30. März 2017

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Fondskongress in Mannheim, auch als Aussteller die WeGrow GmbH mit einem Bauminvestment

Wir halten die gesamte Veranstaltung für überflüssig. Warum haben wir ja bereits mehrfach hier auf unserer Plattform erläutert. Es ist nicht einmal ein richtiger Fondskongress, zumindest keiner, wie die, die wir aus der Vergangenheit kennen und damals übrigens auch gerne besucht haben. Zu dieser Zeit war dieser Kongress ein Muss für jeden, der sich für Fonds interessiert und sie verkauft hat. Das ist, so scheint es, lange her.

Die Finanzwelt hat sich verändert, und das ganz klar nicht zum Vorteil der Fondsanbieter, damit auch nicht zum Vorteil des Veranstalters des Fondskongresses in Mannheim. Schaut man sich allerdings die aktuelle Ausstellerliste an, dann findet man dort auch Anbieter, die mit Fonds wenig zu tun haben. Beispielsweise wollen wir das Unternehmen WeGrow mit seinem Angebot an Kiribäumen nennen.

Hierbei handelt es sich um ein Bauminvestment, das wir, wie andere auch, kritisch sehen. Vergleicht man dieses Investment mit anderen Angeboten auf dem Markt, dann schneidet das Unternehmen nicht sonderlich gut ab. Es gibt andere Anbieter, die aus unserer Sicht, wenn man schon ein Bauminvestment tätigen will, zumindest mehr an Sicherheit bieten. Das Unternehmen selber erscheint uns zudem etwas merkwürdig, denn geht man ins Unternehmensregister, dann findet man bei normaler Eingabe des Namens eine „vollkommen weiße Weste“, so als hätte es noch nie eine Bilanz gegeben. Geht man allerdings etwas tiefer ins Detail und sucht auch nach gelöschten Firmen, dann findet man zum Beispiel die nachfolgende Bilanz, die wir sehr kritisch sehen und die unserer Meinung nach die Entscheidung für ein Investment in dieses Unternehmen nicht unbedingt fördert.

WeGrow GmbH

Bonn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Bilanz zum 31. DEZEMBER 2014

AKTIVA

31.12.2014 31.12.2013
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.054,00 6.854,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.697,00 33.828,00
2. Geleistete Anzahlungen 4.529,15 0,00
75.226,15 33.828,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00
2. Beteiligungen 15.000,00 15.000,00
65.000,00 65.000,00
156.280,15 105.682,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Bäume und Jungpflanzen 17.846,77 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 120.589,17 179.646,43
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 29.957,66 8.315,13
3. Sonstige Vermögensgegenstände 23.236,19 8.540,90
173.783, 02 196.502,46
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 24.912,92 45.958,80
216.542,71 242.461,26
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 5.265,91 5.296,70
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 217.197,60 202.337,04
595.286,37 555.777,00

PASSIVA

31.12.2014 31.12.2013
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Verlustvortrag -227.337,04 -172.088,61
III. Jahresfehlbetrag -14.860,56 -55.248,43
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 217.197,60 202.337,04
0,00 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 12.118,79 21.900,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Anleihen 400.000,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 7.304,52
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 76.318,59 46.738,65
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 36.651,62 20.199,45
5. Verbindlichkeiten gegenüber stillem Gesellschafter 0,00 400.000,00
6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 13.298,51
7. Sonstige Verbindlichkeiten 70.197,37 46.335,87
– davon aus Steuern: € 67.600,19 (Vorjahr: € 45.660,87)
– davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 1.004,15 (Vorjahr: € 175,52)
583.167,58 533.877,00
595.286,37 555.777,00

Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014

2014 2013
1. Umsatzerlöse 1.175.736,02 1.076.794,10
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an Bäumen und Jungpflanzen 17.846,77 -39.625,03
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 775,72 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 5.527,71 34.604,46
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -11.299,82 -32.196,87
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -274.696,13 -358.628,95
-285.995,95 -390.825,82
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -305.175,10 -279.013,48
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -46.296,22 -36.366,33
-351.471,32 -315.379,81
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -21.261,73 -11.778,69
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -454.407,05 -343.262,39
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11,71 154,41
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -100.346,44 -64.761,66
– davon an Gesellschafter: € 1.089,61 (Vorjahr: € 1.368,03)
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -13.584,56 -54.080,43
12. Sonstige Steuern -1.276,00 -1.168,00
13. Jahresfehlbetrag -14.860,56 -55.248,43

– Anhang –

1. Gesetzliche Grundlagen für die Aufstellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss 2014 ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und der §§ 264 ff. HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften bei der Aufstellung des Anhangs wird teilweise Gebrauch gemacht.

2. Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gliederung der Bilanz erfolgte im Rahmen der Vorschriften in § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Bezeichnung des Vorratsvermögens des mit der arabischen Zahl versehenen Postens „unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen“ wurde in „Bäume und Jungpflanzen“ abgeändert (§ 265 Abs. 6 HGB).

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren).

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurden entsprechend den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung vorgenommen. Aktivierungswahlrechte und Passivierungswahlrechte wurden nicht in Anspruch genommen.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die Abschreibungen errechnen sich grundsätzlich pro rata temporis nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauer.

Geringwertige Anlagegüter (bis € 410,00) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Bäume und Jungpflanzen werden zu Herstellkosten bewertet. Das Niederstwertprinzip wurde jeweils beachtet.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt mit ihrem Nominalbetrag. Zweifelhafte Forderungen bestehen nicht.

Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Bewertungsgrundsätze des Vorjahres wurden unverändert fortgeführt.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

4. Anlagevermögen

Anlagenspiegel gemäß § 268 Abs. 2 HGB

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2014 Zugang Umbuchung Abgang Stand 31.122014
I. Immaterielle Wirtschaftsgüter
Entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.731,47 11.995,00 0,00 0,00 22.726,47
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 57.439,17 55.331,73 0,00 0,00 112.770,90
geleistete Anzahlungen 0,00 4.529,15 0,00 0,00 4.529,15
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00
Beteiligungen 15.000,00 0,00 0,00 0,00 15.000,00
Summe Anlagevermögen 133.170,64 71.855,88 0,00 0,00 205.026,52
Abschreibungen
Stand 01.01.2014 Zugang Umbuchung Abgang Stand 31.12.2014
I. Immaterielle Wirtschaftsgüter
Entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.873,47 2.799,00 0,00 0,00 6.672,47
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.611,17 18.462,73 0,00 0,00 42.073,90
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 27.484,64 21.261,73 0,00 0,00 48.746,37
Restbuchwerte
Stand 31.122014 Stand Vorjahr
I. Immaterielle Wirtschaftsgüter
Entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.054,00 6.854,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.697,00 33.828,00
geleistete Anzahlungen 4.529,15 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00
Beteiligungen 15.000,00 15.000,00
Summe Anlagevermögen 156.280,15 105.682,00

5. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind € 83.930,19 (Vorjahr T€ 154) gegenüber der WeGrow Bewirtschaftungs-GmbH und € 36.658,98 (Vorjahr T€ 25) gegenüber der WeGrow Beteiligungs-GmbH enthalten. Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

6. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Davon bestehen gegen Gesellschafter € 108,74 aus Kreditkartenabrechnungen.

7. Sonstige Rückstellungen

1.1.2014 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2014
Berufsgenossenschaft 1.100,00 1.067,69 32,31 1.218,79 1.218,79
JA- und Prüfungskosten 8.000,00 7.021,25 978,75 8.000,00 8.000,00
Urlaub 12.800,00 12.800,00 0,00 1.900,00 1.900,00
Sonstige 0,00 0,00 0,00 1.000,00 1.000,00
21.900,00 20.888,94 1.011,06 12.118,79 12.118,79

8. Verbindlichkeiten

Die Stille Beteiligung der Gielen Beteiligungsgesellschaft mbH wurde in Höhe von € 400.000 am 12. Dezember 2014 vollständig zurückgezahlt.

