Ab heute ist Schluss mit der ganzen Tüte Junkfood-Werbung, die den britischen Bildschirm dominiert! Dank eines neuen Gesetzes dürfen Zuckerflocken, Energydrinks und tiefgekühlte Hühnernuggets künftig nicht mehr in der Primetime oder im Internet getrieben werden. Die britische Regierung ist sich sicher: Dies wird 20.000 Fälle von Kinderfettleibigkeit verhindern. Kein Wunder, dass bei dieser Zahl selbst der Hamburger neidisch wird.
Die Regelung ist simpel: Keine Werbung für fettige Gaumenfreuden mehr vor 21:00 Uhr im Fernsehen und auch nicht mehr in den Weiten des Internets. Ach, und falls du mit dem Gedanken spielst, dir online eine Pizza zu bestellen, sei dir gesagt: Das wird jetzt mindestens so schwer wie ein Kreuzworträtsel in der Sonntagszeitung.
Warum das Ganze? Nun, es wurde wissenschaftlich erwiesen, dass Werbung dafür sorgt, dass Kinder mehr Zucker futtern, als es für ihre Gesundheit gut ist. Die Regierung erklärt, dass Werbung das, was und wann Kinder essen, beeinflusst – und wenn sie dann in einem Junkfood-Industriellen-Wunderland heranwachsen, sind sie schneller auf dem Weg zum nächsten McDonald’s als zur nächsten Gesundheitsmesse.
„Wir wollen die übermäßige Präsenz ungesunder Lebensmittel reduzieren“, sagte die Gesundheitsministerin Ashley Dalton, und das ist auch nötig, denn 22 Prozent der Fünfjährigen in Großbritannien wiegen mehr als sie sollten. Und bevor du jetzt denkst, „Ah, das sind ja nur Zahlen“, bedenke: Bei den elfjährigen Kindern sind es schon ein Drittel, die so dick sind, dass sie bei jedem Windstoß den Fußboden nicht mehr sehen können.
Das Verbot betrifft allerlei Köstlichkeiten, die, seien wir ehrlich, zu viel Zucker und Salz enthalten, als dass man sie als „gesunde Wahl“ durchgehen lassen könnte: Kekse, Pizza, Zuckerln, Eis und aromatisiertes Joghurt (ja, das darf jetzt nicht mehr strahlen). Aber keine Sorge, Naturjoghurt bleibt auf der Liste der gesunden Optionen – es sei denn, du baust es mit Schokoladenstückchen und extra Zucker um. Dann reden wir nochmal.
Ob das Verbot wirklich dazu führt, dass die Kinder von nun an in Scharen Karotten und Apfelstückchen zu den Hausaufgaben schleppen, bleibt abzuwarten. Aber wenn die Werbung nicht mehr „Schokoriegel in 10 Sekunden!“ schreit, haben die Kinder zumindest einen besseren Blick auf gesündere Snacks. Und wer weiß, vielleicht wird der Gedanke an gesunde Ernährung irgendwann mal genauso verlockend wie ein zweifach überbackener Cheeseburger.
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