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Minneapolis

geralt (CC0), Pixabay
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Schüsse in Kirche von Minneapolis – zwei Kinder getötet, viele verletzt

Ein unfassbares Unglück hat die Stadt Minneapolis erschüttert. Während einer Messe in der katholischen Annunciation-Kirche eröffnete ein Bewaffneter am Mittwoch das Feuer auf die Gemeinde. Zwei Kinder im Alter von nur 8 und 10 Jahren verloren ihr Leben, mindestens 17 weitere Menschen wurden verletzt – die meisten von ihnen ebenfalls Kinder. Zwei von ihnen schweben noch in Lebensgefahr.

Nach Angaben der Polizei feuerte der Täter von außen durch die Kirchenfenster direkt auf die Bänke, in denen die Kinder saßen. Anschließend nahm er sich am hinteren Teil des Gebäudes das Leben.

„Kinder sind tot. Familien sind zerbrochen. Wir alle müssen uns vorstellen, es wären unsere eigenen Kinder – und alles tun, um den betroffenen Familien beizustehen“, sagte Bürgermeister Jacob Frey sichtlich bewegt.

Die Messe war eigentlich als feierlicher Auftakt zur ersten Schulwoche gedacht. Nun wurde sie zu einer Tragödie, die die ganze Gemeinde in tiefe Trauer stürzt. Gouverneur Tim Walz sprach von einem „grausamen, sinnlosen Gewaltakt“ und rief die Menschen zum Gebet und zur Solidarität auf.

Eltern rannten verzweifelt zur Kirche, als die Nachricht vom Angriff durchsickerte. Straßen wurden weiträumig abgesperrt, zahlreiche Einsatzkräfte, darunter auch das FBI, waren vor Ort. Ein Nachbar berichtete, die Schüsse hätten sich „zunächst wie ein Nagelgerät“ angehört. Dann sei die Straße von Polizei überflutet worden.

Die Annunciation School, die Kinder vom Kindergarten bis zur achten Klasse betreut, war gerade erst in das neue Schuljahr gestartet. „Diese Kinder sollten an ihren ersten Schultagen lachen, lernen und Freunde treffen – nicht um ihr Leben fürchten“, betonte Senatorin Tina Smith.

Die Tat reiht sich in eine Welle von Schusswaffengewalt ein: Innerhalb von nur 24 Stunden kam es in Minneapolis bereits zu drei weiteren tödlichen Vorfällen. Polizeichef Brian O’Hara sprach von einer „tief beunruhigenden Eskalation“.

In diesen schweren Stunden bleibt der Gemeinde nur Trost in der Gemeinschaft. Nachbarn standen eng zusammen, trösteten einander, viele hielten Kerzen in den Händen. Doch die Wunde, die dieser Tag gerissen hat, wird so schnell nicht heilen.

 

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