Frequenta Beteiligungs AG- Aufsichtsräte stehen mit in der Verantwortung

Auch die Aufsichtsräte bei der Frequenta Beteiligungs AG haben offensichtlich gewechselt. Zumindest kann man das einer Eintragung im Unternehmensregister entnehmen.

Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) Aktenzeichen: HRB 98603 B Bekannt gemacht am: 20.03.2018 11:10 Uhr
In () gesetzte Angaben der Anschrift und des Unternehmensgegenstandes erfolgen ohne Gewähr:
Vorgänge ohne Eintragung
20.03.2018
HRB 98603 B: Frequenta Beteiligungs AG, Berlin, Scharnweberstraße 1, 13405 Berlin. Als nicht eingetragen wird veröffentlicht: Es wurde eine neue Liste der Aufsichtsratsmitglieder eingereicht (§ 106 AktG).

Es ist möglich, dass die Damen und Herren auch gedacht haben: „Nix wie weg hier, bevor dort eine jahrelange Diskussion um das Unternehmen Frequenta Beteiligungs AG in der Öffentlichkeit los geht“.

Guter Gedanke, aber er wird nicht funtionieren. Im Gegenteil, stellt sich im Nachhinein die Übernahme des Vorstands der Frequenta Beteiligungs AG,  als „geplante zielgerichtete Abwicklung“ der Gesellschaft heraus, dann könnte sich möglicherweise auch die Justiz dafür näher interessieren.

Nun gehen wir aber davon aus, dass die Berliner Ermittlungsbehörden den Vorgang sicherlich genau verfolgen werden und manche Zusammenhänge dann da auch bekannt sein werden.

Ob der Chefwechsel in nahezu allen Gesellschaften dann wirklich eine so „taffe Idee“ war, wird sich noch herausstellen müssen.

Möglicherweise wäre es besser gewesen, die Unternehmen insgesamt korrekt abzuwickeln, so dass es hier keinen „faden Beigeschmack“ gibt. Dass die Unternehmen noch zu retten gewesen sein könnten, sehen wir eher nicht. Wir hatten übrigens dazu mit den Herren versucht, ins Gespräch zu kommen, leider ohne Erfolg im Sinne der Anleger.

Sollte die Frequenta Beteiligungs AG in Insolvenz gehen, was wir nicht hoffen wollen, dann besteht für die Anleger natürlich das Risiko, dass der dann zukünftige Insolvenzverwalter auch Rückforderungen an die Anleger stellen könnte. Ich denke hier an die Ausschüttungen bei den Genussrechten der Frequenta AG.

Wie wir in der Redaktion nun erfahren haben, gibt es auch die ersten Inanspruchsschreiben von Anlegerschutzanwälten gegenüber der Orga Wertzuwachs GmbH. Das Unternehmen Orga Wertzuwachs GmbH hatte auch Nachrangdarlehen an seine Kunden verkauft. Das zumindest besagt eine Bilanz des Unternehmen.

Vermutlich wird aber auch die BaFin bereits prüfen, ob die Nachrangklausel in den Nachrangdarlehensverträgen auch korrekt war zum Zeitpunkt, als die Darlehen verkauft wurden.

Kommt die BaFin dann aber zu einem anderen Ergebnis und sieht hier möglicherweise das Vorliegen eines Einlagegeschäftes, dann sieht die Bewertung der Verantwortlichkeiten ganz anders aus…

Mal abwarten, was da nun in den nächsten Tagen passiert.

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Eine Antwort

  1. Geschädigterderfrequenta 14. April 2018

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