Am 11. Oktober, dem Internationalen Weltmädchentag, setzen Städte in ganz Deutschland ein beeindruckendes Zeichen: Mehr als 60 Wahrzeichen und Gebäude in über 25 Städten werden an diesem Abend in kräftigem Pink erstrahlen. Die Aktion wird von der Kinderrechtsorganisation Plan International Deutschland organisiert – und soll weltweit auf die fehlende Chancengleichheit für Mädchen aufmerksam machen.
Ein Zeichen, das sichtbar macht, was oft übersehen wird
Das grelle Pink fällt auf – und das ist gewollt. Denn noch immer werden Millionen Mädchen weltweit benachteiligt, unterdrückt oder unsichtbar gemacht. Viele von ihnen dürfen nicht zur Schule gehen, werden früh verheiratet oder müssen in unsicheren Arbeitsverhältnissen leben.
„Mit der Pink-Light-Aktion wollen wir den Mädchen dieser Welt Sichtbarkeit schenken – und darauf aufmerksam machen, dass gleiche Rechte keine Selbstverständlichkeit sind“, erklärt Kathrin Hartkopf, Sprecherin von Plan International Deutschland.
Von Hamburg bis München: Wahrzeichen im Zeichen der Gleichberechtigung
In diesem Jahr beteiligen sich so viele Städte wie nie zuvor. Vom Hamburger Michel bis zum Volksparkstadion, vom Europaturm in Frankfurt über das Oldenburger Schloss und die Brücke von Remagen bis hin zum Riesenrad am Münchner Ostbahnhof – überall leuchtet es Pink.
Die Farbe taucht ganze Stadtbilder in einen warmen Glanz – ein Symbol für Hoffnung, Mut und Zusammenhalt. In vielen Städten begleiten Veranstaltungen, Infostände und Lichtaktionen das Spektakel. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, Fotos zu teilen und die Botschaft in sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #Weltmädchentag weiterzutragen.
Warum der Weltmädchentag so wichtig ist
Der Weltmädchentag wurde 2011 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Seitdem steht der 11. Oktober weltweit im Zeichen der Mädchenrechte. Ziel ist es, auf bestehende Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen – aber auch zu zeigen, was möglich ist, wenn Mädchen gefördert werden.
Denn Bildung, Sicherheit und Selbstbestimmung sind die Schlüssel, um den Kreislauf aus Armut und Ungleichheit zu durchbrechen. Wenn Mädchen Zugang zu Bildung bekommen, profitieren ganze Gemeinschaften – ökonomisch, sozial und kulturell.
Pink – mehr als nur eine Farbe
Pink steht bei dieser Aktion nicht für Klischees, sondern für Selbstbewusstsein, Energie und Stärke. Die Farbe ist laut Plan International bewusst gewählt: Sie soll Aufmerksamkeit schaffen, Kraft vermitteln und den Mut symbolisieren, die Welt zu verändern.
„Pink ist laut, sichtbar und optimistisch – genau wie die Mädchen, für die wir kämpfen“, sagt eine Sprecherin der Organisation.
Ein globales Leuchten für Gerechtigkeit
Die Pink-Light-Aktion ist längst Teil einer weltweiten Bewegung. In den vergangenen Jahren leuchteten bereits der Eiffelturm in Paris, die Niagarafälle, das Empire State Building in New York und das Sydney Opera House in Pink. Auch 2025 reiht sich Deutschland wieder mit Dutzenden Städten in diese globale Solidaritätswelle ein.
Forderung nach echter Gleichberechtigung
Mit der Beleuchtungsaktion geht auch eine politische Botschaft einher: Plan International fordert von Regierungen und Gesellschaften weltweit, Mädchen konsequent zu fördern – etwa durch
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besseren Zugang zu Bildung,
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Schutz vor Gewalt und Zwangsehen,
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Förderung digitaler Bildung,
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und gleichberechtigte Mitbestimmung in Politik und Wirtschaft.
Fazit:
Wenn am Abend des 11. Oktober Wahrzeichen in ganz Deutschland Pink leuchten, dann ist das weit mehr als eine spektakuläre Lichtshow. Es ist ein Appell für Gerechtigkeit, Freiheit und Chancen für Mädchen weltweit.
Das pinke Licht erinnert daran, dass Veränderung dort beginnt, wo Menschen hinschauen – und gemeinsam für Gleichberechtigung einstehen.
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