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Highway in Kalifornien wegen Militärübung gesperrt

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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Am 18. Oktober wurde ein 24 km langer Abschnitt der Interstate 5 in Südkalifornien für eine Militärdemonstration des US Marine Corps gesperrt – inklusive scharfer Artillerieübungen. Der Anlass: das 250-jährige Bestehen des Marine Corps. Die Veranstaltung fand auf dem Militärgelände Camp Pendleton statt und wurde von Vizepräsident J.D. Vance und Verteidigungsminister Pete Hegseth begleitet.

Kritik vom Gouverneur
Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom kritisierte das Manöver scharf als „absurde Machtdemonstration“ und warnte vor Gefahren für die Öffentlichkeit. Besonders problematisch sei das Abfeuern explosiver Munition über eine der meistbefahrenen Autobahnen des Landes. Newsom warf der Trump-Regierung vor, das Militär für politische Zwecke zu instrumentalisieren.

Verwirrung um Straßensperrung
Obwohl das Marine Corps zunächst versicherte, keine öffentlichen Straßen zu sperren, bestätigten Kaltrans und die California Highway Patrol die kurzfristige Sperrung – inklusive Auswirkungen auf den Bahnverkehr zwischen San Diego und Los Angeles. Auf Schildern entlang der Strecke war „Live Weapons Over Freeway“ zu lesen.

Reaktionen und Verteidigung
Das Marine Corps betonte in einer Stellungnahme, dass alle Sicherheitsprotokolle eingehalten würden. Die Übung sei Teil regelmäßiger Artillerietrainings, wie sie auch mit M777-Haubitzen in Einsätzen wie in Syrien verwendet wurden. Die Übung habe „Wochen an Planung“ erfordert.
Rep. Mike Levin (D), dessen Distrikt Camp Pendleton umfasst, forderte, das Marinejubiläum solle „ohne Gefährdung der Bevölkerung“ gefeiert werden. Der republikanische County-Supervisor Jim Desmond kritisierte „fehlende Planung und Verantwortlichkeit“ – während normale Bürger im Stau stünden.

Auswirkungen auf den Verkehr
Laut Behörden waren rund 65.000 Fahrzeuge täglich von der Sperrung betroffen. Auch wenn die Stadtstraßen in Oceanside nur leicht belastet waren, blieben große Verkehrsprobleme im Raum San Diego nicht aus. Polizeichef John McKean bestätigte, dass eine derartige Sperrung zuvor noch nie stattgefunden hatte.

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