Am 1. Dezember 2014 wurde eine auf den Inhaber lautende, unter einander gleichberechtigte, nachrangige, festverzinsliche Schuldverschreibung von bis zu € 1.000.000,00 im Nennbetrag von je € 1.000,00 begeben. Die Anleihe wurde am 4. Dezember 2014 in Höhe von € 400.000,00 platziert. Die Anleihe wird mit 6,0 % p.a. verzinst für den Zeitraum vom 1. Dezember bis 30. November. Sie hat eine Laufzeit bis zum 30. November 2021. Am 19. März 2015 wurde die Einbeziehung der Anleihe in den allgemeinen Freiverkehr der Börse Düsseldorf beantragt, ausschließlich damit bei den Anlegern ein Depotwert ausgewiesen wird.

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit Restlaufzeit
31.12.2014 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre bis 1 Jahr (Vj.)
T€
Anleihen 400.000,00 0,00 0,00 400.000,00 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 76.318,59 76.318,59 0,00 0,00 47
Verbindlichkeiten gegenüber Stillen Gesellschaftern 0,00 0,00 0,00 0,00 400
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00 7
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 36.651,62 16.651,62 20.000,00 0,00 20
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00 0,00 0,00 13
Sonst. Verbindlichkeiten 70.197,37 70.197,37 0,00 0,00 46
Summe 583.167,58 163.167,58 20.000,00 400.000,00 533

9. Mitarbeiterzahl

Im Jahresdurchschnitt waren ohne Geschäftsführung durchschnittlich 10 Angestellte (Vorjahr 14) tätig:

2014 2013
Geschäftsführer 2 2
Angestellte 4 10
Aushilfen 6 4
Summe 12 16

10. Geschäftsführung

Dipl.-Volksw. Allin Beatrice Gasparian, Bonn

Dipl.-Ing.agr. Peter Maximilian Diessenbacher, Bonn

11. Angaben zum Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält folgende Anteile an verbundenen Unternehmen:

Sitz der Gesellschaft Anteil in % Eigenkapital Jahresergebnis 2014
WeGrow Beteiligungs- GmbH Bonn 100,00 € 60.436,99 € 14.692,16
WeGrow Bewirtschaftungs GmbH Bonn 100,00 € 28.899,37 € 43.568,98

12. Vorschlag Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bonn, den 25. Juni 2015

Allin Beatrice Gasparian, Geschäftsführer

Peter Maximilian Diessenbacher, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

I. Grundlagen

1. Geschäftsmodell

Die WeGrow GmbH entwickelt und realisiert Kiri-Anbauprojekte zur nachhaltigen Holzproduktion. Mit den Geschäftsfeldern Sortenentwicklung, Jungpflanzenproduktion, Standortbewertung, Pflanzung und Plantagenpflege ist WeGrow schon heute führender Spezialist in Europa. Mit der Entwicklung einer unternehmenseigenen und beim Bundessortenamt für 30 Jahre geschützten Kiribaum-Sorte NordMax21 ® wurde erstmalig der kommerzielle Anbau des Kiribaumes auch in Deutschland realisiert.

Im Jahr 2009 als Spin-Off-Unternehmen des Forschungsbereiches Nachwachsender Rohstoffe der Universität Bonn gegründet, verbindet WeGrow auch heute Wissenschaft mit Praxis und gestaltet aktiv die Zukunft der nachhaltigen Holzproduktion. Dabei setzt das Unternehmen auf innovative und umweltfreundliche Technologien und erzeugt marktgerechte Holz-Qualitäten. Zum heutigen Projektportfolio gehören KiriFonds ® Deutschland, KiriFonds ® II Deutschland sowie KiriFonds ® III Spanien mit einem Kapitalvolumen von über 14 Millionen Euro. Mit seinen Projekten schafft WeGrow konsequent die Verbindung von Ökonomie und Ökologie und steht seinen Kunden mit fachlicher Kompetenz und viel Energie als starker Partner langfristig und verlässlich zur Seite.

