GENO eG Wohnbaugenossenschaft und der 28. Juni 2018- Der Tag der Entscheidung

Die Messer werden gerade im Hintergrund von den jeweiligen Lagern gewetzt. Jeder versucht auf seine Weise, Mitglieder der GENO eG davon zu überzeugen, an der Mitgliederversammlung teilzunehmen und für sein Konzept zu stimmen.

Mit bis zu 500 Teilnehmern wird auf dieser Mitgliederversammlung gerechnet. 500 Mitglieder, für die es um viel Geld geht, was sich möglicherweise auch Anwaltskanzleien zur Beute machen wollen.

Gehört haben wir aber auch, dass es um die werthaltigen Immobilien der Genossenschaft gehen soll in Höhe von um einigen Millionen Euro. Auch hier gibt es Hinweise, dass auch das mit ein Grund gewesen sein könnte, sich von den alten Vorständen zu trennen. Möglich, dass es Personen in der Genossenschaft gibt, die dieses Geschäft selber machen wollten/wollen.

Es wird sicherlich eine sehr kontroverse Diskussion geben. Möglich ist auch, dass sich „beide Lager“ unversöhnlich gegenüberstehen, wenn er den Kampf nicht gewinnt. Das wäre ein fatales Ergebnis für die Genossenschaft. Streiten um und für die Sache ist sicherlich immer gut. Ist der Streit aber dann entschieden, dann sollte der Unterlegene dann auch die Gesamtentscheidungen mittragen. Lagerkämpfe weiterzuführen macht dann wenig Sinn für die Genossenschaft.

Natürlich gibt es auch Aufklärungsbedarf in dem einen oder anderen Punkt. Genau dafür ist die anberaumte Mitgliederversammlung der richtige Ort.

Klären muss man sicherlich auch, welche Rolle die neuen Vorstände und die Aufsichtsratsvorsitzenden der GENO eG gespielt haben. Mittlerweile, so haben wir in Erfahrung bringen können, steht wohl fest, dass das Vorgehen keine spontane Entscheidung basierend auf plötzlich aufgetauchten neuen Fakten war, sondern scheinbar in Abstimmung mit einer Stuttgarter Anwaltskanzlei, von langer Hand geplant.

Von dieser Stuttgarter Anwaltskanzlei sollte sich GENO eG, egal welches Lager gewinnt, dann bitte auch ganz schnell trennen. Das Verhalten dieser Kanzlei in dem Prozess vor dem Stuttgarter Landgericht hat das wahre Gesicht und die wahren Absichten dieser Kanzlei gezeigt.
Sich hinstellen und zu sagen, „wenn der alte Vorstand wieder eingesetzt wird, stellen wir einen Antrag auf Insolvenz gegen die GENO eG, weil wir noch 30.000 Euro an Rechnungen offenstehen haben“, ist dann wirklich unterste Schublade und geht schon möglicherweise in Richtung „Nötigung“.

Wir hatten der Stuttgarter Rechtsanwaltskanzlei dazu eine Presseanfrage übermittelt, aber bisher keine Antwort erhalten. Nun, darauf kann sich jeder seinen Reim machen.

Natürlich muss sich in der GENO eG einiges verändern. Man muss auch eigene Entscheidungen aus früheren Zeiten einfach einmal neu überdenken, ob diese aus heutiger Sicht noch gut sind für die GENO eG. Man muss auch sicherlich darüber nachdenken, den Aufsichtsrat mit Personen zu besetzen, die unabhängig von der GENO eG sind, also auch eine wirklich unabhängige Aufsicht gewährleisten können.

Wichtig ist auch, dass man die Eigeninsolvenz so schnell wie möglich zurücknimmt und wieder selber handlungsfähig wird und Entscheidungen treffen kann.

Wichtig ist aber auch, dass man hier zukünftig wichtige Entscheidungen für die GENO eG auf eine breitere Basis stellt. Eine „Stille-Kämmerlein-Politik“ darf es nicht mehr geben. Transparenz ist ab dem 28. Juni 2018 wichtiger denn je.

Die Frage ist natürlich auch, mit welchem Personal es Sinn macht, weiterzumachen. Frau Zipperle und die aktuellen Vorstände sind für uns keine Option. Die Damen und Herren müssen ohne wenn und aber raus aus deren GENO eG-Funktionen.

Wen man aber aus unserer Sicht im Vorstand behalten sollte, ist der Gründer der GENO eG, Jens Meier. Keiner kennt die Genossenschaft so gut wie er und keiner hat so viel Erfahrung mit einer Genossenschaft wie Jens Meier, wenn man sich die möglichen Personen einmal anschaut.
Jens Meier sollte aber einen weiteren Vorstand an die Seite gestellt bekommen. Keinen Aufpasser, aber einen Bedenkenträger, und beide Vorstände sollten dann klar definierte Aufgabenbereiche zugewiesen bekommen.

Jens Meier muss man aufzeigen, dass das „nicht seine Genossenschaft ist“, sondern er Sachwalter des Kapitals der Genossen ist. Jede Entscheidung, die Geld kostet, sollte also dann im Sinne der Genossen genau auf ihre Erforderlichkeit hin überprüft werden.

Ich würde darüber nachdenken, dem neuen Vorstand einen WP an die Seite zu stellen, dem man jeden Monat einen Forecast zukommen lässt über die Ausgaben, die zu tätigen sind und die Begründung dazu. Ich würde auch ein Transparenzportal für die Genossen schaffen, in dem diese Zugriff auf einen internen Bereich haben. Hier sollte dieser Forecast auch in seinen wesentlichen Punkten dargestellt werden. Bei wichtigen Entscheidungen sollte man diese zur Abstimmung stellen. Das ist durch das Internet heute sicherlich alles kein Problem mehr.

Da könnte es dann einen Menüpunkt „Entscheidungen“ geben, darunter dann der jeweilige Monat, das Thema, worum es geht, und die Möglichkeit, seine Stimme abzugeben. So zeigt man nach außen mehr Transparenz und nach innen weiß man, was die Genossen über diese Dinge denken. Könnte sicherlich hilfreich für den Vorstand sein, der dann vom „einsamen Wolf zum Rudelführer mutieren könnte“.

Für die Genossen geht es um sehr viel am 28. Juni 2018, genau deshalb sollten so viel GENO eG-Mitglieder an der Versammlung teilnehmen wie möglich.

12 Kommentare

  1. Sabine H. 21. Juni 2018
  2. Sabine H. 21. Juni 2018
  3. Walter Tacke 20. Juni 2018
  4. Klaus Huber 18. Juni 2018
    • Genosse 18. Juni 2018
      • Klaus Huber 19. Juni 2018
      • Bernd M. 19. Juni 2018
      • Jens Meier 20. Juni 2018
        • Klaus Huber 21. Juni 2018
  5. Markus Keller 15. Juni 2018
  6. Walter Tacke 15. Juni 2018
    • Bert Gebel 19. Juni 2018

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