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Kritische Bilanzanalyse: Prime Value Invest GmbH (Stand 31.12.2023)

rawpixel (CC0), Pixabay
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📊 Finanzielle Gesamtlage

Die Bilanzsumme liegt bei 3.046.734,13 €, was im Vergleich zum Vorjahr (3.354.321,85 €) einen Rückgang um ca. 9 % darstellt. Dies könnte ein Hinweis auf Mittelabflüsse oder eine geringere Aktivität im Jahr 2023 sein.

đź’° Eigenkapitalquote

Das Eigenkapital beträgt 491.268,46 €, was einer Eigenkapitalquote von nur etwa 16 % entspricht. Das ist für ein Unternehmen, das Immobilieninvestitionen anbietet und Darlehen einsammelt, vergleichsweise niedrig. Eine höhere Eigenkapitalquote würde eine größere wirtschaftliche Stabilität signalisieren.

▶️ Hinweis: Eine niedrige Eigenkapitalquote erhöht das Risiko für Anleger:innen, da im Insolvenzfall wenig „Puffer“ zur Verlustabsorption vorhanden ist.

📉 Jahresergebnis 2023

Das Unternehmen hat 2023 einen Jahresfehlbetrag von -223.102,16 € erwirtschaftet. Dies steht im Gegensatz zu einem Gewinn von 537.305,91 € im Vorjahr – eine erhebliche Verschlechterung der Ertragslage.

➡️ Kritisch zu sehen ist, dass damit ein Teil des Gewinnvortrags aufgezehrt wurde. Der Grund für diesen Fehlbetrag wird im Abschluss nicht näher erläutert.

đź§ľ Forderungen an Gesellschafter

Es bestehen Forderungen gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von 866.895,31 €, was rund 28 % der Bilanzsumme entspricht. Diese Forderungen gelten als „sonstige Vermögensgegenstände“, bergen jedoch ein Klumpenrisiko, da unklar bleibt, wie werthaltig oder besichert diese sind.

📉 Starke Fremdfinanzierung

Die Passivseite zeigt Verbindlichkeiten von über 2,54 Mio. €, darunter 2,52 Mio. € sonstige Verbindlichkeiten, die wahrscheinlich auch nachrangige Darlehen oder interne Finanzierungen enthalten.

▶️ Die Abhängigkeit von Fremdkapital ist hoch – das kann sich im Fall steigender Zinsen oder bei fehlendem Cashflow problematisch auswirken.

⚠️ Risiko für Anleger:innen

Trotz der positiven Beschreibung des Immobilienprojekts (voll vermieteter Bestand, stabile Mieteinnahmen) bestehen aus Sicht der Unternehmensbilanz signifikante Risikofaktoren:

  • đź”» Erheblicher Jahresverlust 2023

  • 🏦 Niedrige Eigenkapitalquote (~16 %)

  • âť“ Hohe Forderungen gegenĂĽber Gesellschafter

  • đź’¸ Hohe Verbindlichkeiten, geringe RĂĽcklagen

  • 📉 Kein wirtschaftliches Eigenkapital in Krisenszenarien

📌 Fazit

Das Unternehmen präsentiert nach außen ein solides Bestandsprojekt – die Bilanz 2023 zeigt jedoch eine Verschlechterung der Ertragslage, ein niedriges Eigenkapital und hohe Forderungen an den Gesellschafter. Diese Punkte erhöhen das finanzielle Risiko, insbesondere für Anleger:innen in qualifizierte Nachrangdarlehen, da diese im Insolvenzfall nachrangig und somit als erstes ausfallgefährdet sind.

Koeln_HRB_80713_04.12.2025

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