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„Glanz, Glitzer, Gauner – Hacker klauen bei Cartier, Victoria’s Secret und Adidas“

Alltechbuzz_net (CC0), Pixabay
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Herzogenaurach/Paris/Cyberspace – Die feine Welt des Luxus wankt: Hackern ist es gelungen, die Datentresore von Cartier, Victoria’s Secret und Adidas zu knacken – allerdings nicht, um mit fremden Kreditkarten goldene Sport-BHs zu kaufen, sondern um, nun ja, unsere E-Mail-Adressen zu lesen. Bravo, Hacker, das hätte man auch mit einem Newsletter-Abo haben können.

Bei Cartier, wo sonst diskret Diamanten den Besitzer wechseln, sind jetzt E-Mails und Namen im Darknet gelandet. Immerhin nicht die Kreditkarten, sonst hätten wir demnächst „Rolex mit Revolver“ statt „Ringe mit Romantik“. Das Unternehmen gibt sich kämpferisch: Man habe „externe Experten hinzugezogen“ – vermutlich jemanden, der schon mal ein Passwort geändert hat.

Adidas zeigte sich ebenfalls betroffen – nein, nicht von den modischen Rückschlägen der letzten Sneaker-Kollektion, sondern von einem Angriff auf den externen Kundenservice-Dienstleister. Übersetzt heißt das: Die Hacker haben die Hotline gekapert. Wer also jemals bei Adidas angerufen hat, um sich über ein quietschendes Paar Laufschuhe zu beschweren, sollte sich nicht wundern, wenn bald ein russischer Chatbot den Geburtstag nachfragt.

Laut Adidas wurden vor allem „Kontaktdaten“ erwischt – Name, Telefonnummer, E-Mail, Geburtsdatum, Geschlecht. Also quasi das, was sowieso in jedem Fitnessstudio öffentlich am Spind hängt.

Bei Victoria’s Secret mussten die Lichter sogar ganz ausgehen – und zwar auf der Website. Nach einem Angriff Ende Mai wurde kurzerhand der Onlineshop abgeschaltet. Kunden konnten für einige Stunden keine Spitzenunterwäsche mehr bestellen – ein Zustand, den Experten als „nationale Unterwäsche-Dürre“ einstufen. Die Folge: Quartalszahlen verschoben, Umsatzverlust, Schockzustand bei Influencerinnen.

Und als wäre das alles nicht genug, gesellen sich auch Marks & Spencer sowie The North Face in die „Wurden-gehackt“-Selbsthilfegruppe. Offenbar haben Hacker ein Faible für Unternehmen, die entweder Windjacken, Push-up-BHs oder Laufschuhe verkaufen – also alles, was man für einen schnellen Abgang nach einem digitalen Raubzug braucht.

Fazit:
Der neueste Trend unter Hackern: Phishing mit Stil.
Wer nächstes Mal eine Mail bekommt mit dem Betreff „Ihre persönliche Cartier-Besuchereinladung zum Cyber-Basar“ oder „Sie haben bei Victoria’s Secret eine Hose gewonnen (aus Daten)“ – einfach löschen. Oder zur Sicherheit gleich wieder zu Brieftauben wechseln. Die sind analog. Und schwer zu hacken.

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