Am Montag, dem 13. Oktober 2025, erlebten Israelis und Palästinenser einen der bedeutendsten Tage seit Jahren:
Letzte Geiseln frei – Familien jubeln
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Alle 20 noch lebenden Geiseln in Gaza wurden freigelassen, darunter auch Guy Gilboa-Dalal (24), der beim Nova-Musikfestival entführt wurde.
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Szenen der Rührung spielten sich ab, etwa als Omri Miran seine Kinder nach über zwei Jahren wieder in die Arme schließen konnte.
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Zeitgleich übergab Hamas vier Särge mit den Leichnamen getöteter Geiseln dem Roten Kreuz.
Fast 2.000 Palästinenser freigelassen
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Israel ließ 1.718 Palästinenser ohne Anklage frei, die in den letzten zwei Jahren in Gaza festgenommen worden waren.
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250 weitere Gefangene mit Langzeitstrafen kamen ebenfalls frei – manche wurden nach Ägypten abgeschoben, da sie wegen „Gewalttaten“ verurteilt wurden.
Trump in Jerusalem: „Zeit für Frieden“
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US-Präsident Donald Trump sprach im israelischen Parlament (Knesset) und erklärte:
„Ihr habt gewonnen – jetzt ist es Zeit für Frieden.“
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Er forderte Premier Netanjahu eindringlich auf, den Krieg nicht wieder aufzunehmen.
Gipfeltreffen in Ägypten
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In Sharm el-Sheikh trafen sich führende Politiker aus den USA, Europa und der Region, um die nächsten Schritte des 20-Punkte-Friedensplans zu besprechen.
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Israel war nicht vertreten – Netanjahu blieb dem Gipfel fern.
Offene Fragen:
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Wer wird Gaza regieren?
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Wie erfolgt die Entwaffnung von Hamas?
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Wie glaubwürdig sind die US-Garantien?
Laut Expertin Burcu Ozcelik (RUSI) steht fest:
„Ein Palästinenserstaat ohne Hamas ist kaum durchsetzbar – aber mit ihr vielleicht auch nicht.“
Fazit:
Ein bedeutender Tag – doch der Weg zum dauerhaften Frieden ist noch lang. Während auf den Straßen in Tel Aviv und Ramallah gejubelt wurde, ringen Diplomaten um die Umsetzung des fragilen Friedensplans. Hamas‘ Rolle bleibt dabei der größte Stolperstein.
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