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FC Würzburger Kickers AG – Bilanz

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FC Würzburger Kickers AG

Würzburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2020 bis zum 30.06.2021

Lagebericht

Grundlagen – Sportliche Entwicklung

Nach dem überraschenden und emotionalen Aufstieg in der Saison 2019/​2020 startete die FC Würzburger Kickers AG (im Folgenden auch FWK oder Kickers) in der Saison 2020/​2021 zum dritten Mal in ihrer Vereinsgeschichte in der 2. Bundesliga. Dennoch sollte die anstehende Saison eine ganz andere werden als alle bisherigen Spielzeiten der Vergangenheit.

Schon der Aufstieg war geprägt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Zwischenzeitlich musste der Spielbetrieb aufgrund der sich ausbreitenden Pandemie unterbrochen werden. Eine Fortführung der Runde war nur mit einem hohen Aufwand möglich. So wurden regelmäßige Testungen der Mannschaft und des Betreuerteams sowie der Ausschluss der Zuschauer beschlossen. Diese Vorkehrungen sollten die Kickers auch über die gesamte Zweitliga-Saison begleiten.

Vor dem Beginn der neuen Runde wurden mit Tobias Kraulich, David Kopacz, Fabian Giefer, Florian Flecker, Keanu Staude, Arne Feick, Douglas, Vladimir Nikolov und Nzuzi Toko neun externe Neuzugänge verpflichtet. Außerdem wechselte Robert Herrmann, der zuvor an den FWK ausgeliehen war, fest an den Dallenberg. Mit Matthias Lust wurde ein weiterer Co-Trainer vom VfL Bochum für das Trainerteam gewonnen.

Zur Vorbereitung auf die anstehenden Aufgaben versammelte sich der gesamte Kickers-Tross zum Trainingslager im österreichischen Waidring. Dort wurde an den physischen Grundlagen und taktischen Vorgaben gefeilt.

Neben diversen Testspielen standen noch die übrigen Spiele des bayerischen Landespokals aus der Vorsaison auf der Agenda. Nach einem 5:1-Erfolg gegen Regionalligist Viktoria Aschaffenburg im Halbfinale unterlagen die Rothosen dem TSV 1860 München im Grünwalder Stadion mit 4:1 nach Elfmeterschießen und verpassten somit die Titelverteidigung des Toto-Pokals.

Bevor es mit den ersten Spieltagen der 2. Bundesliga losgehen sollte, forderten die Würzburger noch Hannover 96 in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals. Aufgrund des immer noch hohen Pandemie-Levels musste auch das erste Highlight der neuen Runde ohne Zuschauer stattfinden. Das Spiel lief für die Kickers alles andere als erwünscht. Hannover war über weite Strecken den Gastgebern überlegen und führte bis in die Schlussphase mit 0:3. Dank zweier Tore kurz vor Schluss kam der FWK zwar noch auf 2:3 heran, musste sich den Niedersachsen aber dennoch geschlagen geben.

Auch am ersten Spieltag setzte es eine deutliche Niederlage. Mit 0:3 unterlag man dem FC Erzgebirge Aue. Trotz einer guten Leistung in der ersten Halbzeit gelang den Unterfranken kein Treffer. Die Gäste aus dem Erzgebirge jedoch waren eiskalt und konnten kurz nach der Pause mit einem Doppelschlag auf 0:2 erhöhen. In der Schlussphase setzten sie noch einen Konter zum 0:3.

Am zweiten Spieltag ging es für die Kickers nach Düsseldorf, wo mit der Fortuna ein Absteiger aus der Fußball-Bundesliga wartete. Lange konnte der FWK die Partie offen gestalten. Doch immer wieder scheiterte die Offensive rund um Luca Pfeiffer an Fortuna-Keeper Florian Kastenmeier. Spät in der Partie konnten die Düsseldorfer mit 1:0 in Führung gehen. Doch in der letzten Minute gab es die große Möglichkeit zum Ausgleich. Einen Elfmeter konnte Robert Herrmann jedoch nicht im Tor unterbringen – wieder war der starke Kastenmeier zur Stelle. Und so standen die Kickers nach zwei Spieltage mit zwei Niederlagen da.

Dieser Fehlstart in die Saison brachte die Vereinsführung zu dem Schluss, sich von Aufstiegstrainer Michael Schiele zu trennen. Für Mannschaft, Vereinsumfeld und Fans kam dieser Schritt sehr überraschend. Als Nachfolger wurde Marco Antwerpen, der in der Vorsaison Eintracht Braunschweig ebenfalls zum Aufstieg in die 2. Bundesliga geführt hat, verpflichtet.

