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„Fridays for Future“ startet Klimacamp auf Borkum – Proteste gegen geplante Gasbohrungen

Filmbetrachter (CC0), Pixabay
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Auf der Nordseeinsel Borkum beginnt heute ein mehrtägiges Klimacamp, organisiert von „Fridays for Future“ und der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Mehrere Hundert Teilnehmende werden bis Sonntag erwartet. Anlass ist die Genehmigung von Gasbohrungen im Wattenmeer, die nach Ansicht der Aktivisten ein massiver Rückschritt in der Klimapolitik sind.

Klimacamp mit Workshops und Kulturprogramm

Rund 200 Menschen hatten sich im Vorfeld offiziell angemeldet, tatsächlich rechnen die Veranstalter mit deutlich mehr. Auf dem Programm stehen Workshops, Podiumsdiskussionen, Konzerte und Lesungen, unter anderem mit der bekannten Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Ziel ist es, „ein starkes Signal gegen fossile Energien“ zu setzen.

„Die Gasbohrungen heizen die vor unseren Augen eskalierende Klimakrise noch weiter an“, kritisierte Nele Evers von Fridays for Future. Die Bundesregierung betreibe „rückwärtsgewandte und realitätsferne Politik“, anstatt auf den schnellen Ausbau erneuerbarer Energien zu setzen.

Genehmigung für Bohrungen sorgt für Zündstoff

Hintergrund ist die Entscheidung des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Hannover. Es hatte am Montag grünes Licht für den niederländischen Energiekonzern One-Dyas gegeben, ein deutsches Gasfeld in der Nordsee vor Borkum anzubohren. Das Projekt ist umstritten: Während Befürworter auf Versorgungssicherheit und geringere Energieimporte verweisen, warnen Umweltorganisationen vor massiven Eingriffen in das sensible Weltnaturerbe Wattenmeer.

Widerstand aus Bevölkerung und Politik

Schon seit Monaten gibt es Proteste gegen das Vorhaben. Bürgerinitiativen und Umweltverbände befürchten Schäden für das Ökosystem, insbesondere durch mögliche Leckagen und den damit verbundenen Austritt von Methan. Auch der Tourismus auf Borkum könnte langfristig leiden.

Die Organisatoren des Klimacamps betonen, dass es bei den Aktionen nicht um Konfrontation, sondern um Aufklärung und zivilgesellschaftlichen Protest gehe. Man wolle zeigen, dass fossile Energien keine Zukunft hätten – und Borkum zu einem Symbol für den Widerstand gegen neue Gasprojekte machen.

Blick nach vorn

Das Camp läuft bis Sonntag. Ob es auch zu Demonstrationen oder Aktionen des zivilen Ungehorsams kommt, ließen die Veranstalter offen. Klar sei aber: Die Debatte um Gasförderung in der Nordsee dürfte in den kommenden Wochen an Fahrt gewinnen – nicht nur auf Borkum, sondern bundesweit.

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