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La Niña kommt: Was bedeutet das für Hurrikans und den Winter in den USA?

Adroit_Customs (CC0), Pixabay
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Meteorologen schlagen Alarm: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich La Niña in den kommenden Monaten entwickelt, liegt laut dem US-Klimavorhersagezentrum (Climate Prediction Center, CPC) bei 71 % – und zwar im Zeitraum von Oktober bis Dezember. Die internationale Wetterorganisation WMO beziffert die Chance immerhin noch auf 60 %.

Ein entsprechender „La-Niña-Watch“ wurde bereits herausgegeben – ein Hinweis darauf, dass die Bedingungen für die Entstehung der Klimaanomalie innerhalb der nächsten sechs Monate günstig sind.

Was ist La Niña überhaupt?

La Niña ist Teil des natürlichen Klimaphänomens ENSO (El Niño-Southern Oscillation) und steht für eine Abkühlung des Meerwassers im tropischen Pazifik entlang des Äquators. Während El Niño mit wärmeren Temperaturen verbunden ist, bringt La Niña kälteres Wasser – was sich weltweit auf das Wetter auswirken kann.

La Niña beeinflusst insbesondere die Wetterbedingungen in den USA während Herbst, Winter und Frühjahr.

Ein schwacher, kurzer La-Niña-Effekt?

Meteorolog:innen wie Donald Keeney von Vaisala Weather gehen aktuell davon aus, dass das bevorstehende Ereignis schwach und kurzlebig sein wird:

„Wenn es überhaupt zu einer La Niña kommt, wird sie wahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein – viele Modelle zeigen bereits eine Rückkehr zu neutralen Bedingungen bis Ende des Jahres.“

Auswirkungen auf die Hurrikansaison 2025

Die zweite Hälfte der Hurrikansaison – besonders Oktober und November – könnte besonders aktiv ausfallen, warnen Experten.

Laut Alex DaSilva von AccuWeather begünstigt La Niña die Bildung tropischer Stürme:

„Weniger Windscherung im Atlantik bedeutet, dass sich Stürme leichter entwickeln und verstärken können.“

NOAA-Experte Matthew Rosencrans ergänzt, dass die Zahl der Stürme in La-Niña-Novembern doppelt so hoch sei wie in neutralen oder El-Niño-Jahren.

Was bedeutet das für den Winter in den USA?

Typischerweise bringt eine La Niña in den USA:

  • Kälte und Schnee im Nordwesten

  • Trockenheit im Süden

  • Milde Winter im Südosten und Mittelatlantik

  • Normale bis unterdurchschnittliche Schneemengen im Osten

Laut Johnna Infanti vom CPC sei jedoch Vorsicht geboten:

„Kurze und schwache La-Niña-Ereignisse sind schwerer vorherzusagen und haben oft weniger verlässliche Auswirkungen.“


Fazit

La Niña steht möglicherweise bevor – mit spürbaren Konsequenzen für die Hurrikansaison und das Winterwetter in den USA. Doch Meteorologen warnen: Die Prognosen sind noch unsicher, und der Einfluss dieser vermutlich schwachen La Niña könnte geringer sein als in früheren Jahren.

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