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Heftige „Kona-Stürme“ treffen Hawaii – weitere Unwetter

ReginaLFloyd (CC0), Pixabay
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Nach schweren Unwettern Mitte März bereitet sich Hawaii bereits auf die nächste Sturmfront vor. Meteorologen erwarten ab dem 19. März erneut starke Regenfälle, die bis ins Wochenende andauern könnten.

Bei dem Wetterphänomen handelt es sich um einen sogenannten „Kona-Sturm“ – ein subtropisches Tiefdrucksystem, das typischerweise westlich der Inselkette entsteht und feuchte Luftmassen über Hawaii führt.

Neue Regenfälle nach schwerem Unwetter

Laut dem National Weather Service in Honolulu wird das neue System voraussichtlich erneut kräftige Niederschläge bringen, wenn auch mit geringeren Windgeschwindigkeiten als beim vorherigen Sturm.

Besonders betroffen sein könnten die Inseln Oahu, Maui und die Big Island. Wie stark einzelne Regionen getroffen werden, hängt nach Angaben der Meteorologen davon ab, wo sich die intensivsten Regenbänder bilden.

Bereits wenige Tage zuvor hatte ein Sturm zwischen dem 13. und 16. März erhebliche Schäden verursacht. Auf Maui fielen örtlich bis zu vier Fuß (rund 1,2 Meter) Regen. Gleichzeitig wurden Windböen mit Geschwindigkeiten von über 160 km/h gemessen.

Schäden durch Regen und Sturm

Die Auswirkungen des jüngsten Unwetters sind noch nicht vollständig erfasst. Überschwemmungen beschädigten Straßen, verursachten Erdrutsche und führten teilweise zur Zerstörung von Gebäuden. Zudem kam es zu Stromausfällen: Mitte der Woche waren noch tausende Haushalte ohne Elektrizität.

Messstationen registrierten teils extreme Windgeschwindigkeiten, darunter Böen von bis zu 135 mph (über 215 km/h) auf der Big Island sowie über 100 mph auf Maui.

Trotz der intensiven Wetterlage wurden bislang keine Todesfälle gemeldet.

Entstehung von Kona-Stürmen

Kona-Stürme treten vor allem im Winterhalbjahr auf und entstehen durch großräumige Luftströmungen in der Atmosphäre. Anders als die üblichen Passatwinde bringen sie feuchte Luft von Westen oder Südwesten auf die Inseln und können dadurch ungewöhnlich starke Niederschläge verursachen.

Da Hawaii geografisch relativ klein ist, treffen solche Systeme nicht immer direkt auf die Inseln.

Einordnung und historische Vergleiche

Meteorologen vergleichen das aktuelle Ereignis mit früheren Kona-Stürmen, etwa einem besonders schweren System im Jahr 2006, das über Wochen hinweg anhaltende Regenfälle und mehrere Todesopfer verursachte.

Auch klimatische Faktoren wie das La-Niña-Phänomen können die Stärke solcher Stürme beeinflussen.

Blick auf den weiteren Verlauf

Experten gehen davon aus, dass sich die Wetterlage innerhalb der kommenden Wochen beruhigen könnte. Mit dem Übergang in den Frühling verändern sich die Temperaturverhältnisse in der Atmosphäre, wodurch die Energie für solche Tiefdrucksysteme abnimmt.

Einfluss des Klimawandels

Langfristig könnte der Klimawandel die Intensität von Niederschlägen verstärken. Gleichzeitig zeigen Daten, dass Hawaii insgesamt trockener wird, während die Temperaturen steigen.

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