Halbjahres setzte eine spürbare Wiederbelebung des Welthandels ein, die auch zu einer deutlichen Erholung der Fracht- und Charterraten im Containerbereich führte. Insbesondere die hohe Nachfrage aus den USA und Europa nach Möbeln, Sportgeräten und Einrichtungsgegenständen – besonders getrieben durch den Online-Handel – erzeugte in den vergangenen Monaten ein enormes Transportvolumen, das auf ein Unterangebot an Container- und Frachtkapazitäten stieß. 4

Um den marktseitigen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie entgegenzuwirken, wurde im Juli 2020 die Rekapitalisierung der MPC Container Ships ASA („MPCC“) erfolgreich umgesetzt, was zu einer Stabilisierung der Flotte im Eigentum der MPCC führte. Dennoch führte die herausfordernde Situation am Gesamtmarkt zu einer deutlichen Korrektur der Asset-Werte. Der Wertansatz des Co-Investments der MPC Capital an der MPCC musste entsprechend um EUR 2,5 Mio. angepasst werden.

Im Juli 2020 haben die MPC Capital-Gruppe und die in Singapur ansässige Wilhelmsen Ship Management AS die Zusammenführung der Aktivitäten in der technischen Bereederung von Containerschiffen vereinbart. Wilhelmsen Ship Management hat in diesem Rahmen 50% an der Ahrenkiel Steamship GmbH & Co KG erworben. Das Joint Venture firmiert unter „Wilhelmsen Ahrenkiel Ship Management“ („WASM“). Der Hauptsitz der Gesellschaft ist weiterhin in Hamburg und wird zusätzlich über das globale Netzwerk der Wilhelmsen Gruppe unterstützt. Ziel ist es, die aktuell gemanagte Flotte weiter auszubauen und das Dienstleistungsgeschäft international auszudehnen.

Die Veräußerung der Anteile und die Fortführung der Geschäftstätigkeit im Rahmen eines 50/​50-Joint Ventures führen seit dem Vollzug der Transaktion Ende September 2020 zu einer Quotenkonsolidierung der WASM im MPC Capital-Konzern.

Der Zusammenschluss mit einem global agierenden Joint Venture-Partner im Dienstleistungsgeschäft der MPC Capital-Gruppe folgt der Strategie, das Geschäftsmodell der MPC Capital in Zukunft noch stärker auf das Transaktions- und Investmentgeschäft zu fokussieren. Durch den Schulterschluss mit Wilhelmsen rechnet MPC Capital auf Basis eines deutlich verbreiterten Netzwerks auch mit zusätzlichen Wachstumsimpulsen für das Transaktions- und Investmentgeschäft .

4 „Überbordende Frachtraten“, Handelsblatt vom 19.01.2021

Infrastructure

Der Infrastructure-Bereich der MPC Capital-Gruppe konzentriert sich im Zuge der Fokussierung auf wachstumsstarke und profitable Segmente auf die Entwicklung und das Management von Anlagen zur Gewinnung und Speicherung von erneuerbarer Energie („Renewable Energies“). In diesem Zusammenhang konnte MPC Capital Anfang 2020 weiteres Eigenkapital für den MPC Caribbean Clean Energy Fund einwerben und die Strategie zur Entwicklung von Solar- und Windparks in der Karibik und ausgewählten Teilen Südamerikas weiter ausbauen.

Im Februar 2020 hat MPC Capital die Finanzierung für den Bau eines Solar-Photovoltaik-Projekts in El Salvador mit 6,5 MWp arrangiert. Das Projekt hat ein Investitionsvolumen von rund USD 7,8 Mio. Die Inbetriebnahme erfolgte termingerecht im Dezember 2020 und MPC Capital betreut das Projekt seitdem als Asset- und Investment-Manager.

Im Januar 2021 gelang MPC Capital mit der Initiierung der MPC Energy Solutions und einer Privatplatzierung über USD 100 Mio. ein Meilenstein in der Entwicklung des Bereichs. Die MPC Energy Solutions wurde von MPC Capital als Investment Vehicle gegründet, um von der wachsenden Nachfrage nach einer nachhaltigen und kostengünstigen kohlenstoffarmen Energieinfrastruktur zu profitieren. Als Entwickler, Betreiber und Eigentümer von Anlagen für erneuerbare Energie wird sie ihren Beitrag zum Übergang zu einer emissionsfreien Zukunft leisten. Die Projekte werden schwerpunktmäßig PV- und Windparks umfassen, aber auch Energiespeicherung, Kraft-Wärme-Kopplung sowie andere Infrastrukturen, die zur Senkung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen beitragen. Seit Mitte Januar 2021 ist die MPC Energy Solutions N.V. im Euronext Growth-Segment an der Osloer Börse gelistet.

Im Rahmen ihrer Co-Investmentstrategie hat sich MPC Capital als Co-Investor an der MPC Energy Solutions N.V. beteiligt. EUR 4 Mio. des in bar zu zahlenden Anteils des Co-Investments in Höhe von USD 10 Mio. hat MPC Capital über eine am 8. Januar 2021 durchgeführte bezugsrechtslose Kapitalerhöhung refinanziert. Es wurden insgesamt 1.777.778 neue Aktien gegen Bareinlage ausgegeben und diese zu einem Preis von EUR 2,25 je Aktie platziert. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöhte sich damit unter teilweiser Ausnutzung des „Genehmigten Kapitals 2018“ von EUR 33.470.706,00 um EUR 1.777.778,00 auf EUR 35.248.484,00 durch Ausgabe von 1.777.778 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien. Das Bezugsrecht der Aktionäre war ausgeschlossen. Die Kapitalerhöhung wurde am 21. Januar 2021 ins Handelsregister eingetragen (vgl. hierzu auch den Nachtragsbericht im Konzernanhang).

Entwicklung der Assets under Management (AuM)

Die von der MPC Capital-Gruppe gemanagten Sachwerte („Assets under Management /​ AuM“) lagen zum Ende des Jahres 2020 mit EUR 4,4 Mrd. auf dem Vorjahresniveau (EUR 4,5 Mrd.). Insgesamt konnten Assets im Wert von EUR 0,5 Mrd. neu angebunden werden, wovon der Großteil auf den Real Estate-Bereich entfiel. Demgegenüber standen planmäßige Abgänge aus dem Retail Business in Höhe von EUR 0,4 Mrd. sowie Asset-Verkäufe aus dem Institutional Business in Höhe von EUR 0,2 Mrd. Bewertungs- und Währungseffekte hoben sich in 2020 gegenseitig weitestgehend auf und hatten keine nennenswerten Auswirkungen auf die Entwicklung der AuM.

Die AuM im Bereich Real Estate stiegen durch Zugänge im Portfolio der niederländischen Tochter Cairn von EUR 1,7 auf EUR 1,9 Mrd. Zugänge wurden insbesondere in den Fonds „In The City“ (Office) und „Gateway“ (Logistik/​Light Industrial) verzeichnet.

Im Bereich Shipping lagen die AuM mit EUR 2,1 Mrd. leicht unter dem Niveau des Vorjahres (EUR 2,2 Mrd.). Neu angebunden wurden dabei gut EUR 0,1 Mrd. Demgegenüber stehen Asset-Abgänge in Höhe von EUR 0,2 Mrd. Negative Bewertungseffekte, die sich noch im ersten Halbjahr 2020 belastend auf die maritimen Assets auswirkten, konnten durch die starke Erholung im zweiten Halbjahr 2020 wieder aufgeholt werden.

Im Bereich Infrastructure lagen die AuM bei EUR 0,2 Mrd. (31. Dezember 2019: EUR 0,3 Mrd.). Der Rückgang resultierte aus dem Verkauf eines Solarpark-Portfolios in Spanien.

Auf Discontinued Products entfielen rund EUR 0,1 Mrd. (31. Dezember 2019: EUR 0,3 Mrd.). Hierunter fallen Assets aus dem Retail Business, die keiner der drei Kern-Asset-Klassen zuzuordnen sind.

Durch den starken Anstieg der neu angebundenen Assets im Real Estate-Bereich einerseits und dem sich fortsetzenden Abschmelzen von Assets aus dem Retail Business andererseits stieg der Anteil des Institutional Business zum 31. Dezember 2020 auf 84% (31. Dezember 2019: 78%). Auf das Retail Business entfallen noch 16% der AuM (31. Dezember 2019: 22 %).

III. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage des Konzerns

Die Umsatzerlöse des MPC Capital-Konzerns stiegen im Geschäftsjahr 2020 von EUR 46,8 Mio. auf EUR 50,5 Mio.

Aus Management Services erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2020 Umsätze in Höhe von EUR 37,1 Mio. (2019: EUR 39,2). Umsatzmindernd wirkten sich hier der Rückgang der Umsatzerlöse aus dem abschmelzenden Retail Business sowie die Quotenkonsolidierung des Harper Petersen Joint Ventures aus. Seit November 2019 werden die aus dem Gemeinschaftsunternehmen resultierenden Umsatz- und Ergebnisbeiträge sowie Aktiva und Passiva nur zu 50% im Konzernabschluss berücksichtigt. Das Gemeinschaftsunternehmen Wilhelmsen Ahrenkiel Ship Management wird ab Oktober 2020 nach der Methode der Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Erlöse aus Transaction Services stiegen aufgrund einer vor allem im zweiten Halbjahr 2020 deutlich anziehenden Transaktionstätigkeit im Geschäftsjahr 2020 auf EUR 10,7 Mio. (2019: EUR 5,3 Mio.). Sie umfassten vor allem Transaktionen im Real Estate- und Renewable Energies-Bereich, im zweiten Halbjahr 2020 auch wieder verstärkt im Schifffahrtssegment.

Die übrigen Umsatzerlöse lagen 2020 bei EUR 2,7 Mio. (2019: EUR 2,3 Mio.). Hierin enthalten sind im Wesentlichen einmalige, nicht wiederkehrende Erlöse aus dem Shipping-Bereich.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Geschäftsjahr 2020 bei EUR 9,9 Mio. (2019: EUR 9,7 Mio.). Sie betrafen neben Erträgen aus Wechselkursänderungen sowie Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und Forderungswertberichtigungen im Wesentlichen Buchgewinne aus Anlageverkäufen in Höhe von EUR 3,4 Mio. (2019: EUR 4,0 Mio.) im Zusammenhang mit der Veräußerung eines Wohnimmobilienprojekts in Hamburg sowie von Anteilen des BMG-Portfolios.

Der Materialaufwand stieg im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Akquisition der Beteiligung an Albis Shipping auf EUR 4,5 Mio. (2019: EUR 2,2 Mio.). Sie betrafen bezogene Leistungen im Rahmen der kommerziellen Befrachtung von Tankschiffen und stehen den übrigen Umsatzerlösen gegenüber.

Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr 2020 bei EUR 26,3 Mio. (2019: EUR 28,8 Mio.). Der Rückgang reflektiert die umgesetzten Einsparmaßnahmen im Rahmen der Fokussierungsstrategie. In 2020 waren durchschnittlich 260 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt. Hiervon sind 33 Mitarbeiter der Beteiligung an Gemeinschaftsunternehmen zuzurechnen. Im Vorjahr waren es durchschnittlich 286 (davon 12 Mitarbeiter aus der Beteiligung von Gemeinschaftsunternehmen).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen lagen mit EUR 2,3 Mio. (2019: 2,2 Mio.) auf dem Niveau des Vorjahres und betreffen im Wesentlichen die Gesellschaften Wilhelmsen Ahrenkiel, Harper Petersen und Albis Shipping.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit EUR 25,7 Mio. unter dem Vorjahr (2019: EUR 27,1 Mio.). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf Kosteneinsparungsmaßnahmen zurückzuführen. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen reduzierten sich auf EUR 1,9 Mio. (2019: EUR 2,6 Mio.). Gegenläufig wirkten sich die leicht gestiegenen Rechts- und Beratungskosten in Höhe von EUR 7,0 Mio. (2019: EUR 6,8 Mio.) sowie höhere Aufwendungen aus Wechselkursänderungen von EUR 1,5 Mio. (2019: EUR 0,9 Mio.) aus.

Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich aufgrund der verschlankten Kostenbasis und des höheren Umsatzniveaus deutlich um EUR 5,3 Mio. von EUR -3,8 Mio. im Vorjahr auf EUR 1,5 Mio. in 2020.

Die Erträge aus Beteiligungen lagen bei EUR 2,8 Mio. Das Vorjahr war mit EUR 7,0 Mio. stark geprägt von einem hohen Promote aus dem erfolgreichen Exit eines niederländischen Immobilienportfolios (TRANSIT-Transaktion) und der Veräußerung von Kommanditbeteiligungen aus dem BMG-Portfolio.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge lagen bei EUR 1,8 Mio. (2019: EUR 2,4 Mio.) und resultierten primär aus Ausleihungen im Rahmen von Projektfinanzierungen.

Abschreibungen auf Finanzanlagen wurden in Höhe von EUR 1,6 Mio. (2019: EUR 1,4 Mio.) vorgenommen. Sie betrafen insbesondere langfristige Projektfinanzierungen.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen lagen bei EUR 0,2 Mio. (2019: EUR 0,9 Mio.) und betrafen im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus der Refinanzierung eines Immobilienprojekts.

Das Equity-Ergebnis assoziierter Unternehmen lag bei EUR -3,1 Mio. (2019: EUR -2,5 Mio.). Sowohl der aktuelle als auch der Vorjahreswert waren geprägt von der Berichtigung des Wertansatzes an der MPC Container Ships ASA, an der die MPC Capital AG eine indirekte Beteiligung hält. Im Zuge der oben beschriebenen wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Asset-Werte in der Containerschifffahrt musste der bereits im Vorjahr korrigierte Beteiligungsansatz an der MPC Container Ships nochmals angepasst werden.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag bei EUR 1,3 Mio. Im Vorjahr erzielte der MPC Capital-Konzern ein EBT in Höhe von EUR 0,9 Mio.

Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag lag in 2020 bei EUR 1,4 Mio. (2019: EUR 1,1 Mio.).

Das Konzernergebnis betrug EUR -0,1 Mio. (2019: EUR -0,3 Mio.).

Das Ergebnis je Aktie auf Basis der ausgegebenen Aktien am Bilanzstichtag lag 2020 bei EUR -0,01 (2019: EUR -0,01).

Ertragslage der AG (Konzernobergesellschaft)

Im Geschäftsjahr 2020 erzielte die MPC Capital AG Umsatzerlöse in Höhe von EUR 7,6 Mio. (2019: EUR 8,9 Mio.). Hiervon entfielen EUR 0,9 Mio. (2019: EUR 1,0 Mio.) auf Management- und Transaktionserlöse sowie EUR 6,8 Mio. (2019: EUR 7,9 Mio.) auf Umlagen auf Konzerngesellschaften, die vor allem administrative Dienstleistungen der MPC Capital AG als Holding gegenüber den Tochtergesellschaften betreffen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen 2020 bei EUR 2,8 Mio. (2019: EUR 4,9 Mio.) und resultierten zum Großteil aus der Auflösung von Wertberichtigungen und aus abgeschriebenen Forderungen.

Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr bei EUR 5,7 Mio. (2019: EUR 6,1 Mio.). Die Anzahl der Mitarbeiter der MPC Capital AG lag bei durchschnittlich 40 (2019: 48). Der Rückgang resultiert aus der Anpassung der Corporate-Struktur an die strategische Fokussierung der MPC Capital auf das Transaktions- und Investmentgeschäft.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken deutlich auf EUR 11,4 Mio. (2019: EUR 16,2 Mio.). Dabei gingen insbesondere die Abschreibungen und Wertberichtungen auf Forderungen auf EUR 4,6 Mio. (2019: EUR 9,1 Mio.) zurück. Sie enthalten im Wesentlichen außergewöhnliche Abschreibungen auf Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Auch alle anderen wesentlichen Positionen konnten weiter optimiert werden. Die Rechts- und Beratungskosten lagen bei EUR 0,8 Mio. (2019: EUR 1,5 Mio.).

Im Geschäftsjahr 2020 erzielte die MPC Capital AG Beteiligungserträge in Höhe von EUR 0,3 Mio. (2019: EUR 0,9 Mio.), Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von EUR 2,2 Mio. (2019: EUR 8,7 Mio.) sowie aus Zinsen und ähnlichen Erträgen EUR 1,3 Mio. (2019: EUR 0,2 Mio.). Abschreibungen auf Finanzanlagen oder auf Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden in Höhe von EUR 0,3 Mio. vorgenommen. Der Vorjahreswert in Höhe von EUR 2,8 Mio. betraf primär die Wertberichtigung der indirekten Beteiligung an der MPC Container Ships ASA.

Aufgrund des deutlichen Rückgangs der Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen sank der Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2020 auf EUR -4,5 Mio. (2019: EUR -0,1 Mio.). Der Bilanzverlust 2020 erhöhte sich auf EUR -9,4 Mio. (2019: EUR -4,9 Mio.).

Vermögens- und Finanzlage des Konzerns

Die Bilanzsumme des Konzerns reduzierte sich im Wesentlichen durch den Abbau von Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2020 auf EUR 126,6 Mio. (31. Dezember 2019: EUR 139,6 Mio.).

Das Anlagevermögen ging von EUR 81,8 Mio. auf EUR 72,1 Mio. zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 zurück. EUR 4,1 Mio. (31. Dezember 2019: EUR 6,5 Mio.) entfielen auf immaterielle Vermögensgegenstände, die primär die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte (Goodwill) an Wilhelmsen Ahrenkiel, Harper Petersen und die Beteiligung an Albis Shipping umfassen. Das Finanzanlagevermögen, das im Wesentlichen das Co-Investment-Portfolio des MPC Capital-Konzerns abbildet, reduzierte sich auf EUR 67,2 Mio. zum 31. Dezember 2020 (31. Dezember 2019: EUR 74,6 Mio. Der Rückgang resultierte unter anderem aus der Veräußerung von Anteilen am BMG-Portfolio sowie der Wertberichtigung der indirekten Beteiligung an der MPC Container Ships ASA. Das Umlaufvermögen verringerte sich von EUR 57,7 Mio. zum Jahresende 2019 auf EUR 54,3 Mio. zum 31. Dezember 2020. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände lagen zum 31. Dezember 2020 bei EUR 29,5 Mio. (31. Dezember 2019: EUR 37,1 Mio.). Durch das starke Transaktionsgeschäft im zweiten Halbjahr 2020 sowie den Abbau von Forderungen erhöhte sich die Liquidität im Konzern (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) zum 31. Dezember 2020 auf EUR 24,8 Mio. (31. Dezember 2019: EUR 20,6 Mio.).

Das Eigenkapital reduzierte sich durch den Rückgang der nicht beherrschenden Anteile und den höheren Bilanzverlust von EUR 99,0 Mio. zum 31. Dezember 2019 auf EUR 96,3 Mio. zum 31. Dezember 2020. Die Eigenkapitalquote stieg dennoch aufgrund des Abbaus von Finanzverbindlichkeiten von 70,9 % auf 76,0 %.

Rückstellungen waren zum 31. Dezember 2020 in Höhe von EUR 18,4 Mio. gebildet (31. Dezember 2019: EUR 19,2 Mio.). Der Saldo resultiert einerseits aus dem Rückgang von Steuer- und Personalrückstellungen und andererseits aus dem Anstieg diverser sonstiger Rückstellungen im Zusammenhang mit Kosteneinsparungen und der Fokussierung auf wachstumsstarke und profitable Geschäftsbereiche. Für Rechts- und Beratungskosten hatte die Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 Rückstellungen in Höhe von EUR 7,7 Mio. (31. Dezember 2019: EUR 6,7 Mio.) gebildet. Nach Ansicht des Vorstands wurde hiermit ausreichend Vorsorge für erhöhte Aufwendungen in Verbindung mit der Fokussierung auf das Transaktions- und Investmentgeschäft sowie mögliche Kosten im Zusammenhang mit rechtlichen Auseinandersetzungen getroffen.

Die Verbindlichkeiten reduzierten sich deutlich auf EUR 11,6 Mio. (31. Dezember 2019: EUR 21,4 Mio.). Der Rückgang betrifft primär die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten aus der Projektfinanzierung. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen bei EUR 1,3 Mio. (31. Dezember 2019: EUR 2,0 Mio.). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von EUR 1,0 Mio. (31. Dezember 2019: EUR 1,6 Mio.) enthalten primär noch nicht abgerufene Kapitalzusagen für Co-Investments sowie erhaltene Ausschüttungen.

Der MPC Capital-Konzern wies im Berichtszeitraum einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 3,3 Mio. (2019: EUR 3,0 Mio.) aus. Forderungen reduzierten sich dabei um EUR 2,6 Mio. (2019: EUR 3,0 Mio.). Verbindlichkeiten konnten um EUR 3,3 Mio. (2019: Zunahme von EUR 3,4 Mio.) reduziert werden. Dividenden aus Beteiligungen führten zu Einzahlungen in Höhe von EUR 2,8 Mio. (2019: EUR 3,7 Mio.).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf EUR 11,0 Mio. (2019: EUR -9,5 Mio.). Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von EUR 10,1 Mio. (2019: EUR 32,8 Mio.) resultierten im Wesentlichen aus der Beteiligung als Co-Investor an verschiedenen Investitionsprojekten in allen drei Asset-Klassen. Dem gegenüber standen Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagen in Höhe von EUR 17,5 Mio. (2019: EUR 22,3 Mio.). Sie betrafen die Umschuldung von Ausleihungen, den Verkauf von Anteilen an der Ahrenkiel Steamship im Zuge der Gründung des Joint Ventures Wilhelmsen Ahrenkiel Ship Management sowie aus der Veräußerung von weiteren Finanzanlagen aus dem Real Estate- und Infrastructure-Bereich. Im Geschäftsjahr 2020 erhielt MPC Capital aus ihren Beteiligungen und Ausleihungen zudem Zinsen in Höhe von EUR 1,5 Mio. (2019: EUR 2,4 Mio.) sowie Dividenden in Höhe von EUR 0,5 Mio. (2019: EUR 2,3 Mio.).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag bei EUR -8,5 Mio. (2019: EUR -1,9 Mio.) und umfasste im Wesentlichen die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten (EUR -5,8 Mio., 2019: EUR -1,3 Mio.) und gezahlte Zinsen für Projektfinanzierungen in den einzelnen Asset-Bereichen (EUR -1,5 Mio., 2019: EUR -0,4 Mio.). 2020 wurden für die Finanzierung von Projekten Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 0,4 Mio. (2019: EUR 3,3 Mio.) aufgenommen.

