Die ersten trilateralen Friedensgespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA in Abu Dhabi sind ohne konkreten Durchbruch zu Ende gegangen. Dennoch kündigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine mögliche zweite Gesprächsrunde bereits für kommende Woche an. Ein US-Beamter bestätigte, dass neue Gespräche am 1. Februar beginnen sollen.
Im Mittelpunkt der Gespräche stand laut Selenskyj die Frage möglicher Bedingungen für ein Kriegsende. Alle Seiten hätten vereinbart, ihre Regierungen zu informieren und weitere Schritte abzustimmen.
Parallel zu den Gesprächen kam es erneut zu heftigen Kämpfen. Russland griff erneut die ukrainische Energieinfrastruktur an. In Kiew und Charkiw wurden laut ukrainischen Behörden mindestens eine Person getötet und über 30 verletzt. Die Angriffe trafen u. a. ein Krankenhaus, ein Wohnheim für Binnenvertriebene und ließen in Kiew Tausende Gebäude ohne Heizung zurück – bei Temperaturen von bis zu -12 °C.
Russland warf der Ukraine vor, in von Russland kontrollierten Gebieten eine Ambulanz mit einer Drohne angegriffen und drei Mediziner getötet zu haben. Zudem meldete Moskau ukrainische Raketenangriffe auf die russische Grenzregion Belgorod.
Der ukrainische Außenminister kritisierte die Angriffe als gezielte Sabotage der Friedensgespräche und bezeichnete Russlands Vorgehen als „barbarisch“.
Hintergrund der Gespräche ist u. a. ein informelles Treffen zwischen Trump-Vertretern und Putin in Moskau. Dort soll eine alte Vereinbarung aus dem August 2025 bekräftigt worden sein, wonach Russland Donbas und die Krim behalten würde – eine Forderung, die Selenskyj erneut strikt ablehnte.
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