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Friedensplan für Gaza soll am Montag unterzeichnet werden

victorsteep (CC0), Pixabay
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Nach dem Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas steht der Gazastreifen am Montag vor einem entscheidenden diplomatischen Schritt: In der ägyptischen Küstenstadt Scharm al-Scheich soll der von US-Präsident Donald Trump initiierte Friedensplan offiziell unterzeichnet werden.

Das Gipfeltreffen, das von Trump gemeinsam mit Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi geleitet wird, soll laut ägyptischen Behörden den Weg für eine „neue Ära regionaler Stabilität und Sicherheit“ ebnen. Mehr als 20 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt werden erwartet.


Internationale Teilnahme – Hamas bleibt fern

Die Hamas hat ihre Teilnahme an der Unterzeichnungszeremonie jedoch abgesagt.
Ein Sprecher der Organisation, Hossam Badran, sagte der Nachrichtenagentur AFP, man werde „hauptsächlich über katarische und ägyptische Vermittler“ handeln.

Badran betonte erneut, die Hamas werde sich dem Plan nicht beugen:

„Das Gerede über eine Vertreibung von Palästinensern – egal ob Hamas-Mitglied oder nicht – ist absurd und inakzeptabel.“

Die zweite Phase des US-Friedensplans werde „viele Komplexitäten und Schwierigkeiten“ mit sich bringen, so der Hamas-Vertreter.


Gipfel mit über 20 Staats- und Regierungschefs

Laut ägyptischem Präsidialamt ist Ziel des Treffens, „den Krieg im Gazastreifen zu beenden, die Friedensbemühungen zu stärken und die Grundlagen für eine dauerhafte Sicherheit im Nahen Osten zu schaffen“.

Trump hatte bereits angekündigt, am Montagvormittag in Jerusalem vor der Knesset zu sprechen, bevor er nach Ägypten weiterreist.

Neben den USA und Ägypten werden auch Katar, Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland, Großbritannien und die Türkei erwartet.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bestätigte seine Teilnahme, ebenso Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni und Spaniens Premier Pedro Sánchez.
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nahm die Einladung „dankend an“ und will ebenfalls anreisen.
Auch der britische Premierminister Keir Starmer sowie EU-Ratspräsident Antonio Costa und Türkei-Präsident Recep Tayyip Erdoğan werden erwartet.
Der österreichische Kanzler Christian Stocker (ÖVP) plant keine Teilnahme.


Garantien für die Einhaltung des Abkommens

Nach Informationen aus Diplomatenkreisen wollen die USA, Ägypten und Katar bei dem Gipfel Garantien für die Umsetzung der Vereinbarungen übernehmen.
Ein entsprechendes Dokument soll von diesen drei Staaten – und möglicherweise auch der Türkei – unterzeichnet werden, meldete die Nachrichtenagentur AFP.

Das Abkommen sieht eine mehrstufige Umsetzung vor: Zunächst die Sicherung der Waffenruhe, anschließend humanitäre Hilfsmaßnahmen und schließlich politische Schritte zur Stabilisierung und Entmilitarisierung des Gazastreifens.


Trump: „Der Krieg ist vorbei“

Auf dem Weg nach Ägypten erklärte Trump gegenüber mitreisenden Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine:

„Der Krieg ist vorbei. Diese Reise wird sehr besonders.“

Er sprach von einem „historischen Moment“ für den Nahen Osten und kündigte an, dass „mehrere Staaten“ bereit seien, den Wiederaufbau des Gazastreifens zu finanzieren.

Die Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas war am Freitag in Kraft getreten – nach monatelangen Kämpfen, in denen laut UNO mehr als 35.000 Menschen ums Leben kamen.


Analyse: Hoffnung und Skepsis zugleich

Diplomaten bewerten das Abkommen als „mutigen, aber fragilen Schritt“.
Solange die Hamas nicht direkt an den Tisch zurückkehrt, bleibt unklar, wie belastbar die Vereinbarungen sind.
Zudem dürfte die Frage, wer die Sicherheitskontrolle im Gazastreifen übernimmt, weiterhin Zündstoff bieten.

Für Trump, der im US-Wahljahr 2026 außenpolitische Erfolge vorweisen will, wäre ein stabiler Waffenstillstand im Nahen Osten jedoch ein bedeutender Triumph.

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