Insgesamt erhöhte sich der Zahlungsmittelbestand zum Ende des Jahres auf EUR 24,8 Mio. (31. Dezember 2019: EUR 20,6 Mio.).

Finanz- und Vermögenslage der AG (Konzernobergesellschaft)

Die Bilanzsumme der MPC Capital AG verringerte sich zum 31. Dezember 2020 auf EUR 117,8 Mio. (31. Dezember 2019: EUR 126,7 Mio.). Das Anlagevermögen, das im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Finanzanlagen) sowie in geringem Umfang Sachanlagen umfasst, verminderte sich auf EUR 85,5 Mio. (31. Dezember 2019: EUR 88,3 Mio.).

Das Umlaufvermögen umfasste Forderungen in Höhe von EUR 24,8 Mio. (31. Dezember 2019: EUR 36,2 Mio.), die sich im Wesentlichen gegen verbundene Unternehmen und gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, richten. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten erhöhte sich von EUR 2,2 Mio. im Vorjahr auf EUR 7,4 Mio. zum 31. Dezember 2020.

Auf der Passivseite reduzierte sich das Eigenkapital auf EUR 97,1 Mio. (31. Dezember 2019: EUR 101,6 Mio.). Die Eigenkapitalquote betrug 82,4 % (31. Dezember 2019: 80,2 %).

Die Rückstellungen haben sich leicht auf EUR 2,7 Mio. (31. Dezember 2019: EUR 3,0 Mio.) verringert. Die Verbindlichkeiten konnten auf EUR 18,0 Mio. reduziert werden (31. Dezember 2019: EUR 22,1 Mio.). Sie betrafen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige langfristige Verbindlichkeiten aus Projektfinanzierungen.

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Ziel des Finanzmanagements der MPC Capital AG ist die Sicherstellung der finanziellen Stabilität und des unternehmerischen Handlungsspielraums der Gruppe. Das Liquiditätsmanagement des MPC Capital-Konzerns bildet auf Basis eines Planungsmodells den kurz- und langfristigen Liquiditätsbedarf des Konzerns ab. Die Liquiditätsplanung und die Liquiditätslage nehmen einen zentralen Stellenwert innerhalb des Risikomanagements des MPC Capital-Konzerns ein.

Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:

MPC Capital-Konzern MPC Capital AG
Finanzielle Leistungsindikatoren 2020 2019 Veränderung 2020 2019 Veränderung
in EUR Tsd. in % in EUR Tsd. in %
Umsatz 50.489 46.846 +7,8% Kein finanzieller Leistungsindikator
Ergebnis vor Steuern (EBT) 1.263 850 +48,6% -4.270 -1.603 +166,4%
Liquidität (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) 24.750 20.640 +19,9 % 7.429 2.173 +241,9 %
Eigenkapitalquote 76,0% 70,9% +5,1pp 82,4 % 80,2 % +2,2pp

Eine Analyse von nicht-finanziellen Leistungsfaktoren erfolgt nicht, da sie nicht zur internen Steuerung herangezogen werden.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage des MPC Capital-Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2020 im Rahmen der Erwartungen entwickelt. Herausfordernd waren insbesondere die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und logistischen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Nach einem insbesondere in der Schifffahrt schwierigem ersten Halbjahr erholten sich die globalen Märkte deutlich schneller als erwartet. Dennoch machte der starke Rückgang der Asset-Bewertungen im Containersegment eine Anpassung der Werthaltigkeit der Beteiligung an der MPC Container Ships ASA in Höhe von EUR 2,5 Mio. erforderlich.

Die im Mai 2020 ausgesetzte Prognose konnte im Dezember 2020 mit leichten Anpassungen wiederaufgenommen werden. Die Auswirkungen der Pandemie in den anderen Bereichen Real Estate und Infrastructure fielen vergleichsweise moderat aus. Der Geschäftsbereich Renewable Energies konnte sogar vor dem Hintergrund einer global stark steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Investments besonders stark profitieren.

Der weiterhin hohe Rückgang der Umsatzerlöse aus dem Retail Business, dem früheren Kerngeschäft der MPC Capital-Gruppe, konnte erneut durch das Wachstum im Institutional Business mehr als kompensiert werden, so dass insbesondere der Umsatz gegenüber dem Vorjahr verbessert werden konnten. Das Ergebnis vor Steuern war durch Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der Fokussierung auf das Transaktions- und Investmentgeschäft belastet.

Die Liquidität im Konzern lag zum Bilanzstichtag mit EUR 24,8 Mio. auf einem weiterhin guten Niveau, um die weitere Entwicklung der Gesellschaft voranzutreiben.

Die wesentliche Herausforderung besteht weiterhin darin, attraktive Investitionsziele zu identifizieren und zu akquirieren, um das Institutional Business weiter erfolgreich auszubauen.

IV. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des MPC Capital-Konzerns haben im Geschäftsjahr 2020 mit ihrem hohen Engagement zu der positiven Entwicklung beigetragen. Eine langfristige Bindung der hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist die Basis für eine nachhaltig erfolgreiche Entwicklung des MPC Capital-Konzerns. Die MPC Capital-Gruppe verfolgt dabei das Ziel, sowohl über erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile als auch über nicht-finanzielle Anreize die Bindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter zu stärken und deren Leistungsbereitschaft auf einem hohen Niveau zu halten. Nicht-monetäre Maßnahmen betreffen unter anderem die Arbeitszeitflexibilisierung sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2020 waren 260 Mitarbeiter im MPC Capital-Konzern beschäftigt, davon 33 Mitarbeiter aus der Beteiligung an Gemeinschaftsunternehmen. Am Stichtag 31. Dezember 2020 waren 213 Mitarbeiter im Konzern tätig, davon 73 aus der Beteiligung an Gemeinschaftsunternehmen. In der MPC Capital AG waren im Durchschnitt des Geschäftsjahres 40 Mitarbeiter tätig, am Stichtag 37.

Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG

Die MPC Capital AG war im Geschäftsjahr 2020 ein von der MPC Münchmeyer Petersen & Co. GmbH, Hamburg, Deutschland, abhängiges Unternehmen i. S. d. § 312 AktG. Der Vorstand der MPC Capital AG hat deshalb gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält:

„Der Vorstand der MPC Capital AG erklärt hiermit, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und nicht in irgendeiner Weise benachteiligt worden ist. Es sind keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens getroffen oder unterlassen worden.“

Gesellschaftliches Engagement: Die Elbstiftung 5

Im Jahr 2005 gründete MPC Capital die Elbstiftung, um langfristig gesellschaftliche Verantwortung am Standort Hamburg zu übernehmen. Das Ziel der Stiftung ist es, jungen Menschen den Zugang zu guter Bildung zu ermöglichen, ihre Potenziale zu fördern sowie ihr Engagement zu wecken. Um das zu erreichen, startete die Elbstiftung im Jahr 2006 die Bildungsinitiative Elbstation Akademie. Bildungsbenachteiligte Jugendliche aus sozial schwachen Familien, vielfach mit Migrationshintergrund, kommen vorerst ein Jahr lang in die Elbstation, um gemeinsam an Medien- und Theaterprojekten zu arbeiten. Nach dem ersten Projektjahr erhalten die Jugendlichen Coaching in Fragen rund um Schule und Ausbildung. Die Elbstation begleitet die Jugendlichen nachhaltig auf ihrem Weg bis zum Berufseinstieg bzw. Studium.

Die Stiftungsarbeit 2020 war geprägt durch die COVID-19-Pandemie: Schutz- und Hygienekonzepte mussten erarbeitet und angepasst werden, die Medien- und Theatergruppen fanden unter erschwerten Bedingungen statt oder mussten als Online-Kurse angeboten werden, lieb gewonnene Veranstaltungen wie Präsentationen vor Publikum und Gruppenreisen mit den Jugendlichen fielen aus. Die Erfahrungen des letzten Jahres haben gezeigt, dass sich durch die Pandemie die bereits existierende Bildungsungleichheit für die Zielgruppe der Stiftung noch einmal verschärft. Schlechte technische Ausstattung, beengte Wohnverhältnisse und Eltern, die nicht bzw. nur ungenügend in der Lage sind, ihre Kindern beim Online-Lernen zu unterstützen sind u.a. Gründe, warum es wichtig und notwendig ist, sich in Zukunft noch stärker für die Verbesserung der Bildungschancen von Hamburger Jugendlichen einzusetzen.

Einen neuen Aspekt hat die Bildungspartnerschaft mit Boris Herrmann, dem ersten deutscher Teilnehmer der Segelregatta „Vendée Globe“, gebracht. Die Jugendlichen haben auf diese Weise Hermann auf seiner Weltumsegelung begleitet und wertvolle Eindrücke vom Leben an Bord erhalten, die sie in verschiedene Beiträgen und Projekten verarbeiten konnten.

5 Nicht durch den Wirtschaftsprüfer geprüft

V. Chancen- und Risikobericht

Grundlagen

Unsere Risikopolitik entspricht unserem Bestreben, nachhaltig zu wachsen sowie den Unternehmenswert zu steigern und dabei unangemessene Risiken zu steuern beziehungsweise zu vermeiden. Unser Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Planung und Umsetzung unserer Geschäftsstrategien, wobei die grundsätzliche Risikopolitik durch den Vorstand vorgegeben wird.

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagement beschäftigt sich mit der Identifikation der Risiken im MPC Capital-Konzern, deren Analyse und Bewertung, Überwachung und Steuerung.

In regelmäßigen Abständen, mindestens jedoch einmal pro Jahr wird im Rahmen des Risikomanagementprozesses eine konzernweite Risikoinventur durchgeführt. Die Risikoinventur erfolgt nach einem „Bottom-up-Prinzip“ durch die einzelnen Geschäftseinheiten. Verantwortlich dafür sind Risikomanagement-Verantwortliche innerhalb der jeweiligen Einheiten, die den potenziellen Risiken Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenshöhen zuordnen. Diese Informationen werden im Bereich Konzerncontrolling aggregiert und im Rahmen eines Berichtswesens erfasst und wiedergegeben.

Durch das integrierte, regelmäßige Berichtswesen wird der Vorstand über die Entwicklung der Risikosituation der einzelnen Einheiten und des gesamten MPC Capital-Konzerns informiert. Bei außergewöhnlichen und/​oder außerplanmäßigen Veränderungen der Risikoposition ist der Vorstand zudem unverzüglich im Rahmen des Risikofrüherkennungssystems zu informieren; dieser muss gegebenenfalls auch den Aufsichtsrat umgehend über die Veränderung der Risikosituation in Kenntnis setzen.

Das Risikomanagementsystem des MPC Capital-Konzerns ermöglicht eine konzernweite, systematische Risikosteuerung und eine frühzeitige und ausreichende Risikovorsorge. Das Risikomanagement ist ein dynamischer und sich weiterentwickelnder Prozess. Erkenntnisse, die im täglichen Umgang mit Risiken und der Risikovorsorge gewonnen werden, leisten einen wichtigen Beitrag zur kontinuierlichen Optimierung des Systems.

Darstellung der Chancen und Risiken

Die Kategorisierung der wesentlichen Chancen und Risiken des MPC Capital-Konzerns entspricht der für Zwecke des Risikomanagements intern vorgegebenen Struktur und folgt der Bruttobetrachtung. Die MPC Capital AG ist als Mutterunternehmen des MPC Capital-Konzerns in das Risikomanagementsystem eingebunden. Die Angaben gelten grundsätzlich auch für den Jahresabschluss der MPC Capital AG.

Folgende wesentliche Chancen und Risiken für das Geschäft des MPC Capital-Konzerns wurden identifiziert:

Chancen

Chancen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie

Seit nunmehr gut einem Jahr sehen sich Gesellschaft und Unternehmen den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie ausgesetzt. Viele Unternehmen haben frühzeitig damit begonnen, sich auf diese neue Situation einzustellen und haben entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet. Auch die MPC Capital-Gruppe hat sich schnellst- und bestmöglich auf die neuen Marktumstände vorbereitet.

Durch die Pandemie ergeben sich auch Marktchancen, die zum Beispiel in Nachholungseffekten im Welthandel oder in einer Veränderung der Investitionsströme mit einer stärkeren Fokussierung auf nachhaltige Investments bestehen. Die Krise hat das Bewusstsein der Investoren für Fragen rund um Umwelt und Gesellschaft geschärft und Umdenkprozesse beschleunigt. Gemäß einer Studie von HSBC halten 89% der befragten Investoren ESG-relevante Themen für wichtig. 6 Hierin liegt für MPC Capital die Chance, die bereits eingeschlagene Fokussierung auf nachhaltige Aspekte bei Kapitalanlagen weiter zu verstärken und hierfür neue Investoren zu gewinnen.

Auch ergeben sich produktspezifische Chancen, wie zum Beispiel einer verstärkten Nachfrage nach Logistikimmobilien.

6 HSBC Sustainable Financing and Investment Survey, S. 4

Umfeld- und marktbezogene Chancen

Mit der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Notenbanken steigt die Attraktivität von Investitionen in Sachwerte wie Immobilien, Schiffe oder Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach zinsgebundenen Kapitalanlagen gering.

Demgegenüber steht ein hoher Anlagebedarf von institutionellen Investoren weltweit und von privaten Anlegern. Aufgrund der weiterhin hohen Renditeanforderungen nimmt die Bedeutung von Sachwertinvestitionen für institutionelle Investoren generell zu.

Insbesondere vor dem Hintergrund der Erreichung der globalen Klimaziele ist in den nächsten Jahren mit einer deutlichen Zunahme von Investitionen in nachhaltige Projekte und Produkte zu rechnen.

Die MPC Capital-Gruppe sieht daher ein großes Marktpotenzial für sachwertbasierte Kapitalanlagen und Investitionen sowie die intelligente Zusammenführung von Investoren und Investitionsobjekten und deren langfristige Unterstützung und Begleitung.

Die Kombination der drei nicht oder allenfalls geringfügig korrelierten Asset-Bereiche Real Estate, Shipping und Infrastructure ermöglicht es, Risiken zu streuen, Skaleneffekte zu realisieren und damit die Profitabilität der MPC Capital-Gruppe zu stärken.

Wettbewerbschancen

MPC Capital ist als unabhängiger Asset- und Investment-Manager spezialisiert auf sachwertbasierte Investitionen, Kapitalanlagen und deren Management. Gemeinsam mit seinen Tochterunternehmen werden dabei individuelle Investitionsmöglichkeiten und Dienstleistungen für nationale und internationale institutionelle Investoren, Family Offices und dritte Unternehmen entwickelt und angeboten.

Das Produkt- und Dienstleistungsangebot konzentriert sich dabei auf die drei Asset Units Real Estate, Shipping und Infrastructure. Vor allem in den beiden Asset Units Real Estate und Shipping verfügt das Unternehmen dabei über einen nachweisbaren, umfassenden Track Record. Durch die enge Zusammenarbeit mit etablierten Industriepartnern kann die MPC Capital-Gruppe auch auf eine über mehrere Jahrzehnte aufgebaute Expertise im Infrastrukturbereich zurückgreifen.

Bei der Sicherung attraktiver Projekte sowie deren Umsetzung kann sich die Gruppe zudem auf ein breites internationales Netzwerk aus Geschäftspartnern und Partnerunternehmen stützen.

Chancen aus der Co-Investmentstrategie

Um den Gleichlauf der Interessen von Investor und Asset- und Investment-Manager sicherzustellen, beteiligt sich die MPC Capital-Gruppe in Abstimmung mit den Investoren in Bezug auf das jeweilige Projekt in der Regel mit maximal bis zu 10% des Eigenkapitals des Investitionsprojekts („Co-Investment“). Kern der Strategie ist es, prinzipiell keine Assets vollständig zu bilanzieren, sondern lediglich den Co-Investment-Anteil, um die Abhängigkeit von möglichen Markt- und Bewertungsschwankungen so gering wie möglich zu halten („asset light“). Die aus der Wertsteigerung der Beteiligungen erzielten Erlöse werden als sonstige betriebliche Erträge oder Erträge aus Beteiligungen in der GuV abgebildet.

Risiken

Umfeld- und marktbezogene Risiken

Risiken im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie

Derzeit lässt sich das Ausmaß der Pandemie für ein Unternehmen kaum abschätzen, da noch sehr große Unsicherheiten über den weiteren Verlauf bestehen. Die Pandemie hat für einen wirtschaftlichen Einbruch der globalisierten Weltwirtschaft gesorgt. Es ist auch mit einer anlaufenden Impfkampagne immer noch nicht abzusehen, wann die Pandemie überwunden sein wird und dann gegebenenfalls Nachholeffekte einsetzen werden.

In dieser Marktsituation erweist sich die von der MPC Capital-Gruppe verfolgte Multi Asset-Strategie – und die damit einhergehende Diversifikation der Asset-Basis und zuletzt auch die verbreiterte Streuung innerhalb der Segmente – als vergleichsweise widerstandsfähig. Zudem hat sich die Gruppe bestmöglich auf die neuen Marktgegebenheiten eingestellt, um negative Auswirkungen der Pandemie abzufedern.

Dennoch kann aus heutiger Sicht noch nicht abschließend bewertet werden, wie die mittel- und langfristigen Auswirkungen der Pandemie aussehen und welchen Einfluss sie auf die relevanten Asset-Klassen haben werden.

Der Einbruch der Containerschifffahrt im zweiten Quartal 2020 und die anschließende deutliche Erholung hat gezeigt, welcher Volatilität die Märkte aktuell ausgesetzt sind.

Es ist auch damit zu rechnen, dass die Zahl der Unternehmensinsolvenzen und der Kreditausfälle zunehmen und somit neuerliche Irritationen an den Finanz- und Kapitalmärkten ausgelöst werden könnten. Zwar halten die US-Notenbank und die Europäische Zentralbank an ihrer Niedrigzinspolitik fest. Deutliche Marktverwerfungen könnten aber zu einer Destabilisierung des Finanzsystems führen.

Schon heute ist zu erkennen, dass sich die Pandemie vereinzelt negativ auf die Bewertung von Immobilien auswirkt. Mietausfälle und die Reduzierung der benötigten Bürofläche von Unternehmen, die verstärkt und gegebenenfalls auch dauerhaft auf die Nutzung von Home Office-Möglichkeiten setzen, können zu einem anhaltenden Rückgang oder Veränderung der Nachfrage in einzelnen Immobiliensegmenten führen.

Marktbezogene Risiken

Der wirtschaftliche Erfolg des MPC Capital-Konzerns ist stark von den Entwicklungen auf den globalen Finanz- und Kapitalmärkten abhängig. Starke Marktverwerfungen können Unternehmen wie die MPC Capital AG in ihrer Existenz bedrohen. Negative Entwicklungen können dabei nicht nur die Initiierung neuer Investmentprojekte und Dienstleistungen gefährden, sondern auch den Verlauf bestehender sachwertbasierter Kapitalanlagen und Investitionen beeinträchtigen und die Reputation der Marke MPC Capital schädigen.

Ferner könnte eine Anhebung der Leitzinsen durch etwa die US-Notenbank oder die Europäische Zentralbank (EZB) sich positiv auf andere Anlageformen auswirken und dazu führen, dass die Nachfrage nach sachwertbasierten Investitionen und Kapitalanlagen stagniert oder sich sogar rückläufig entwickelt.

Der MPC Capital-Konzern entgegnet den marktbezogenen Risiken, indem bei der Identifizierung von Anlagezielen stets auch Argumente der Diversifikation und Zyklik berücksichtigt werden. Allein durch die angestrebte stärkere Gleichgewichtung der drei Asset-Klassen Real Estate, Shipping und Infrastructure reduziert der Konzern seine marktbezogenen Risiken im Verhältnis zu branchenfokussierten Sektorspezialisten.

Verfügbarkeit von Sachwerten

Als Investment-Manager für sachwertbasierte Kapitalanlagen und Investitionen ist MPC Capital auf eine geeignete Auswahl an attraktiven Sachwerten in den Asset Units Real Estate, Shipping und Infrastructure angewiesen. Weltwirtschaftliche, wettbewerbliche und regulatorische Veränderungen können hier einen wesentlichen Einfluss auf die Verfügbarkeit haben. Durch Diversifikation auf drei Segmente, ein umfangreiches Portfolio an Bestandsfonds und Investment-Vehikeln, ein breites Netzwerk an Partnern und gute Marktzugänge kann das Risiko einer Produktunterversorgung bei MPC Capital als gering eingestuft werden.

Nachfrage von sachwertbasierten Kapitalanlagen

Die MPC Capital-Gruppe ist von der künftigen Entwicklung der Nachfrage nach sachwertbasierten Kapitalanlagen abhängig. Ein Rückgang der Nachfrage nach sachwertbasierten Kapitalanlagen, der beispielsweise aus einer deutlichen Anhebung der Leitzinsen in den USA und den EURO-Staaten resultieren könnte, könnte die Entwicklung der MPC Capital-Gruppe beeinträchtigen.

Regulatorische Risiken

Regulierungsmaßnahmen sind deutlich durch die Europäische Union geprägt und werden weiterhin in den Mitgliedsstaaten vorangetrieben. Die Tiefe und der Umfang der aufsichts- und verbraucherschutzrechtlichen Vorgaben wirken sich auf Asset- und Investment-Manager aus und können mit regulatorischen Kosten einhergehen, die die Marge des MPC Capital-Konzerns beeinflussen können. Ferner muss die MPC Capital-Gruppe in bestimmten Situationen mit externen Dienstleistern zusammenarbeiten, um den aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu entsprechen. Auch dies kann die Marge des MPC Capital-Konzerns negativ beeinflussen.

Leistungswirtschaftliche, organisatorische und strategische Unternehmensrisiken

Wettbewerbsrisiko

Die MPC Capital-Gruppe hat den Anspruch, zu den führenden unabhängigen Asset- und Investment-Managern für sachwertbasierte Kapitalanlagen und Investitionen zu gehören. Dabei steht das Unternehmen im Wettbewerb mit anderen Anbietern sachwertbasierter Finanzprodukte und Dienstleistungen. Durch die Ausrichtung der Vertriebsaktivitäten auf internationale institutionelle Investoren, Family Offices und dritte Unternehmen hat sich der Kreis der Wettbewerber um vergleichbare international operierende Unternehmen erweitert.

Grundsätzlich besteht ein unternehmerisches Risiko, dass es der MPC Capital-Gruppe nicht in ausreichendem Maße gelingt, sich nachhaltig bei ihren Kunden zu positionieren, zu etablieren sowie zielgruppenorientierte Produkte und Dienstleistungen anzubieten und nachhaltig Erträge zu erwirtschaften. Darüber hinaus besteht ein Risiko, dass es der Gruppe nicht im ausreichenden Maße gelingt, Assets in den jeweiligen Investment-Strategien anzubinden.