Mit dem dritten KiriFonds geht WeGrow den Schritt zur Internationalisierung und betreut ein aktuelles Flächenportfolio von derzeit ca. 300 Hektar in Deutschland und Spanien.

2. Forschung und Entwicklung

Die Hybrid-Züchtung NordMax21 ® wurde vom Pflanzenzüchter und Diplom-Agraringenieur Peter Diessenbacher entwickelt. In mehrjähriger Forschungs- und Züchtungsarbeit wurde diese besonders frostharte, gradstämmige und schnellwüchsige Sorte des Kiribaumes selektiert. Dabei wurde ausschließlich das klassische und natürliche Züchtungsverfahren Gregor Mendels angewendet. Für die Entwicklung von NordMax21 ® wurden rund 14.000 Kiribäume mit verschiedensten genetischen Eigenschaften aus aller Welt und eigene Kreuzungslinien im Gewächshaus angezogen. Anschließend folgten großflächige Versuchspflanzungen und Selektionsprozesse nach wissenschaftlichen Kriterien. NordMax21 ® ist somit eine speziell für die kommerzielle Edelholzproduktion unter mitteleuropäischen Klimabedingungen entwickelte Kiribaum-Sorte.

Mit dem schriftlichen Bescheid des Bundessortenamtes vom 14. Dezember 2012 wurde der WeGrow GmbH der Sortenschutz für die Kiribaum-Sorte NordMax21 ® erteilt. Das positive Prüfergebnis des Bundessortenamtes basierte auf der Feststellung der Unterscheidbarkeit, Homogenität, Beständigkeit und Neuheit der Sorte NordMax21 ®. Durch die Erteilung des Sortenschutzes ist WeGrow im Besitz der exklusiven und uneingeschränkten Nutzungsrechte für NordMax21 ®. Da der Sortenschutz ein dem Patent entsprechendes Schutzrecht auf geistiges Eigentum ist, ist ausschließlich die WeGrow GmbH als Sortenschutzinhaberin berechtigt, Pflanzen dieser Sorte zu erzeugen und für gewerbliche Zwecke in Verkehr zu bringen. Die Dauer des Sortenschutzes für NordMax21 ® beträgt 30 Jahre.

Zudem ist es WeGrow gelungen, die exklusiven europäischenn Sortenschutzrechte für einen weiteren Kiribaum-Hybrid namens Phoenix One zu erwerben, der insbesondere unter klimatischen Bedingungen Spaniens die besten Wachstumsraten und -Eigenschaften unter den bekannten Sorten weltweit zeigt und dort bereits seit Jahren erprobt wurde.

Die eigenen fachlichen Kompetenzen erweitert WeGrow zusätzlich durch die enge Kooperation mit renommierten Forschungseinrichtungen. In Zusammenarbeit mit dem Forschungsbereich Nachwachsende Rohstoffe der Universität Bonn hat WeGrow 2013 den europaweit wohl umfangreichsten Kiribaum-Sortenversuch KiriSelect angelegt, in dem unter anderem auch die Sortenselektion für die Pflanzungen in Spanien vorgenommen wird. Bis zu zwei weitere neue Sorten wurden selektiert und werden für die Anmeldung des europäischen Sortenschutzes vorbereitet.

