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Hohe Preise belasten Alltag – viele Trump-Wähler nehmen Präsidenten dennoch in Schut

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Steigende Lebenshaltungskosten sorgen bei vielen US-Amerikanern weiterhin für Frust – auch unter Wählern von Präsident Donald Trump. Dennoch geben zahlreiche seiner Anhänger dem Präsidenten nur bedingt die Schuld an hohen Preisen für Lebensmittel, Restaurantbesuche oder Konsumgüter. Das zeigt eine Auswertung von Interviews und Umfragen der Nachrichtenagentur Reuters.

Ron Dailey, ein 63-jähriger Trump-Wähler aus dem Raum Denver, beschreibt etwa ein Frühstück für 20 Dollar als Alltagserlebnis. Zwar kritisiert er die Unsicherheit durch Trumps Zollpolitik, sieht aber zugleich positive Entwicklungen, etwa deutlich gesunkene Benzinpreise. Insgesamt bewertet er Trumps Umgang mit den Lebenshaltungskosten mit 8 von 10 Punkten.

In Gesprächen mit 20 Trump-Wählern aus unterschiedlichen Regionen der USA zeigte sich ein ähnliches Bild: Zwar spüren viele die Belastung durch hohe Preise, doch eine Mehrheit glaubt, dass strukturelle Faktoren wie Marktmacht großer Konzerne, Geldpolitik oder globale Lieferketten die Hauptursachen seien – nicht der Präsident selbst. Sechs der Befragten vergaben eine Bewertung von 5 oder weniger, nur einer eine Note über 8.

Eine Reuters-Ipsos-Umfrage stützt diese Einschätzung: Rund drei Viertel der Trump-Wähler zeigten sich mit seiner Wirtschaftspolitik zufrieden, während dies nur auf etwa 30 Prozent der Gesamtbevölkerung zutraf. Gleichzeitig wächst bei Republikanern die Sorge, dass die anhaltende Teuerung vor den Kongresswahlen politisch schaden könnte.

Kritik äußerten einige Wähler an Trumps Zollpolitik, die ihrer Ansicht nach Preise verteuert und wirtschaftliche Unsicherheit geschaffen habe. Andere hingegen verweisen auf stabile Konsumausgaben, etwa Rekordumsätze am Black Friday, und sehen darin ein Zeichen, dass die wirtschaftliche Lage weniger dramatisch sei als oft dargestellt.

Unabhängig von ihrer Bewertung Trumps fordern viele Wähler stärkere Maßnahmen gegen Marktkonzentration, hohe Gesundheitskosten und steigende Versicherungsprämien. Einig sind sie sich in einem Punkt: Die Bekämpfung hoher Preise sei politisch versprochen – aber praktisch äußerst schwer umzusetzen.

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