Auch im Kader kam es nochmals zu Veränderungen. Mit Vincent Müller (PSV Eindhoven) und Luca Pfeiffer (FC Midtjylland) wechselten zwei Leistungsträger der vorausgegangenen Saison zu Top-Vereinen des jeweiligen Landes. Doch auch auf der Zugangsseite tat sich einiges. So wurden mit Hendrik Bonmann, Mitja Lotric, Lars Dietz, Ridge Munsy, Ewerton und Chris David nochmals sechs Spieler verpflichtet.

Doch der erhoffte Erfolg blieb vorerst weiterhin aus. Nach einem 2:2-Unentschieden gegen die SpVgg Greuther Fürth folgten vier Niederlagen am Stück. So musste auch Marco Antwerpen nach einer 4:1-Niederlage beim 1. FC Heidenheim gehen. Als bereits dritter Trainer der laufenden Saison wurde Bernhard Trares, der zuvor beim SV Waldhof Mannheim tätig war, verpflichtet.

Mit ihm kam der FWK am 8. Spieltag zum lang ersehnten ersten Saisonsieg. Ein 2:1 gegen Hannover 96 war der erste Zweitliga-Heimsieg seit dem 18. Dezember 2016, als man den VfB Stuttgart mit 3:0 besiegen konnte. Auch die Neuzugänge schlugen ein, so standen beim Erfolg gegen die Niedersachen sieben Neuzugänge von Anfang an auf dem Rasen, mit Munsy und Kopacz avancierten auch zwei von ihnen mit Treffern zum Matchwinner.

Leider konnte man in den kommenden Spielen, immer noch vor einer Geisterkulisse, ergebnistechnisch nicht an die guten Leistungen anknüpfen. Auch aufgrund vieler strittiger Schiedsrichterentscheidungen unterlag man in Regensburg und zuhause gegen den SV Sandhausen. Zu allem Überfluss musste sich vor dem Auswärtsspiel beim SV Darmstadt 98 ein großer Teil des Stammpersonals aufgrund eines Corona-Verdachtsfalles in Quarantäne begeben. Wegen der DFL-Vorgaben mussten die Rothosen mit einem Kader von 14 Mann nach Darmstadt reisen. Selbst FWK-Ersatzkeeper Eric Verstappen kam aufgrund der Personalsituation am Böllenfalltor als Feldspieler zum Einsatz. Trotz einer tapferen Leistung mussten sich die Mainfranken auch hier mit 2:0 geschlagen geben. Kurz danach ging es in die kurze Winterpause. Mit vier Punkten stand man hier weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz.

Neben den Ereignissen auf dem Platz wurde hinter den Kulissen weiter an professionellen Strukturen gearbeitet und mit dem ehemaligen Spielführer und Aufstiegsheld Sebastian Schuppan eine echte Rothose als Vorstand Sport installiert. Außerdem wurde aufgrund der Tabellensituation im Winter nochmal in den Kader investiert. Mit Rolf Feltscher, Stefan Maierhofer, Christian Strohdiek, Martin Hasek, Marvin Pieringer und Rajiv van La Parra wurden nochmals fünf Neuzugänge für alle Mannschaftsteile an den Dallenberg gelotst. Gleichzeitig wurden die Verträge mit Keanu Staude und Co-Trainer Matthias Lust aufgelöst. Außerdem verließ der langjährige Kickers-Torwart und Torwarttrainer Robert Wulnikowski vorzeitig den Club. Neuer Torwarttrainer wurde der gebürtige Würzburger Marco Langner. Auch Sommer-Neuzugang Florian Flecker verließ den Verein wieder gen seiner Heimat Österreich und wechselte zum TSV Hartberg.

Zum Auftakt im Kalenderjahr 2021 gab es trotzdem eine 2:4-Heimniederlage gegen den Karlsruher SC. Leider gab es auch in Sachen Zuschauer keine Verbesserungen, alle Spiele mussten weiterhin unter Ausschluss von Fans stattfinden. Einem 1:1 gegen St. Pauli folgte am 15. Spieltag nach sechs sieglosen Spielen der erste Auswärtsdreier der Saison. Auch durch einen Doppelpack des Winterneuzugangs Marvin Pieringer konnte der VfL Osnabrück mit 2:3 geschlagen werden. Doch auch diesem Sieg folgten drei Spiele, in denen lediglich ein Punkt geholt werden konnte.