In dem aktuellen Forschungsprojekt KiriTec entwickelt WeGrow im Rahmen einer Forschungskooperation mit der Forstwissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen innovative ultraleichte Holzwerkstoffe und Oberflächenmodifikationen auf Basis von Kiriholz.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der weltweite jährliche Holzbedarf ist seit dem Zweiten Weltkrieg um mehr als 600 Prozent gestiegen. Zeitgleich schwinden die natürlichen Waldvorkommen jährlich in einer Dimension, die der Flächengröße von Deutschland entspricht. Durch diese Entwicklungen ist der Konkurrenzdruck unter den Holzabnehmern heute größer denn je. Verarbeitungsindustrien aus den Bereichen Möbelbau, Hausbau, Papierherstellung und Bioenergie konkurrieren untereinander um den begehrten und immer knapper werdenden Rohstoff Holz – dies führt seit Jahrzehnten zu kontinuierlich steigenden Holzpreisen. Zudem gewinnt der Herkunftsnachweis im Holzhandel immer mehr an Bedeutung und findet seine Verankerung in der Europäischen Gesetzgebung wieder. So ist seit 2013 der Handel mit Holz-erzeugnissen aus illegalem Einschlag auf dem EU-Binnenmarkt verboten.

Aufgrund dieser Marktentwicklungen ist die Etablierung flächeneffizienter Anbaumethoden zur nachhaltigen Holzgewinnung notwendig geworden. Nachhaltig bewirtschaftete Holzplantagen – wie diese im KiriFonds III Spanien betrieben werden – bieten demnach die Möglichkeit, dem Raubbau an Naturwäldern entgegenzuwirken und einen wirtschaftlich wichtigen Rohstoff wirtschaftlich und schonend zu produzieren. Allein in China werden schon heute jährlich 4.000.000 Kubikmeter Kiriholz gehandelt.

Die steigende Nachfrage und das sinkende Angebot an Holz haben in den letzten Jahrzehnten regelmäßig zu steigenden Preisen und überdurchschnittlich hohen Renditen für Investitionen in Wald geführt. Als direkte Holzproduzenten besteht für die Anleger der KiriFonds die Chance, von diesen positiven Marktentwicklungen unmittelbar zu profitieren.

2. Geschäftsverlauf

Die Herausforderung der Gründungsphase, in der das Unternehmen neben seiner operativen Geschäftstätigkeit gleichzeitig auch die Strukturschaffung, Personalentwicklung sowie die Marktpositionierung umgesetzt hat, ist erfolgreich abgeschlossen. Das Unternehmen ist etabliert und kann in jedem seiner Bereiche auf optimal entwickelte Inhalte und Standards zugreifen. Durch intelligente und moderne IT-Strukturierung ist das wachsende Knowhow des Unternehmens vollständig und jederzeit verfügbar.

Personell besteht das motivierte Spezialisten-Team aus Agraringenieuren, Finanzexperten, Geographen, Laboranten sowie Fachkräften der Jungpflanzenproduktion und Plantagen-Pflege. Durch den interdisziplinären Austausch und die moderne Unternehmensorganisation können Informationen schnell, vollständig und präzise fließen und die internationalen Projekte zentral gesteuert und ausgebaut werden. Die produzierenden Sparten „Plantagen-Wirtschaft“ und „Jungpflanzenproduktion“ sind die wirtschaftlichen Tragsäulen des Unternehmens.

Auch im Geschäftsjahr 2014 wurden Umsätze im Einzelnen aus dem Pflanzenverkauf, Projekt-Management, Monitoring der Plantagen und der operativen Bewirtschaftung generiert. Weitere laufende Umsätze werden aus Verwaltung und Vertriebsaktivitäten getätigt. Für das Geschäftsjahr 2014 wird ein Jahresfehlbetrag von TEuro 15 ausgewiesen. Das EBIT (Earnings Before Interest an Tax) ist gegenüber dem Vorjahr von TEuro 11 auf TEuro 87 gestiegen. Das Finanzergebnis von TEuro -100 (Vorjahr TEuro -65) führt zu dem negativen Jahresergebnis. Im Finanzergebnis sind mit TEuro 97 Zinsen und Umsatzbeteiligung an die stille Beteiligung enthalten. Die stille Beteiligung wurde zum Jahresen-de abgelöst von einer Anleihe, die mit 6 % p.a. verzinst wird.

