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Kündigungen, Neustarts und Existenzängste: Wie die DOGE-Kürzungen das Leben ehemaliger Bundesangestellter verändert haben

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Die massiven Stellenkürzungen im US-Bundesdienst unter der Leitung des „Department of Government Efficiency“ (DOGE) haben Hunderttausende Beschäftigte hart getroffen. Seit Beginn der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump im Januar 2025 haben laut US-Personalbehörde mehr als 350.000 Menschen den Staatsdienst verlassen. Unter dem Strich schrumpfte die Bundesbelegschaft bis Dezember um rund 242.000 Stellen – ein Rückgang von gut zehn Prozent.

Für viele Betroffene bedeutete das nicht nur den Verlust ihres Arbeitsplatzes, sondern einen tiefgreifenden Einschnitt in ihr gesamtes Leben.

Psychische Belastung und finanzielle Not

Morgan Hall, ehemalige Analystin bei den Centers for Disease Control and Prevention (CDC), rutschte nach ihrer Entlassung in eine schwere Depression. Monate nach ihrem letzten Gehalt musste sie wegen psychischer und körperlicher Beschwerden ins Krankenhaus. Die Arztrechnungen summieren sich auf rund 57.000 Dollar. Zeitweise war sie auf Lebensmittelmarken und staatliche Unterstützung angewiesen.

Auch andere berichten von Existenzängsten. Der frühere Landwirtschaftsmitarbeiter Casey Hollowell suchte monatelang erfolglos nach Arbeit, bewarb sich zeitweise auf bis zu 30 Stellen pro Tag. Erst ein Jahr nach seiner ersten Kündigung fand er eine neue Anstellung – verbunden mit einem politischen Richtungswechsel: Vom Republikaner wurde er zum Unabhängigen.

Karrierewechsel und Umzüge

Manche entschieden sich für einen Neuanfang. Steve Leibman, einst beim US Digital Service tätig, beginnt nun ein Lehramtsstudium und will Mathematiklehrer werden. David Schwark wechselte vom Bildungsministerium zurück in die Justiz und arbeitet heute als Richter auf kommunaler Ebene.

Andere zogen quer durchs Land. Nathan Karrel verließ Washington, D.C., und nahm eine Stelle in Tucson, Arizona, an. Lucas King kehrte in seine Heimat Idaho zurück und arbeitet nun in der Kommunalverwaltung. Laut der Plattform CivicMatch wechselte rund ein Drittel der vermittelten Ex-Bundesangestellten in einen anderen Bundesstaat.

Zwischen Resignation und Engagement

Während einige noch immer auf Jobsuche sind oder sich mit Nebenjobs über Wasser halten, engagieren sich andere ehrenamtlich. Ehemalige USAID-Mitarbeiterinnen wie Julianne Weis oder Deborah Kaliel setzen sich weiterhin für internationale Hilfsprogramme ein.

Präsident Trump betont, viele frühere Bundesangestellte verdienten inzwischen mehr im Privatsektor. Die Erfahrungen der Betroffenen zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild: Für manche eröffnete sich eine neue Perspektive – für andere begann ein Kampf um finanzielle und persönliche Stabilität.

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