Die MPC Capital-Gruppe begegnet diesem Risiko mit einer Konzentration auf sachwertbasierte Produkte und Dienstleistungen in speziellen Märkten mit einer hohen Nachfragedynamik innerhalb seiner Kernsegmente. Durch die Diversifikation in verschiedene Asset-Klassen kann das Risiko einer zyklischen Abhängigkeit von einem einzelnen Segment gemindert werden. Die spezielle im Unternehmen gehaltene Expertise und Erfahrung, das breite Netzwerk über Großaktionäre, Geschäftspartner und innerhalb der MPC Capital-Gruppe sowie eine gezielte personelle Verstärkung um Personen mit langjährigen Erfahrungen, insbesondere im Geschäft mit institutionellen Investoren, haben dazu beigetragen, dieses Risiko zu verringern.

Operative Risiken

Bei der Planung und Entwicklung von neuen Investment-Projekten entstehen der MPC Capital-Gruppe Kosten durch die Suche geeigneter Anlageobjekte, die Untersuchung der Chancen und Risiken der Anlageobjekte und die Strukturierung der sachwertbasierten Kapitalanlage. Diese Kosten entstehen zum einen durch den Einsatz eigener Mitarbeiter und zum Teil durch den Einsatz externer Dienstleister und Berater. Ein Großteil dieser Kosten der MPC Capital-Gruppe wird erst dann kompensiert, wenn eine bestimmte Kapitalanlage realisiert wird und die MPC Capital-Gruppe die entsprechenden Gebühren vereinnahmt. Wird eine sachwertbasierte Kapitalanlage nicht realisiert, so sind die während der Planung und Entwicklung angefallenen Kosten von der MPC Capital-Gruppe selbst zu tragen.

Die MPC Capital-Gruppe initiiert Investment-Projekte mit bekannten und zuverlässigen Partnern und beteiligt sich an diesen Projekten oftmals als Minderheitsgesellschafter. Die Partner könnten einen erhöhten Co-Investmentanteil der MPC Capital-Gruppe fordern, eine negative Entwicklung der Projekte könnte Verluste der MPC Capital-Gruppe zur Folge haben und ein Verlust dieser Partner könnte sich negativ auf die Fähigkeit der MPC Capital-Gruppe zur Akquisition geeigneter Anlageobjekte auswirken.

Aufgrund des Managements von Kapitalanlagen in Sachwerten, auch aufgrund ihrer Beteiligung mit Co-Investments an Kapitalanlagen, ist die MPC Capital-Gruppe zum Beispiel baulichen, gesetzlichen und umweltrechtlichen Risiken ausgesetzt. Die Entwicklung von Projekten erfordert schon im Stadium der Planung und der Umsetzung die Einhaltung einer Vielzahl von Vorschriften und ist vom Erhalt verschiedener Genehmigungen abhängig und kann selbst während der Realisierungsphase noch an gesetzlichen und behördlichen Anforderungen scheitern oder diese können zu Verzögerungen, Änderungsbedarf und erheblichen Kostensteigerungen führen. Kostenbudgetüberschreitungen könnten sich auch negativ auf die von der MPC Capital-Gruppe vereinnahmte Vergütung auswirken.

Die MPC Capital-Gruppe ist zur Projektfinanzierung der Investitionsvehikel teilweise auf Finanzierung durch Kreditinstitute angewiesen und könnte nicht in der Lage sein, künftig ausreichende Finanzierung durch Kreditinstitute oder Anschlussfinanzierungen für auslaufende Finanzierungen durch Kreditinstitute zu erhalten.

In der Asset-Klasse Shipping resultieren zudem Risiken aus dem operativen Betrieb (Ausfälle, Schäden, Havarien) und einer mangelnden Auslastung der Schiffe, was zu geringeren Vergütungen oder sogar zum Verlust des Charter-/​Bereederungsvertrags führen könnte. Operative Risiken gehen auch mit dem Betrieb von Immobilien- und Renewable Energies-Projekten einher. Sämtlichen Risiken wird mit einem Höchstmaß an Professionalität begegnet. Dies betrifft die Organisation in der MPC Capital-Gruppe, aber auch die Auswahl von Partnern und Dienstleistern. Zudem können operative Risiken mit Versicherungen teilweise begrenzt werden.

Personalrisiken

Die zukünftige Entwicklung der MPC Capital-Gruppe hängt in besonderem Maße an der im Unternehmen vorhandenen Expertise und Erfahrung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab. Es gilt insbesondere Schlüsselpersonen an das Unternehmen zu binden. Der MPC Capital-Gruppe ist dies bisher durch eine partnerschaftliche Unternehmenskultur und verschiedene finanzielle und nicht-finanzielle Anreize gelungen.

Rechtliche Risiken

Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 sind Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten in Höhe von rund EUR 7,7 Mio. (31. Dezember 2019: EUR 6,7 Mio.) enthalten. Der Anstieg resultiert aus erhöhten Aufwendungen im Zusammenhang mit der Fokussierung auf das Transaktions- und Investmentgeschäft. Die Rückstellungen bilden nach Auffassung der Gesellschaft eine angemessene Risikovorsorge für gegen die MPC Capital-Gruppe mögliche oder anhängige Inanspruchnahmen.

Anzahl und Volumen der gegen die MPC Capital-Gruppe gerichteten Klagen haben in 2020 weiter abgenommen. Es gibt unverändert keine rechtskräftigen Urteile gegen die MPC Capital-Gruppe. Im Zusammenhang mit Private Placements, für die keine Verkaufsprospekte zu erstellen sind, bestehen Risiken der Inanspruchnahme wegen der Verletzung vorvertraglicher Informationspflichten. Allerdings haben diese Fonds in aller Regel sehr erfahrene Anleger gezeichnet, bei denen die Anforderungen an den Umfang der zur Verfügung zu stellenden Informationen grundsätzlich geringer sind.

Die MPC Capital-Gruppe versucht vorhersehbare Risiken, unter anderem Haftungsrisiken aus ihrer Tätigkeit als Asset Manager, durch Versicherungsschutz zu decken. Dieser Versicherungsschutz könnte jedoch möglicherweise die Risiken, denen die MPC Capital-Gruppe ausgesetzt ist, nicht vollständig abdecken.

Prospekthaftungsrisiko

Für den Vertrieb der von der MPC Capital-Gruppe initiierten Fonds werden in aller Regel Verkaufsprospekte erstellt. Es besteht die Möglichkeit, dass Gesellschaften der MPC Capital-Gruppe bei unsachgemäßen oder unvollständigen Angaben in den Verkaufsprospekten haftbar gemacht werden.

Die MPC Capital-Gruppe wirkt diesen Risiken mit entsprechenden Kontrollen und hohen Qualitätsansprüchen an die Prospekterstellung und Folgepflichten entgegen. Insbesondere zur Überprüfung der Richtigkeit bedient sie sich dabei der Unterstützung externer Berater. Bei der Erstellung der Nachträge geht die MPC Capital-Gruppe mit der gleichen Sorgsamkeit und Qualität vor, wie dies bei der Erstellung der Prospekte der Fall ist.

Seit dem 22. Juli 2013 werden die Anforderungen an den Verkaufsprospekt sowie die Inhalte der Wesentlichen Anlegerinformation (WAI) durch die Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) bestimmt, die in der Vergangenheit von MPC Capital aufgelegten geschlossenen Fonds zugrunde liegen.

Weiterhin von großer Relevanz sind die vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht anhängigen Verfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG). In diesen Verfahren werden insbesondere die Verkaufsprospekte vorab einer Prüfung durch das Oberlandesgericht unterzogen. Das Oberlandesgericht prüft verbindlich für die am Landgericht anhängigen Verfahren, ob Verkaufsprospekte Fehler aufweisen oder nicht. Die Entscheidung des Oberlandesgerichts kann zunächst durch den Bundesgerichtshof überprüft werden, bevor die Verfahren am Landgericht fortgeführt werden. Voraussetzung für die Eröffnung des Prüfungsverfahrens bei dem Oberlandesgericht ist im Wesentlichen, dass zehn Kläger gleichgerichtete Anträge auf Prüfung der Rechtskonformität von Verkaufsprospekten stellen. Eine Vorlage an das Oberlandesgericht erfolgt deshalb ohne inhaltliche Würdigung und ist ohne Bedeutung für den Ausgang der Prüfung. Dennoch genießen diese Verfahren in der Anlegerschaft mehr Aufmerksamkeit und haben insgesamt ein höheres Klagevolumen zur Folge.

Risiken im Zusammenhang mit § 172 Abs. 4 HGB

Die TVP Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft für Publikumsfonds mbH & Co. KG („TVP“) hält bei zahlreichen Fonds im großen Volumen für Anleger Kommanditanteile treuhänderisch und ist als Kommanditistin im Handelsregister eingetragen. Sofern in der Vergangenheit Auszahlungen an die Anleger geleistet wurden, die nicht durch handelsrechtliche Gewinne gedeckt waren, kann dies ein Haftungsrisiko für die Treuhandgesellschaft darstellen. Im Falle von notleidenden beziehungsweise von einer Insolvenz betroffenen Fondsgesellschaften können Gläubiger diese nicht gewinngedeckten Auszahlungen von den Gesellschaften wieder einfordern und sich aufgrund der Treuhänderstellung dabei an die Treuhandgesellschaft selbst wenden. Die Treuhandgesellschaft trägt dann das Risiko, die sich aus dem Treuhandvertrag ergebenen Regressansprüche gegenüber den jeweiligen Fondsanlegern individuell geltend zu machen. In 2020 konnte das insoweit bestehende Risiko durch die Veräußerung von Assets und die Rückführung von Darlehen weiter reduziert werden. Im Übrigen hat die TVP mit Gläubigern von Fondsgesellschaften Vereinbarungen geschlossen, nach denen die Gläubiger vorrangig die Anleger in Anspruch nehmen. Allerdings ist für den Fall, dass über das Vermögen von Fondsgesellschaften das Insolvenzverfahren eröffnet wird, der Insolvenzverwalter an diese Vereinbarungen nicht gebunden. Aber auch der Insolvenzverwalter lässt sich die Ansprüche gegen die Anleger abtreten und geht nicht gegen die Treuhandgesellschaft direkt vor. Außerdem gibt es diese Vereinbarungen nicht für alle Fondsgesellschaften, und es ist unsicher, ob Gläubiger dieser Fondsgesellschaften eine entsprechende Vereinbarung schließen werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Bewertungsrisiken aus Beteiligungen

Der MPC Capital-Konzern hält verschiedene Beteiligungen an Unternehmen und Gesellschaften sowie Vermögensgegenständen. Im Rahmen eines umfassenden und regelmäßigen Risikomanagements prüft der MPC Capital-Konzern die Werthaltigkeit dieser Beteiligungen und/​oder Vermögensgegenstände und korrigiert gegebenenfalls die in der Bilanz und/​oder der Konzernbilanz der MPC Capital AG dafür aufgeführten Wertansätze. Auch aufgrund von gesellschaftsrechtlichen Regelungen bei Beteiligungsunternehmen können sich Veränderungen von Wertansätzen negativ auf den Konzern auswirken.

Liquiditätsrisiko

Die Überwachung des Liquiditätsrisikos wird im MPC Capital-Konzern zentral gemanagt. Zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit werden ausreichende Liquiditätsreserven vorgehalten, um konzernweit Zahlungsverpflichtungen zur jeweiligen Fälligkeit nachkommen zu können.

Der MPC Capital-Konzern verfügt über eine angemessene Liquiditätsausstattung. Die zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 zur Verfügung stehende Liquidität und die im Konzern am Stichtag bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten werden inklusive einer Laufzeitangabe im Konzern-Anhang ausgewiesen.

Zinsänderungsrisiko

Risiken aus Zinsveränderungen sind für den MPC Capital-Konzern als gering einzustufen. Zinssicherungsgeschäfte hat das Unternehmen zum Bilanzstichtag nicht abgeschlossen.

Risiken aus Steuernachforderungen

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Finanzverwaltung im Rahmen künftiger steuerlicher Außenprüfungen oder im Rahmen der Änderung der höchstrichterlichen Rechtsprechung zu einer anderen Bewertung von Sachverhalten als die MPC Capital-Gruppe kommt oder bisherige Bewertungen ändert und Steuernachforderungen für vergangene Veranlagungszeiträume geltend macht. Entsprechendes gilt auch für zukünftige Veranlagungszeiträume. Mit dem Risiko von Steuernachzahlungen ist zugleich ein Zinsrisiko in nicht unerheblicher Höhe verbunden, da verspätete Steuernachzahlungen in Deutschland grundsätzlich mit 6,0% p.a. zu verzinsen sind.

Währungsrisiken

Der MPC Capital-Konzern unterliegt im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken. Diese ergeben sich aus Kursveränderungen zwischen der Unternehmenswährung Euro und Fremdwährungen.

Die Gesellschaften aus den Asset Units Shipping sowie Infrastructure realisieren Umsätze in US-Dollar. Die Ausgaben fallen dagegen im Wesentlichen in Euro an, so dass sich ändernde Wechselkurse das Ergebnis wesentlich beeinflussen können.

Für das Jahr 2021 wurden zur Absicherungen der US-Dollar-Umsätze bis zum jetzigen Zeitpunkt keine derivativen Finanzinstrumente fixiert. Im Rahmen des Konzern-Treasury werden Wechselkursverläufe fortlaufend analysiert, um bedarfsorientiert Währungssicherungen vorzunehmen.

Forderungs- und Ertragsausfallrisiko

Die Geschäftstätigkeit des MPC Capital-Konzerns umfasst auch Finanzierungs- und Managementleistungen für Fonds- und Tochtergesellschaften. In diesem Zusammenhang hat der Konzern Forderungen aufgebaut. Der MPC Capital-Konzern prüft die Werthaltigkeit sämtlicher Forderungen regelmäßig. Wertminderungen werden buchhalterisch erfasst und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, sie beliefen sich zum 31. Dezember 2020 auf rund EUR 1,9 Mio. (31. Dezember 2019: EUR 2,6 Mio.).

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der MPC Capital-Konzern auch zukünftig Forderungen wertberichtigen muss.

Eventualverbindlichkeiten

Zum 31. Dezember 2020 bestanden Eventualverbindlichkeiten nach § 251 HGB in Höhe von insgesamt EUR 3,7 Mio. (31. Dezember 2019: EUR 6,0 Mio.), die im Wesentlichen aus selbstschuldnerischen Bürgschaften und Garantien resultierten. Derzeit gibt es keine Hinweise auf eine Inanspruchnahme. Das wirtschaftliche Risiko wird vom Vorstand der MPC Capital AG daher als gering eingestuft.

Sollte entgegen der Einschätzung des Vorstands die Gesellschaft aus einer oder mehreren Eventualverbindlichkeiten in Anspruch genommen werden, könnte dies einen deutlichen Einfluss auf die finanzielle Lage des MPC Capital-Konzerns haben.

Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation

Die Gesamtrisiko- und Chancensituation ergibt sich für den MPC Capital-Konzern aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken und Chancen. Um die Beherrschung dieser Risiken zu gewährleisten, hat die Gesellschaft ein umfangreiches Risikomanagementsystem geschaffen. Die Risikosituation des MPC Capital-Konzerns hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert.

Nach den uns heute bekannten Informationen bestehen keine Risiken, die den Fortbestand wesentlicher Konzerngesellschaften oder des gesamten MPC Capital-Konzerns gefährden könnten.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist das Risikomanagementsystem auf die Einhaltung rechtlicher und branchenüblicher Standards, die korrekte bilanzielle Erfassung von Sachverhalten sowie die angemessene Bewertung und Berücksichtigung von bilanziellen Risiken ausgerichtet. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess hat daher zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung und Rechnungslegung sowie die Verlässlichkeit der finanziellen Berichterstattung sicherzustellen.

Die fortlaufende Überwachung erfolgt über ein internes rechnungslegungsbezogenes Kontrollsystem (IKS), das einen integralen Part des Risikomanagementsystems darstellt. Das IKS beinhaltet rechtliche und interne Grundsätze, Verfahren sowie präventive und aufdeckende Kontrollen.

Die integrierten Sicherungsmaßnahmen sollen Fehler verhindern. Durch die Kontrollen soll die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Fehlern in Arbeitsabläufen vermindert beziehungsweise Fehler aufgedeckt werden. Zu den Maßnahmen zählen insbesondere Funktionstrennungen, Genehmigungsprozesse wie das Vier-Augen-Prinzip, IT-Kontrollen, Zugriffsbeschränkungen und Berechtigungskonzepte im IT-System.

Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Verwendung branchenüblicher Software sowie klare unternehmensinterne und gesetzliche Vorgaben bilden dabei die wesentlichen Grundlagen für einen einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess innerhalb des MPC Capital-Konzerns.

Die MPC Capital AG ist als Mutterunternehmen des MPC Capital-Konzerns in das oben dargestellte rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem eingebunden. Die oben gemachten Angaben gelten grundsätzlich auch für den Jahresabschluss der MPC Capital AG.

VI. Prognosebericht

In den folgenden Prognosen sind Annahmen enthalten, deren Eintritt nicht sicher ist. Sofern eine oder mehrere Annahmen nicht eintreffen, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen wesentlich von den dargestellten Prognosen abweichen.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Für das Jahr 2021 rechnen Marktexperten mit einer Aufhellung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Dank der Zulassung erster COVID-19-Impfstoffe, die Klarheit über den Brexit und die Stabilisierung der politischen Landschaft in den USA nehmen die Risiken im Vergleich zu 2020 ab. 2021 soll es demnach zu einem synchron verlaufenden Aufschwung in den Industrie- und Schwellenländern kommen. Auch die Inflation dürfte aufgrund von Basiseffekten etwas höher ausfallen. Da der Preisüberwälzungsspielraum und die Kapazitätsauslastung der Unternehmen nach wie vor gering seien, dürften die Inflationsraten aber nur leicht ansteigen. Die wohl anhaltende Niedrigzinspolitik der Notenbanken und die hohe Liquidität auf Seiten der Investoren dürfte den Umschichtungsprozess von festverzinslichen Anlagen in Richtung Aktien und alternativer Investments wie Sachwerte weiter unterstützen. 7

In seiner Winterprognose vom 17. Dezember 2020 geht das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) davon aus, dass sich das globale Wirtschaftswachstum nach einem Einbruch im Jahr 2020 von 3,8% in 2021 kräftig um 6,1% erholen wird. Auch im Jahr 2022 wird demnach die weltwirtschaftliche Aktivität mit 4,1% voraussichtlich stärker steigen als im mittelfristigen Trend, die Produktion werde gleichwohl längerfristig deutlich unter dem Niveau bleiben, mit dem vor der Corona-Krise gerechnet werden konnte. Nach Ansicht IfW ist unverändert mit keiner Änderung der Zinspolitik der US-amerikanischen Notenbank und der Europäischen Zentralbank zu rechnen. 8

Der Ausbruch der COVID-19-Pandemie hat Investoren weltweit dazu veranlasst, ihre Portfolios neu zu bewerten und Anlagestrategien zu überdenken. Einer Studie des britischen Asset Managers Aviva Investors zufolge werden Real-Asset-Sektoren von globalen institutionellen Investoren als attraktiver angesehen als festverzinsliche Wertpapiere, Aktien oder Rohstoffe. Insbesondere Investitionen in Infrastruktur und erneuerbare Energien werden dabei von Investoren bevorzugt. Der Blick auf das Immobiliensegment fällt differenzierter aus: Während Logistik und ESG-gestützte Immobilien gefragt sind, fallen Office-Immobilien aufgrund der verstärkten Home OfficeNutzung in der Gunst der Investoren zurück. 9 Auch der US-amerikanische Asset Manager BlackRock kommt in seinem 2021 Global Real Assets Outlook zu dem Ergebnis, dass Sachwertsektoren wie Industrial- und LogistikImmobilien, ESG-bezogene Wohnimmobilien, erneuerbare Energien und alternative Antriebstechnologien wie zum Beispiel LNG verstärkt von internationalen institutionellen Investoren nachgefragt werden. 10

7 M.M.Warburg, Kapitalmarkperspektiven Dezember 2020
8 IfW: Kieler Konjunkturberichte Welt vom 16.12.2020
9 Aviva Investors, Real Assets Study 2020
10 BlackRock, 2021 Global Real Assets Outlook

Erwartete Geschäftsentwicklung

Im vergangenen Jahr hat die MPC Capital-Gruppe intensiv an der Neuordnung der Konzernstruktur und der Schärfung des Profils als Investment-Manager und Co-Investor gearbeitet. Zur Stärkung des Dienstleistungsgeschäfts sowie zur Erhöhung der Unabhängigkeit für eine breite Marktansprache sind die entsprechenden Gesellschaften der MPC Capital-Gruppe zu wesentlichen Teilen in Joint Venture-Strukturen mit starken Partnern organisiert worden. Die quotale Konsolidierung der Joint Venture-Gesellschaften führt einerseits dazu, dass insbesondere der Umsatzausweis im Jahresvergleich deutlich geringer ausfällt. Das Heben von Synergien und die Einsparung von Kosten führen andererseits zu einer verbesserten Profitabilität.

Die Prognose steht unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklung der COVID-19-Pandemie. Eine deutliche Zunahme der Infektionszahlen, eventuell sogar das Aufflammen von weiteren Infektionswellen oder mögliche Virus-Mutationen, könnte erneut zu einschneidenden politischen Maßnahmen mit unklaren und nicht zu kalkulierenden Auswirkungen auf die Wirtschaft führen.

Real Estate: In den Niederlanden ist die MPC Capital-Gruppe hervorragend positioniert, um den Immobilienbereich weiter auszubauen und ein hohes Transaktionstempo aufrecht zu halten. Mit der Auflage des Fonds ESG Core Wohnimmobilien Deutschland wurde ein Grundstein für den erfolgreichen Ausbau der Aktivitäten im deutschen institutionellen Markt gelegt. Ziel ist es, in den nächsten Jahren mit dem Fonds ein Gesamtinvestitionsvolumen von etwa EUR 300 Mio. zu erreichen, das zielgerichtet in nachhaltige Wohnimmobilienprojekte in Deutschland fließen soll.