Am 19. Spieltag folgte der zweite Heimsieg der Saison, als Fortuna Düsseldorf nach einem 0:1-Rückstand noch mit 2:1 geschlagen wurde. Doch wieder konnte man keine Serie starten. Und wieder war es unter anderem eine Folge umstrittener Fehlentscheidungen der Unparteiischen, die den Kickers das Leben schwer machten. Vor allem zwei fragwürdige Elfmeter-Entscheidungen trugen zu Niederlagen gegen Fürth (4:1) und Kiel (1:0) bei. Die Rothosen ließen jedoch die Köpfe nicht hängen und brachten am 22. Spieltag ihre vermutlich beste Saisonleistung auf den Platz. Mit 3:2 konnte der Tabellenführer und ehemalige Bundesliga-Dino Hamburger SV besiegt werden. Für die Hamburger war diese Niederlage der Startschuss für eine weitere Saison in der zweiten Liga. Für die Kickers konnte der Sieg jedoch leider keine weiteren Kräfte entfachen und so wurde FWK-Cheftrainer Bernhard Trares nach zwei weiteren Niederlagen und einem Unentschieden kurz vor dem 27. Spieltag freigestellt. Die Vereinsführung erhoffte sich dadurch einen letzten Impuls vor der entscheidenden Saisonphase. Mit NLZ-Cheftrainer Ralf Santelli übernahm ein Trainer aus dem eigenen Hause interimsweise die Verantwortung. Doch auch unter Santelli rissen die Kickers am Ende das Ruder nicht herum. Zwar holte er in neun Spielen neun Punkte, eine 3:1-Niederlage am 32. Spieltag gegen den VfL Osnabrück besiegelte trotzdem den direkten Wiederabstieg in die Dritte Liga.

Der Abschluss der Saison fiel mit einem 3:1-Sieg in Braunschweig und einem 1:1-Unentschieden am letzten Spieltag gegen den SC Paderborn 07 versöhnlich aus. Trotzdem überwiegt die Enttäuschung über den Abstieg in einer Saison, die aufgrund von fehlenden Zuschauern und vielen zusammenkommenden Unwägbarkeiten definitiv eine der schwierigsten in der Clubgeschichte der Kickers war.

Auch das Nachwuchsleistungszentrum (Bundesliga-LZ) war enorm von der Corona-Pandemie betroffen. Der Verband startete zwar mit einer regulären Saison, diese wurde dann im Laufe des Oktobers 2020 zunächst unterbrochen, später dann gänzlich abgebrochen. Doch die Pandemie brachte uns ein paar neue Möglichkeiten: Das LZ der Würzburger Kickers war bayernweit das Erste, als im Februar wieder mit einem regulären Trainingsbetrieb begonnen wurde. Durch die Medienpräsenz ergab sich ein regelmäßiger Austausch mit den acht anderen Leistungszentren, welcher weiterhin Bestand hat.

Die U19 und U17 kämpfen in dieser Saison erstmalig darum, in die Bundesliga aufzusteigen – ein Ziel, welches in den nächsten drei Jahren erreicht werden soll. In den anderen Spielklassen von U16 und U12 ist man ebenfalls erfolgreich in die Saison gestartet. Gerade in den LZ-Förderligen von U12 bis U14 hat man zu diesem Zeitpunkt der Saison so viele Punkte wie noch nie auf dem Konto. Erfreulich ist auch das bisherige Abschneiden der U15-Mannschaft. In der Regionalliga sammelte man bisher fleißig Punkte, sodass der Klassenerhalt vermutlich früher als in der Vergangenheit als „erreicht“ abgehakt werden könnte.

Der eingeschlagene Weg einer klaren Philosophie im Trainings- und Spielbetrieb unter dem Initiator Jochen Seuling hat bereits die ersten Früchte getragen. Spieler wie Umut Ünlü, Moritz Gündling und Taha Aksu hatten intensive Berührungspunkte mit der Profiabteilung. Aktuell sind drei U19 Spieler sogar mit Louis Breuning, Maxi Perez-Hintermeier und Tizian Hümmer regelmäßig im Trainingsbetrieb und punktuell mit Louis und Tizian zwei Jungs im Aufgebot des Profiteams.

Rahmenbedingungen

Die Saison 2020/​2021 stand ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Doppelt gestraft wurden wir als Aufsteiger, da aufgrund der vorhandenen Restriktionen und der Gesamtsituation in Deutschland kein wirtschaftlicher Profit aus dem Aufstieg gezogen werden konnte. Auch die Zuschauerunterstützung, die die Mannschaft in einer sportlichen schwierigen Situation dringend gebraucht hätte, blieb aus. So konnten lediglich 2 Heimspiele vor Zuschauern gespielt werden.

