Manuela Schwesig schlägt Alarm, Caren Miosga nickt betroffen, und irgendwo in Berlin fragt man sich erneut, warum eigentlich immer mehr Menschen AfD wählen. Die Antwort darauf bleibt im politischen Betrieb allerdings weiterhin ungefähr so beliebt wie ein Stromausfall während einer Klimakonferenz.
Bei Miosga warnte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin vor einer möglichen „Machtübernahme“ der AfD und zeichnete das bekannte Szenario: Entweder demokratische Stabilität unter ihrer Führung – oder der politische Weltuntergang. Eine Botschaft, die man inzwischen fast im Wochenabo serviert bekommt.
Nur stellt sich langsam eine unbequeme Frage: Warum erreicht die AfD trotz Dauerwarnungen, Brandmauern, Sondersendungen und moralischer Empörung immer höhere Werte?
Vielleicht liegt es ja nicht ausschließlich an TikTok, Russland, Protestwählern oder angeblich mangelnder Demokratiebildung. Vielleicht hat es auch etwas mit der Politik der vergangenen Jahre zu tun.
Mit Parteien, die den Menschen immer öfter erklären, warum etwas nicht geht, statt Lösungen zu liefern. Mit Bürgern, die sich bei Themen wie Migration, Inflation, Energiepreisen oder Wohnungsnot von der Politik nicht mehr ernst genommen fühlen. Und mit einer politischen Sprache, die Kritik häufig schneller moralisch bewertet als inhaltlich beantwortet.
Besonders bemerkenswert war der Satz des jungen Bürgermeisters Luca Piwodda: „Wir haben es jetzt zehn Jahre mit der Brandmauer probiert – und das Resultat ist: Die AfD wurde immer stärker und die anderen immer schwächer.“
Das ist der eigentliche Elefant im Raum. Denn während etablierte Parteien weiter Alarm schlagen, fragen sich viele Bürger längst, warum man sich mehr mit der AfD beschäftigt als mit den Problemen, die ihre Stärke überhaupt erst möglich gemacht haben.
Auch der Soziologe Klaus Dörre brachte das Problem ungewöhnlich offen auf den Punkt: Die SPD werde nicht mehr als Partei mit einer Vision wahrgenommen. Früher versprach Politik gesellschaftlichen Aufstieg, Sicherheit und Fortschritt. Heute wirkt vieles wie Krisenverwaltung mit Pressekonferenz.
Natürlich bleibt die AfD für viele Menschen keine wirkliche Lösung. Aber Protest entsteht selten im luftleeren Raum. Wer dauerhaft ignoriert, warum Wähler frustriert sind, darf sich irgendwann nicht wundern, wenn diese ihr Kreuz dort setzen, wo der größtmögliche Denkzettel vermutet wird.
Vielleicht wäre es deshalb sinnvoller, weniger Alarm vor den Wählern zu schlagen – und stattdessen mehr darüber nachzudenken, warum so viele überhaupt bereit sind, gegen die bisherigen politischen Verhältnisse zu stimmen.
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