Es war einmal ein stolzes Königreich namens Unionia, das aus vielen Ländern bestand – großen und kleinen, reichen und armen. Sie alle wohnten auf einem friedlichen Kontinent, der einst durch schlimme Kriege geteilt war, nun aber durch ein unsichtbares Band der Freundschaft vereint wurde.
In der goldenen Hauptstadt Brüssel lebte eine weise Königin mit scharfem Blick und glänzender Rüstung – Königin Ursula von der Leyen. Sie war eine tapfere Hüterin des europäischen Friedens und hatte einen einzigen großen Traum: Ein freies, starkes und unabhängiges Europa, das sich weder vor Drachen aus dem Osten noch vor Riesen aus dem Westen fürchten müsse.
„Ein unabhängiges Europa!“ rief sie eines Tages vom höchsten Turm des Karlspreis-Schlosses, wo sie gerade für ihre Verdienste mit einer goldenen Feder ausgezeichnet worden war. Die Menge klatschte höflich, doch manche zitterten ein wenig.
„Aber Majestät“, wisperten die Berater, „könnte dieser Ruf nach Unabhängigkeit nicht die alten Geister wecken? Die, die sagen, wir seien zu klein, zu zerstritten, zu langsam?“
Doch Ursula lächelte nur. „Nein“, sagte sie, „wir sind nicht klein. Wir sind viele. Und wir haben Werte, die stärker sind als jede Armee: Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit und der Glaube daran, dass wir zusammen mehr sind als allein.“
Da zog sie ein leuchtendes Pergament aus ihrem Mantel – es war der „Vertrag von Gemeinsamkeit“, den einst mutige Königreiche unterzeichnet hatten. „Vergesst nicht, was uns verbindet“, sagte sie, „denn draußen lauern Mächte, die mit Lügen und List unser Haus schwächen wollen.“
In jenem Jahr tobte ein finsterer Krieg im Osten, und ein Zauberer mit eisigem Blick – genannt Zar Wlad der Unbarmherzige – versuchte, das freie Königreich Ukraine in Dunkelheit zu stürzen. Ursula hatte Tränen in den Augen, als sie davon sprach.
„Die Kinder dort“, sagte sie, „sollen lachen und lernen, nicht frieren und fliehen.“ So befahl sie, das goldene Karlspreis-Geschenk von einer Million Talern den Kindern des Ostens zu spenden, auf dass Hoffnung blühe, wo Asche liegt.
„Und merkt euch“, sagte sie zuletzt, als der Abendstern über Brüssel leuchtete, „eine neue Ordnung kommt. Nicht die der Angst und Gewalt, sondern eine Ordnung der Freien. Europa muss sie mitgestalten – mit offenem Herzen, aber fester Hand. Das ist unser Märchen. Das ist unser Auftrag.“
Und so zog Ursula mit klarem Blick und festem Schritt durch das Reich, begleitet von Gelehrten, Bauern, Künstlern und Rittern der Rechtsstaatlichkeit. Und ob sie das freie Europa gebaut hat? Das liegt, liebe Kinder, an uns allen.
Und wenn wir nicht vergessen, woran wir glauben, dann lebt diese Geschichte vielleicht bald nicht nur im Märchenbuch.
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