Immer mehr User fragen uns, ob wir dann Standorte der realisierten Projekte des Unternehmens MABEWO AG kennen? Nein kennen wir ausser einem Projekt in der Nähe von Frankfurt, nicht. Das Projekt in Frankfurt ist abers er Klein udn kann aus unserer Sicht nicht als Maßstab für die Projekte von MABEWO dienen. Wir haben dem Unternehmen eine Presseanfrage übermittelt, mit der Bitet das man uns bitet eine Liste der umgesetzten Projekte überlassen möge. Ich denke MABEWO wird da schnell zuarbeiten.
Angeschaut haben wir uns auch einmal eine Bilanz einer ehemaligen Beteiligung der MABEWO Holding SE aus Österreic. Warum man diese aufgegeben hat wissen wir nicht.
Bilanzanalyse der MSW GmbH zum 31.12.2023
1. Allgemeine Einordnung
Die MSW GmbH ist eine kleine Kapitalgesellschaft gemäß österreichischem Unternehmensrecht (UGB). Der Jahresabschluss wurde für das Geschäftsjahr 2023 erstellt, mit Vergleichszahlen für 2022.
2. Analyse der Bilanzstruktur
2.1. Aktiva (Vermögensstruktur)
Die Bilanzsumme beträgt 1.680.047,14 EUR (Vorjahr: 1.731 TEUR), was einem leichten Rückgang um 2,95 % entspricht.
- Anlagevermögen: 526.231,65 EUR (Vorjahr: 559 TEUR)
→ Rückgang um 5,87 %, was auf Abschreibungen oder Verkäufe von Anlagegütern hinweisen könnte.
→ Kein immaterielles oder finanzielles Anlagevermögen vorhanden.
→ Sachanlagen machen den gesamten Anlagevermögensanteil aus. - Umlaufvermögen: 1.153.725,68 EUR (Vorjahr: 1.172 TEUR)
→ Vorräte sind um 5,4 % gestiegen (784.256,45 EUR vs. 744 TEUR), was auf eine veränderte Lagerhaltung oder gestiegene Produktion hindeutet.
→ Forderungen sind stark gesunken (201.103,44 EUR vs. 358 TEUR im Vorjahr), möglicherweise aufgrund effizienteren Forderungsmanagements oder geringerer Umsätze.
→ Liquide Mittel (Kassenbestand, Bankguthaben) haben sich mehr als verdoppelt (167.660,86 EUR vs. 70 TEUR), was auf eine verbesserte Liquiditätslage schließen lässt.
2.2. Passiva (Kapitalstruktur)
- Eigenkapital: 557.188,67 EUR (Vorjahr: 492 TEUR)
→ Steigerung um 13,2 %, vor allem durch höheren Bilanzgewinn.
→ Der Bilanzgewinn beträgt 476.019,40 EUR (Vorjahr: 411 TEUR), was auf eine positive Ertragslage hindeutet. - Rückstellungen: 360.353,55 EUR (Vorjahr: 309 TEUR)
→ Steigerung um 16,6 %, möglicherweise aufgrund höherer Verpflichtungen für Personal oder ungewisser Risiken. - Verbindlichkeiten: 729.075,37 EUR (Vorjahr: 888 TEUR)
→ Rückgang um 17,9 %, vor allem bei langfristigen Verbindlichkeiten (253.170,63 EUR vs. 662 TEUR).
→ Die langfristige Verschuldung hat sich massiv reduziert, was auf eine Tilgung oder Umschuldung hindeutet.
Sicherheiten für Verbindlichkeiten:
- Gesicherte Verbindlichkeiten: 472.407,82 EUR
→ Besichert durch Wechsel, Bürgschaften und Eigentumsvorbehalte (KFZ, Produktionshilfsmittel).
→ Eine hohe Besicherung kann auf eine vorsichtige Kreditvergabe durch Banken oder ein hohes finanzielles Risiko hinweisen.
3. Finanzielle Stabilität und Rentabilität
3.1. Eigenkapitalquote
- 2023: 557.188,67 EUR / 1.680.047,14 EUR ≈ 33,2 %
- 2022: 492 TEUR / 1.731 TEUR ≈ 28,4 %
→ Verbesserung der Eigenkapitalquote um 4,8 Prozentpunkte, was auf eine erhöhte finanzielle Stabilität hindeutet.
3.2. Liquidität
- Liquidität 1. Grades (Barliquidität) = Liquide Mittel / kurzfristige Verbindlichkeiten
→ 167.660,86 EUR / (729.075,37 EUR – 253.170,63 EUR) ≈ 38,6 %
→ Im Vergleich zu 2022 deutlich verbessert. - Liquidität 2. Grades (Einzugsbedingte Liquidität) = (Liquide Mittel + Forderungen) / kurzfristige Verbindlichkeiten
→ (167.660,86 EUR + 201.103,44 EUR) / (729.075,37 EUR – 253.170,63 EUR) ≈ 85,6 %
→ Noch unter der idealen 100 %-Marke, aber deutlich verbessert.
3.3. Rentabilität
- Eigenkapitalrendite = Bilanzgewinn / Eigenkapital
→ 476.019,40 EUR / 557.188,67 EUR ≈ 85,4 %
→ Sehr hohe Rendite, was auf eine hohe Ertragskraft hindeutet. - Gesamtkapitalrendite = (Bilanzgewinn + Fremdkapitalzinsen) / Gesamtkapital
→ Aufgrund fehlender Angaben zu Fremdkapitalzinsen nicht exakt berechenbar, aber geschätzt über 30 %.
4. Fazit und Empfehlungen
4.1. Stärken
✅ Höhere Eigenkapitalquote: Finanzielle Stabilität verbessert.
✅ Steigende Liquidität: Barliquidität und Gesamtliquidität haben sich erhöht.
✅ Hohe Rentabilität: Eigenkapitalrendite von über 85 % zeigt starke Ertragskraft.
✅ Schuldenabbau: Deutliche Reduktion langfristiger Verbindlichkeiten.
4.2. Schwächen und Risiken
⚠️ Hohe Besicherung der Verbindlichkeiten: Ein Teil der Schulden ist durch Eigentumsvorbehalte und Bürgschaften gesichert, was im Falle finanzieller Schwierigkeiten riskant sein kann.
⚠️ Sinkende Forderungen: Dies könnte auf rückläufige Umsätze oder eine strengere Kreditpolitik gegenüber Kunden hinweisen.
⚠️ Anstieg der Rückstellungen: Möglicherweise sind höhere zukünftige Verpflichtungen zu erwarten.
4.3. Handlungsempfehlungen
🔹 Ursachen für den Rückgang der langfristigen Verbindlichkeiten analysieren: War dies eine bewusste Tilgungsstrategie oder resultiert dies aus einer Umstrukturierung der Finanzierung?
🔹 Verbesserung der kurzfristigen Liquidität weiter vorantreiben: Eine Liquiditätsquote von über 100 % wäre ideal, um kurzfristige Verbindlichkeiten vollständig decken zu können.
🔹 Überprüfung der Besicherung von Verbindlichkeiten: Kann eine Umschuldung oder alternative Finanzierungsmöglichkeit die Risiken reduzieren?

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