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Laura Fernández gewinnt Präsidentschaftswahl in Costa Rica mit harter Linie gegen Kriminalität

Yamu_Jay (CC0), Pixabay
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Laura Fernández von der konservativen Regierungspartei „Souveräne Volkspartei“ hat die Präsidentschaftswahl in Costa Rica bereits im ersten Wahlgang klar für sich entschieden. Mit über 48 % der Stimmen bei ausgezählten 88 % liegt sie deutlich vor dem zweitplatzierten Mitte-Kandidaten Álvaro Ramos, der seine Niederlage eingestand. Damit ist keine Stichwahl nötig.

Die 39-Jährige war die Wunschkandidatin des scheidenden Präsidenten Rodrigo Chaves, dessen harte Linie gegen die wachsende Drogenkriminalität sie fortsetzen will. Fernández war zuvor seine Kabinettschefin und kündigte an, seine Politik weiterzuführen – möglicherweise mit Chaves selbst in einer neuen Regierungsfunktion.

Costa Rica gilt zwar als eines der stabilsten und sichersten Länder Mittelamerikas, doch zuletzt stiegen Gewalt und Einfluss transnationaler Banden deutlich an. Fernández kündigte im Wahlkampf an, im Kampf gegen das organisierte Verbrechen auch Maßnahmen ihres Amtskollegen Nayib Bukele aus El Salvador zu übernehmen, etwa die Verhängung von Ausnahmezuständen in besonders betroffenen Gebieten und den Bau eines Hochsicherheitsgefängnisses nach salvadorianischem Vorbild.

Kritiker warnen vor einer möglichen Aushöhlung der Bürgerrechte. Fernández betonte in ihrer Siegesrede jedoch, ihre Regierung werde im Rahmen des Rechtsstaats agieren und den nationalen Dialog suchen. Gleichzeitig warf sie der Opposition „Sabotage“ vor – ein Seitenhieb auf die Schwierigkeiten, mit denen Chaves im Parlament zu kämpfen hatte. Mit nun 30 von 57 Sitzen hat ihre Partei künftig eine bessere Ausgangslage.

Fernández, frühere Planungsministerin, ist erst die zweite Frau an der Spitze Costa Ricas nach Laura Chinchilla (2010). Auch außenpolitisch wird sie den Kurs Chaves fortsetzen, inklusive enger Zusammenarbeit mit den USA. Dazu gehört ein Migrationsabkommen, das die Rückführung bestimmter Migranten aus den USA nach Costa Rica ermöglicht – ein Abkommen, das unter Donald Trump geschlossen wurde.

 

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