Ein kanadischer Staatsbürger ist in einem US-amerikanischen Einwanderungsgewahrsam in Florida gestorben. Wie die US-Behörde für Einwanderung und Zollkontrolle (ICE) mitteilt, wurde der 49-jährige Johnny Noviello am 23. Juni bewusstlos in der Haftanstalt des Bundesgefängnisses in Miami aufgefunden.
Trotz Wiederbelebungsmaßnahmen durch medizinisches Personal und einem Notruf bei der Feuerwehr konnte Noviello nicht gerettet werden. Er wurde etwa 30 Minuten nach seiner Auffindung für tot erklärt. Die genaue Todesursache wird noch untersucht.
Die kanadische Außenministerin Anita Anand erklärte, dass die kanadischen Konsularbeamten „dringend weitere Informationen von den US-Behörden einholen“ und sprach der Familie ihr Beileid aus. Weitere Details sollen aus Rücksicht auf die Privatsphäre der Angehörigen nicht veröffentlicht werden.
Noviello war seit 1991 rechtmäßiger Daueraufenthaltsberechtigter in den USA. Laut ICE war er 2023 wegen Drogenhandels und bandenmäßiger Kriminalität im Bundesstaat Florida zu einem Jahr Haft verurteilt worden. Nach seiner Entlassung wurde er am 15. Mai 2025 von ICE wegen seiner Vorstrafe als „abschiebepflichtig“ eingestuft und in Gewahrsam genommen.
Mit seinem Tod steigt die Zahl der Todesfälle in US-Einwanderungshaftanstalten im Haushaltsjahr 2025 auf zehn. Dazu zählt auch der Fall einer haitianischen Frau, die mehr als zehn Wochen unter mutmaßlich menschenunwürdigen Bedingungen inhaftiert war.
ICE betonte in einer Stellungnahme, dass man sich weiterhin der „sicheren, menschenwürdigen und medizinisch betreuten Unterbringung“ aller Inhaftierten verpflichtet fühle.
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