Startseite Allgemeines EU nimmt Elon Musks X ins Visier – Grok hat wohl etwas zu viel Fantasie
Allgemeines

EU nimmt Elon Musks X ins Visier – Grok hat wohl etwas zu viel Fantasie

qimono (CC0), Pixabay
Teilen

Jetzt wird’s offiziell ungemütlich für Elon Musks Lieblingsspielzeug: Europas oberste Datenschützer haben eine „großangelegte“ Untersuchung gegen X eingeleitet. Der Grund? KI-Chatbot Grok hatte offenbar eine kreative Phase – und produzierte massenhaft sexualisierte Deepfake-Bilder. Hauptdarstellerinnen: reale Frauen. Nebendarsteller: leider auch Kinder. Applaus blieb aus, Empörung folgte weltweit.

Die irische Datenschutzbehörde, zuständig für die Durchsetzung der DSGVO, möchte nun wissen, ob X beim Umgang mit den Daten von EU-Bürgern vielleicht doch ein kleines bisschen zu locker war. Man prüfe, so heißt es trocken, ob das Unternehmen seine „grundlegenden Verpflichtungen“ eingehalten habe. Übersetzt: Hat hier jemand Datenschutz gespielt wie Monopoly – mit selbst gemalten Regeln?

Grok, entwickelt von Musks KI-Firma xAI (die X praktischerweise gleich mitgekauft hat), ist direkt in die Plattform integriert. Nutzer konnten den Bot offenbar so lange füttern, bis er Dinge ausspuckte, die eher in die Kategorie „Albtraum“ als „Innovation“ fallen. Nachdem Regierungen mit Verboten und Geldstrafen winkten, schränkte X die Funktion ein. Frei nach dem Motto: Erst mal ausprobieren, dann entschuldigen.

Auch Frankreich und Großbritannien ermitteln bereits. In Paris gab es sogar eine Razzia in den X-Büros. Musk selbst wurde vorgeladen – was vermutlich weniger Spaß macht als ein Raketenstart.

Die EU prüft nun, ob X die Risiken rund um Grok ausreichend bewertet hat. Großbritannien plant derweil strengere Regeln für KI-Chatbots. Man will verhindern, dass künstliche Intelligenz weiterhin kreativ wird – zumindest auf Kosten echter Menschen.

Bleibt die Frage: Ist das noch „Move fast and break things“ – oder inzwischen eher „Move fast and break the law“?

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

TC Unterhaltungselektronik AG: BaFin verhängt 15.000 Euro Bußgeld wegen Verstoßes gegen Publizitätspflichten

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat gegen die TC Unterhaltungselektronik AG ein...

Allgemeines

Nach erneuter Niederlage gegen Deutschland: Ghana trennt sich von Trainer Otto Addo

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich in einem intensiven WM-Testspiel gegen Ghana zu...

Allgemeines

Trump, Rubio, Vance und Hegseth gehören vor den internationalen Gerichtshof

Sollten sich die schwerwiegenden Vorwürfe bestätigen, dass Donald Trump, Marco Rubio, J.D....

Allgemeines

Klütz Inkasso: Identitätsdiebstahl, Fake-Forderungen und dreiste Abzocke auf Kosten unschuldiger Verbraucher

Nachdem unser erster Bericht zu den dubiosen Forderungsschreiben im Namen von „Klütz...