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Klobuchar kontert Trump: „Epstein-Affäre ist kein Coldplay-Konzert“

MIH83 (CC0), Pixabay
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Die US-Senatorin Amy Klobuchar (Demokraten, Minnesota) hat Donald Trump scharf dafür kritisiert, dass er die Verantwortung für die anhaltende Kritik rund um den Epstein-Skandal den Demokraten zuschieben will. In einem aufsehenerregenden Vergleich warf sie Trump vor, sich wie ein ertappter CEO zu verhalten, der „Coldplay die Schuld gibt“.

Hintergrund: In einem Truth-Social-Post hatte Trump jüngst erklärt, die Demokraten hätten „vier Jahre lang die Epstein-Akten kontrolliert“ und dennoch keine Enthüllungen geliefert – weil es „nichts gab“, so Trump. Er spielte damit auf Ex-Justizminister Merrick Garland (unter Biden) und Ex-FBI-Direktor James Comey an, den er selbst 2017 entlassen hatte.

Klobuchar reagierte bei CNN deutlich:

„Das ist, als würde ein CEO, der auf einem Coldplay-Konzert erwischt wird, der Band die Schuld geben. Es ist sein Skandal – nicht der der Demokraten.“

Die Senatorin bezog sich auf ein virales Video vom Coldplay-Konzert in Boston, das kürzlich Astronomer-CEO Andy Byron beim vertraulichen Moment mit einer Kollegin zeigte – ein Clip, der Byron letztlich zum Rücktritt zwang.

Klobuchar machte klar, dass die Epstein-Enthüllungen und die Spekulationen über eine mögliche „Kundenliste“ von Sexualtätern hauptsächlich von rechten Influencern und Kongressmitgliedern befeuert würden – nicht von der politischen Linken.

„Die Trump-Regierung hat selbst versprochen, Licht ins Dunkel zu bringen. Nun auf die Demokraten zu zeigen, ist ablenkend und durchschaubar“, so Klobuchar.

Zusätzlichen Druck erzeugt ein Wall-Street-Journal-Bericht, laut dem Trump Epstein zu dessen 50. Geburtstag einen obszönen Brief geschickt haben soll – eine Darstellung, die Trump bestreitet. Er hat die Zeitung inzwischen verklagt und seine Justizministerin Pam Bondi angewiesen, weitere Epstein-Dokumente offenzulegen.

Die Affäre rund um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bleibt politisch brisant – und das Ringen um Transparenz und Verantwortung geht in die nächste Runde.

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