Saubere Luft? Reines Wasser? Wissenschaftliche Forschung? Pff! Die USA unter Donald Trump haben erkannt, was wirklich zählt: weniger Beamte, mehr Budget für Golfplätze – und eine Umweltpolitik, die den Namen nicht mehr verdient.
Die Umweltbehörde EPA – eigentlich zuständig für genau das, was der Name vermuten lässt – wird nun um fast ein Viertel ihrer Belegschaft erleichtert. Von 16.155 auf gerade mal 12.448 Mitarbeitende soll die Zahl schrumpfen. Und das nicht etwa durch natürliche Fluktuation oder demografischen Wandel, sondern durch einen Mix aus „freiwilligem Ausscheiden“ (lies: sanftem Rausschubsen) und knallharten Entlassungen.
Aber damit nicht genug: Auch die Forschungsabteilung, die bisher unliebsame Fakten über Luftverschmutzung, Ewigkeitschemikalien wie PFAS oder mysteriöse Lungenerkrankungen im Süden der USA zutage förderte, wird gleich mit abgeschafft.
Stattdessen soll nun ein brandneues „Office of Applied Science and Environmental Solutions“ übernehmen – was ungefähr so klingt wie: „Wir machen jetzt Forschung, aber bitte nur wenn’s niemandem wehtut – vor allem nicht der Industrie.“
750 Millionen Dollar sollen durch diesen radikalen Kahlschlag eingespart werden. Geld, das man künftig offenbar lieber in Steuergeschenke für Großspender oder den Ausbau der Krypto-Lobby steckt – denn wer braucht schon belastbare Studien, wenn man auch einfach einen Tweet absetzen kann?
Kurzum: Die Trump-Administration hat verstanden, dass man Probleme am besten löst, indem man die Leute feuert, die sie messen.
Wer nicht zählt, misst auch nicht. Und wer nicht misst, findet auch nichts. Und wenn man nichts findet, ist alles bestens.
So einfach kann Umweltpolitik sein. Willkommen im Zeitalter der angewandten Realitätsverdrängung.
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