Im Shipping-Bereich hat die MPC Capital-Gruppe in 2020 mit der Gründung des Joint Ventures Wilhelmsen Ahrenkiel Ship Management die Basis für ein weiteres Wachstum im technischen Management gelegt. Die deutliche Erholung der Fracht- und Charterraten im zweiten Halbjahr 2020 hat sich auch zu Beginn des Jahres 2021 fortgesetzt. Wie nachhaltig diese Erholung ist, lässt sich abschließend noch nicht beurteilen. Nachholeffekte aus dem Lockdown sowie eine sich erholende Weltwirtschaft lassen jedoch auf ein insgesamt freundliches Umfeld blicken. MPC Capital rechnet damit, dass auch die Transaktionstätigkeit im Schifffahrtsbereich in 2021 wieder zunehmen wird, da aktuell verstärkt Investitionen in alternative Antriebssysteme geprüft werden.

Im Infrastructure-Bereich wird sich die MPC Capital-Gruppe in 2021 auf den weiteren Ausbau ihrer Investment-Strategie in Mittelamerika und der Karibik fokussieren. Mit dem Rückenwind des Private Placements der MPC Energy Solutions Anfang 2021 sollen zeitnah neue Projekte in der Region angebunden werden. Darüber hinaus wird die MPC Capital-Gruppe den Einstieg in neue Märkte prüfen. Der Investitionsbedarf ist vor dem Hintergrund der Erreichung der globalen Klimaziele weiter gestiegen.

Für den MPC Capital-Konzern ist durch die Aufstellung der Dienstleistungsgesellschaften in Joint Venture-Strukturen und die hiermit verbundene Quotenkonsolidierung von einem deutlich geringeren Umsatzniveau auszugehen. Durch eine verbessere Kostenbasis, das Heben von Synergien und die Fokussierung auf wachstumsstarke, profitable Investmentstrategien dürfte sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) dennoch gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern. Als Konsequenz aus dem niedrigeren Umsatzniveau und einer Steigerung des EBT ist eine signifikante Verbesserung der EBT-Marge zu erwarten.

Eine dynamischere Entwicklung im Neugeschäft, zusätzliche Transaktionen und die Ausnutzung externer Markteinflüsse könnten sich positiv auf Umsatz und Ergebnis auswirken.

Die Liquidität sollte sich bei einem positiven operativen Cashflow und einem ausgewogenen Verhältnis zwischen neuen Co-Investments und Kapitalrückflüssen aus bestehenden Initiativen auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Die Eigenkapitalquote dürfte weiterhin bei über 70 % liegen.

Für die Konzernobergesellschaft, die MPC Capital AG, rechnet der Vorstand im Geschäftsjahr 2021 mit vergleichbaren Erlösen bei einer deutlich verringerten Kostenbasis, was zu einem leicht positiven EBT führen dürfte. Daneben erwartet der Vorstand eine mit dem Vorjahr vergleichbare Liquiditätsausstattung und Eigenkapitalquote.

 

Hamburg, den 19. Februar 2021

Ulf Holländer, Vorsitzender

Constantin Baack

Dr. Philipp Lauenstein

Dr. Karsten Markwardt

Dr. Ignace Van Meenen

I. Konzern-Bilanz

Aktiva

31.12.2020
Tsd. EUR
31.12.2019
Tsd. EUR
A. Anlagevermögen 72.126 81.808
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.069 6.460
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Software 86 38
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 3.983 6.422
II. Sachanlagen 894 713
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 699 263
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 195 451
III. Finanzanlagen 67.162 74.635
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 613 862
2. Beteiligungen 39.276 44.983
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 6.017 0
4. Sonstige Ausleihungen 21.257 28.790
B. Umlaufvermögen 54.261 57.720
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 29.511 37.080
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.069 6.990
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.782 9.505
3. Sonstige Vermögensgegenstände 17.658 20.585
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 24.750 20.640
C. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 211 94
Summe Aktiva 126.598 139.623

Passiva

31.12.2020
Tsd. EUR
31.12.2019
Tsd. EUR
A. Eigenkapital 96.268 98.968
I. Gezeichnetes Kapital 33.471 33.471
II. Kapitalrücklage 54.092 54.222
III. Andere Gewinnrücklagen 10.804 10.804
IV. Bilanzverlust -9.045 -8.190
V. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 16 166
VI. Nicht beherrschende Anteile 6.931 8.495
B. Rückstellungen 18.445 19.193
1. Steuerrückstellungen 3.985 4.625
2. Sonstige Rückstellungen 14.460 14.568
C. Verbindlichkeiten 11.584 21.370
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.253 1.954
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 828 874
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.002 1.618
4. Sonstige Verbindlichkeiten 8.500 16.924
D. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 301 92
Summe Passiva 126.598 139.623

Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

2020
Tsd. EUR
2019
Tsd. EUR
1. Umsatzerlöse 50.489 46.846
2. Sonstige betriebliche Erträge 9.905 9.730
3. Materialaufwand: Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.515 -2.207
4. Personalaufwand -26.332 -28.838
a) Löhne und Gehälter -23.187 -25.491
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.145 -3.347
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.339 -2.238
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -25.690 -27.111
7. Betriebsergebnis 1.518 -3.818
8. Erträge aus Beteiligungen 2.789 7.020
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.830 2.412
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen -1.575 -1.431
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -201 -862
12. Equity-Ergebnis assoziierter Unternehmen -3.097 -2.471
13. Ergebnis vor Steuern 1.263 850
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.374 -1.109
15. Ergebnis nach Steuern -111 -259
16. Sonstige Steuern -36 -65
17. Konzernverlust -147 -323
18. Nicht beherrschende Anteile -706 -1.893
19. Änderungen des Konsolidierungskreises -2 -1
20. Verlustvortrag -8.190 -5.972
21. Bilanzverlust -9.045 -8.190

Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

III. Konzern-Eigenkapitalentwicklung

Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zustehendes Kapital und Rücklagen
Grundkapital
Tsd. EUR
Kapitalrücklage
Tsd. EUR
Andere Gewinnrücklagen
Tsd. EUR
Bilanzergebnis
Tsd. EUR
Stand 1. Januar 2020 33.471 54.222 10.804 -8.190
Sukzessiver Anteilserwerb 0 -130 0 0
Kapitalerhöhung 0 0 0 0
Kapitalreduzierung 0 0 0 0
Gewinnausschüttungen 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 -2
Konzern-Ergebnis 0 0 0 -854
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 0 0
Konzern-Gesamtergebnis 0 0 0 -854
Stand 31. Dezember 2020 33.471 54.092 10.804 -9.045
Nicht beherrschende Anteile
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Tsd. EUR
Eigenkapital
Tsd. EUR
Stand 1. Januar 2020 166 90.473
Sukzessiver Anteilserwerb 0 -130
Kapitalerhöhung 0 0
Kapitalreduzierung 0 0
Gewinnausschüttungen 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 -2
Konzern-Ergebnis 0 -854
Währungsumrechnungsdifferenzen -150 -150
Konzern-Gesamtergebnis -150 -1.004
Stand 31. Dezember 2020 16 89.337
Nicht beherrschende Anteile
Grundkapital
Tsd. EUR
Kapitalrücklage
Tsd. EUR
Bilanzergebnis
Tsd. EUR
Eigenkapital
Tsd. EUR
Konzerneigenkapital
Tsd. EUR
Stand 1. Januar 2020 2.563 3.492 2.439 8.495 98.968
Sukzessiver Anteilserwerb -167 0 0 -167 -297
Kapitalerhöhung 0 0 0 0 0
Kapitalreduzierung -72 0 0 -72 -72
Gewinnausschüttungen 0 0 -1.647 -1.647 -1.647
Änderungen des Konsolidierungskreises -291 0 -93 -384 -386
Konzern-Ergebnis 0 0 706 706 -148
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 0 0 -150
Konzern-Gesamtergebnis 0 0 706 706 -298
Stand 31. Dezember 2020 2.033 3.492 1.405 6.931 96.268

Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zustehendes Kapital und Rücklagen
Grundkapital
Tsd. EUR
Kapitalrücklage
Tsd. EUR
Andere Gewinnrücklagen
Tsd. EUR
Bilanzergebnis
Tsd. EUR
Stand 1. Januar 2019 33.471 54.993 10.803 -5.972
Sukzessiver Anteilserwerb 0 -771 0 0
Kapitalerhöhung 0 0 0 0
Kapitalreduzierung 0 0 0 0
Gewinnausschüttungen 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 1 -1
Konzern-Ergebnis 0 0 0 -2.216
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 0 0
Konzern-Gesamtergebnis 0 0 0 -2.216
Stand 31. Dezember 2019 33.471 54.222 10.804 -8.190
Nicht beherrschende Anteile
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Tsd. EUR
Eigenkapital
Tsd. EUR
Stand 1. Januar 2019 91 93.386
Sukzessiver Anteilserwerb 0 -771
Kapitalerhöhung 0 0
Kapitalreduzierung 0 0
Gewinnausschüttungen 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0
Konzern-Ergebnis 0 -2.216
Währungsumrechnungsdifferenzen 75 75
Konzern-Gesamtergebnis 75 -2.142
Stand 31. Dezember 2019 166 90.473
Nicht beherrschende Anteile
Grundkapital
Tsd. EUR
Kapitalrücklage
Tsd. EUR
Bilanzergebnis
Tsd. EUR
Eigenkapital
Tsd. EUR
Konzerneigenkapital
Tsd. EUR
Stand 1. Januar 2019 1.699 16.321 1.062 19.082 112.467
Sukzessiver Anteilserwerb 0 0 0 0 -771
Kapitalerhöhung 5 809 0 814 814
Kapitalreduzierung -620 -2.906 0 -3.526 -3.526
Gewinnausschüttungen 0 0 -648 -648 -648
Änderungen des Konsolidierungskreises 1.479 -10.732 132 -9.121 -9.121
Konzern-Ergebnis 0 0 1.893 1.893 -323
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 0 0 75
Konzern-Gesamtergebnis 0 0 1.893 1.893 -249
Stand 31. Dezember 2019 2.563 3.492 2.439 8.495 98.968

Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

IV. Konzern-Kapitalflussrechnung

vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 2020
Tsd. EUR
2019
Tsd. EUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.262 3.038
Konzernverlust -147 -323
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 2.339 2.238
Abschreibungen auf Finanzanlagen 1.575 1.431
Equity-Ergebnis aus assoziierten Unternehmen soweit zahlungsunwirksam 3.097 2.471
Verlust aus dem Abgang von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen 134 16
Gewinn aus dem Abgang von Finanzanlagen -3.497 -3.768
Veränderungen der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.621 -2.955
Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.255 3.385
Veränderungen der sonstigen Rückstellungen -107 322
Einzahlungen aus Dividenden 2.788 3.737
Ertragsteueraufwand 1.374 1.109
Erhaltene /​ Gezahlte Ertragsteuern 104 -2.603
Zinsaufwendungen und Zinserträge 1.629 -2.022
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -151 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit 10.985 -9.519
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -1.907 -2.980
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen -10.110 -32.787
Auszahlungen aus dem Erwerb von Anteilen an konsolidierten Unternehmen (sukzessiver Erwerb) 0 -771
Einzahlungen aus dem Abgang von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen 858 10
Einzahlungen aus der Abstockung von Anteilen an konsolidierten Unternehmen 2.700 0
Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagen 17.497 22.276
Erhaltene Zinsen 1.476 2.403
Einzahlungen aus Dividenden 471 2.330
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -8.495 -1.895
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 445 3.346
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -5.768 -1.323
Gezahlte Zinsen -1.544 -381
Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter 0 -646
Einzahlungen durch andere Gesellschafter 0 1.823
Auszahlungen an andere Gesellschafter -1.628 -4.714
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 5.752 -8.376
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 20.640 28.578
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -1.642 438
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 24.750 20.640

Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten „Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten“.

Einzahlungen, die entsprechend ihrem wirtschaftlichen Charakter aus Einzahlungen im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit gehaltenen langfristigen Vermögensgegenstände resultieren (Veräußerungserlöse und Dividenden), werden in der Kapitalflussrechnung im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit berücksichtigt.

Die aus den Gemeinschaftsunternehmen im Rahmen der Quotenkonsolidierung berücksichtigten Finanzmittelfonds betragen EUR 3,2 Mio.

V. Anhang zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020

der MPC Münchmeyer Petersen Capital AG, Hamburg

1. Grundlegende Informationen

Der MPC Münchmeyer Petersen Capital-Konzern („MPC Capital“, „MPC Capital-Konzern“, „MPC Capital-Gruppe“) ist ein unabhängiger Asset- und Investment-Manager für sachwertbasierte Kapitalanlagen. Die MPC Münchmeyer Petersen Capital AG („MPC Capital AG“) ist die Konzernobergesellschaft der Gruppe. Gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen entwickelt und managt die MPC Capital AG sachwertbasierte Investitionen und Kapitalanlagen für internationale institutionelle Investoren, Family Offices und professionelle Anleger. Das Geschäftsjahr der MPC Capital AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

Die MPC Münchmeyer Petersen Capital AG („MPC Capital AG“) ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg, Abteilung B, unter der Nummer 72691 eingetragen und die Aktien werden im Segment „Scale“ der Deutschen Börse AG gehandelt. Der Sitz der Gesellschaft ist Hamburg, Deutschland.

2. Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.

2.1 Grundlagen der Abschlusserstellung

Die MPC Capital AG hat ihren Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020 gemäß den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Bei der Aufstellung wurde von der Unternehmensfortführung ausgegangen.

Der Konzernabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, die Kapitalflussrechnung, den Anhang sowie den Eigenkapitalspiegel.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden in der Konzernbilanz und Konzerngewinn- und Verlustrechnung verschiedene Posten zusammengefasst und entsprechend im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Des Weiteren wurden die für einzelne Posten geforderten Zusatzangaben in den Anhang übernommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden zur Gewährleistung einer konzerneinheitlichen Bilanzierung, sofern notwendig, geändert. Das Realisations- und Imparitätsprinzip wurde beachtet.

Der Lagebericht des MPC Capital-Konzerns wurde in Anwendung von § 315 (5) HGB in Verbindung mit § 298 (2) HGB mit dem Lagebericht der MPC Capital AG zusammengefasst.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders dargestellt, werden alle Beträge in Tausend Euro angegeben. Bei der Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben wurde eine kaufmännische Rundung vorgenommen. Dadurch kann es zu geringfügigen Rundungsdifferenzen kommen.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 19. Februar 2021 vom Vorstand genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben.

2.2 Konsolidierungsgrundsätze und -methoden

2.2.1 Konsolidierung

In den Konzernabschluss werden alle in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen der MPC Capital-Konzern mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen.

Tochterunternehmen: Tochterunternehmen sind alle Unternehmen (inklusive Zweckgesellschaften), bei denen die MPC Capital AG einen beherrschenden Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann (Kontrolle). Dies wird regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50%. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Kontrolle auf die MPC Capital AG übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet.

Die Kapitalkonsolidierung für von der MPC Capital AG gegründete oder von fremden Dritten erworbene Unternehmen, die im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden, erfolgte zum Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode gemäß § 301 HGB. Bei der dabei verwendeten Neubewertungsmethode werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem darauf entfallenden Anteil der zum Zeitwert bewerteten Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Ein hieraus resultierender positiver Unterschiedsbetrag, soweit werthaltig, wird als derivativer Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge, die aus der Kapitalkonsolidierung zum Erwerbszeitpunkt entstehen, werden nach dem Eigenkapital als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen.

Für die Tochterunternehmen, die nach § 296 HGB bisher nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, werden bei dem erstmaligen Einbezug die Zeitwerte zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung zugrunde gelegt.

Werden nach Erlangung des beherrschenden Einflusses weitere Anteile an einem Tochterunternehmen erworben (Aufstockung) oder veräußert (Abstockung), ohne dass der Status als Tochterunternehmen verloren geht, wird dies als Kapitalvorgang abgebildet.

Zweckgesellschaften – Special Purpose Entities (SPE): Eine SPE stellt ein Unternehmen dar, das für einen klar definierten und eingegrenzten Zweck gegründet wird. Sofern der MPC Capital-Konzern bei für seine eng begrenzten und genau definierten Zwecke gegründeten Gesellschaften die Mehrheit der Chancen und Risiken trägt, erfolgt gemäß § 290 (2) Nr. 4 HGB eine Vollkonsolidierung dieser Gesellschaften.

Nicht beherrschende Anteile: Gemäß § 307 HGB wird für Anteile an einem in den Konzernabschluss einzubeziehenden Tochterunternehmen, die von konzernfremden Gesellschaftern gehalten werden, ein Ausgleichsposten im Eigenkapital in Höhe des anteiligen Eigenkapitals gebildet, der in den Folgejahren fortgeschrieben wird.

Assoziierte Unternehmen: Assoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, auf die die MPC Capital AG maßgeblichen Einfluss ausübt, aber keine Kontrolle besitzt, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 und 50 %. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden gemäß § 312 HGB unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des MPC Capital-Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert (nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen).

Der Anteil des MPC Capital-Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Wenn der Verlustanteil des MPC Capital-Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des MPC Capital-Konzerns an diesem Unternehmen entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der MPC Capital-Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen werden – sofern notwendig – angepasst, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten. Verwässerungsgewinne und -verluste, die aus Anteilen an assoziierten Unternehmen resultieren, werden ergebniswirksam erfasst.

Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture): Ein Joint Venture ist eine vertragliche Vereinbarung, in der zwei oder mehr Partner eine wirtschaftliche Tätigkeit unter gemeinsamer Führung durchführen. Hinsichtlich der Einbeziehung in den Konzernabschluss besteht nach HGB ein Wahlrecht: Einbeziehung durch Quotenkonsolidierung oder nach der Equity-Methode.

Die MPC Capital bilanziert Gemeinschaftsunternehmen nach der Quotenkonsolidierung.

2.2.2 Konsolidierungskreis

In den Konsolidierungskreis wurden neben der MPC Capital AG 146 (Vorjahr: 155) inländische und 21 (Vorjahr: 30) ausländische Tochterunternehmen einbezogen.

In der folgenden Übersicht sind sämtliche vollkonsolidierten Gesellschaften gemäß § 313 (2) Nr. 1 Satz 1 HGB enthalten:

Name der Gesellschaft Anteil
Administratión Solarpark Campanet S.L., Campanet /​ Spanien 100,00%
Ahrenkiel Tankers GmbH & Co. KG, Hamburg 80,00% 1)
Anteil Austria an der Verwaltung „Michelangelo Star“ Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
Anteil Austria an der Verwaltung „Miro Star“ Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
AVB Ahrenkiel Vogemann Bolten GmbH & Co. KG, Hamburg 50,10% 1)
AVB Verwaltungs GmbH, Hamburg 100,00%
Beteiligungsverwaltungsgesellschaft MPC Solarpark mbH, Hamburg 100,00%
Cairn KS Management Services Real Estate B.V., Amsterdam/​ Niederlande 100,00%
Cairn Real Estate B.V., Amsterdam /​ Niederlande 100,00%
CPM Anlagen Vertriebs GmbH i.L., Wien /​ Österreich 100,00%
Deepsea Oil Explorer Plus GmbH & Co. KG, Hamburg 100,00% 1)
Duisburg Invest Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 100,00% 2)
Dutch REAM B.V., Amsterdam /​ Niederlande 100,00%
ELG Erste Liquidationsmanagement GmbH, Hamburg 100,00%
EREC Investment Holding Verwaltungs GmbH i.L., Hamburg 100,00%
EREC Investment Verwaltungs GmbH i.L., Hamburg 100,00%
HCRE Beheerder B.V., Amsterdam /​ Niederlande 100,00%
HLD Vermögensverwaltungsgesellschaft UG (haftungsbeschränkt), Hamburg 100,00%
IAK Fonds Management GmbH, Hamburg 100,00%
Immobilienmanagement MPC Student Housing Venture GmbH, Quickborn 100,00%
Immobilienmanagement Sachwert Rendite-Fonds GmbH, Hamburg 100,00%
ITC Invest B.V., Amsterdam /​ Niederlande 71,54%
Management Sachwert Rendite-Fonds Immobilien GmbH, Hamburg 100,00%
Managementgesellschaft MPC Bioenergie mbH, Hamburg 100,00%
Managementgesellschaft MPC Global Maritime Opportunity Private Placement mbH, Hamburg 100,00%
Managementgesellschaft MPC Solarpark mbH, Hamburg 100,00%
Managementgesellschaft Oil Rig Plus mbH, Hamburg 100,00%
Managementgesellschaft Sachwert Rendite-Fonds Indien mbH, Hamburg 100,00%
MPC Achte Vermögensstrukturfonds Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
MPC Achte Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
MPC Best Select Company Plan Managementgesellschaft mbH, Quickborn 100,00%
MPC Capital Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 100,00% 1)
MPC Capital Investments GmbH, Hamburg 100,00%
MPC CCEF Participation GmbH, Hamburg 100,00%
MPC Dritte Vermögensstrukturfonds Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
MPC Elfte Vermögensstrukturfonds Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
MPC Erste Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Quickborn 100,00%
MPC Fünfte Vermögensstrukturfonds Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
MPC Industrial Projects GmbH, Hamburg 100,00%
MPC Infrastructure Holding GmbH, Hamburg 100,00%
MPC Investment Partners GmbH, Hamburg 100,00%
MPC Investment Services GmbH, Hamburg 100,00% 1)
MPC Lux Investments SARL, Luxemburg 100,00%
MPC Maritime Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 100,00% 1)
MPC Maritime Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
MPC Maritime Holding GmbH, Hamburg 100,00% 1)
MPC Maritime Investments GmbH, Hamburg 100,00%
MPC Maritime PTE Ltd., Singapore 100,00%
MPC Micro Living Development GmbH, Hamburg 100,00%
MPC Multi Asset Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
MPC Münchmeyer Petersen Real Estate Consulting GmbH, Hamburg 100,00%
MPC Neunte Vermögensstrukturfonds Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
MPC Real Estate Holding GmbH, Hamburg 100,00%
MPC Real Estate Solutions GmbH, Hamburg 100,00%
MPC Real Value Fund Verwaltungsgesellschaft mbH, Quickborn 100,00%
MPC Renewable Energies GmbH, Hamburg 100,00%
MPC Renewable Panama S.A., Panama 100,00%
MPC Schiffsbeteiligung Vermögensstrukturfonds Verwaltungsgesellschaft mbH, Niebüll 100,00%
MPC Sechste Vermögensstrukturfonds Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
MPC Siebte Vermögensstrukturfonds Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
MPC Student Housing Beteiligungs UG & Co. KG, Quickborn 100,00% 1)
MPC Venture Invest AG, Wien /​ Österreich 100,00%
MPC Vierte Vermögensstrukturfonds Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
MPC Zehnte Vermögensstrukturfonds Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
MPC Zweite Holland Vermögensstrukturfonds Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
MPC Zweite Vermögensstrukturfonds Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
MS STADT RAVENSBURG ERSTE T + H Verwaltungs GmbH, Hamburg 100,00%
MSV Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
Overhoeks 7 B.V., Amsterdam /​ Niederlande 100,00% 2)
Panda Invest GmbH, Hamburg 100,00%
Palmaille Ship Invest GmbH, Hamburg 30,99% 3)
PB BS GMO Verwaltungs GmbH, Hamburg 100,00%
PBH Maritime Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
Real Estate Growth Fund Management B.V., Amsterdam /​ Niederlande 100,00%
Real Estate Management B.V., Amsterdam /​ Niederlande 100,00%
RES Inside B.V., Amsterdam /​ Niederlande 71,50%
RES Maxis B.V., Amsterdam /​ Niederlande 71,50%
RES Participations B.V., Amsterdam /​ Niederlande 100,00%
RES Retail B.V., Amsterdam /​ Niederlande 51,45%
RES Transit II B.V., Amsterdam /​ Niederlande 58,66%
Staytoo Micro Living Spain S.L., Barcelona /​ Spanien 100,00%
Sun Partners B.V., Amsterdam /​ Niederlande 100,00%
TVP Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft für Publikumsfonds mbH & Co. KG, Hamburg 100,00% 1)
Verwaltung Ahrenkiel Shipmanagement GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung „Mahler Star“ Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung „Manet Star“ Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung „Mendelssohn Star“ Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung „Menotti Star“ Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung „Michelangelo Star“ Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung „Miro Star“ Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung „Monteverdi Star“ Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung „Rio Blackwater“ Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung „Rio Thompson“ Schifffahrtsgesellschaft mbH i.L., Hamburg 100,00%
Verwaltung „Rio Taku“ Schifffahrtsgesellschaft mbH i.L., Hamburg 100,00%
Verwaltung Achte Sachwert Rendite-Fonds Deutschland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Achtundsechzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung AIP Alternative Invest Private Equity GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Asien Opportunity Real Estate GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Beteiligungsgesellschaft Vorzugskapital Rio – Schiffe mbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Bluewater Investments GmbH , Hamburg 100,00%
Verwaltung Dreiundfünfzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Dreiundvierzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Dritte MPC Sachwert Rendite-Fonds Opportunity Amerika GmbH, Quickborn 100,00%
Verwaltung Dritte Sachwert Rendite-Fonds Deutschland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Einundsiebzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Elfte Sachwert Rendite-Fonds Deutschland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Fünfte Sachwert Rendite-Fonds Deutschland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Fünfzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung MPC Bioenergie Brasilien GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung MPC Capital Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung MPC Global Maritime Opportunity Private Placement GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung MPC Real Estate Opportunity Private Placement Amerika GmbH, Quickborn 100,00%
Verwaltung MPC Sachwert Rendite-Fonds Opportunity Amerika GmbH, Quickborn 100,00%
Verwaltung MPC Sachwert Rendite-Fonds Opportunity Asien GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung MPC Solarpark GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung MPC Student Housing Beteiligung UG, Quickborn 100,00%
Verwaltung MPC Student Housing Venture GmbH, Quickborn 100,00%
Verwaltung Neunte Sachwert Rendite-Fonds Deutschland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Neunundfünfzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Neunundsechzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Sachwert Rendite-Fonds Indien GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Sachwert Rendite-Fonds Japan GmbH, Quickborn 100,00%
Verwaltung Sachwert Rendite-Fonds Österreich GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Schiffahrtsgesellschaft MS „PEARL RIVER“ mbH i.L., Hamburg 100,00%
Verwaltung Schiffahrtsgesellschaft MS „YANGTZE RIVER“ mbH i.L., Hamburg 100,00%
Verwaltung Sechste Sachwert Rendite-Fonds Deutschland (Private Placement) GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Sechsundfünfzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Sechsundvierzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung SHV Management Participation GmbH, Quickborn 100,00%
Verwaltung Siebenundfünfzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Siebenundsechzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Siebenundvierzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Siebte Sachwert Rendite-Fonds Deutschland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Siebzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung TVP Treuhand GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Vierundfünfzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Vierundvierzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Wilhemsen Ahrenkiel GmbH, Hamburg (vormals: Verwaltung Ahrenkiel Steamship GmbH) 100,00%
Verwaltung Zehnte Sachwert Rendite-Fonds Deutschland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Zweite MPC Real Estate Opportunity Private Placement Amerika GmbH, Quickborn 100,00%
Verwaltung Zweite MPC Sachwert Rendite-Fonds Opportunity Amerika GmbH, Quickborn 100,00%
Verwaltung Zweite Reefer-Flottenfonds GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Zweite Sachwert Rendite-Fonds Deutschland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Zweiundsiebzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltungsgesellschaft Achte MPC Global Equity mbH, Hamburg 100,00%
Verwaltungsgesellschaft Deepsea Oil Explorer Protect GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltungsgesellschaft Dritte MPC Rendite-Fonds Britische Leben plus mbH, Hamburg 100,00%
Verwaltungsgesellschaft Duisburg Invest mbH, Hamburg 100,00% 2)
Verwaltungsgesellschaft Elfte Private Equity GmbH, Hamburg 100,00%
First Fleet Philipp Beteiligungs GmbH, Delmenhorst (vormals Verwaltungsgesellschaft Jüngerhans-MPC mbH) 100,00%
Verwaltungsgesellschaft MPC Global Equity Step by Step II mbH, Hamburg 100,00%
Verwaltungsgesellschaft MPC Global Equity Step by Step III mbH, Hamburg 100,00%
Verwaltungsgesellschaft MPC Global Equity Step by Step IV mbH, Hamburg 100,00%
Verwaltungsgesellschaft MPC Global Equity Step by Step mbH, Hamburg 100,00%
Verwaltungsgesellschaft MPC Rendite-Fonds Britische Leben plus II mbH, Quickborn 100,00%
Verwaltungsgesellschaft MPC Rendite-Fonds Britische Leben plus mbH, Quickborn 100,00%
Verwaltungsgesellschaft MPC Rendite-Fonds Leben plus IV mbH, Quickborn 100,00%
Verwaltungsgesellschaft MPC Rendite-Fonds Leben plus V mbH, Quickborn 100,00%
Verwaltungsgesellschaft MPC Rendite-Fonds Leben plus VI mbH, Quickborn 100,00%
Verwaltungsgesellschaft MPC Rendite-Fonds Leben plus VII mbH, Quickborn 100,00%
Verwaltungsgesellschaft MPC Rendite-Fonds Leben plus spezial III mbH, Quickborn 100,00%
Verwaltungsgesellschaft MPC Rendite-Fonds Leben plus spezial IV mbH, Quickborn 100,00%
Verwaltungsgesellschaft MPC Rendite-Fonds Leben plus spezial V mbH, Quickborn 100,00%
Verwaltungsgesellschaft Neunte Global Equity mbH, Hamburg 100,00%
Verwaltungsgesellschaft Oil Rig Plus mbH, Hamburg 100,00%
Verwaltungsgesellschaft Siebte MPC Global Equity mbH, Hamburg 100,00%
Zweite MPC Best Select Company Plan Managementgesellschaft mbH, Quickborn 100,00%

1) Diese Gesellschaften machen von den Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB Gebrauch.
2) Erstmalig im Geschäftsjahr vollkonsolidierte Gesellschaften.
3) Gesellschaftsrechtliche Vereinbarungen führen bei diesen Gesellschaften zum beherrschenden Einfluss.

Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden insgesamt 23 (Vorjahr: 29) inländische und 8 (Vorjahr: 7) ausländische Tochterunternehmen. Diese Gesellschaften üben keine nennenswerte operative Geschäftstätigkeit aus und sind auch bei zusammengefasster Betrachtung für die Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des MPC Capital-Konzerns entsprechend § 296 (2) HGB von untergeordneter Bedeutung und werden daher zu Anschaffungskosten bilanziert.

In der folgenden Übersicht sind sämtliche nicht konsolidierten Gesellschaften gemäß § 313 (2) Nr. 1 Satz 2 HGB enthalten:

Name der Gesellschaft Anteil
1. Bluewater Holding GmbH i.L., Hamburg 100,00%
1. Bluewater OpCo Verwaltung GmbH i.L., Hamburg 100,00%
Asien Opportuntity Real Estate GmbH & Co. KG, Hamburg 100,00%
CCEF (Barbados) Feeder Limited, Barbados 100,00%
CRA Cargo Rail Assets Verwaltungs GmbH, Hamburg 100,00%
Emerald Beteiligungsmanagement GmbH, Quickborn 100,00%
Emerald Verwaltungsgesellschaft mbH, Quickborn 100,00%
LP Investor GmbH, Hamburg 100,00%
Managementgesellschaft ESG Fischbek mbH (vormals: Palmaille 75 Achtundvierzigste Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH), Hamburg 100,00%
MPC Bioenergia do Brasil Ltd., Porto Alegre /​ Brasilien 99,99%
MC Bodegraven Ontwikkel B.V., Niederlande 100,00%
MPC Caribbean Clean Energy Feeder Ltd., Trinidad and Tobago 100,00%
MPC Clean Energy Ltd., Cayman Islands 100,00% 1)
MPC Energy Solutions N.V., Amsterdam /​ Niederlande 100,00% 1)
MPC Multi Asset Schiff Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
MPC Rail GmbH, Hamburg 100,00%
MPC Team Investment GP Ltd., Cayman Islands 100,00%
MPC Team Investment LP, Cayman Islands 100,00%
Palmaille 75 Achtundsiebzigste Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 100,00%
Palmaille 75 Achtundsiebzigste Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
Palmaille 75 Sechsundsiebzigste Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 100,00%
Palmaille 75 Sechsundsiebzigste Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
Palmaille 75 Siebenundsiebzigste Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 100,00%
Palmaille 75 Siebenundsiebzigste Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
Palmaille 75 Vierundsiebzigste Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 100,00%
Palmaille 75 Vierundsiebzigste Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Beteiligungsgesellschaft Reefer-Flottenfonds mbH, Hamburg 100,00%
Verwaltung Reefer-Flottenfonds GmbH, Hamburg 100,00%
Verwaltungsgesellschaft ESG Fischbek mbH, Hamburg (vormals: Palmaille 75 Zweiundsiebzigste Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH), Hamburg 100,00%
Talleur GmbH, Hamburg 50,10%
UOC Erste Abwicklungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%

1) Tochterunternehmen, die ausschließlich zur Weiterveräußerung gehalten werden.

a) Assoziierte Unternehmen:

Die folgenden Gesellschaften sind assoziierte Unternehmen und werden gemäß § 312 HGB at equity konsolidiert:

Name der Gesellschaft Anteil
Aurum Insurance Ltd., Isle of Man 50,00%
BB Amstel B.V., Amsterdam /​ Niederlande 41,49%
BBG Bulk Beteiligungs GmbH & Co. KG, Hamburg 35,00%
BHK Bionenergie Holding GmbH & Co. KG, Hamburg 20,00%
Bluewater Investments GmbH & Co. KG, Hamburg 42,86%
Breakwater Shipbrokers GmbH, Hamburg 40,00%
Data Invest B.V., Amsterdam /​ Niederlande 21,88%
Frame Offices B.V., Rotterdam /​ Niederlande 40,00%
Global Vision AG Private Equity Partners i.L., Rosenheim 31,88%
MPC Bioenergie GmbH & Co. KG, Hamburg 46,67%
MPC Münchmeyer Petersen Steamship GmbH & Co. KG, Hamburg 25,10%
Parque Eólico Wakuaipa S.A.S., Bogotá (vormals: MPC Renewable Colombia S.A.S., Bogotá) 100,00% 1)
SHV Management Participation GmbH & Co. KG, Quickborn 51,25% 1)
Waterway IT Solutions GmbH & Co. KG , Hamburg 30,04%
Wessels Marine GmbH, Hamburg 27,50%
Zweite MPC Bioenergie Brasilien GmbH & Co. KG, Hamburg 46,67%

1) 50 % der Anteile werden ausschließlich zur Weiterveräußerung gehalten. (Konsolidiert nach der Equity-Methode)

b) Gemeinschaftsunternehmen:

Die folgenden Gesellschaften sind Gemeinschaftsunternehmen und werden gemäß § 310 HGB quotal konsolidiert:

Name der Gesellschaft Anteil
Albis Shipping & Transport GmbH & Co. KG, Hamburg 50,00% 2)
Harper Petersen Holding GmbH & Co. KG, Hamburg 60,00% 1)
Wilhelmsen Ahrenkiel Steamship Management GmbH & Co. KG, Hamburg (vormals: Ahrenkiel Steamship GmbH & Co. KG, Hamburg) 50,00% 2)

1) Aufgrund gesellschaftsrechtlicher Vereinbarungen erfolgt bei der Gesellschaft eine gemeinschaftliche Führung.
2) Erstmalig im Geschäftsjahr quotal konsolidiert.

2.2.3 Veränderungen im Konsolidierungskreis

a) Zugänge:

Folgende Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr erstmalig vollkonsolidiert:

Duisburg Invest Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg (Beteiligungsquote: 100,0 Prozent)

Overhoeks 7 B.V., Amsterdam /​ Niederlande (Beteiligungsquote: 100,0 Prozent)

Verwaltungsgesellschaft Duisburg Invest mbH, Hamburg (Beteiligungsquote: 100,0 Prozent)

Im Rahmen der Erstkonsolidierung sind keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz,- und Ertragslage entstanden.

Folgende Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr im Rahmen des Überganges von der Vollkonsolidierung erstmalig quotenkonsolidiert:

Albis Shipping & Transport GmbH & Co. KG, Hamburg (Beteiligungsquote: 50,0 Prozent)

Wilhelmsen Ahrenkiel Steamship Management GmbH & Co. KG, Hamburg (vormals: Ahrenkiel Steamship GmbH & Co. KG, Hamburg) (Beteiligungsquote: 50,0 Prozent)

b) Abgänge:

Folgende Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr entkonsolidiert:

Albis Shipping & Transport GmbH & Co. KG, Hamburg

Wilhelmsen Ahrenkiel Steamship B.V., Amsterdam /​ Niederlande (vormals: Ahrenkiel Steamship B.V., Amsterdam)

Wilhelmsen Ahrenkiel Steamship Management GmbH & Co. KG, Hamburg (vormals: Ahrenkiel Steamship GmbH & Co. KG, Hamburg)

BMG Blue Marlin GmbH & Co. KG, Hamburg

CoDe Invest B.V., Amsterdam /​ Niederlande

Harper Petersen B.V. (vormals: Contchart B.V.), Amsterdam /​ Niederlande

MIG Maritime Invest Managementgesellschaft mbH i.L., Hamburg

MIG Maritime Invest Verwaltungsgesellschaft mbH i.L., Hamburg

Mokum Invest C.V., Amsterdam /​ Niederlande

Mokum Invest B.V., Amsterdam /​ Niederlande

MPC Erste Vermögensstrukturfonds Verwaltungsgesellschaft mbH i.L., Hamburg

MPC Synergy Real Estate AG, Jona /​ Schweiz

RES Fund Management B.V., Amsterdam /​ Niederlande

RES GF Fund Management B.V., Amsterdam /​ Niederlande

RES Transit B.V., Amsterdam /​ Niederlande

TVP Trustmaatschappij B.V., Amsterdam /​ Niederlande

Verwaltung Achte Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH i.L., Hamburg

Verwaltung BMG Blue Marlin GmbH, Hamburg

Verwaltung Fünfte Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH i.L., Hamburg

Verwaltungsgesellschaft MPC Rendite-Fonds Leben plus III mbH i.L., Quickborn

Verwaltung Sachwert Rendite-Fonds Indien 2 GmbH i.L., Hamburg

Durch die Entkonsolidierungen haben sich im Konzernabschluss folgende Veränderungen ergeben:

a) Veränderungen in der Konzern-Bilanz

EUR Mio.
A. Anlagevermögen -1,0
B. Umlaufvermögen -3,3
C. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 0
D. Rückstellungen -0,8
E. Verbindlichkeiten -1,8
F. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 0

b) Veränderungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

EUR Mio.
Umsatzerlöse -2,9
Sonstige betriebliche Erträge -0,2
Materialaufwand 1,0
Rohergebnis -2,1
Personalaufwand 1,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,6
Finanzergebnis 0,1
Ergebnis vor Steuern 0,1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,4
Ergebnis nach Steuern /​ Konzernergebnis 0,5

2.2.4 Schuldenkonsolidierung, Aufwands- und Ertragskonsolidierung, Zwischenergebniseliminierung

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze sowie Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Dies umfasst auch innerhalb des Konsolidierungskreises bestehende Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Wesentliche Zwischenergebnisse aus Geschäftsvorfällen zwischen einbezogenen Unternehmen bestanden nicht.

2.3 Währungsumrechnung

a) Transaktionen

Geschäftsvorfälle, die in fremder Währung anfallen, werden mit dem Wechselkurs zum Transaktionszeitpunkt in die Berichtswährung umgerechnet.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a HGB mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags bewertet. Daraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden als sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen der Berichtsperiode erfasst. Für alle Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr erfolgt die Währungsumrechnung grundsätzlich unter Beachtung des Realisationsprinzips (§ 252 (1) Nr. 4 2. Halbsatz HGB) und des Anschaffungskostenprinzips (§ 253 (1) HGB).

b) Konzernunternehmen

Bei der Umrechnung von Abschlüssen von Tochterunternehmen, deren Währung nicht dem Euro entspricht, kommt gemäß § 308a HGB die modifizierte Stichtagskursmethode zur Anwendung. Dabei werden Vermögens- und Schuldposten mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags, die Aufwands- und Ertragsposten mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Die Posten des Eigenkapitals werden mit den historischen Kursen, die zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung galten, umgerechnet. Die bilanziellen Währungsumrechnungsdifferenzen werden bis zur Veräußerung des ausländischen Geschäftsbetriebes erfolgsneutral im Eigenkapital nach den Rücklagen unter dem Posten „Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung“ erfasst.

Bei der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, finden die gleichen Grundsätze Anwendung wie bei konsolidierten Tochterunternehmen.

c) Währungskurse

Wechselkurse der für den MPC Capital-Konzern bedeutenden Währungen:

Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs
31.12.2020 je
EUR
31.12.2019 je
EUR
2020 je
EUR
2019 je
EUR
Britisches Pfund Sterling 0,8990 0,8508 0,8897 0,8778
Brasilianischer Real 6,3735 4,5157 5,8943 4,4134
Kanadischer Dollar 1,5633 1,4598 1,5300 1,4855
Kolumbianischer Peso 4.212,0210 3.681,5390 4.216,5880 3.675,6710
Norwegische Krone 10,4924 9,8638 10,7228 9,8511
Schweizer Franken 1,0802 1,0854 1,0705 1,1124
Singapur Dollar 1,6218 1,5111 1,5742 1,5273
US-Dollar 1,2271 1,1234 1,1422 1,1195

Es handelt sich dabei um die Interbankenrate zum 31. Dezember 2020 bzw. 31. Dezember 2019.

2.4 Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände mit zeitlich befristeter Nutzungsdauer sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibung dieser immateriellen Vermögensgegenstände, mit Ausnahme von Firmenwerten, erfolgt linear über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren. Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Bei Fortfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen auf die Werte der betreffenden immateriellen Vermögensgegenstände, mit Ausnahme der Firmenwerte, bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Der Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein durch Unternehmenserwerb entstandener Geschäfts- oder Firmenwert wird nach § 314 Abs. 1 Nr. 20 HGB entsprechend seiner erwarteten Nutzungsdauer jährlich abgeschrieben. Die identifizierten Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über ihre Nutzungsdauer von sieben Jahren linear abgeschrieben, da sie sich voraussichtlich über diesen Zeitraum amortisieren werden. Sofern Anzeichen für eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 309 (1) i. V. m. § 253 (3) S. 5 HGB vorgenommen. Wertaufholungen sind entsprechend § 309 (1) i. V. m. § 253 (5) S. 2 HGB unzulässig.

2.5 Sachanlagen

Einbauten sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden zu Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen, ausgewiesen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt in der Regel linear über die erwartete betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des Vermögensgegenstands. Die erwartete betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt drei bis zehn Jahre.

Einbauten in gemieteten Räumen werden linear über den kürzeren Zeitraum von Mietdauer und erwarteter betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer der Einbauten, in der Regel drei bis 15 Jahre, abgeschrieben.

Die Abschreibungen der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie der Einbauten sind in den Abschreibungen ausgewiesen. Kosten für Instandhaltung und Reparaturen werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Gewinne und Verluste aus Verkäufen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

2.6 Finanzanlagen

Finanzanlagen sind nicht abnutzbar und deshalb nicht planmäßig abzuschreiben. Außerplanmäßige Wertberichtigungen werden aufgrund von Anhaltspunkten für eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorgenommen.

2.7 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten sowie gegebenenfalls unter Abzug von Wertminderungen für Einzelrisiken bewertet.

Eine Wertminderung auf Forderungen für Einzelrisiken wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge eines Schuldners nicht vollständig einbringlich sind. Erhebliche finanzielle Schwierigkeiten, eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass ein Schuldner in Insolvenz oder in ein sonstiges Sanierungsverfahren geht, gelten als Indikatoren für das Vorhandensein einer Wertminderung. Wird hingegen die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Forderungsausfalls als gering eingestuft, so wird eine bereits wertberichtigte Forderung wieder zugeschrieben. Die Wertminderungen und Zuschreibungen auf Forderungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen erfasst.

2.8 Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand

Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand werden zum Nominalwert angesetzt.

2.9 Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für die Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, gebildet.

2.10 Rückstellungen

Rückstellungen berücksichtigen alle bei Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, die das abgelaufende Geschäftsjahr betreffen.

Sie werden nach § 253 (1) S. 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags vorsichtig unter Berücksichtigung zu erwartender Preis- und Kostensteigerung bewertet.

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 (2) S. 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Aus der Aufzinsung resultierende Erhöhungen der Rückstellungsbeträge werden erfolgswirksam im Zinsergebnis erfasst.

Die Drohverlustrückstellungen, die sich im Rahmen der Bewertung derivativer Finanzinstrumente ergeben können, werden entsprechend der Glattstellungsmethode ermittelt.

2.11 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden entsprechend § 253 (1) S. 2 HGB mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

2.12 Laufende und latente Steuern

Ein latenter Steueraufwand oder -ertrag wird für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Steuerbilanz und den Wertansätzen im HGB-Konzernabschluss sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Latente Steueransprüche werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann. Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom MPC Capital-Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.

Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze und Steuervorschriften bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steueransprüche beziehungsweise der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Für den Aktivüberhang von primären latenten Steuern wurde von dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 HGB kein Gebrauch gemacht. Aus der Kapitalkonsolidierung resultierende aktive und passive latente Steuern werden verrechnet angesetzt. Es wird ein Steuersatz von 32,28 % zugrunde gelegt.

3. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

3.1 Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2020
Tsd. EUR
Zugänge
Tsd. EUR
Abgänge
Tsd. EUR
Veränderung Konsolidierungskreis
Tsd. EUR
Währungsumrechnung
Tsd. EUR
Stand am 31.12.2020
Tsd. EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Software 1.638 115 0 -13 -4 1.736
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 29.904 231 726 0 0 29.410
31.542 347 726 -13 -4 31.146
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.412 595 0 0 0 2.007
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.367 106 756 -134 -3 2.581
4.779 701 756 -134 -3 4.588
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.830 397 634 0 0 4.592
2. Beteiligungen 62.298 2.317 6.726 -1.084 0 56.804
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 6.017 0 0 0 6.017
4. Sonstige Ausleihungen 36.256 3.556 11.616 0 0 28.196
103.384 12.287 18.976 -1.084 0 95.609
Anlagevermögen 139.705 13.335 20.458 -1.231 -7 131.343
Abschreibungen
Stand am 01.01.2020
Tsd. EUR
Zugänge
Tsd. EUR
Abgänge
Tsd. EUR
Zuschreibungen
Tsd. EUR
Veränderung Konsolidierungskreis
Tsd. EUR
Währungsumrechnung
Tsd. EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Software 1.601 56 0 0 -6 0
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 23.482 1.945 0 0 0 0
25.083 2.001 0 0 -6 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.149 158 0 0 0 0
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.917 180 623 0 -84 -3
4.066 338 623 0 -84 -3
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.968 12 0 0 0 0
2. Beteiligungen 17.314 580 6 -186 -175 0
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0 0
4. Sonstige Ausleihungen 7.466 984 1.510 0 0 0
28.748 1.575 1.516 -186 -175 0
Anlagevermögen 57.897 3.914 2.139 -186 -265 -3
Abschreibungen Buchwert
Stand am 31.12.2020
Tsd. EUR
Stand am 31.12.2020
Tsd. EUR
Stand am 31.12.2019
Tsd. EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Software 1.650 86 38
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 25.427 3.983 6.422
27.077 4.069 6.460
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.308 699 263
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.386 195 451
3.693 894 713
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.980 613 862
2. Beteiligungen 17.528 39.276 44.983
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 6.017 0
4. Sonstige Ausleihungen 6.939 21.257 28.790
28.447 67.162 74.635
Anlagevermögen 59.217 72.126 81.808

Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

3.2 Immaterielle Vermögensgegenstände

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich überwiegend um Geschäfts- oder Firmenwerte, die sich im Rahmen der Erstkonsolidierung folgender Gesellschaften ergeben haben:

31.12.2020
Tsd. EUR
31.12.2019
Tsd. EUR
Albis Shipping & Transport GmbH & Co. KG, Hamburg 1.409 1.412
Harper Petersen Holding GmbH & Co. KG, Hamburg 841 1.427
HCRE Beheerder B.V., Amsterdam /​ Niederlande 777 932
Wilhelmsen Ahrenkiel Steamship Management GmbH & Co. KG, Hamburg (vormals: Ahrenkiel Steamship GmbH & Co. KG, Hamburg) 536 2.140
Ahrenkiel Tankers GmbH & Co. KG, Hamburg 214 256
MPC Renewable Energies GmbH, Hamburg 206 254
Geschäfts- oder Firmenwerte 3.983 6.422

Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

Die Geschäfts- und Firmenwerte haben sich sowohl durch die planmäßigen Abschreibungen als auch durch eine strategische Beteiligung der Wilhemsen Ship Management AS, Singapur an der Wilhelmsen Ahrenkiel Steamship GmbH & Co. KG, Hamburg (vormals: Ahrenkiel Steamship GmbH & Co. KG, Hamburg) und den damit verbundenen Anteilsverkauf reduziert. Nachträgliche Anschaffungskosten auf den Erwerb der Anteile an der Albis Shipping & Transport GmbH & Co. KG erhöhten den zugehörigen Geschäfts- oder Firmenwert und kompensierten so nahezu den Rückgang durch die planmäßige Abschreibung.

3.3 Sachanlagen

Bei den Sachanlagen handelt es sich überwiegend um Einbauten und Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen.

3.4 Finanzanlagen

3.4.1 Beteiligungen

Die Beteiligungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2020
Tsd. EUR
31.12.2019
Tsd. EUR
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 11.294 18.557
2. Sonstige Beteiligungen 27.982 26.426
Beteiligungen 39.276 44.983

Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

31.12.2020
Tsd. EUR
31.12.2019
Tsd. EUR
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 11.294 18.557
BB Amstel B.V., Amsterdam 5.541 5.482
Bluewater Investments GmbH & Co. KG, Hamburg 3.463 5.415
Parque Eólico Wakuaipa S.A.S., Bogotá (vormals: MPC Renewable Colombia S.A.S., Bogotá) 713 689
BBG Bulk Beteiligungs GmbH & Co. KG, Hamburg 652 678
Global Vision AG Private Equity Partners i.L.,Hamburg 289 148
Aurum Insurance Ltd., Isle of Man 161 610
Data Invest B.V., Amsterdam 142 77
InTheCity Fund B.V., Amsterdam * 0 5.000
Übrige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 333 459

* = Durch Reduzierung der Beteiligungsquote erfolgt der Ausweis in diesem Geschäftsjahr erstmals unter den sonstigen Beteiligungen

Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

Die Beteiligung InTheCity Fund B.V. wurde aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr geringeren Beteiligungsquote als Folge einer Kapitalmaßnahme ohne entsprechende Beteiligung der MPC Capital-Gruppe von den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen in die sonstigen Beteiligungen umgegliedert.

31.12.2020
Tsd. EUR
31.12.2019
Tsd. EUR
2. Sonstige Beteiligungen 27.982 26.426
InTheCity Fund B.V., Amsterdam * 5.361 0
Real Estate Gateway Fund N.V., Amsterdam (vormals: ABN Amro Mees Pierson Real Estate Growth Fund N.V., Amsterdam) 4.617 4.617
MPC Caribbean Clean Energy Fund LLC, Cayman Islands 3.730 3.730
HSRE MPC JV I S.A.R.L., Luxemburg 1.610 1.924
Zweite Sachwert Rendite-Fonds Deutschland Technology GmbH & Co. KG, Hamburg *** 1.451 0
Atlantic Bridge AS, Oslo 1.109 1.109
Njord Handy AS, Oslo 1.295 1.099
Stille Beteiligungen MPC IT Services GmbH & Co. KG, Hamburg 840 840
MPC Student Housing Venture I GmbH & Co. KG, Quickborn (vormals: MPC Student Housing Venture I geschl. Investment-GmbH & Co. KG) 467 828
AT&C Amstel Holdings B.V., Amsterdam 746 746
Atlantica Breeze AS, Oslo 628 742
Atlantica Bay AS, Oslo 589 634
Njord Julie AS, Oslo 681 576
AG CRE Maxis C.V., Amsterdam 615 551
Transit Holding II B.V., Amsterdam 324 507
AG CRE Netherlands C.V., Amsterdam 520 500
Danubia Tanker AS, Oslo 272 441
HSRE MPC JV II S.A.R.L., Luxemburg 188 225
Burgundy Container AS, Oslo (vormals: Quadriga Container AS, Oslo) 196 219
Njord Container AS, Oslo 185 185
San Isidro Fotovoltaica C.V., El Salvador ** 0 155
Übrige Beteiligungen, insbesondere diverse Fondsgesellschaften 2.557 6.799

* = Durch Reduzierung der Beteiligungsquote erfolgt der Ausweis in diesem Geschäftsjahr erstmals unter den sonstigen Beteiligungen.
** = Die Beteiligung wurde im Geschäftsjahr 2020 veräußert.
*** = Die Beteiligung wurde im Geschäftsjahr 2020 erworben.

Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

Der aus den erfolgreichen Anteilsverkäufen von Fondsgesellschaften resultierende Rückgang der sonstigen Beteiligungen wurde durch die Umgliederung der Beteiligung InTheCity Fund B.V. vollständig kompensiert. Weitere Investitionen, insbesondere im Immobilien-Bereich, führten schlussendlich zu einem leichten Anstieg der sonstigen Beteiligungen.

Die folgende Übersicht zeigt die aggregierten Kennzahlen der nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen assoziierten Unternehmen. Es wurden keine negativen Equity-Werte einbezogen.

2020
Tsd. EUR
A. Anlagevermögen 26.727
B. Umlaufvermögen 4.868
C. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 71
Aktiva 31.667
A. Eigenkapital 30.511
B. Rückstellungen 88
C. Verbindlichkeiten 1.068
Passiva 31.667
Umsatzerlöse 419
Erträge 5
Aufwendungen -755
Ergebnis -331

3.4.2 Sonstige Beteiligungen

Sitz Kapitalanteil Jahresergebnis
EUR Tsd.
Eigenkapital
EUR Tsd.
Fußnote
Real Estate Gateway Fund N.V. (vormals: ABN Amro Mees Pierson Real Estate Growth Fund N.V.) Amsterdam 7,94% 9.800 216.951 2)
AG CRE Maxis C.V. Amsterdam 5,00% -408 10.550 2)
AG CRE Netherlands C.V. Amsterdam 5,00% 291 10.766 2)
AT&C Amstel Holdings B.V. Amsterdam 5,00% 534 11.439 3)
Atlantica Bay AS Oslo 12,50% n/​a n/​a 6)
Atlantica Breeze AS Oslo 10,00% n/​a n/​a 6)
Atlantic Bridge AS Oslo 17,25% n/​a n/​a 6)
Danubia Tanker AS Oslo 5,42% n/​a n/​a 6)
HSRE MPC JV I S.A.R.L. Luxemburg 7,00% 361 26.453 2)
HSRE MPC JV II S.A.R.L. Luxemburg 7,00% 77 2.965 2)
InTheCity Fund B.V. Amsterdam 7,23% 3.622 85.573 2)
MPC Caribbean Clean Energy Fund LLC Cayman Islands 44,46% 143 11.943 1), 3)
MPC Student Housing Venture I GmbH & Co. KG (vormals: MPC Student Housing Venture I geschl. Investment-GmbH & Co. KG) Quickborn 6,00% 9.191 30.840 5)
Njord Container AS Oslo 7,47% n/​a n/​a 6)
Njord Handy AS Oslo 15,55% n/​a n/​a 6)
Njord Julie AS Oslo 10,00% n/​a n/​a 6)
Stille Beteiligung MPC IT Services GmbH & Co. KG Hamburg 5,38% -11 2.750 5)
Transit Holding II B.V. Amsterdam 5,00% 3.744 31.352 4)
Burgundy Container AS (vormals: Quadriga Container AS) Oslo 2,65% n/​a n/​a 6)
Zweite Sachwert Rendite-Fonds Deutschland Technology GmbH & Co. KG Hamburg 25,00% 422 6.885 5)

Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

1) Anteile werden zur Weiterveräüßerung gehalten
2) laut Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1.1.-31.12.2020
3) laut Quartalsabschluss für das Geschäftsjahr vom 1.1.-30.09.2020
4) laut Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1.1.-31.12.2019
5) laut Quartalsabschluss für das Geschäftsjahr vom 1.1.-30.09.2019
6) laut Halbjahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1.1.-30.06.2019
7) laut Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1.1.-31.12.2018
8) Keine Angabe gemäß § 313 Abs. 3 S.5 HGB

3.4.3 Personenhandelsgesellschaften

An den folgenden Personengesellschaften ist ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen persönlich haftende Gesellschafterin:

Achte MPC Best Select Immobilien GmbH & Co. KG, Hamburg

Achte MPC Global Equity GmbH & Co. KG, Hamburg

Achte Sachwert Rendite-Fonds Deutschland GmbH & Co. KG, Hamburg

Achtundsechzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG i. L., Hamburg

AIP Alternative Invest Private Equity – geschlossene GmbH & Co. Investment-KG, Hamburg

Anteil Austria an der „Miro Star“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG i. L., Hamburg

Beteiligungsgesellschaft „Rio D-Schiffe“ mbH & Co. KG, Hamburg

Beteiligungsgesellschaft Reefer-Flottenfonds mbH & Co. KG, Hamburg

Beteiligungsgesellschaft Vorzugskapital Rio-Schiffe mbH & Co. KG i. L., Hamburg

Comoros Stream Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg

Dreiundfünfzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG i. L., Hamburg

Dreiundvierzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG i. L., Hamburg

Dritte Best Select Deutschlandimmobilien II GmbH & Co. KG, Hamburg

Dritte MPC Best Select Deutschlandimmobilien GmbH & Co. KG, Hamburg

Dritte MPC Best Select Leben GmbH & Co. KG, Hamburg

Dritte MPC Best Select Schiffsbeteiligungen GmbH & Co. KG, Hamburg

Dritte MPC Rendite-Fonds Britische Leben plus GmbH & Co. KG, Quickborn

Dritte MPC Sachwert Rendite-Fonds Opportunity Amerika GmbH & Co. KG, Quickborn

Dritte Sachwert Rendite-Fonds Deutschland GmbH & Co. KG, Hamburg

Eastern Bay Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg

Einundfünfzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG, Hamburg

Einundsiebzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG, Hamburg

Elfte MPC Private Equity GmbH & Co. KG, Hamburg

Elfte Sachwert Rendite-Fonds Deutschland GmbH & Co. KG, Hamburg

Elvira Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg

Emerald Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg

Esmeralda Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg

Fünfte Best Select Deutschlandimmobilien GmbH & Co. KG, Hamburg

Fünfte Best Select Deutschlandimmobilien II GmbH & Co. KG, Hamburg

Fünfte Best Select Leben GmbH & Co. KG, Hamburg

Fünfte Best Select Schiffsbeteiligungen GmbH & Co. KG, Hamburg

Fünfte Sachwert Rendite-Fonds Deutschland GmbH & Co. KG, Hamburg

Fünfzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG i. L., Hamburg

HCI Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG i.L., Hamburg

Lombok Strait Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg

Luzon Strait Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg

Mondriaan Star Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg

Mondriaan Star Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg

MPC Best Select Company Plan GmbH & Co. KG, Hamburg

MPC Best Select Dynamik GmbH & Co. KG, Hamburg

MPC Best Select Hollandimmobilien GmbH & Co. KG i.L., Hamburg

MPC Best Select Rente GmbH & Co. KG, Hamburg

MPC Best Select Schiffsbeteiligungen GmbH & Co. KG, Hamburg

MPC Best Select Wachstum GmbH & Co. KG, Hamburg

MPC Bioenergie Brasilien GmbH & Co. KG i. L., Hamburg

MPC Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG, Hamburg

MPC Flottenfonds III Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG i. L., Hamburg

MPC Global Equity Step by Step GmbH & Co. KG, Hamburg

MPC Global Equity Step by Step II GmbH & Co. KG, Hamburg

MPC Global Equity Step by Step III GmbH & Co. KG, Hamburg

MPC Global Equity Step by Step IV GmbH & Co. KG, Hamburg

MPC Global Maritime Opportunity Private Placement GmbH & Co. KG i. L., Hamburg

MPC Real Estate Opportunity Private Placement Amerika GmbH & Co. KG i. L., Quickborn

MPC Real Value Fund GmbH & Co. KG, Quickborn

MPC Rendite-Fonds Britische Leben plus GmbH & Co. KG, Quickborn

MPC Rendite-Fonds Britische Leben plus II GmbH & Co. KG, Quickborn

MPC Rendite-Fonds Leben plus spezial III GmbH & Co. KG, Quickborn

MPC Rendite-Fonds Leben plus spezial IV GmbH & Co. KG, Quickborn

MPC Rendite-Fonds Leben plus spezial V GmbH & Co. KG, Quickborn

MPC Rendite-Fonds Leben plus V GmbH & Co. KG, Quickborn

MPC Rendite-Fonds Leben plus VI GmbH & Co. KG, Quickborn

MPC Rendite-Fonds Leben plus VII GmbH & Co. KG, Quickborn

MPC Sachwert Rendite-Fonds Opportunity Amerika GmbH & Co. KG i. L., Quickborn

MPC Sachwert Rendite-Fonds Opportunity Asien GmbH & Co. KG, Hamburg

MPC Solarpark GmbH & Co. KG, Hamburg

MPC Student Housing Venture I GmbH & Co. KG, Hamburg

Neunte MPC Best Select I GmbH & Co.KG, Hamburg

Neunte MPC Best Select II GmbH & Co.KG, Hamburg

Neunte Global Equity GmbH & Co. KG, Hamburg

Neunte Sachwert Rendite-Fonds Deutschland GmbH & Co. KG, Hamburg

Neunundfünfzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG i. L., Hamburg

Neunundsechzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG, Hamburg

Objektgesellschaft MPC München Gräfelfing GmbH & Co. KG, Hamburg

PB BS GMO GmbH & Co. KG, Hamburg

Polarlight Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg

Rio Blackwater Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg

Rio Dauphin Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg

Rio Dawson Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG i. L., Hamburg

Sachwert Rendite-Fonds Indien GmbH & Co. KG i. L., Hamburg

Sachwert Rendite-Fonds Japan GmbH & Co. KG, Quickborn

Sachwert Rendite-Fonds Österreich GmbH & Co. KG i. L., Hamburg

Santa Lucia Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg

Santa Maria Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg

Schiffahrtsgesellschaft MS „PEARL RIVER“ mbH & Co. KG i. L., Hamburg

Schiffahrtsgesellschaft MS „YANGTZE RIVER“ mbH & Co. KG, Hamburg

Schifffahrtsgesellschaft MS „RIO KUSAN“ mbH & Co. KG i. L., Hamburg

Sechste Best Select Deutschlandimmobilien GmbH & Co. KG, Hamburg

Sechste Best Select Deutschlandimmobilien II GmbH & Co. KG, Hamburg

Sechste Best Select Leben GmbH & Co. KG, Hamburg

Sechste Best Select Schiffsbeteiligungen GmbH & Co. KG, Hamburg

Sechste Sachwert Rendite-Fonds Deutschland (Private Placement) GmbH & Co. KG, Hamburg

Sechsundfünfzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG i. L., Hamburg

Sechsundvierzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG i. L., Hamburg

Sechzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG, Hamburg

Siebenundfünfzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG i. L., Hamburg

Siebenundsechzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG, Hamburg

Siebenundvierzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG i. L., Hamburg

Siebte Best Select Deutschlandimmobilien GmbH & Co. KG, Hamburg

Siebte Best Select Deutschlandimmobilien II GmbH & Co. KG, Hamburg

Siebte Best Select Leben GmbH & Co. KG, Hamburg

Siebte Best Select Schiffsbeteiligungen GmbH & Co. KG, Hamburg

Siebte MPC Global Equity GmbH & Co. KG, Hamburg

Siebte Sachwert Rendite-Fonds Deutschland GmbH & Co. KG, Hamburg

Siebzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG, Hamburg

Vierte Best Select Deutschlandimmobilien II GmbH & Co. KG, Hamburg

Vierte MPC Best Select Deutschlandimmobilien GmbH & Co. KG, Hamburg

Vierte MPC Best Select Leben GmbH & Co. KG, Hamburg

Vierte MPC Best Select Schiffsbeteiligungen GmbH & Co. KG, Hamburg

Vierundfünfzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG i. L., Hamburg

Vierundvierzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG i. L., Hamburg

Youniq Greifswald GmbH & Co. KG, Hamburg

Youniq Karlsruhe GmbH & Co. KG, Hamburg

Youniq München II GmbH & Co. KG, Hamburg

Zehnte MPC Best Select GmbH & Co. KG, Hamburg

Zehnte Sachwert Rendite-Fonds Deutschland GmbH & Co. KG, Hamburg

Zweite Beteiligungsgesellschaft Reefer-Flottenfonds mbH & Co. KG, Hamburg

Zweite MPC Best Select Company Plan GmbH & Co. KG, Hamburg

Zweite MPC Best Select Deutschlandimmobilien GmbH & Co. KG, Hamburg

Zweite MPC Best Select Hollandimmobilien GmbH & Co. KG i. L., Hamburg

Zweite MPC Best Select Schiffsbeteiligungen GmbH & Co. KG, Hamburg

Zweite MPC Best Select Venture Capital GmbH & Co. KG, Hamburg

Zweite MPC Real Estate Opportunity Private Placement Amerika GmbH & Co. KG, Quickborn

Zweite MPC Sachwert Rendite-Fonds Opportunity Amerika GmbH & Co. KG, Quickborn

Zweite Sachwert Rendite-Fonds Deutschland Technology GmbH & Co. KG, Hamburg

Zweiundsiebzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG, Hamburg

3.4.4 Sonstige Ausleihungen

Bei den sonstigen Ausleihungen handelt es sich überwiegend um mittel- und langfristige Darlehen zur Projektfinanzierung mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren.

Insbesondere Tilgungsleistungen von Projektfinanzierungen im Immobilienbereich führten zu einem Rückgang dieser Ausleihungen in Höhe von insgesamt EUR 7,5 Mio.

3.5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Forderungsspiegel setzt sich wie folgt zusammen:

Fälligkeiten
Gesamt
Tsd. EUR
bis zu 1 Jahr
Tsd. EUR
mehr als 1 Jahr
Tsd. EUR
davon mehr als 5 Jahre
Tsd. EUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2020 4.069 4.069 0 0
31.12.2019 6.990 6.990 0 0
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 31.12.2020 7.782 7.782 0 0
31.12.2019 9.505 9.505 0 0
– davon gegen Gemeinschaftsunternehmen 31.12.2020 507 507 0 0
31.12.2019 0 0 0 0
– davon gegen assoziierte Beteiligungen 31.12.2020 2.464 2.464 0 0
31.12.2019 1.936 1.936 0 0
– davon gegen Fondsgesellschaften 31.12.2020 4.481 4.481 0 0
31.12.2019 7.308 7.308 0 0
– davon gegen sonstige Beteiligungen 31.12.2020 330 330 0 0
31.12.2019 261 261 0 0
– davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2020 5.330 5.330 0 0
31.12.2019 8.101 8.101 0 0
– davon sonstige Vermögensgegenstände 31.12.2020 2.452 2.452 0 0
31.12.2019 1.404 1.404 0 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 31.12.2020 17.658 10.459 7.199 0
31.12.2019 20.585 19.363 1.222 0
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 31.12.2020 29.511 22.311 7.199 0
31.12.2019 37.080 35.858 1.222 0

Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Darlehen und Verauslagungen.

