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Googles smarte Brille: Ein Blick in die Zukunft ohne Smartphone

jan_photo (CC0), Pixabay
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Wie oft greifen wir täglich zum Handy, um den Weg zu finden, etwas zu googeln oder einen Videoanruf zu starten? Mit seiner neuen smarten Brille will Google genau das überflüssig machen – zumindest teilweise. Gemeinsam mit anderen Tech-Giganten arbeitet das Unternehmen daran, smarte Brillen mit KI-Unterstützung als nächste große Computer-Plattform zu etablieren.

Erstmals zeigte Google im Mai 2025 eine weiterentwickelte Version seiner Brillen-Prototypen, ausgestattet mit der KI „Gemini“ und dem neuen Betriebssystem „Android XR“. CNN-Technikredakteurin Lisa Eadicicco durfte die Brille testen – und war beeindruckt, wie schnell sie ihr das Smartphone vergessen ließ.

Die Brille erlaubt es, freihändig Fotos zu machen, Informationen über Objekte im Blickfeld abzurufen, sich navigieren zu lassen oder per Sprachbefehl Fragen zu stellen. Zum Beispiel: „Sind diese Paprika scharf?“ oder „Muss ich die anderen Bücher dieser Reihe gelesen haben?“ Google verarbeitet dabei Kamerabilder, Ton und Kontext in Echtzeit – alles über die Brille.

Ein Highlight: Mit einem einfachen Sprachbefehl verwandelte die KI ein Foto eines Raumes in eine winterliche Nordpol-Szenerie. Möglich machte das das neue Bildbearbeitungsmodell „Nano Banana“.

Doch mit diesen Funktionen wachsen auch Datenschutzbedenken. Schon Google Glass, ein Vorgängermodell von 2013, scheiterte an mangelnder Akzeptanz, hoher Kosten und massiver Kritik wegen der Möglichkeit, heimlich zu filmen. Google betont, diesmal aus der Vergangenheit gelernt zu haben: Eine sichtbare LED zeigt an, wenn Kamera oder KI aktiv sind, und Nutzerdaten lassen sich gezielt löschen.

Praktisch ist die Brille vor allem beim Navigieren oder Übersetzen: Anstatt auf das Handy zu starren, zeigt die Brille Pfeile und Informationen im Sichtfeld an – diskret und ohne Ablenkung. Doch ganz fehlerfrei ist die Technik noch nicht. Sprachkommandos können versehentlich unterbrochen oder zu früh ausgelöst werden.

Google plant zwei Varianten der Brille: eine mit Display und eine reine Audio-Version. Wann sie erscheint oder wie viel sie kosten wird, ist noch offen. Partner wie Warby Parker und Gentle Monster sollen beim Design helfen. Auch andere Unternehmen wie Samsung und Xreal entwickeln eigene Modelle auf Basis von Android XR.

Trotz aller Fortschritte bleibt Google realistisch: Die Brille soll das Smartphone nicht ersetzen, aber ergänzen – als nächster Schritt in der Evolution digitaler Geräte.

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