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Gebrauchtwagenmarkt im Wandel: Die Revolution mit Ladegerät naht – langsam

MIH83 (CC0), Pixabay
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Der Gebrauchtwagenmarkt in Österreich erlebt eine zukunftsweisende Veränderung: Elektro- und Hybridfahrzeuge holen auf – allerdings in einem Tempo, das selbst Schildkröten ins Gähnen bringt. Während Benziner und Diesel nach wie vor in der Pole Position bleiben, rollen die E-Autos mit leiser Hoffnung und 230-Volt-Vertrauen langsam hinterher.

Batteriebetriebene Aufholjagd

Statistik Austria hat ihre alljährliche Offenbarung veröffentlicht: Im ersten Halbjahr 2025 wurden 428.250 gebrauchte Pkws neu zugelassen – ein Plus von 4,2 %. Der Markt brummt. Aber nicht elektrisch. Denn obwohl gebrauchte E-Autos einen „spektakulären“ Anstieg von 24,7 % verbuchten, machen sie immer noch nur magere 3,9 % aller Gebrauchtzulassungen aus. Man könnte sagen: Der Markt ist elektrisiert – aber nur auf Standby.

Hybrid? Halbherzig. Diesel? Dauerbrenner.

Benzin-Hybride sind mit einem Anstieg von 39,5 % fast so beliebt wie Rabattaktionen im Baumarkt, doch mit 33.965 Fahrzeugen bleiben sie eine Randerscheinung. Diesel hingegen geben sich trotz leichtem Rückgang unerschütterlich: Fast jeder zweite gebrauchte Pkw brummt mit gutem alten Diesel-Charme durch die Lande. Offenbar mögen wir es weiterhin rußig.

Der Gebrauchtwagenmarkt: eine historische Ausstellung

Mit 207.451 Diesel- und 365.268 Benzin-Fahrzeugen feiern Verbrenner weiter Triumphe. Wer ein gebrauchtes Auto kauft, möchte offenbar lieber „Vroom-Vroom“ als „Summ-Summ“. Die Steckdose bleibt fürs Handy.

Top 5 der Nostalgieflotte

Wenig überraschend: Volkswagen bleibt mit 18,9 % Marktanteil die Lieblingsmarke derer, die ihr Auto lieber „gebraucht als geladen“ haben. BMW und Audi folgen – weil Stil eben auch 100.000 Kilometer hält. Auf den hinteren Rängen werkeln Mercedes und Skoda, vermutlich mit einem gewissen Seufzen aus dem Auspuff.

Nutzfahrzeuge: Der Bauernhof elektrifiziert später

Während Lkws und Traktoren bei den Neuzulassungen eher auf dem Rückzug sind, erlebt der Gebrauchtmarkt für landwirtschaftliche Maschinen einen 19 %-Boom. Offenbar ist der alte Dieseltraktor immer noch der beste Freund des Bauern – selbst wenn er ein bisschen tropft.

Zweiräder: Der stille Held der Statistik

Motorräder und Mopeds steigerten ihre Gebrauchtzulassungen ebenfalls. Besonders Kleinkrafträder boomen – vielleicht, weil sie einfacher zu laden sind als E-Autos oder weil sie niemand kontrolliert, wenn sie auf Radwegen geparkt werden.


Fazit:
Der Wandel fährt – aber im Eco-Modus. Während E-Autos langsam an Strom gewinnen, regiert auf dem Gebrauchtmarkt weiterhin das gute alte Knattern, Scheppern und Tanken. Wer wirklich auf die Zukunft setzen will, muss also entweder sehr idealistisch sein – oder ein sehr langes Verlängerungskabel haben.

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