Die 2. Bundesliga verzeichnete bereits in der Saison 2019/​2020 einen Rückgang des Umsatzes von 782 auf 726 Millionen Euro. Die Entwicklung war vor allem angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Ticketabsatz erwartbar. Anhand der im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens eingereichten Planzahlen für die Saison 2019/​2020 zeigte sich, dass die Clubs der 2. Bundesliga insgesamt ihre Erlössituation realistisch eingeschätzt haben: Die tatsächlich erzielten Erlöse für 2019/​2020 weichen entsprechend dem DFL Wirtschaftsreport 2021 nur um wenige Prozentpunkte von den Planwerten ab.

Geschäftsverlauf

Leider konnte das Saisonziel – die Sicherung des Klassenerhalts in der 2. Bundesliga – trotz aller, insbesondere finanzieller, Anstrengungen nicht erreicht werden. Mit drei Trainerwechseln und somit vier unterschiedlich verantwortlichen Trainern und in Summe 37 eingesetzten Spielern wurde zumindest personell alles versucht, den Abstieg zu verhindern. Leider erfolglos. Diese große Personalfluktuation hatte natürlich zur Folge, dass zum Saisonende, entgegen des ursprünglich geplanten EBTDA für die Saison 2020/​2021 in Höhe von 1.400 t€, ein EBTDA in Höhe von 482 t€ zu Buche stand. Insgesamt mussten wir nach Ablauf der Saison einen Jahresfehlbetrag von 364 t€ hinnehmen.

Die Unterstützung des Hauptsponsors Flyeralarm besteht bereits seit der Landesliga und ist langfristig angelegt. Die BVUK.-Gruppe als Brustsponsor weitete ihr Engagement für die 2. Bundesliga aus und verlängerte um weitere zwei Jahre bis Juni 2022. Auch die JAKO AG als Ausstatter verlängerte den Ausrüstervertrag mit dem FWK bis zum Ende der Spielzeit 2024/​2025 hinaus. Bei den Hauptsponsoren konnten wir in der abgelaufenen Saison insgesamt Einnahmen in Höhe von 1.832 t€ (Vorjahr 1.695 t€) erzielen, bei den Stadiongeborenen Rechten ein Volumen von 2.331 t€ (Vorjahr 2.164 t€) und bei den Clubgeborenen Rechten 384 t€ (Vorjahr 562 t€).

Erschwerend hinzu kam, dass aufgrund des Zuschauerausschlusses auch während der Saison keine Zusatzeinnahmen generiert werden konnten.

Abseits des Sports kam es zum 1. Juli 2021 zu einem Wechsel beim Posten des Vorstandsvorsitzenden – der langjährige Verantwortliche Daniel Sauer verließ die FC Würzburger Kickers AG; sein Nachfolger wurde der 53-jährige Diplom-Ökonom Christian Jäger, der nach fast 17-jähriger Tätigkeit für den Vermarkter Sportfive neu an den Dallenberg kam.

Ertragslage

Aufgrund der Teilnahme am Spielbetrieb der 2. Bundesliga in der Saison 2020/​2021 sind die wirtschaftlichen Erfolgskennzahlen mit denen der Vorsaison bei Teilnahme am Spielbetrieb der Dritte Liga nur bedingt oder gar nicht vergleichbar.

Trotz des starken Anstiegs der Umsatzerlöse um rund 9.594 t€ auf 17.201 t€ (plus 126 %) vornehmlich bedingt durch die im Vergleich zur Vorsaison deutlich erhöhten Erlöse aus medialen Verwertungsrechten und der gemeinschaftlichen Vermarktung, musste der Club neben dem sportlichen Abstieg einen Jahresfehlbetrag von 364 t€ hinnehmen.

Bei deutlichst zurückgegangenen Einnahmen aus dem Spielbetrieb (Ticketeinnahmen Meisterschaft und Pokal) stiegen vor allem die Personalaufwendungen überproportional zu den Umsatzerlösen um 6.350 t€ auf 10.665 t€.

Auch die übrigen operativen Aufwendungen (Spielbetrieb, Sportausrüstung, Werbung, Handel, Verwaltung und sonstiges) stiegen mit 3.670 t€ auf 6.267 t€ überproportional im Vergleich zu den Umsatzerlösen.

Vermögens- und Finanzlage

Zum 30. Juni 2021 belief sich die Bilanzsumme auf 8.145 t€ (Vorjahr: 6.577 t€). Das mittel- und langfristig gebundene Vermögen beträgt 1.542 t€ (Vorjahr: 1.400 t€) und das kurzfristig gebundene Vermögen betrug 3.082 t€ (Vorjahr: 1.400 t€).

