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G7-Staaten wollen Energieversorgung sichern – Ölpreise steigen wegen Iran-Krieg stark

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Angesichts der stark gestiegenen Ölpreise infolge des Kriegs zwischen den USA, Israel und dem Iran haben die G7-Staaten angekündigt, notfalls Maßnahmen zur Stabilisierung der globalen Energieversorgung zu ergreifen. Die Industrieländer erklärten, sie seien bereit, „notwendige Maßnahmen“ zu ergreifen, um die weltweite Versorgung mit Energie sicherzustellen.

Noch keine Freigabe strategischer Ölreserven

Bei einer virtuellen Sitzung der G7-Finanzminister gemeinsam mit der Internationalen Energieagentur (IEA) wurde auch über eine mögliche Freigabe strategischer Ölreserven beraten. Eine konkrete Entscheidung fiel jedoch zunächst nicht.

Der Chef der IEA, Fatih Birol, warnte, die Situation auf den Ölmärkten habe sich in den letzten Tagen deutlich verschlechtert. Neben Problemen beim Transport durch die Straße von Hormus sei auch ein erheblicher Teil der Ölproduktion eingeschränkt worden.

Die Mitgliedstaaten der IEA verfügen derzeit über mehr als 1,2 Milliarden Barrel staatliche Notfallreserven, zusätzlich zu rund 600 Millionen Barrel industrieller Lagerbestände, die unter staatlicher Aufsicht stehen.

Der französische Finanzminister Roland Lescure sagte nach dem Treffen, für eine Freigabe der Reserven sei es „noch nicht so weit“. Sollte dies jedoch geschehen, wäre es das erste Mal seit 2022, als strategische Reserven nach dem russischen Angriff auf die Ukraine freigegeben wurden.

Straße von Hormus nahezu blockiert

Ein wesentlicher Grund für die steigenden Preise ist die Lage in der Straße von Hormus, durch die normalerweise etwa 20 Prozent des weltweit gehandelten Erdöls transportiert werden. Seit Beginn des Kriegs vor mehr als einer Woche ist der Schiffsverkehr dort nahezu zum Erliegen gekommen.

Gleichzeitig griffen die USA und Israel erneut Ziele im Iran an, darunter auch Öllager und Energieanlagen. Der Iran wiederum attackierte Energieinfrastruktur in mehreren Golfstaaten. Saudi-Arabien erklärte, es habe mehrere Drohnen abgefangen, die auf ein großes Ölfeld zusteuerten.

Ölpreis zeitweise bei fast 120 Dollar

Die eskalierende Lage hat die Finanzmärkte verunsichert. Der Preis für die Ölsorte Brent sprang am Montag zeitweise um mehr als 25 Prozent auf 119,50 Dollar pro Barrel, bevor er wieder auf etwa 102 Dollar zurückfiel.

Auch die Gaspreise stiegen deutlich. In Großbritannien verteuerte sich Gas für Lieferungen im kommenden Monat zeitweise um fast 25 Prozent.

Sorge vor neuer Inflationswelle

Steigende Energiepreise könnten weltweit Inflation und wirtschaftlichen Druck verstärken. Höhere Preise für Öl und Gas verteuern nicht nur Kraftstoffe, sondern auch Transport, Produktion und Heizung.

Finanzmärkte reagieren bereits nervös:

  • Der japanische Nikkei-Index fiel um 5,2 Prozent.

  • Der südkoreanische Kospi verlor 6 Prozent.

  • Auch europäische und US-Börsen starteten schwächer in die Woche.

Experten warnen, dass Ölpreise zwischen 120 und 150 Dollar pro Barrel möglich sein könnten, falls der Konflikt länger andauert. Bei solchen Preisen könnte es zu einer sogenannten Nachfragezerstörung kommen – also zu einem Rückgang des Ölverbrauchs, weil Energie für Verbraucher und Unternehmen zu teuer wird.

Wie lange der Konflikt im Nahen Osten andauern wird, gilt derzeit als entscheidender Faktor für die Entwicklung der globalen Energiemärkte.

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