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Hitze steigert Herzinfarktrisiko – Steiermark ruft Hitzeschutzplan aus

Tumisu (CC0), Pixabay
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Die anhaltende Hitzewelle hat die Steiermark fest im Griff – und ihre gesundheitlichen Folgen sind in den Spitälern deutlich spürbar. Am LKH-Universitätsklinikum Graz verzeichnen die Kardiologinnen und Kardiologen derzeit einen auffälligen Anstieg an Herzinfarktpatienten.

„Wir befinden uns aktuell in einer intensiven Phase“, erklärt Kardiologe Michael Sacherer. „Wir sehen mehr Infarktpatientinnen und -patienten als üblich, die dringend unsere Versorgung benötigen.“ Er erinnert daran, dass der Herzinfarkt nach wie vor die Todesursache Nummer eins in Österreich ist.

Die Symptome sind vielfältig: starke Schmerzen und Engegefühl im Brustkorb, kalter Angstschweiß, fahle Haut, Atemnot oder Übelkeit. Besonders gefährdet seien Menschen, deren Herz-Kreislauf-System durch Vorerkrankungen oder ungesunden Lebensstil ohnehin belastet ist. Neben chronisch Kranken, Seniorinnen und Senioren, Kindern und Menschen mit Behinderung nennt Sacherer auch Raucher und Diabetiker als Risikogruppen.

Hitze als Belastungsprobe für das Herz
Hohe Temperaturen beanspruchen den Kreislauf massiv. Der Körper versucht, Wärme über die Haut abzugeben, was die Blutgefäße erweitert und den Blutdruck senkt. Um die Sauerstoffversorgung der Organe zu sichern, muss das Herz stärker arbeiten – eine zusätzliche Anstrengung, die bei geschwächtem Herz-Kreislauf-System lebensbedrohlich werden kann.

Steirischer Hitzeschutzplan aktiviert
Aufgrund der anhaltenden Temperaturen um die 36 Grad Celsius wurde am Donnerstag offiziell der steirische Hitzeschutzplan aktiviert. Die Bevölkerung wird aufgerufen, direkte Sonneneinstrahlung zu meiden, insbesondere in der Mittags- und Nachmittagszeit, ausreichend Flüssigkeit zu trinken und körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden.

Sacherers Rat ist eindeutig: „An heißen Tagen sollten gefährdete Personen in kühlen, geschützten Räumen bleiben. Selbst kurze Aufenthalte in praller Sonne können in dieser Wetterlage gefährlich sein.“

Die Hitzewelle soll auch in den kommenden Tagen anhalten, weshalb Mediziner und Behörden gleichermaßen eindringlich zur Vorsicht mahnen.

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