In der abgelaufenen Saison wurden insgesamt Investitionen in Höhe von 922 t€ vorgenommen, denen Abschreibungen in Höhe von 596 t€ und Anlagenabgänge von 261 t€ entgegenstehen. Die Investitionen betrafen mit 831 t€ im Wesentlichen „Spielerwerte“ (Transferausgaben).

Die liquiden Mittel erhöhten sich von 35 t€ auf 98 t€ zum Bilanzstichtag.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen mit 3.496 t€ Baukostenzuschüsse. Dieser Posten wird über die Laufzeit des zugrundeliegenden Ausgliederungs- und Kooperationsvertrags mit dem FC Würzburger Kickers e. V. bis zum 30. Juni 2035 zeitanteilig aufwandswirksam aufgelöst.

Unter Berücksichtigung des erwirtschafteten Jahresfehlbetrags von 364 t€ ergibt sich zum 30. Juni 2021 ein positives Eigenkapital von 210 t€ (Eigenkapital zum 30. Juni 2020: 574 t€).

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich zum 30. Juni 2021 um 874 t€ auf 1.300 t€ und ergeben sich im Wesentlichen aus Beiträgen zur Berufsgenossenschaft (882 t€).

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 5.632 t€ beinhalten mit 3.811 t€ Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Flyeralarm-Gruppe. Die Darlehen werden zwischen 1,0 Prozent und 1,5 Prozent verzinst. Für einen Teilbetrag von 1.250 t€ ist ein Rangrücktritt vereinbart.

Chancen- und Risikobericht

Die Gesellschaft unterliegt naturgemäß einer Vielzahl von Chancen und Risiken, die nicht vom sportlichen Wettbewerb zu trennen sind. Die Höhe der Einnahmen von Zuschauern, Sponsoren und aus TV-Übertragungen hängt wesentlich vom sportlichen Erfolg der Mannschaft ab.

Die FC Würzburger Kickers AG hat im Frühjahr das Lizenzierungsverfahren für die 3. Liga beim DFB erfolgreich durchlaufen und die Lizenz zur Teilnahme am Spielbetrieb der 3. Liga für die Saison 2021/​2022 erhalten.

Als Profifußballclub ist der FWK zahlreichen Unsicherheiten und Veränderungen ausgesetzt. Um in diesem erfolgsabhängigen und volatilen Umfeld erfolgreich agieren zu können, müssen mögliche Entwicklungen frühzeitig antizipiert werden. Darüber hinaus geht es auf dieser Basis darum, die daraus resultierenden Risiken systematisch zu erfassen, regelmäßig zu bewerten und zu steuern. Als Bestandteil des Risikomanagementsystems haben wir in der Vergangenheit ein Bündel von Maßnahmen ergriffen. Durch diese umgesetzten Maßnahmen wurde eine effizientere Kostenkontrolle erreicht. Darüber hinaus unterstützen die Maßnahmen die Liquiditätsplanung dergestalt, dass wir frühzeitig und adäquat auf Veränderungen hinsichtlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft reagieren können.

Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga unterliegt die Saison 2021/​2022 großen Herausforderungen: Die TV-Einnahmen sinken dramatisch, die Sponsoreneinnahmen gehen zurück und wir haben einen vergleichsweise teuren Kader. Hinzu kamen die nicht geplanten oben beschriebenen personellen Umbesetzungen. Deshalb stellt das Geschäftsjahr 2021/​2022 eine besondere Herausforderung für den Club dar.

Prognosebericht

Wir sind allerdings weniger gut in die Drittliga-Saison 2021/​2022 gestartet. Nach 16 Spieltagen belegen wir aktuell den 19. Tabellenplatz in einer sehr ausgeglichenen 3. Liga mit vielen namhaften und ambitionierten Mannschaften. Nach elf Spieltagen standen lediglich 7 Punkte auf unserem Konto (bei einem Sieg in Magdeburg) sowie das Pokalaus gegen den SC Freiburg. Daraufhin entschlossen wir uns am 4. Oktober 2021 zur Freistellung des Trainerteams Torsten Ziegner und Michael Hiemisch.

