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Mindestens 24 Tote bei Angriff mit Armeefallschirm auf buddhistisches Festival in Myanmar

r-q (CC0), Pixabay
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Mindestens 24 Menschen wurden getötet und 47 weitere verletzt, als Myanmars Militär am Montagabend während eines buddhistischen Festivals einen tödlichen Luftangriff auf eine Menschenmenge in Zentral-Myanmar verübte. Dies teilte ein Sprecher der Exilregierung dem BBC Burmese-Dienst mit.

Der Angriff ereignete sich in der Gemeinde Chaung U im Distrikt Monywa in der Region Sagaing – einer Hochburg des Widerstands gegen die Militärjunta. Etwa 100 Menschen hatten sich dort versammelt, um das Thadingyut-Festival, einen nationalen Feiertag, zu begehen.

Nach Angaben der Exilregierung setzte das Militär dabei motorisierte Paragleiter ein, von denen aus zwei Bomben auf die Versammlung abgeworfen wurden.

Seit dem Militärputsch im Jahr 2021 herrscht in Myanmar ein blutiger Bürgerkrieg. Das Militär hat durch den bewaffneten Widerstand oppositioneller Gruppen sowie ethnischer Milizen die Kontrolle über weite Teile des Landes verloren. In jüngster Zeit versucht die Armee jedoch mit einer besonders brutalen Kampagne aus Luftangriffen und Bombardements wieder Boden gutzumachen.

Die betroffene Region Sagaing gilt als eines der Zentren des bewaffneten Widerstands. Große Teile befinden sich unter der Kontrolle der sogenannten People’s Defence Force (PDF) – Freiwilligenmilizen, die sich nach dem Putsch gegründet haben und auch lokale Verwaltungsaufgaben übernehmen.

Ein Vertreter der lokalen PDF erklärte gegenüber BBC Burmese, dass sie im Vorfeld Hinweise auf einen möglichen Luftangriff erhalten hätten. Man habe versucht, die Veranstaltung schnell zu beenden, doch die angreifenden Paragleiter seien früher eingetroffen als erwartet.

„Alles passierte in nur sieben Minuten“, sagte er. Er selbst wurde am Bein verletzt – Menschen in seiner unmittelbaren Nähe seien jedoch ums Leben gekommen.

Die Lage in Myanmar bleibt weiterhin angespannt. Seit dem Militärputsch wurden tausende Menschen getötet und Millionen vertrieben. Die internationale Gemeinschaft verurteilt die Gewalt, jedoch bleiben konkrete Maßnahmen gegen die Militärjunta bisher weitgehend aus.

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