Nach jahrelangen Verhandlungen einigen sich Brüssel und Canberra auf ein milliardenschweres Handelsabkommen – doch nicht alle sind zufrieden.
Die Europäische Union und Australien haben ein umfassendes Freihandelsabkommen unterzeichnet, das den Handel zwischen beiden Seiten deutlich erleichtern soll. Künftig werden die meisten Zölle auf australische Produkte wie Rindfleisch, Wein und Agrargüter abgeschafft.
Für europäische Verbraucher bedeutet das unter anderem mehr australisches Rindfleisch auf dem Markt. Umgekehrt sollen in Australien europäische Produkte wie Wein, Spirituosen und Lebensmittel günstiger werden.
Ein Streitpunkt blieb lange die Nutzung traditioneller Produktnamen. Australien darf Begriffe wie „Prosecco“ im Inland weiter verwenden, muss sie für den Export jedoch schrittweise aufgeben. Auch andere Bezeichnungen wie „Parmesan“ bleiben zunächst erlaubt.
Trotz des insgesamt als „Win-win“ bezeichneten Abkommens gibt es Kritik – insbesondere aus der australischen Fleischindustrie. Die vereinbarten Exportmengen für Rindfleisch liegen deutlich unter den Erwartungen der Branche.
Neben dem Handel vereinbarten beide Seiten auch eine engere Zusammenarbeit in Sicherheits- und Verteidigungsfragen sowie bei wichtigen Rohstoffen.
Das Abkommen gilt als Signal für engere Partnerschaften in einer zunehmend angespannten globalen Wirtschaftslage.
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