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Iran schließt Straße von Hormus – Ölpreise steigen weltweit

syafrani_jambe (CC0), Pixabay
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Als Reaktion auf Angriffe der USA und Israels hat Iran angekündigt, die Straße von Hormus zu schließen – eine der wichtigsten Öltransport­routen der Welt. Rund 20 % des globalen Ölhandels werden normalerweise durch diese Meerenge transportiert. Die Sperrung hat bereits zu steigenden Öl- und Benzinpreisen geführt.

Wichtige Route für den weltweiten Ölhandel

Die etwa 160 Kilometer lange Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Arabischen Meer. Jeden Monat passieren mehr als 3.000 Schiffe die Meerenge, viele davon transportieren Rohöl, raffinierte Erdölprodukte oder Flüssiggas aus den Golfstaaten.

Ein großer Teil der Lieferungen geht nach China, Indien, Japan und Südkorea, aber auch Europa und Nordamerika erhalten einen Teil ihres Öls über diese Route.

Iran droht mit Angriffen auf Schiffe

Ein Vertreter der Iranischen Revolutionsgarde erklärte am 2. März, die Meerenge sei geschlossen. Sollte ein Schiff versuchen, sie zu passieren, werde die iranische Marine eingreifen.

In den vergangenen Tagen wurden bereits mehrere Tanker angegriffen oder beschädigt, mindestens fünf Schiffe waren betroffen. Rund 150 Schiffe sitzen derzeit in der Region fest.

Öl- und Benzinpreise steigen

Die Unsicherheit auf den Energiemärkten ließ den Preis für Brent-Rohöl auf etwa 83 Dollar pro Barrel steigen – rund 25 % mehr als vor Beginn des Krieges.

Auch in den USA sind die Benzinpreise bereits gestiegen. Laut dem Portal GasBuddy erhöhte sich der durchschnittliche Preis für eine Gallone Benzin zwischen dem 1. und 3. März von etwa 2,94 Dollar auf 3,12 Dollar.

Experten erwarten, dass sich steigende Ölpreise auch auf andere Produkte auswirken könnten, etwa Heizöl oder Transportkosten für Waren.

Mehrere Tanker angegriffen

Unter den betroffenen Schiffen befinden sich mehrere internationale Tanker:

  • MT Skylight (Palau-Flagge) – nahe der Straße von Hormus getroffen und in Brand geraten; vier Besatzungsmitglieder verletzt.

  • MKD VYOM (Marshallinseln) – offenbar von einer Drohne getroffen; ein Crewmitglied starb.

  • Hercules Star (Gibraltar) – Angriff gemeldet, Schiff konnte jedoch weiterfahren.

  • Stena Imperative (USA) – bei einem Luftangriff im Hafen von Bahrain beschädigt.

  • Athe Nova (Honduras) – laut iranischen Angaben vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate in Brand geraten.

Unklare Dauer des Konflikts

US-Präsident Donald Trump erklärte, die Ölpreise könnten „für eine kurze Zeit“ hoch bleiben. Nach Ende des Krieges würden sie seiner Ansicht nach wieder sinken.

Die US-Regierung erwägt außerdem, Öltanker militärisch zu eskortieren, um den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu sichern.

Wie lange der Konflikt dauern wird, ist jedoch unklar. Während Trump von etwa vier Wochen spricht, warnen andere Regierungsvertreter, dass der Konflikt deutlich länger andauern könnte.

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