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Kasperle & Theater: Ein politisches Drama in drei Akten

anaterate (CC0), Pixabay
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Ort: Eine kleine, überfüllte Puppenbühne, auf der Kasperle wild gestikulierend mit Theater diskutiert. Im Hintergrund wackeln Requisiten: ein wackeliges CDU-Logo, eine zerzauste FDP-Fahne und eine AfD-Puppe, die grinsend in der Ecke steht.

Kasperle (aufgeregt hüpfend): Theater, Theater! Hast du’s gesehen? Der große Friedrich hat sich wieder vergaloppiert! Wollte mutig sein und ist direkt auf die Nase gefallen!

Theater (schmunzelnd, die Arme verschränkt): Ach, Kasperle, das war ja abzusehen. Wer sich mit Feuer spielt, darf sich nicht wundern, wenn’s ein bisschen heiß wird.

Kasperle (wild gestikulierend): Aber er hat gesagt, er geht mit einem „guten Gefühl“ aus Berlin!

Theater (lacht laut auf): Jaja, ein sehr gutes Gefühl – das bekommt man, wenn man eine Abstimmung verliert, sich selbst ins Chaos gestürzt hat und nun erklären muss, warum es trotzdem ein Erfolg war!

Kasperle (ironisch): Genau! Schließlich wollte er den Menschen zeigen, dass er es ernst meint mit der „Wende in der Asylpolitik“. Hat er auch gemacht – nur dumm, dass nicht mal alle aus seiner eigenen Truppe mitspielen wollten!

Theater (nickt): Tja, zwölf Abweichler in der eigenen Fraktion, 16 bei der FDP, ein paar beim BSW … Am Ende fehlten einfach Stimmen. Und was blieb übrig? Ein schönes Chaos, das selbst ein Puppenspieler nicht besser hätte inszenieren können.

Kasperle (kichert): Stell dir vor: Erst sagt er, er macht niemals gemeinsame Sache mit der AfD – und dann zählt er auf deren Stimmen, um sein Gesetz durchzubringen! Aber Pustekuchen! Jetzt sieht er nicht nur aus wie jemand, der gegen die eigene Prinzipientreue verstoßen hat – sondern auch noch wie ein Verlierer!

Theater (grinst): Und die AfD? Die steht jetzt da und sagt: „Seht her, nur wir meinen es wirklich ernst mit der Migrationspolitik!“ Dabei wollte Merz doch eigentlich genau das verhindern.

Kasperle (spielt entsetzt): Und als wäre das nicht schon genug, hat er nebenbei auch noch die eigene Fraktion gespalten! Manche sagen, er hätte die Partei geeint – andere sagen, er hätte sie in ein gefährliches Fahrwasser geführt.

Theater (sarkastisch): Ach, weißt du, wenn man sich verzockt, kann man sich das Ergebnis immer noch schönreden. Ist wie beim Kasperletheater – da denkt sich auch jeder eine eigene Geschichte aus!

Kasperle (zeigt ins Publikum): Und dann hat er auch noch alle Brücken zu SPD und Grünen abgefackelt! Wenn er nach der Wahl Koalitionspartner sucht – na dann viel Spaß!

Theater (grinst): Vielleicht bleibt ihm ja nur noch die AfD?

Kasperle (gespielt entsetzt): Aber das will er doch gaaaanz sicher nicht! Also wirklich nicht! Niemals! Nie, nie, nie!

Theater (verschränkt die Arme): Dann bleibt nur die Frage: Wer will mit ihm noch regieren?

Kasperle (mit großen Augen): Vielleicht… die FDP?

Theater (lacht schallend): Die FDP? Die ist nach diesem Abstimmungstheater doch selbst traumatisiert!

Kasperle (seufzt): Ach Theater, das war doch alles ganz anders geplant. Eigentlich wollte Merz sich als starker Macher präsentieren – jetzt steht er da, als hätte er sich selbst ein Bein gestellt!

Theater (schmunzelnd): Ein bisschen wie ein Kasperle, der über seine eigenen Füße stolpert, oder?

Kasperle (grinst breit): Naja, der Unterschied ist: Ich falle absichtlich hin, um das Publikum zu unterhalten.

Theater (lehnt sich zurück): Tja, und Merz? Der ist gefallen – und keiner lacht.

Vorhang fällt.

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