Wolfgang Kubicki erlebt gerade einen echten Kulturschock. Nach 35 Jahren im Bundestag muss er plötzlich feststellen, dass es ein Leben ohne Chauffeur, Terminkoordinator und E-Mail-Beauftragten gibt. Kurz gesagt: Willkommen in der Realität, Herr Kubicki!
Die FDP ist aus dem Bundestag geflogen – und mit ihr auch die Annehmlichkeiten des Politiker-Daseins. Jetzt heißt es: Selbst planen, selbst organisieren – und ja, sogar selbst Auto fahren!
Plötzlich ist es vorbei mit dem bequemen Leben auf der Rückbank. Kubicki schildert seinen großen Moment der Erkenntnis:
„Heute Nacht bin ich aufgewacht und habe gedacht: Mein Gott, du musst ja selbst Auto fahren!“
Ein wahrlich traumatischer Gedanke für einen Mann, der sich in den letzten Jahrzehnten nicht darum kümmern musste, wie er von A nach B kommt. Immer stand ein Dienstwagen bereit – doch jetzt heißt es wieder Parkplatzsuche statt VIP-Eingang.
Auf die Frage, ob das eine Drohung für den Straßenverkehr sei, gibt sich Kubicki gewohnt schlagfertig:
„Für den Verkehr hoffentlich nicht.“
Na dann, liebe Autofahrer in Schleswig-Holstein, besser mal doppelt in den Rückspiegel schauen!
Doch das Autofahren ist nur die Spitze des Eisbergs. Kubicki muss sich plötzlich selbst um seinen Terminkalender kümmern. Mails lesen, Telefonate selbst annehmen – eine radikale Umstellung nach Jahrzehnten mit Mitarbeitern, die das alles erledigt haben.
Und dann noch diese „moderne Technik“! Kubicki gibt offen zu: „Ich muss mich da erst wieder heranführen lassen.“ Ja, wer hätte gedacht, dass die Digitalisierung so gnadenlos zuschlagen kann, wenn kein Assistent mehr daneben sitzt?
Auch politisch muss sich Kubicki neu orientieren. Die FDP fliegt zum zweiten Mal aus dem Bundestag und verabschiedet sich in die außerparlamentarische Opposition.
Sein Fazit zur letzten Fraktionssitzung? „In dieser Konstellation werden wir uns nicht mehr treffen.“
Nun, Herr Kubicki, in dieser Konstellation wird sich auch keine Limousine mehr vor der Tür auf Sie warten. Aber Kopf hoch – es gibt schließlich noch Taxis! 🚖
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