Darüber hinaus erfolgte am gleichen Tag die Abberufung des Vorstands Sport Sebastian Schuppan durch den Aufsichtsrat der AG. Kommissarisch übernahm die Traineraufgaben der ehemalige Coach Dieter Wirsching, assistiert vom ehemaliger Kickers-Kapitän Sebastian Neumann. Abseits des Platzes übernahmen der ehemalige NLZ-Leiter und heutige Leiter Strategie & Soccer der Flyeralarm Sportmanagement GmbH gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Christian Jäger die Verantwortung für die sportlichen Themen. Erfreulicherweise konnte sehr schnell ein neues Trainerduo mit Danny Schwarz (ehemals NLZ FC Bayern München) und Benjamin Schwarz (ehemals U19 1860 München) verpflichtet werden. Die Neubesetzung fruchtete sofort mit einem 1:1 Auswärts-Unentschieden bei Viktoria Köln, einem 2:1 Heimsieg gegen Türkgücü München sowie einem 2:0 Auswärtssieg gegen den 1. FC Kaiserslautern.

In der laufenden Saison 2021/​2022 gilt es zum einen sportlich die Klasse zu halten und zum anderen wirtschaftlich vernünftig zu arbeiten. In Anbetracht der Gesamtsituation rechnen wir aktuell für die gesamte Saison 2021/​2022 mit einem Verlust von bis zu 1,5 Mio. €.

Das EBTDA für das Geschäftsjahr 2021/​2022 schätzen wir auf rund -850 t€.

Nach unseren Planungen sind die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit in der Spielzeit 2021/​2022 derzeit gesichert. Bestandsgefährdende Risiken sehen wir – bis auf eine weiterhin langfristig dauernde Corona-Krise – nicht. Denn sollten die derzeit negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie wie Zuschauerverbote langfristig über die Saison hinaus anhalten, wäre eine Bestandsgefährdung nicht auszuschließen. Ein etwaiger Abstieg in die Regionalliga würde uns in unserer sportlichen wie finanziellen Entwicklung stark zurückwerfen. Einschneidende Maßnahmen im wirtschaftlichen und personellen Bereich wären die unmittelbare Folgen, um den Fortbestand des FWK zu gewährleisten.

 

Würzburg, 23. November 2021

gez. Christian Jäger

Bilanz

Aktiva

30.6.2021
EUR
30.6.2020
EUR
A. Anlagevermögen 1.541.695,00 1.400.368,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 520.764,00 19.473,00
II. Sachanlagen 1.020.931,00 1.380.895,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 504.605,00 603.871,00
2. technische Anlagen und Maschinen 156.400,00 129.200,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 359.926,00 647.824,00
B. Umlaufvermögen 3.081.705,68 1.399.987,81
I. Vorräte 76.822,42 109.949,19
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.906.468,74 1.254.689,99
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 454.179,83 191.296,89
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 98.414,52 35.348,63
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.521.331,62 3.776.830,07
Bilanzsumme, Summe Aktiva 8.144.732,30 6.577.185,88

Passiva

30.6.2021
EUR
30.6.2020
EUR
A. Eigenkapital 209.967,67 574.203,67
I. gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500.000,00
II. Kapitalrücklage 1.250.000,00 1.250.000,00
III. Gewinnrücklagen 7.656,38 7.656,38
IV. Bilanzverlust 3.547.688,71 3.183.452,71
B. Rückstellungen 1.300.350,00 426.500,00
C. Verbindlichkeiten 6.534.414,68 5.493.204,88
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 3.953,75
D. Rechnungsabgrenzungsposten 99.999,95 83.277,33
Bilanzsumme, Summe Passiva 8.144.732,30 6.577.185,88

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2020 – 30.6.2021
EUR
1.7.2019 – 30.6.2020
EUR
1. Rohergebnis 17.221.629,74 6.898.720,32
2. Personalaufwand 10.665.095,49 4.315.306,56
a) Löhne und Gehälter 8.298.834,74 3.182.861,02
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.366.260,75 1.132.445,54
davon für Altersversorgung 38.181,96 5.046,18
3. Abschreibungen 596.170,81 275.043,40
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 596.170,81 275.043,40
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.266.753,19 2.594.263,23
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.054,48 2.673,18
davon aus verbundenen Unternehmen 1.794,20 2.673,18
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 46.682,78 51.940,24
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -0,66
8. Ergebnis nach Steuern -350.018,05 -335.159,27
9. sonstige Steuern 14.217,95 2.385,86
10. Jahresfehlbetrag 364.236,00 337.545,13

Ergebnisverwendung

1.7.2020 – 30.6.2021
EUR
1.7.2019 – 30.6.2020
EUR
10. Jahresfehlbetrag 364.236,00 337.545,13
11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 3.183.452,71 2.845.907,58
12. Bilanzverlust 3.547.688,71 3.183.452,71

Anhang

Die FC Würzburger Kickers AG hat ihren Sitz in Würzburg und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Würzburg unter der HRB 12350 eingetragen.

