Der Iran hat am Wochenende seine Angriffe auf zivile Infrastruktur in mehreren Golfstaaten fortgesetzt. Betroffen waren unter anderem Kuwait, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate. Dabei wurden nach offiziellen Angaben Raffinerien, petrochemische Anlagen, Strom- und Entsalzungswerke sowie Regierungsgebäude beschädigt.
In Kuwait meldete die staatliche Erdölgesellschaft schwere Schäden an mehreren Raffinerie- und Petrochemieanlagen. Durch iranische Drohnen seien in mehreren Einrichtungen Brände ausgelöst worden. Auch das Strom- und Wasserministerium bestätigte Angriffe: Zwei Strom- und Meerwasserentsalzungsanlagen seien getroffen worden. Die Folgen seien erhebliche Sachschäden sowie der Ausfall von zwei Stromerzeugungseinheiten.
Zusätzlich erklärte das kuwaitische Finanzministerium, dass ein Drohnenangriff in Kuwait-Stadt ein Regierungsgebäude schwer beschädigt habe. Von Verletzten war zunächst nicht die Rede.
Auch Bahrain blieb nicht verschont. Dort teilte der staatliche Energiekonzern mit, ein iranischer Drohnenangriff habe in einem Lagertank ein Feuer ausgelöst. Der Brand konnte später gelöscht werden.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten geriet der Hafen von Chor Fakkan an der Ostküste ins Visier. Der Hafen liegt unweit der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Nach Angaben der Behörden wurden vier Menschen verletzt – allerdings nicht direkt durch den Angriff selbst, sondern durch herabfallende Trümmerteile, die beim Abfangen eines nicht näher identifizierten Geschosses entstanden.
Die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) bestätigte den Vorfall. Demnach seien „unbekannte Geschosse“ in unmittelbarer Nähe eines Containerschiffs eingeschlagen, das gerade am Kai beladen wurde. Der Vorfall unterstreicht erneut, wie stark die Lage rund um die Straße von Hormus eskaliert – und wie groß die Gefahr inzwischen auch für die internationale Schifffahrt ist.
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