3.6 Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2020
Tsd. EUR
31.12.2019
Tsd. EUR
Geleistete Sicherheiten 6.669 6.185
Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.418 7.537
Offene Kaufpreisforderungen durch Anteilsveräußerungen 1.662 0
Darlehensforderungen gegenüber Projektgesellschaften 1.537 4.947
Forderungen aus Umsatzsteuer 726 568
Debitorische Kreditoren 418 254
Forderungen aus Versicherungsfällen 50 300
Übrige Vermögensgegenstände 1.178 794
Sonstige Vermögensgegenstände 17.658 20.585

Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

Erhaltene Steuererstattungen sowie Tilgungsleistungen auf Darlehensforderungen gegenüber Projektgesellschaften führten im Wesentlichen zum Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände im Vergleich zum Vorjahr.

3.7 Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestand

Die Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2020
Tsd. EUR
31.12.2019
Tsd. EUR
Guthaben bei Kreditinstituten 24.746 20.618
Kassenbestand 4 22
Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestand 24.750 20.640

Anmerkungen: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

Eine detaillierte Analyse der Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ist der Konzern-Kapitalflussrechnung zu entnehmen.

3.8 Eigenkapital

Die detaillierten Veränderungen des Eigenkapitals sind in der Konzern-Eigenkapitalentwicklung dargestellt.

3.8.1 Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der MPC Capital AG beträgt wie im Vorjahr EUR 33,5 Mio. Das Grundkapital ist eingeteilt in 33.470.706 Stück (Vj.: 33.470.706 Stück) nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00 je Aktie. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

3.8.2 Genehmigtes Kapital 2018

Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 12. April 2018 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. April 2023 einmal oder mehrfach um insgesamt bis zu EUR 16.735.353,00 durch Ausgabe von bis zu 16.735.353 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/​oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018).

Bei einer Kapitalerhöhung ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann dabei auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien ganz oder teilweise von einem durch den Vorstand bestimmten Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht gemäß § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht auszuschließen,

(1) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen oder Wirtschaftsgütern;

(2) soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. mit Wandlungspflichten auf Aktien der Gesellschaft, die von der Gesellschaft oder deren nachgeordneten Konzernunternehmen bereits zuvor ausgegeben wurden, ein Bezugsrecht in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungsrechts bzw. Optionsrechts bzw. nach Erfüllung ihrer Wandlungspflicht als Aktionär zustehen würde;

(3) für Spitzenbeträge;

(4) wenn die Aktien zu einem Ausgabebetrag ausgegeben werden, der den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet, und die Kapitalerhöhung insgesamt 10% des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung ist die Anzahl veräußerter eigener Aktien anzurechnen, sofern die Veräußerung während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG erfolgt. Ferner sind auf diese Begrenzung diejenigen Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungspflicht ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben wurden;

(5) zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (scrip dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch wahlweise (ganz oder teilweise) als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2018 in die Gesellschaft einzulegen.

3.8.3 Kapitalrücklage

Die Aufstockung von Anteilen an einem beherrschten Unternehmen wurde als Kapitalvorgang abgebildet, wodurch sich die Kapitalrücklage von EUR 54,2 Mio. auf EUR 54,1 Mio. reduzierte.

3.8.4 Andere Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen betragen zum 31. Dezember 2020 unverändert EUR 10,8 Mio.

3.8.5 Bezugsrechte nach § 160 Abs. 1 Nr. 5 AktG:

„Aktienoptionsprogramm 2016“

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 haben sich Vorstand und Aufsichtsrat dazu entschlossen, erneut einen Aktienoptionsplan für gewinnbeteiligte Arbeitnehmer der MPC Capital AG bzw. der mit ihr verbundenen Unternehmen aufzulegen („Aktienoptionsprogramm 2016“). Das Aktienoptionsprogramm 2016 dient vor allem dazu, die Bindung von Arbeitnehmern (insbesondere von Führungskräften) an das Unternehmen zu erhöhen, sie zu motivieren und ihnen eine direkte Beteiligung am Unternehmenserfolg zu ermöglichen. Ziel des Programms ist weiterhin, die Attraktivität der MPC Capital AG für qualifizierte Arbeitnehmer zu steigern.

Die Zustimmung durch die Gesellschafter erfolgte im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2015.

Nachfolgend werden die wesentlichen Bestimmungen und Bedingungen dieses Aktienoptionsprogramms erläutert:

a) Kreis der Bezugsberechtigten

Im Rahmen des Aktienoptionsprogramm 2016 können Bezugsrechte an Arbeitnehmer der MPC Capital AG bzw. Arbeitnehmer von mit ihr verbundenen Unternehmen („Bezugsberechtigte“) ausgegeben werden.

b) Erwerbszeitraum

Die Bezugsrechte konnten den Bezugsberechtigten seit dem 15. Februar 2016 gewährt werden. Weitere Bezugsrechte können bis zum Ablauf des 15. Februar 2021 gewährt werden.

c) Wartezeit, Ausübungszeitraum

Die im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2016 gewährten Bezugsrechte können erstmalig am vierten Jahrestag ihres Erwerbs durch den jeweiligen Bezugsberechtigten ausgeübt werden („Wartezeit“). Nach dem Ende der Wartezeit ist eine Ausübung bis zum fünften Jahrestag ihres Erwerbs zulässig („Ausübungszeitraum“). Während des Ausübungszeitraums können die Bezugsrechte nur während bestimmter Perioden ausgeübt werden („Ausübungsperioden“). Eine Ausübungsperiode beginnt jeweils am elften Bankarbeitstag in Hamburg („Bankarbeitstag“) nach der Veröffentlichung eines Quartals-, Halbjahres- oder Jahresfinanzberichts der Gesellschaft und endet mit dem Ablauf des zehnten Bankarbeitstags nach diesem Zeitpunkt. Sofern die Gesellschaft keine Quartals- oder Halbjahresfinanzberichte veröffentlicht, verringert sich die Zahl an Ausübungsperioden innerhalb des Ausübungszeitraums entsprechend. Sollte innerhalb einer Ausübungsperiode die Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung aufgrund nationaler oder europäischer Rechtsnormen, die dem § 15 WpHG a.F. entsprechen, oder diesen Normen nachgebildeten börsenrechtlichen Regelungen (z.B. in den Freiverkehrsbedingungen der Frankfurter Wertpapierbörse) unmittelbar bevorstehen, kann die Gesellschaft die Annahme von Ausübungserklärungen der Bezugsberechtigten verweigern. Die Ausübungserklärung gilt in diesen Fällen einen Tag nach der Veröffentlichung der Ad-hoc-Mitteilung als angenommen. Der Ausübungszeitraum verlängert sich um einen Tag, wenn der Ausübungszeitraum an dem Tag abläuft, an dem die Annahme aufgrund einer Ad-hoc-Meldung durch die Gesellschaft verweigert wird.

d) Ausübungsbetrag

Der Ausübungsbetrag eines Bezugsrechts entspricht dem Mittelwert der Schlusskurse für Aktien der Gesellschaft gleicher Gattung im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse in den drei Monaten vor dem Zeitpunkt des Abschlusses der Aktienoptionsvereinbarung. Der Mindestausübungsbetrag beträgt EUR 1,00.

e) Erfolgsziele

Die Bezugsrechte können nur ausgeübt werden, wenn sich der dem Ausübungsbetrag entsprechende Börsenkurs im Vergleich zu dem Mittelwert der Schlusskurse für Aktien der Gesellschaft gleicher Gattung im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse innerhalb von drei Monaten vor dem Zeitpunkt der Ausübung des Bezugsrechts mindestens verdoppelt hat.

Es wurden insgesamt 30.612 Bezugsrechte vergeben.

Da bei Ausübung der Optionen keine Auszahlungsverpflichtungen entstehen („equity settled options“) wird das Optionsprogramm als Transaktion zwischen Kapitalgebern gesehen und wird nur insoweit im Abschluss erfasst, wie Optionen tatsächlich ausgeübt werden.

„Aktienoptionsprogramm 2017“

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 haben sich Vorstand und Aufsichtsrat dazu entschlossen, erneut einen Aktienoptionsplan für gewinnbeteiligte Arbeitnehmer der MPC Capital AG bzw. der mit ihr verbundenen Unternehmen aufzulegen („Aktienoptionsprogramm 2017“). Das Aktienoptionsprogramm 2017 dient weiterhin dazu, die Bindung von Arbeitnehmern (insbesondere von Führungskräften) an das Unternehmen zu erhöhen, sie zu motivieren und ihnen eine direkte Beteiligung am Unternehmenserfolg zu ermöglichen. Ziel des Programms ist es zudem, die Attraktivität der MPC Capital AG für qualifizierte Arbeitnehmer zu steigern.

Die Zustimmung durch die Gesellschafter erfolgte im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2015.

Nachfolgend werden die wesentlichen Bestimmungen und Bedingungen dieses Aktienoptionsprogramms erläutert:

a) Kreis der Bezugsberechtigten

Im Rahmen des Aktienoptionsprogramm 2017 können Bezugsrechte an Arbeitnehmer der MPC Capital AG bzw. Arbeitnehmer von mit ihr verbundenen Unternehmen („Bezugsberechtigte“) ausgegeben werden.

b) Erwerbszeitraum

Die Bezugsrechte konnten den Bezugsberechtigten seit dem 2. Januar 2017 gewährt werden. Weitere Bezugsrechte können bis zum des 15. Februar 2022 gewährt werden.

c) Wartezeit, Ausübungszeitraum

Die im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2017 gewährten Bezugsrechte können erstmalig am vierten Jahrestag ihres Erwerbs durch den jeweiligen Bezugsberechtigten ausgeübt werden („Wartezeit“). Nach dem Ende der Wartezeit ist eine Ausübung bis zum fünften Jahrestag ihres Erwerbs zulässig („Ausübungszeitraum“). Während des Ausübungszeitraums können die Bezugsrechte nur während bestimmter Perioden ausgeübt werden („Ausübungsperioden“). Eine Ausübungsperiode beginnt jeweils am elften Bankarbeitstag in Hamburg („Bankarbeitstag“) nach der Veröffentlichung eines Quartals-, Halbjahres- oder Jahresfinanzberichts der Gesellschaft und endet mit dem Ablauf des zehnten Bankarbeitstags nach diesem Zeitpunkt. Sofern die Gesellschaft keine Quartals- oder Halbjahresfinanzberichte veröffentlicht, verringert sich die Zahl an Ausübungsperioden innerhalb des Ausübungszeitraums entsprechend. Sollte innerhalb einer Ausübungsperiode die Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung aufgrund nationaler oder europäischer Rechtsnormen, die dem § 15 WpHG a.F. entsprechen, oder diesen Normen nachgebildeten börsenrechtlichen Regelungen (z.B. in den Freiverkehrsbedingungen der Frankfurter Wertpapierbörse) unmittelbar bevorstehen, kann die Gesellschaft die Annahme von Ausübungserklärungen der Bezugsberechtigten verweigern. Die Ausübungserklärung gilt in diesen Fällen einen Tag nach der Veröffentlichung der Ad-hoc-Mitteilung als angenommen. Der Ausübungszeitraum verlängert sich um einen Tag, wenn der Ausübungszeitraum an dem Tag abläuft, an dem die Annahme aufgrund einer Ad-hoc-Meldung durch die Gesellschaft verweigert wird.

d) Ausübungsbetrag

Der Ausübungsbetrag eines Bezugsrechts entspricht dem Mittelwert der Schlusskurse für Aktien der Gesellschaft gleicher Gattung im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse in den drei Monaten vor dem Zeitpunkt des Abschlusses der Aktienoptionsvereinbarung. Der Mindestausübungsbetrag beträgt EUR 1,00.

e) Erfolgsziele

Die Bezugsrechte können nur ausgeübt werden, wenn sich der dem Ausübungsbetrag entsprechende Börsenkurs im Vergleich zu dem Mittelwert der Schlusskurse für Aktien der Gesellschaft gleicher Gattung im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse innerhalb von drei Monaten vor dem Zeitpunkt der Ausübung des Bezugsrechts mindestens verdoppelt hat.

Es wurden insgesamt 12.842 Bezugsrechte vergeben.

Da bei Ausübung der Optionen keine Auszahlungsverpflichtungen entstehen („equity settled options“) wird das Optionsprogramm als Transaktion zwischen Kapitalgebern gesehen und wird nur insoweit im Abschluss erfasst, wie Optionen tatsächlich ausgeübt werden.

3.9 Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2020
Tsd. EUR
31.12.2019
Tsd. EUR
1. Steuerrückstellungen
für laufende Steuern 3.985 4.625
2. Sonstige Rückstellungen 14.460 14.568
– Rückstellungen für Rechts- u. Beratungskosten 7.671 6.718
– Rückstellungen für Personalkosten 2.884 3.627
– Rückstellungen für drohende Verluste 2.554 2.610
– Rückstellungen für Jahresabschlussprüfung 346 355
– übrige Rückstellungen 1.005 1.258
Rückstellungen 18.445 19.193

Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

3.10 Verbindlichkeiten

Die Fälligkeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Fälligkeiten
Gesamt
Tsd. EUR
bis zu 1 Jahr
Tsd. EUR
mehr als 1 Jahr
Tsd. EUR
davon mehr als 5 Jahre
Tsd. EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.12.2020 1.253 47 1.206 0
31.12.2019 1.954 313 1.641 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2020 828 828 0 0
31.12.2019 874 874 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 31.12.2020 1.002 1.002 0 0
31.12.2019 1.618 1.618 0 0
– davon aus sonstigen Verbindlichkeiten 31.12.2020 1.002 1.002 0 0
31.12.2019 1.618 1.618 0 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 31.12.2020 8.500 7.183 1.317 0
31.12.2019 16.924 14.254 2.670 0
– davon aus Steuern 31.12.2020 660 660 0 0
31.12.2019 1.448 1.448 0 0
– davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 31.12.2020 10 10 0 0
31.12.2019 125 125 0 0
Verbindlichkeiten 31.12.2020 11.584 9.060 2.523 0
31.12.2019 21.370 17.060 4.311 0

Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

3.11 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Bankverbindlichkeiten bestehen aus Darlehen für Projektfinanzierungen. Die bestehenden Darlehen zur Projektfinanzierung von opportunistischen US-Beteiligungen sind an die zukünftigen Rückflüsse aus diesen Investitionen gebunden und konnten im aktuellen Geschäftsjahr nahezu vollständig getilgt werden.

Gestellte Sicherheiten

Die Zahlungsansprüche der Darlehen zur Projektfinanzierung von opportunistischen US-Beteiligungen sind an die finanzierenden Banken zur Besicherung verpfändet. Die Sicherheiten haben eine Laufzeit bis zur vollständigen Rückführung dieser Darlehen.

3.12 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Rechts- und Beratungskosten sowie aus dem laufenden Reedereibetrieb. Stichtagsbedingt sind die Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr etwas geringer ausgefallen.

3.13 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren insbesondere aus ausstehenden Einlagen gegenüber Projektgesellschaften sowie aus erhaltenen Ausschüttungen.

3.14 Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2020
Tsd. EUR
31.12.2019
Tsd. EUR
Verbindlichkeiten aus ausstehenden Kaufpreiszahlungen 5.435 6.021
Verbindlichkeiten aus Projektfinanzierungen 1.428 7.176
Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer 660 717
Verbindlichkeiten gegenüber der MPC Gruppe 162 141
Verbindlichkeiten kreditorische Debitoren 74 138
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 10 125
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer 0 732
Übrige 732 1.875
Sonstige Verbindlichkeiten 8.500 16.924

Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten resultiert insbesondere aus Tilgungsleistungen von Darlehen zur Projektfinanzierung.

3.15 Latente Steuern

Aktive latente Steuern in Höhe von EUR 7,3 Mio. ergeben sich aus folgenden Bilanzposten:

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (EUR 4,7 Mio.)

Sonstige Vermögensgegengestände (EUR 1,0 Mio.)

Sonstige Rückstellungen (EUR 1,6 Mio.)

Die Wertberichtigungen des Berichtsjahres auf Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie sonstige Vermögensgegenstände beziehen sich wie im Vorjahr im Wesentlichen auf zukünftig abzugsfähige temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Bewertung. Zudem resultieren temporäre Differenzen in den sonstigen Rückstellungen aus der Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste.

Wesentliche temporäre Differenzen, die zu passiven latenten Steuern führen, gibt es wie im Vorjahr keine.

Die Aktivierung primärer latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden handelsrechtlichen Ansatzwahlrechts.

3.16 Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Eventualverbindlichkeiten entsprechend § 251 HGB. Hierbei handelt es sich um Ausfallgarantien und Höchstbetragsbürgschaften.

Es bestehen Bürgschaften und Garantien von insgesamt EUR 3,7 Mio. (Vorjahr: EUR 6,0 Mio.), die im Wesentlichen aus selbstschuldnerischen Bürgschaften und Garantien resultieren. Eine Inanspruchnahme hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab.

Derzeit gibt es keine Hinweise auf die Inanspruchnahme des MPC Capital-Konzerns aus den bestehenden Eventualverbindlichkeiten, da sich keine wesentliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation bei den Gesellschaften, für die entsprechende Haftungsverhältnisse eingegangen wurden, ergeben haben. Eine Inanspruchnahme aus einer oder mehreren Eventualverbindlichkeiten hätte einen erheblichen Einfluss auf die finanzielle Lage des MPC Capital-Konzerns.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von EUR 2,9 Mio. (Vorjahr: EUR 6,9 Mio.), davon EUR 2,0 Mio. gegenüber verbundenen Unternehmen . Aus den Beteiligungen an den Gemeinschaftsunternehmen ergeben sich zusätzliche Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von EUR 1,6 Mio. (Vorjahr: EUR 0,6 Mio.).

Treuhänderisch gehaltene Kommanditeinlagen belaufen sich auf EUR 1,3 Mrd. (Vorjahr: EUR 1,5 Mrd.). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die Beträge, mit denen die TVP Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft für Publikumsfonds GmbH & Co. KG, Hamburg, im Handelsregister eingetragen ist. Sofern und soweit auf diese treuhänderisch gehaltenen Kommanditeinlagen fondsseitig Auszahlungen geleistet werden, die nicht gewinngedeckt sind, besteht das Risiko einer Inanspruchnahme in den Grenzen des § 172 (4) HGB. Für den überwiegenden Teil dieser Eventualverbindlichkeiten hat die TVP Rückgriffsmöglichkeiten gegenüber den jeweiligen Treugebern.

Zusätzlich verwaltet die MPC Investment Services GmbH (treuhänderisch) Bankguthaben in Höhe von EUR 48,1 Mio. (Vorjahr: EUR 34,7 Mio.).

4. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus der Erbringung von Dienstleistungen.

Eine Aufgliederung nach Umsatzarten und Regionen ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

2020
Tsd. EUR
2019
Tsd. EUR
nach Umsatzarten
Management Services 37.089 39.211
Transaction Services 10.731 5.347
Übrige 2.669 2.288
Umsatzerlöse 50.489 46.846
nach Regionen
Deutschland 52.397 43.349
Niederlande 10.559 15.210
Spanien 18 41
Konsolidierung -12.485 -11.754
Umsatzerlöse 50.489 46.846

Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

In den übrigen Umsatzerlösen werden insbesondere Umsätze aus Vergütungen im Bereich Shipping in Höhe von EUR 2,3 Mio. ausgewiesen, die sich im Wesentlichen aus der erstmals ganzjährigen Berücksichtigung der Albis Shipping & Transport GmbH & Co. KG im Konzernabschluss ergaben und zu denen korrespondierende Schiffsbetriebskosten im Materialaufwand für bezogene Leistungen ausgewiesen werden.

4.2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2020
Tsd. EUR
2019
Tsd. EUR
Erträge aus Anlageabgängen 3.362 3.978
Gewinne aus der Entkonsolidierung 3.043 39
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.122 1.856
Erträge aus Wechselkursänderungen 585 449
realisierte Erträge aus Wechselkursänderungen 381 420
nicht realisierte Erträge aus Wechselkursänderungen 204 29
Erträge aus der Auflösung von Forderungswertberichtigungen 318 2.424
Sonstige periodenfremde Erträge 44 241
Übrige 1.432 743
Sonstige betriebliche Erträge 9.905 9.730

Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren insbesondere aus Erträgen aus Anlageabgängen, die sich im Wesentlichen aus der Veräußerung eines Wohnimmobilienprojekts sowie aus dem Verkauf von Anteilen des BMG-Portfolios ergaben. Zudem konnten Entkonsolidierungsgewinne in Höhe von EUR 3,0 Mio., die durch den Verkauf von Anteilen entstanden sind, realisiert werden.

Die periodenfremde Erträge entfallen überwiegend auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus der Auflösung von Forderungswertberichtigungen.

4.3 Materialaufwand – Aufwendungen für bezogene Leistungen

In diesem Posten werden insbesondere Kosten für bezogene Leistungen ausgewiesen, die im Zusammenhang mit der Verwaltung und Instandhaltung von Immobilien und Schiffen stehen.

Der deutliche Anstieg resultiert insbesondere aus dem Ausweis weiterer Schiffsbetriebskosten in Höhe von EUR 2,3 Mio., die sich im Wesentlichen durch die erstmals ganzjährige Berücksichtigung der Albis Shipping & Transport GmbH & Co. KG im Konzernabschluss des aktuellen Geschäftsjahres ergaben und zu denen es korrespondierende übrige Umsatzerlöse gibt.

4.4 Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2020
Tsd. EUR
2019
Tsd. EUR
Löhne und Gehälter -23.187 -25.491
Soziale Abgaben -3.145 -3.347
Personalaufwand -26.332 -28.838

Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

In den Löhnen und Gehälter sind Aufwendungen für die Altersvorsorge in Höhe von EUR 0,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) enthalten.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrifft ausschließlich Angestellte der vollkonsolidierten Tochterunternehmen und setzt sich wie folgt zusammen:

Jahresdurchschnitt 2020 Jahresdurchschnitt 2019
Deutschland 201 230
Niederlande 49 49
Panama 4 2
Singapur 2 2
China 2 1
Spanien 1 1
Österreich 1 1
Mitarbeiter 260 286

Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Anpassungen kommen.

Aus der Beteiligung an Gemeinschaftsunternehmen werden der MPC Capital durchschnittlich 33 Mitarbeiter (Vorjahr: 12 Mitarbeiter) zugerechnet.

Zum 31. Dezember 2020 waren insgesamt 213 Mitarbeiter beschäftigt.