3. Lage

a) Ertragslage

In ihrem fünften vollen Geschäftsjahr der WeGrow GmbH betragen die Umsatzerlöse TEuro 1.176 (Vorjahr TEuro 1.077), die Materialaufwendungen TEuro 286 (Vorjahr TEuro 391). Die Personalaufwendungen betragen TEuro 351 (Vorjahr TEuro 315), die sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEuro 454 (Vorjahr TEuro 343) und die Abschreibungen TEuro 21 (Vorjahr TEuro 12). An Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind in 2014 TEuro 99 (Vorjahr TEuro 65) angefallen. Der Jahresfehlbetrag beträgt von Euro 14.860,56 (Vorjahr TEuro 55).

Die WeGrow GmbH generiert Umsatzerlöse aus laufenden Dienstleistungsverträgen zur Bewirtschaftung und kaufmännischen Dienstleistungen, aus dem Verkauf von Bäumen, sowie aus Provisionserlösen und Erlösen aus der Prospektierung/Konzeption von KiriFonds.

Das EBIT beträgt TEuro 87 nach TEuro 11 im Vorjahr. Der Jahresfehlbetrag von TEuro 15 entsteht aus der festen Vergütung und der Umsatzeteiligung an die stille Beteiligung (TEuro 97). Diese wurde zum Jahresende durch eine Anleihe ersetzt.

b) Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum Stichtag beträgt TEuro 595 (Vorjahr TEuro 556).

Im Geschäftsjahr wurde insbesondere in einen Imagefilm (TEuro 12), ein Gewächshaus (TEuro 18) sowie in Hardware (TEuro 6) investiert.

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEuro 217 (Vorjahr TEuro 202) aus.

Der Vertrag über die stille Beteiligung mit Rangrücktritt endete planmäßig zum 31. Dezember 2014 und wurde durch eine nachrangige Anleihe in der gleichen Höhe substituiert. Die Teilschuldverschreibungen werden seit 1. Dezember 2014 verzinst mit 6,0 % p.a. und haben eine Laufzeit bis 30. November 2021.

Das gezeichnete Kapital beträgt TEuro 25 und ist voll eingezahlt, die liquiden Mittel zum 31. Dezember 2014 betragen TEuro 25 (Vorjahr TEuro 46).

Während des gesamten Geschäftsjahres war die Liquidität der Gesellschaft sichergestellt, fällige Verbindlichkeiten konnten jederzeit termingerecht beglichen werden.

III. Nachtragsbericht

Am 19. März 2015 wurde die Einbeziehung der Anleihe (WKN A12R83) in den allgemeinen Freiverkehr der Börse Düsseldorf beantragt, damit bei den Anlegern des Vermögensverwalters Depotwerte gezeigt werden.

IV. Prognose, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

In seinem 6. operativen Geschäftsjahr 2015 konzentriert sich WeGrow durch klar definierte Maßnahmen auf zwei Hauptziele: Kostenoptimierung und Investitionen zur langfristigen Umsatzsteigerung und startet in seine nächste Wachstumsetappe, auf dem Weg zu einem weltweit agierenden Unternehmen in der nachhaltlichen Holzproduktion und einem versorgungsunabhängigen Rohstoffverarbeiter.

Die Gesellschaft plant im Jahre 2015 weitere interne Strukturoptimierungsmaßnahmen und Investitionen, durch die Voraussetzungen für eine beständige Ergebnisverbesserung, Wertsteigerung und Kosteneinsparungen geschaffen werden.

