Startseite Allgemeines Märchen aus dem Reich der Arbeitsmärchen: Der Zauber von Hitzefrei, Frostschutz und Wochenend-Wunderland
Allgemeines

Märchen aus dem Reich der Arbeitsmärchen: Der Zauber von Hitzefrei, Frostschutz und Wochenend-Wunderland

Andrey_and_Olesya (CC0), Pixabay
Teilen

Es war einmal in einem kleinen, gut gelüfteten Königreich namens Bürokratanien, da regierte ein Fürst namens Jan von Aken, seines Zeichens Großmeister der linken Ideenalchemie. Eines Tages – während er in einem schattigen Pavillon unter einer Bio-Linde an seinem selbstgebrauten Eistee nippte – bekam er eine Erleuchtung:

„Warum schuften, wenn’s heiß ist?“

Er griff zur Feder und kritzelte auf ein Pergament mit dem Siegel „Aktionspapier“:
Ab 26 Grad Außentemperatur solle das Volk ein Viertel weniger arbeiten. Und wehe, das Thermometer zeigt 30 Grad oder mehr – dann wird die Arbeit halbiert, und zwar gesetzlich!

Doch da stellten sich einige Märchenfiguren mit hochgezogener Augenbraue die Frage:
„Was muss man rauchen, um auf so eine Idee zu kommen?“
Vielleicht eine Mischung aus Lavendel, sozialem Gerechtigkeitssinn und einem Hauch politischer Träumerei? Oder doch nur ein überreifer Pfirsich in der Sonne?

Doch die Debatte nahm Fahrt auf. Ein missmutiger Hofbeamter rief:
„Aber was ist im Winter, wenn’s -10 Grad hat? Müssen die Leute dann doppelt so viel arbeiten, um sich warm zu schuften?“
Der königliche Arbeitsminister schlug vor, bei Frost jede Stunde mit einem Hampelmann zu beginnen. Wärmewirkung inklusive, Motivation eher fraglich.

Währenddessen kam ein Hofnarr auf eine revolutionäre Idee:
„Warum nicht einfach nur noch einen Tag pro Woche arbeiten?“

Ein Raunen ging durch den Ratssaal.

Doch kaum war der Vorschlag ausgesprochen, erhob sich der ehrwürdige Herr von Aken von seinem ergonomischen Sitzkissen und fragte ernst:
„Ja, aber… arbeiten wir dann vor- oder nachmittags?“

Die Diskussion entbrannte. Die Morgensonne-Fraktion führte an, dass man dann noch was vom Tag hätte. Die Nachmittagsfraktion konterte: Kaffee sei erst ab 13 Uhr richtig wirksam. Die Radikalen forderten einen rollierenden Wochenarbeitshalbtagsplan mit Wetterprognosen als Grundlage.

Währenddessen murmelte ein Praktikant aus dem Archiv:
„Ich glaub, ich hab mein Bewerbungsgespräch mit einer Wetter-App verwechselt.“

Und so grübelten sie weiter. Über Hitzefrei, Kälte-Mehrarbeit und das große Ziel, durch weniger Arbeit mehr Sinn zu stiften – bis ein Beamter versehentlich einen Ventilator einschaltete und alle Akten durch den Saal flogen.

Und wenn sie nicht schwitzen oder frieren, dann diskutieren sie noch heute.
Ende. 🌞❄️📜

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Nach dem Olympia-Debakel: Wie Ilia Malinin Größe bewies

Auf einen sportlichen Albtraum folgte ein bemerkenswerter Moment der Würde. Ilia Malinin,...

Allgemeines

Kündigungen, Neustarts und Existenzängste: Wie die DOGE-Kürzungen das Leben ehemaliger Bundesangestellter verändert haben

Die massiven Stellenkürzungen im US-Bundesdienst unter der Leitung des „Department of Government...

Allgemeines

Smartphone ohne USA: Wie realistisch digitale Unabhängigkeit ist

Android von Google, iOS von Apple – wer ein Smartphone nutzt, bewegt...

Allgemeines

Irans „Kompromissbereitschaft“ – Teheran spielt weiter auf Zeit

Der Iran signalisiert erneut Gesprächsbereitschaft im Atomstreit mit den USA. Man sei...