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„Europas Antwort auf PayPal wird stärker: Bezahldienst Wero startet jetzt auch im Online-Handel“

daniel_diaz_bardillo (CC0), Pixabay
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Der europäische Bezahldienst Wero beginnt eine neue Phase seiner Entwicklung: Ab sofort kann der Dienst nicht nur für private Echtzeitüberweisungen genutzt werden, sondern auch für Online-Zahlungen im E-Commerce. Das gab der europäische Bankenverbund in Frankfurt am Main bekannt. Mit diesem Schritt entwickelt sich Wero zu einer der aussichtsreichsten europäischen Alternativen zu US-Diensten wie PayPal, Apple Pay oder Venmo.

Wero wurde ursprünglich mit dem Ziel geschaffen, die europäische Zahlungslandschaft unabhängiger, souveräner und technologisch moderner zu machen. Bislang war der Dienst vor allem für peer-to-peer-Überweisungen genutzt worden – schnelle Geldtransfers zwischen Privatpersonen, die innerhalb von Sekunden auf dem Empfängerkonto ankommen. Mit der Öffnung für Online-Shops tritt Wero nun erstmals als vollwertiger Bezahldienst im digitalen Handel auf.

Die Funktionsweise ähnelt dabei bekannten internationalen Lösungen:

  • Zahlungen werden in Echtzeit ausgeführt,

  • Händler erhalten sofortige Zahlungssicherheit,

  • Nutzer benötigen keine zusätzliche App mehrerer Anbieter,

  • und Daten werden gemäß europäischer Datenschutzstandards verarbeitet.

Die strategische Bedeutung dieses Schritts ist groß. Im europäischen Onlinehandel dominieren bislang US-Unternehmen – allen voran PayPal, das seit Jahren zu den wichtigsten Zahlungsmethoden in Webshops gehört. Auch Apple Pay, Google Pay und Klarna haben ihre Marktposition durch technologische Innovation und starke Markenpräsenz gefestigt. Wero soll nun ein Gegengewicht schaffen, das vollständig unter europäischer Kontrolle steht.

Der Dienst ist bislang in Deutschland, Frankreich sowie in den Benelux-Staaten verfügbar. Dort stehen bereits große Banken und Sparkassen hinter dem System, was Wero im Vergleich zu vielen privaten Zahlungsplattformen eine besonders breite institutionelle Basis verschafft. Laut Bankenverbund zählt Wero bereits über 46 Millionen Nutzerinnen und Nutzer – ein Fundament, das den Einstieg in den E-Commerce erheblich erleichtern dürfte.

Für Online-Händler bietet Wero mehrere Vorteile:

  • Geringere Gebühren im Vergleich zu PayPal oder Kreditkartenanbietern,

  • Sofortige Zahlungseingänge, was Liquidität verbessert,

  • Datenschutzkonforme Abwicklung, was besonders in der EU ein Verkaufsargument ist,

  • weniger Abhängigkeit von nicht-europäischen Big-Tech-Unternehmen.

Verbraucher wiederum profitieren von einem schnellen, einfachen und datensparsamen Bezahlverfahren, das direkt über die eigene Bank eingebunden ist. Da Wero auf bestehenden Bankkonten aufsetzt, müssen keine sensiblen Kreditkartendaten bei Dritten gespeichert werden.

Der Start im Onlinehandel gilt als entscheidender Test:
Kann Wero genug Händler überzeugen? Wie schnell wird der Dienst in weiteren EU-Staaten ausgerollt? Und wird er langfristig eine echte Konkurrenz zu PayPal darstellen?

Fest steht: Wero sendet ein starkes Signal. Europa will im Zahlungsverkehr nicht länger nur zusehen – sondern aktiv mitgestalten. Für Verbraucher und Händler beginnt damit eine neue Phase im Online-Shopping, in der europäische Lösungen erstmals eine realistische Chance haben, global etablierte Anbieter herauszufordern.

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