Das Kapital aus der Platzierung der WeGrow Wachstumsanleihe beabsichtigt die Emittentin zur Finanzierung ihrer Wachstumsstrategie und zur Stärkung der Expansionskraft der WeGrow-Gruppe einzusetzen. Insbesondere die in 2015 erfolgte Zentralisierung der Produktionsstätten wie Labor, Gewächhaus und Lager am Standort Tönisvorst schaffen der Gesellschaft die Chance für dauerhafte Kosteneinsparungen. Beabsichtigt ist zudem die Errichtung regionaler Betriebstätten in den zentralen Plantagen-Regionen – Deutschland West, Deutschland Nord, Spanien Mitte und Spanien Nord – mit eigenem landwirtschaftlichen Fuhr- und Maschinenpark zu einer noch effektiveren Umsetzung der Bewirtschaftungsaufträge für die umliegenden Plantagen-Flächen. Durch diese Maßnahmen schafft das Unternehmen stabile strukturelle Voraussetzung für ein starkes, gesundes und substantielles Wachstum.

In den Jahren 2015 und 2016 können voraussichtlich ca. 80.000 Bäume verkauft werden. Die Erlöse aus kaufmännischen Dienstleistungen sind durch die Bestandsverträge in den nächsten Jahren stabil.

Mit der Änderung der Finanzierungsform von einer stillen Beteiligung zu einer Anleihe wird sich die Kostenstruktur in den Folgejahren merkbar verbessern. Darüber hinaus bietet die Anleihe die Aufnahme von einem Gesamkapital von bis zu 1.000.000,00 Euro, so dass die Möglichkeit der kurzfristigen Aufstockung von Liquidität jederzeit zur Verfügung steht.

2. Risikobericht

Das Risiko der WeGrow GmbH für den weiteren Geschäftsverlauf ist auch zum jetzigen Punkt überschaubar. Aus Sicht der Geschäftsführung besteht im laufenden Geschäftsjahr 2015 das Hauptrisiko, in einem temporär unter den Plandaten verlaufenden Vertriebsfortschritt des KiriFonds aufgrund der Neuregulierung der formellen Auflagen an die Finanzberater und somit Vertriebspartner der Gesellschaft.

3. Chancenbericht

Mit dem dritten Projekt KiriFonds III Spanien setzt WeGrow den ersten Schritt zur Internationalisierung der Geschäftstätigkeit im europäischen Ausland. Die Plantagen werden diesmal ausschließlich in Spanien angebaut. Etwa 3,2 Mio. Hektar Fläche stehen als hoch produktives bewässertes Ackerland in Spanien zur Verfügung. Insbesondere entlang der großen Flussläufe des Landes, wie dem Ebro, Duero und dem Tajo, können durch das Wasser der mächtigen Flüsse die fruchtbaren Ebenen bewässert und somit große wertvolle Produktionsflächen geschaffen werden.

Aufgrund der jüngsten Entwicklungen auf dem spanischen Immobilienmarkt besteht aktuell die Chance, auch diese landwirtschaftlichen Bewässerungsflächen zu moderaten Einkaufspreisen zu erwerben. Meist für Plantagenkulturen wie Obst und Pappeln genutzt, verfügen diese Flächen meist bereits über gut erschlossene Infrastrukturen für die Anlage von Kiri-Plantagen. Spanien bietet aufgrund des warmen Klimas, der fast uneingeschränkten Wasserverfügbarkeit entlang der großen Flussläufe des Landes sowie der verhältnismäßig günstigen Landpreise, europaweit aktuell mit die meisten Chancen und bestmöglichen Voraussetzungen für Kiri-Plantagen. So sind Zuwächse im Stammdurchmesser von 8 Zentimetern pro Jahr in Spanien keine Seltenheit.

Es besteht somit die Chance, die ersten Bäume bereits nach einer Kulturzeit von nur 5 Jahren zu ernten und das gesamte Investitionsprojekt nach 10 Jahren abzuschließen. Mit der Standorterweiterung nach Spanien verschafft sich WeGrow chancenreiche Voraussetzungen zur Optimierung und besseren Skalierbarkeit in der Projektentwicklung und dem Projektmanagement und somit die Grundlage für solides und steuerbares Wachstum in der nahen Zukunft sowie den Ausbau der Wertschöpfungskette von der Pflanzenvermehrung bis zum Abnehmer und Verarbeiter des Kiri-Holzes.

 

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