FCR Immobilien AG- ein JaWoll Markt wo die Anleger JaNein sagen sollten!

Was für eine Meldung, Herr Raudies! Ist das wirklich ein Erfolg, den Sie da den Anlegern verkaufen? Zitat:

Die FCR Immobilien AG, ein auf Einkaufs- und Fachmarktzentren mit attraktivem Renditepotenzial in Deutschland fokussierter Investor, hat eine vollvermietete Einzelhandelsimmobilie in Burg, Kreis Dithmarschen, in Schleswig-Holstein erworben. Durch diesen Zukauf hält die FCR Immobilien AG nunmehr Objekte in 11 Bundesländern in Deutschland. Das 2007 vollständig sanierte Objekt hat eine Gesamtfläche von rund 2.100 m² und verfügt über 80 Stellplätze. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Derzeit ist die Immobilie noch an die Einzelhandelskette Sky vermietet. Ab Mitte 2018 wird dann ein Jawoll-Markt die Immobilie nutzen, ein langfristiger Mietvertrag wurde bereits unterzeichnet. In den Jawoll-Märkten werden überwiegend Freizeit-, Wohn- und Baumarktartikel vertrieben, die Gesellschaft ist seit über 30 Jahren in Deutschland aktiv und betreibt über 80 Märkte. Dabei gehört die Kette mehrheitlich zur B&M European Value Retail Group, die besonders in Großbritannien aktiv ist und dort über 450 Non-Food-Discountmärkte betreibt.“

Nun würde ich den neuen Mieter mal als „Ersatzlösung“ ansehen für eine Immobilie, die wohl im Foodbereich nicht mehr vermietbar wahr. Derzeit scheint ja noch Netto der Hauptmieter zu sein. Netto darf man sicherlich dabei als bonitätsstarkes Unternehmen bezeichnen. Für Netto war der Standort dann wohl nicht mehr GUT genug, ansonsten wäre man ja am Standort verblieben. Das müssen Sie dann bitte auch zugeben. Gerade solche Nachvermietungen sehen wir aber bei Ihrem unbekannten heutigen Immobilienbestand auch als das eigentlich Problem an. Von einem bonitätsstarken Filialisten dann eine Anschlussvermietung an einen Non-Fooder wie Jawoll, sehen wir nicht als Wertverbesserung an. Sie, wenn Sie dann ehrlich sind, sicherlich auch nicht.

Gravierender finden wir aber, dass über den Kaufpreis, von Ihrer Veröffentlichung ausgehend, Stillschweigen vereinbart wurde. Warum eigentlich, das müssen Sie mir mal erklären? Spätestens in der Bilanz sollte dann der Kaufpreis doch ersichtlich sein. Warum legen Sie hier die Karten nicht auf den Tisch? Kaufpreis und zukünftige Miete wären doch dann auch mal ein Zeichen, mit welcher Rendite die Anleger, die den Ankauf ja bezahlen, dann zukünftig rechnen können. Solche Geheimniskrämerei finden wir dann schon merkwürdig Herr Raudies.

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