4.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2020
Tsd. EUR
2019
Tsd. EUR
Rechts- und Beratungskosten -7.038 -6.766
EDV-Kosten -2.823 -3.215
Sonstige Personalaufwendungen -2.813 -3.304
Raumkosten -2.215 -2.128
Wertberichtigungen auf Forderungen -1.903 -2.609
Aufwendungen aus Währungsumrechnungsdifferenzen -1.538 -876
Servicedienstleistungen -1.074 -1.161
Versicherungen und Beiträge -1.067 -1.063
Fahrzeugkosten -529 -476
Kommunikationskosten -393 -557
Spenden -345 -270
Reise- und Bewirtungsaufwand -339 -1.066
Verluste aus Anlageabgängen -309 -226
Periodenfremde Aufwendungen -297 -202
Werbeaufwendungen -277 -281
Kosten des Zahlungsverkehrs -217 -306
Übrige -2.515 -2.605
Sonstige betriebliche Aufwendungen -25.690 -27.111

Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von EUR 2,2 Mio. enthalten, die sich insbesondere durch einmalige Restrukturierungsmaßnahmen zur Fokussierung auf das Transaktions- und Investmentgeschäft ergaben.

4.6 Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von EUR 2,8 Mio. (Vorjahr: EUR 7,0 Mio.) resultieren im Wesentlichen aus Gewinnausschüttungen von Projektgesellschaften sowie aus Rückflüssen von Kommanditbeteiligungen.

4.7 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von insgesamt EUR 1,8 Mio. (Vorjahr: EUR 2,4 Mio.) ergeben sich im Wesentlichen aus den Ausleihungen im Rahmen der Projektfinanzierung.

4.8 Abschreibungen auf Finanzanlagen

Im Geschäftsjahr mussten Abschreibungen in Höhe von EUR 1,6 Mio. (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.) vorgenommen werden, da insoweit von einer dauerhaften Wertminderung auszugehen ist. Diese Abschreibungen betreffen insbesondere mittel- bis langfristige Projektfinanzierungen.

4.9 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ergeben sich insbesondere aus Zinsaufwendungen im Rahmen der Projektfinanzierungen.

Abzinsungen von Forderungen und Aufzinsungen von Verbindlichkeiten ergaben sich wie im Vorjahr nicht.

4.10 Equity-Ergebnis assoziierter Unternehmen

Das Equity-Ergebnis aus assoziierten Unternehmen setzt sich wie folgt zusammen:

2020
Tsd. EUR
2019
Tsd. EUR
Global Vision AG Private Equity Partners i.L. 141 -348
BB Amstel B.V. 59 192
BBG Bulk Beteiligungs GmbH & Co. KG -26 113
Breakwater Shipbrokers GmbH -99 -71
Parque Eólico Wakuaipa S.A.S. (vormals: MPC Renewable Colombia S.A.S.) -201 -405
Aurum Insurance Ltd. -449 86
Bluewater Investments GmbH & Co. KG -2.521 -2.031
Übrige -1 -7
Equity-Ergebnis assoziierter Unternehmen -3.097 -2.471

Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

Im Zuge der wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Bewertungen der Assets im Schifffahrtsbereich wurde auch der Beteiligungsansatz der Anteile an der MPC Container Ships ASA, die indirekt über die assoziierte Beteiligung an der Bluewater Investment GmbH & Co. KG gehalten werden, neu bewertet. Diese Anpassungen führten im Wesentlichen zu einem negativen Equity-Ergebnis von EUR 3,1 Mio.

4.11 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuern ausgewiesen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag teilen sich auf das In- und Ausland wie folgt auf:

2020
Tsd. EUR
2019
Tsd. EUR
Tatsächliche Steuern -1.374 -1.109
Deutschland -1.011 -616
Ausland -363 -493
Latente Steuern 0 0
Deutschland 0 0
Ausland 0 0

Im Geschäftsjahr 2020 unterlag eine in Deutschland ansässige Kapitalgesellschaft der Körperschaftsteuer in Höhe von 15%, dem Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5% auf die Körperschaftsteuer sowie der Gewerbesteuer, deren Höhe sich nach den unterschiedlichen Hebesätzen der einzelnen Gemeinden richtet.

Zudem unterliegen die Konzern-Ertragsteuern dem Einfluss der in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen bestehenden Möglichkeit, beim Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr den Gewinn pauschal aufgrund der Nettoraumzahl des Schiffes und nicht durch Betriebsvermögensvergleich zu ermitteln.

Der Konzernsteuersatz entspricht dem deutschen Steuersatz der Muttergesellschaft MPC Capital AG und beläuft sich auf 32,28% (Vorjahr 32,28%). Dieser Steuersatz setzt sich aus Körperschaftsteuer in Höhe von 15%, Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5% auf die Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer mit einem Hebesatz von 470% zusammen. Die Anwendung des Ertragsteuersatzes des Konzernunternehmens von 32,28% auf das Konzernergebnis vor Ertragsteuern würde zu einem erwarteten Steueraufwand von EUR -0,4 Mio. (Vorjahr EUR -0,3 Mio.) führen. Die Differenz zwischen diesem Betrag und dem effektiven Steueraufwand von EUR -1,4 Mio. (Vorjahr EUR -1,1 Mio.) ist aus der folgenden Überleitungsrechnung ersichtlich.

2020
Tsd. EUR
2019
Tsd. EUR
Konzernergebnis vor Steuern 1.263 850
Erwartete Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (32,28% (Vorjahr: 32,28%)) -408 -274
Abweichende Steuersätze 157 338
Temporäre Differenzen und Verlustvorträge, für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden -2.766 -5.174
Steuerlich nicht abziehbare Aufwendungen -110 -90
Steuerfreie Erträge 323 2.823
Abweichung der gewerbesteuerlichen Bemessungsgrundlage 126 256
Tatsächliche Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für Vorjahre 1.213 890
Quellensteuer /​ ausländische Steuer 81 1
Sonstige Abweichungen 10 121
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.374 -1.109

Die Abweichungen, die unter dem Posten „Abweichende Steuersätze“ ausgewiesen sind, resultieren aus den vom Steuersatz der MPC Capital AG abweichenden Steuersätzen der in- und ausländischen Konzerngesellschaften.

5. Sonstige Angaben

5.1 Name und Sitz des Mutterunternehmens

Die MPC Capital AG ist als Mutterunternehmen nach § 290 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. Dieser wurde gem. den nach § 290 ff. HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Das Mutterunternehmen der MPC Capital AG, das den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis aufstellt, ist die Quintance GmbH, Hamburg. Der Konzernabschluss der Quintance GmbH, Hamburg wird beim Bundesanzeiger unter der Nummer HRB 122152 Hamburg zur Offenlegung eingereicht.

Das Mutterunternehmen der MPC Capital AG, das den Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt, ist die MPC Münchmeyer Petersen & Co. GmbH, Hamburg. Der Konzernabschluss der MPC Münchmeyer Petersen & Co. GmbH, Hamburg wird beim Bundesanzeiger unter der Nummer HRB 149498 Hamburg zur Offenlegung eingereicht.

5.2 Organe der Gesellschaft

a) Mitglieder des Vorstands im Berichtsjahr:

Ulf Holländer, Vorstand, Hamburg, (Vorsitzender)

(CEO; Chief Executive Officer)

Dr. Philipp Lauenstein, Vorstand, Hamburg,

(CFO; Chief Financial Officer)

Constantin Baack, Vorstand, Hamburg,

(Executive Board Member Shipping)

Dr. Ignace Van Meenen, Vorstand, Hamburg

(CSO; Chief Sales Officer); bis zum 31. März 2021

Dr. Karsten Markwardt, Vorstand, Hamburg

(Executive Board Member Legal & Compliance, Real Estate Germany); bis zum 31. März 2021

b) Mitglieder des Aufsichtsrats im Berichtsjahr:

Dr. Axel Schroeder (Vorsitz)

Geschäftsführer der MPC Münchmeyer Petersen & Co. GmbH, Hamburg

Joachim Ludwig

Geschäftsführer der Ferrostaal GmbH, Essen

Dr. Ottmar Gast

Chairman of the Advisory Board der Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft ApS & Co KG

c) Vergütung der Organe:

Für das Geschäftsjahr 2020 wurden den Vorständen der MPC Capital AG Gesamtbezüge in Höhe von EUR 1,9 Mio. (Vorjahr: EUR 1,6 Mio.) bewilligt. Den Aufsichtsräten wurden im selben Zeitraum Gesamtbezüge in Höhe von brutto EUR 160 Tsd. (Vorjahr: EUR 160 Tsd.) bewilligt.

Sämtliche Organbezüge sind kurzfristig fällig.

5.3 Stimmrechtsmitteilungen nach § 20 AktG

(1) Die MPC Participia GmbH, Hamburg, Deutschland, hat uns gemäß § 20 Abs. 5 AktG am 28. Juni 2016 mit einem Schreiben mitgeteilt, dass ihr keine Mehrheitsbeteiligung an der MPC Capital AG mehr gehört. Weiter hat uns die MPC Participia GmbH nach § 20 Abs. 1, 3 AktG mitgeteilt, dass ihr unverändert – auch ohne Zurechnung gem. § 20 Abs. 2 AktG – mehr als der vierte Teil der Aktien an der MPC Capital AG gehört.

(2) Herr Axel Schroeder, Hamburg, Deutschland, hat uns gemäß § 20 Abs. 5 AktG am 17. Oktober 2016 mit einem Schreiben mitgeteilt, dass ihm keine Mehrheit an der MPC Capital AG mehr gehört (weder unmittelbar noch mittelbar). Weiter hat uns Herr Axel Schroeder gemäß § 20 Abs. 1 AktG in Verbindung mit § 16 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihm unverändert – auch ohne Zurechnung gem. § 20 Abs. 2 AktG – mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der MPC Capital AG gehört.

(3) Die MPC Münchmeyer Petersen & Co. GmbH (vormals: MPC Industries GmbH), Palmaille 67, 22767 Hamburg, Deutschland, hat uns gemäß § 20 Abs. 5 AktG am 17. Oktober 2016 mit einem Schreiben mitgeteilt, dass ihr keine Mehrheit an der MPC Capital AG mehr gehört (weder unmittelbar noch mittelbar). Weiter hat uns die MPC Münchmeyer Petersen & Co. GmbH gemäß § 20 Abs. 1, 3 AktG in Verbindung mit § 16 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr unverändert – auch ohne Zurechnung gem. § 20 Abs. 2 AktG – mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der MPC Capital AG gehört.

(4) Die Quintance GmbH, Palmaille 67, 22767 Hamburg, Deutschland, hat uns gemäß § 20 Abs. 5 AktG am 17. Oktober 2016 mit einem Schreiben mitgeteilt, dass ihr keine Mehrheit an der MPC Capital AG mehr gehört (weder unmittelbar noch mittelbar). Weiter hat uns die Quintance GmbH gemäß § 20 Abs. 1, 3 AktG in Verbindung mit § 16 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr unverändert – auch ohne Zurechnung gem. § 20 Abs. 2 AktG – mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der MPC Capital AG gehört.

5.4 Ergebnisverwendung

Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat vorschlagen, den Jahresfehlbetrag der MPC Capital AG auf neue Rechnung vorzutragen.

5.5 Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers stellt sich wie folgt dar:

2020
Tsd. EUR
2019
Tsd. EUR
Abschlussprüfungsleistungen 206 170
Steuerberatungsleistungen 221 312
Andere Leistungen 30 59
Honorar des Abschlussprüfers 457 541

5.6 Nachtragsbericht

Im Rahmen ihrer Co-Investmentstrategie hat sich die MPC Capital AG Anfang Januar 2021 als Co-Investor an dem Private Placement der MPC Energy Solutions N.V. beteiligt. EUR 4 Mio des Co-Investments in Höhe von USD 10 Mio. hat die MPC Capital AG über eine am 8. Januar 2021 durchgeführte bezugsrechtslose Kapitalerhöhung refinanziert. Es wurden insgesamt 1.777.778 neue Aktien gegen Bareinlage ausgegeben und diese zu einem Preis von EUR 2,25 je Aktie platziert. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöhte sich damit unter teilweiser Ausnutzung des „Genehmigten Kapitals 2018“ von EUR 33.470.706,00 um EUR 1.777.778,00 auf EUR 35.248.484,00 durch Ausgabe von 1.777.778 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien. Das Bezugsrecht der Aktionäre war ausgeschlossen. Die Kapitalerhöhung wurde am 21. Januar 2021 ins Handelsregister eingetragen.

Die Vorstände Dr. Ignace Van Meenen und Dr. Karsten Markwardt werden zum 31. März 2021 aus dem Vorstand der MPC Capital AG im Rahmen einer strukturellen Umstellung des Vorstands ausscheiden. Dr. Karsten Markwardt wird aber weiterhin für die MPC Capital AG in seiner Funktion als General Counsel und Head of Legal and Compliance tätig sein. Dr. Ignace Van Meenen wird die MPC Capital-Gruppe verlassen.

Auswirkungen aus der aktuellen Entwicklung der COVID-19-Pandemie haben sich seit dem Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses nicht ergeben.

 

Hamburg, den 19. Februar 2021

Ulf Holländer, Vorsitzender

Dr. Philipp Lauenstein

Constantin Baack

Dr. Ignace Van Meenen

Dr. Karsten Markwardt

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MPC Münchmeyer Petersen Capital AG, Hamburg

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der MPC Münchmeyer Petersen Capital AG, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft.

Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht der MPC Münchmeyer Petersen Capital AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS UND KONZERNLAGEBERICHTS“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHT UND KONZERNLAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS UND KONZERNLAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 22. Februar 2021

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Härle, Wirtschaftsprüfer

gez. Kaletta, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats 2020

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2020 stand unter dem ganz besonderen Einfluss der wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Der MPC Capital AG ist es mit ihrem Geschäftsmodell und einem hochmotivierten und flexiblen Team gelungen, ihre gesteckten Ziele zu erreichen und bedeutende Erfolge zu realisieren – den widrigen und besonderen Bedingungen zum Trotz.

Fast ausschließlich virtuell verliefen daher die Verhandlungen zur Gründung des Joint Ventures mit Wilhelmsen Ship Management, der Start der Renewable Energy-Plattform MPC Energy Solutions oder die Auflage des ESG Core Wohnimmobilien Deutschland Fonds. Dass dies in dieser Zeit möglich war, ist auch einer reibungslos funktionierenden IT-Infrastruktur und den dafür zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken.

Zeitgleich hat der Vorstand gemeinsam mit dem Team der MPC Capital konzentriert und konsequent an der Verfeinerung der Strategie und der strukturellen Basis des Konzerns gearbeitet, die eine solide Grundlage für den weiteren Wachstumsweg darstellt.

Tätigkeitsbericht des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2020

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2020 die ihm nach Gesetz und Satzung der MPC Capital AG obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Dabei hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und dessen Handlungen und Tätigkeiten regelmäßig und prüfend überwacht. Der Aufsichtsrat stand dabei im kontinuierlichen Austausch mit dem Vorstand und wurde von diesem durch mündliche, fernmündliche und schriftliche Berichte regelmäßig, zeitnah und umfassend über die aktuelle Lage des Unternehmens informiert.

In unseren regelmäßigen Beratungen befassten wir uns detailliert mit der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie mit dem Risikomanagement und den Compliance-Vorgaben der Gesellschaft. Der Vorstand stand dem Aufsichtsrat dabei zur Erörterung und zur Beantwortung von weitergehenden Fragen zur Verfügung. Über zeitkritische Maßnahmen oder Entscheidungen wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen ausführlich unterrichtet. Der Vorstand hat sich darüber hinaus mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats regelmäßig über die aktuelle Geschäftslage sowie über wesentliche Geschäftsvorgänge im Unternehmen ausgetauscht und beraten.

Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, haben wir in den planmäßigen Sitzungen besprochen und entschieden. Zudem wurden für zustimmungspflichtige Geschäfte des Vorstands bei Bedarf schriftliche Umlaufbeschlüsse vom Aufsichtsrat gefasst. Alle Beschlüsse im Berichtszeitraum erfolgten einstimmig.

Aufgrund der Anzahl von drei Aufsichtsratsmitgliedern hat der Aufsichtsrat der MPC Capital AG keine Ausschüsse gebildet. Um neben einer effizienten Zusammenarbeit auch einen intensiven Gedankenaustausch zu ermöglichen, hält es der Aufsichtsrat für zielführend, das Gremium mit einer geringen Anzahl an Aufsichtsräten zu besetzen.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Berichtszeitraum fanden fünf planmäßige Aufsichtsratssitzungen im Beisein des Vorstands statt.

Am 22. Januar 2020 fand die erste ordentliche Aufsichtsratssitzung des Geschäftsjahres statt. Neben einem Update der Vorstände aus den einzelnen Geschäftsbereichen diskutierten wir über aktuelle Finanzkennzahlen, Maßnahme zur Steigerung der Profitabilität sowie über das Budget für 2020. Auch Risiko- und Compliance-Themen wurden erörtert. An der Sitzung nahmen alle drei Aufsichtsräte teil.

Die zweite ordentliche Aufsichtsratssitzung am 19. Februar 2020 war zugleich auch die bilanzfeststellende Sitzung für das Geschäftsjahr 2019. Der Vorstand erläuterte die finanziellen, bilanziellen und steuerlichen Aspekte des Jahresabschlusses 2019. Der Abschlussprüfer stellte die Ergebnisse seiner Prüfung vor. Im Anschluss erörterten und verabschiedeten wir die Tagesordnung der ursprünglich für den 30. April 2020 geplanten ordentlichen Hauptversammlung der MPC Capital AG, die aufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie später auf den 25. Mai 2020 verschoben werden musste. Im weiteren Verlauf der Sitzung berichtete uns der Vorstand über den Status in den jeweiligen Geschäftsbereichen, die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns sowie die weitere Planung für das Geschäftsjahr 2020. Alle drei Aufsichtsräte waren anwesend.

Die dritte ordentliche Aufsichtsratssitzung fand am 30. April 2020 pandemiebedingt als Telefonkonferenz statt und begann mit einer Erörterung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Geschäft der MPC Capital sowie der bereits getroffenen und noch anstehenden Gegensteuerungsmaßnahmen. Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorstand alle erforderlichen Schritte eingeleitet hat, um einen möglichst reibungslosen Geschäftsbetrieb zu gewährleisten. Es folgte eine Erläuterung der Entwicklung in den Geschäftsbereichen. Besonderen Raum nahm hierbei die Diskussion über den Shipping-Bereich ein, da dieser zu diesem Zeitpunkt am härtesten von den Pandemieauswirkungen betroffen war. Im weiteren Verlauf wurden zudem Risiko- und Compliance-Themen der Gesellschaft erörtert. Alle drei Aufsichtsräte nahmen an der Sitzung teil.

In der vierten ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 21. September 2020 nahm das Business Update aus den Bereichen breiten Raum ein, insbesondere die Diskussion über die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens Wilhelmsen Ahrenkiel Ship Management und den Ausbau des Bereichs Renewable Energies. Im weiteren Verlauf der Sitzung erörterten wir die Finanzkennzahlen sowie strukturelle Anpassungen im Rahmen der strategischen Fokussierung der MPC Capital auf das Transaktions- und Investment-Geschäft. Auch in dieser Sitzung gab der Vorstand einen Statusbericht zum Risikomanagement und Compliance-Bereich. Dr. Axel Schroeder konnte an dieser Sitzung nicht teilnehmen. Joachim Ludwig übernahm mit Zustimmung von Dr. Ottmar Gast den Vorsitz.

Die letzte ordentliche Aufsichtsratssitzung des Jahres fand am 17. Dezember 2020 statt. Hierin diskutierten wir über den Status aktueller Projekte und Themen aus den Asset Units. Weiterhin erörterten wir die Finanzkennzahlen, den Ausblick und die Planung für das Geschäftsjahr 2021 sowie Risiko- und Compliance-Themen. Alle drei Aufsichtsratsmitglieder nahmen an der Sitzung teil.

Personelle Veränderungen im Vorstand

Dr. Ignace Van Meenen wird zum 31. März 2021 den Vorstand der MPC Capital AG verlassen und seinen beruflichen Weg außerhalb der MPC Gruppe fortsetzen. Ignace Van Meenen hat in den vergangenen beiden Jahren wichtige und wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der MPC Capital-Gruppe geliefert. Wir danken ihm ausdrücklich für seine Unterstützung und wünschen ihm bei der Erreichung seiner künftigen Ziele viel Erfolg.

Auch Dr. Karsten Markwardt wird zum 31. März 2021 aus dem Vorstand der MPC Capital AG im Zuge der strukturellen Veränderung der Organisation ausscheiden. In den vergangenen drei Jahren hat Karsten Markwardt die Arbeit des Vorstands in strukturellen und strategischen Fragen der Gesellschaft geprägt. Wir freuen uns daher ausgesprochen, dass er auch zukünftig sein Aufgabenfeld mit gleicher Nachhaltigkeit aus der Rolle des General Counsel und Head of Legal and Compliance der MPC Capital AG fortsetzen wird.

Abschlussprüfung

Zum Abschlussprüfer für den Jahres- und Konzernabschluss wurde die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2020 bestellt und vom Aufsichtsrat beauftragt. Die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss der MPC Capital AG und den MPC Capital-Konzernabschluss unter Einbeziehung der Buchführung sowie des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss wurden nach den Vorgaben des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut für Wirtschaftsprüfer (IDW) festgesetzten Deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen. Die Jahresabschlüsse, der zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht sowie die vollständigen Prüfungsberichte der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2020 haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Der Aufsichtsrat ist dabei seinen Prüfungs- und Überwachungsaufgaben vollumfänglich nachgekommen.

In der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 23. Februar 2021 waren unter Anwesenheit des Vorstands und der Abschlussprüfer die Prüfungsberichte sowie der Jahres- und Konzernabschluss Gegenstand intensiver Beratungen. Die Abschlussprüfer berichteten dabei ausführlich über ihre Prüfungsergebnisse und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Aufgrund der geltenden Kontaktbeschränkungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie wurde die Sitzung virtuell abgehalten.

Nach eingehender Prüfung hat der Aufsichtsrat der MPC Capital AG dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss inklusive des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts sowie des jeweiligen Prüfungsberichts zugestimmt und den Jahres- beziehungsweise Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG

Der Vorstand der MPC Capital AG hat für das abgelaufene Geschäftsjahr gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Der Aufsichtsrat hat diesen Bericht geprüft und erhebt gegen den Bericht sowie die Schlusserklärung des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen.

Im Namen des Aufsichtsrats danke ich den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Konzerngesellschaften für ihren tatkräftigen Einsatz und die konstruktive Zusammenarbeit im vergangenen Geschäftsjahr.

 

Hamburg, den 23. Februar 2021

Der Aufsichtsrat

Dr. Axel Schroeder, Vorsitzender

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