Der Jahresabschluss der FC Würzburger Kickers AG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Bilanz ist nach dem gesetzlichen Gliederungsschema des § 266 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Zur Verbesserung der Klarheit der Bilanz wurde das gesetzliche Gliederungsschema der Bilanz um den Posten „Spielerwerte“, „Forderungen aus Transfer“ und „Verbindlichkeiten aus Transfer“ ergänzt.

Von der Möglichkeit Berichtspflichten im Anhang anstatt in der Gewinn- und Verlustrechnung bzw. in der Bilanz zu erfüllen wurde zum Teil Gebrauch gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bewertet und linear über die betriebliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Spielerwerte werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und über die Dauer des Arbeitsvertrags linear abgeschrieben.

Abnutzbare Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird wegen des allgemeinen Ausfallrisikos eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % vorgenommen. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die liquiden Mittel sind zu Nominalwerten bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag passiviert.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem Anlagenspiegel hervor.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die flüssigen Mittel setzen sich ausnahmslos aus bestehenden Kassen- und Bankguthaben zusammen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten mit TEUR 3.496 gezahlte Baukostenzuschüsse, die linear bis zum 30. Juni 2035 aufwandswirksam aufgelöst werden.

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 30. Juni 2021 EUR 2.500.000,00. Es ist eingeteilt in 2.500.000 Stückaktien ohne Nennbetrag mit einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von EUR 1,00 je Aktie. Die Aktien lauten auf den Namen der Aktionäre. Sie können nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden. Über die Zustimmung entscheidet der Aufsichtsrat.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen (Beiträge zur Berufsgenossenschaft von TEUR 882, ausstehenden Urlaub von TEUR 59) sowie für ausstehende Rechnungen von TEUR 342.

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 30.6.2021
TEUR
bis zu 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
(4) (4) (0) (0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 445 445 0 0
(397) (397) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten aus Transfer 457 457 0 0
(0) (0) (0) (0)
4. sonstige Verbindlichkeiten 5.632 1.907 3.725 0
(5.092) (1.531) (3.281) (280)
davon aus Steuern 761 761 0 0
(289) (289) (0) (0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.023 1.023 0 0
(647) (647) (0) (0)
Summe 6.534 2.809 3.725 0
(5.493) (1.932) (3.281) (280)

Die in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Darlehensverbindlichkeiten mit einer Restvaluta zum 30. Juni 2021 von TEUR 3.811 sind wie folgt besichert: Abtretung von Ansprüchen aus Fernsehgeldern, Verpfändung des „VIP-Zelts“, Verpfändung von Ansprüchen aus der Vermarktung der Werbeflächen der Spielhemden der 1. Mannschaften für alle Heim- und Auswärtsspiele im nationalen Wettbewerb, Abtretung von Forderungen auf Transferentschädigungen für die derzeit und künftig bei der Gesellschaft beschäftigten Spieler, die Verpfändung der Erträge aus Merchandising, Abtretung von Forderungen aus abgeschlossenen oder noch abzuschließenden Sponsoringverträgen, Abtretung einer Darlehensforderung sowie der Abtretung von Ticketingerlösen.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen vereinnahmte Beträge aus VIP-Paketen sowie Dauerkarten für die Spielzeit 2021/​2022.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Erlösen aus Werbung, Sponsoring, Spielbetrieb sowie Handel und wurden ausschließlich in Deutschland erzielt.

Sonstige Angaben

Die Gesellschaft beschäftigte in dem Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis 30. Juli 2021 durchschnittlich 113 (Vorjahr 102) Mitarbeiter.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen vor allem aus Stadion-, Büromieten und Leasingverpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 817.

Als Vorstand der Gesellschaft war im Berichtszeitraum tätig:

Herr Daniel Sauer, Rimpar (Vorstandsvorsitzender, bis 30. Juni 2021)

Herr Christian Jäger, Nürnberg (ab 1. Juli 2021)

Herr Sebastian Schuppan, Unterpleichfeld (ab 20. November 2020, bis 4. Oktober 2021)

Der Vorstand ist einzelvertretungsberechtigt.

