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Joe Rogan wird zum Problem für Trump – Kritik aus den eigenen Reihen

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Der einflussreiche Podcaster Joe Rogan galt im Präsidentschaftswahlkampf 2024 als einer der prominentesten Unterstützer von Donald Trump. Kurz vor der Wahl sprach Rogan dem damaligen Kandidaten öffentlich seine Unterstützung aus – ein Signal, das viele Beobachter als wichtigen Faktor für Trumps Sieg werteten.

Nur gut ein Jahr später wird ausgerechnet Rogan zunehmend zu einem der lautesten Kritiker des Präsidenten – und spricht dabei Themen an, die laut Umfragen zu Trumps größten politischen Schwachstellen zählen.

Streitpunkt Iran-Krieg

Besonders scharf äußerte sich Rogan zuletzt zum Krieg gegen den Iran, den die United States gemeinsam mit Israel führen.

Rogan wirft Trump vor, mit dem Konflikt eines seiner wichtigsten Wahlversprechen gebrochen zu haben – nämlich neue Kriege zu vermeiden.

„Das wirkt völlig verrückt, wenn man bedenkt, womit er Wahlkampf gemacht hat“, sagte Rogan in seinem Podcast.

Viele Unterstützer fühlten sich dadurch betrogen. Umfragen zeigen ebenfalls ein klares Bild: Eine Mehrheit der Amerikaner lehnt den militärischen Einsatz ab, insbesondere unabhängige Wähler.

Kritik an Umgang mit Epstein-Akten

Auch beim Thema Jeffrey Epstein gehört Rogan zu den lautesten Kritikern der Regierung.

Er zeigt sich seit Monaten skeptisch über den Umgang der Behörden mit den sogenannten Epstein-Akten und bezeichnete Aussagen des Federal Bureau of Investigation, wonach es keine Hinweise auf ein Netzwerk von Kunden gebe, als unglaubwürdig.

Rogan kritisierte zudem den Umgang des United States Department of Justice mit geschwärzten Dokumenten.

„Das sieht einfach furchtbar aus für diese Regierung“, sagte er.

Umfragen zeigen, dass ein Großteil der Amerikaner glaubt, die Regierung halte weiterhin Informationen zu Epstein zurück.

Konfliktfeld Migration

Ein weiterer Streitpunkt ist die verschärfte Einwanderungspolitik der Regierung.

Rogan kritisierte besonders Maßnahmen gegen Migranten ohne Vorstrafen sowie Abschiebungen in Gefängnisse in El Salvador.

Seiner Ansicht nach würden bei Razzien auch Unschuldige betroffen sein:

„Nicht Kartellmitglieder, nicht Drogendealer – Bauarbeiter, Gärtner. Wirklich?“

Besonders kritisch äußerte er sich über den zunehmenden Einsatz militärischer Kräfte im Inland. Das sei ein gefährlicher Präzedenzfall.

Zölle und Streit mit Kanada

Auch Trumps Handelspolitik sorgt bei Rogan für Skepsis. Als der Präsident neue Zölle gegen Canada verhängte, bezeichnete Rogan den Schritt als „dumm“.

Er warnte zudem vor den Folgen einer aggressiven Zollpolitik für die Wirtschaft.

Trump reagiert erstaunlich gelassen

Bemerkenswert ist: Anders als bei vielen Kritikern reagierte Trump bislang kaum auf Rogans Attacken.

Auf Nachfrage erklärte der Präsident lediglich:

„Ich halte ihn für einen großartigen Typen.“

Trump räumte allerdings ein, dass seine Regierung möglicherweise ein Problem bei der öffentlichen Kommunikation habe.

Symbol für eine bröckelnde Koalition

Politische Beobachter sehen in Rogans Kritik ein Symptom für ein größeres Problem des Präsidenten.

Der Podcaster verkörpert eine Wählergruppe, die Trump 2024 entscheidend unterstützte: politisch unabhängige, internetaffine Wähler – oft skeptisch gegenüber etablierten Parteien.

Wenn ausgerechnet diese Gruppe beginnt, sich öffentlich zu distanzieren, könnte das für den Präsidenten mit Blick auf kommende Wahlen zu einer ernsthaften Herausforderung werden.

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