Die FC Würzburger Kickers AG hat als Kontrollorgan einen Aufsichtsrat bestehend aus den folgenden Mitgliedern:

Herr Thorsten Fischer, Vorsitzender, geschäftsführender Gesellschafter der FLYERALARM GmbH, Würzburg

Herr Sebastian Herkert, Unternehmer, Hardheim (bis 30. September 2020)

Herr Rudi Sprügel, Vorstandsvorsitzender JAKO AG, Mulfingen (bis 19. November 2020)

Herr Michael Reizel, Geschäftsführer BVUK. GmbH, Würzburg (ab 19. November 2020, bis 12. Oktober 2021)

Herr Dominik Möhler, Kaufmann, Bad Mergentheim (ab 19. November 2020)

Herr Lars Krakat, geschäftsführender Gesellschafter der KRE AssetManagement GmbH & Co. KG (ab 22. November 2021)

 

Würzburg, 23. November 2021

gez. Christian Jäger

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1. Juli 2020 Zugänge Abgänge Stand 30. Juni 2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 57.733,40 0,00 0,00 57.733,40
2. Spielerwerte 33.500,00 830.707,50 0,00 864.207,50
SUMME 91.233,40 830.707,50 0,00 921.940,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 994.065,90 0,00 0,00 994.065,90
2. technische Anlagen und Maschinen 204.000,00 0,00 0,00 204.000,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.402.837,99 90.882,31 504.201,00 989.519,30
SUMME 2.600.903,89 90.882,31 504.201,00 2.187.585,20
GESAMTSUMME 2.692.137,29 921.589,81 504.201,00 3.109.526,10
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Juli 2020 Abschreibung Geschäftsjahr Zuschreibung Abgänge Stand 30. Juni 2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 57.706,40 19,00 0,00 0,00 57.725,40
2. Spielerwerte 14.054,00 329.397,50 0,00 0,00 343.451,50
SUMME 71.760,40 329.416,50 0,00 0,00 401.176,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 390.194,90 99.266,00 0,00 0,00 489.460,90
2. technische Anlagen und Maschinen 74.800,00 10.200,00 37.400,00 0,00 47.600,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 755.013,99 157.288,31 39.360,00 243.349,00 629.593,30
SUMME 1.220.008,89 266.754,31 76.760,00 243.349,00 1.166.654,20
GESAMTSUMME 1.291.769,29 596.170,81 76.760,00 243.349,00 1.567.831,10
Buchwerte
30. Juni 2021 30. Juni 2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8,00 27,00
2. Spielerwerte 520.756,00 19.446,00
SUMME 520.764,00 19.473,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 504.605,00 603.871,00
2. technische Anlagen und Maschinen 156.400,00 129.200,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 359.926,00 647.824,00
SUMME 1.020.931,00 1.380.895,00
GESAMTSUMME 1.541.695,00 1.400.368,00

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und überwacht, über die strategische Ausrichtung des Unternehmens und die Gestaltung der Unternehmenspolitik mit dem Vorstand beraten und an den für das Unternehmen wesentlichen Entscheidungen mitgewirkt.

Der Vorstand hat uns über die Geschäftsentwicklung, wesentliche Geschäftsvorfälle und seine Überlegungen hierzu laufend informiert. Auch Fragen der Unternehmensplanung und der Rentabilität haben wir erörtert. Darüber hinaus haben wir regelmäßig Gespräche mit dem Vorstand geführt und uns zur aktuellen Entwicklung ausgetauscht.

Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2021 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020/​2021 wurde vom Abschlussprüfer FTR Frankfurter Treuhand und Revision GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und mit Datum vom 23. November 2021 mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat zusätzlich über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der FC Würzburger Kickers AG berichtet; außerdem stand er allen Aufsichtsratsmitgliedern zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

Darüber hinaus hat der Vorstand uns den geprüften Jahresabschluss zum 30. Juni 2021 präsentiert und über die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 Bericht erstattet.

Wir kommen zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zu erheben sind; wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 30. Juni 2021 der FC Würzburger Kickers AG. Damit ist dieser festgestellt.

Der Aufsichtsrat beschließt, der Hauptversammlung die FTR Frankfurter Treuhand und Revision GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, als Abschlussprüfer für den Jahresabschluss zum 30. Juni 2022 vorzuschlagen.

 

Würzburg, 24.02.2022

gez.

Michael Krieger

Lars Krakat

Dominik Möhler

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.02.2022 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Wegen der teilweisen Offenlegung des Jahresabschlusses wird darauf hingewiesen, dass sich nachfolgender Bestätigungsvermerk auf den ungekürzten Jahresabschluss bezieht.

An die FC Würzburger Kickers AG, Würzburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FC Würzburger Kickers AG, Würzburg, – bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FC Würzburger Kickers AG, Würzburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021.

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 23. November 2021

Frankfurter Treuhand Gesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. André Kersjes, Wirtschaftsprüfer

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