Der mutmaßliche Attentäter des konservativen Aktivisten Charlie Kirk wurde festgenommen. Der 22-jährige Tyler Robinson steht im Verdacht, Kirk während einer öffentlichen Veranstaltung in Utah erschossen zu haben. Die Verhaftung erfolgte nach einem Hinweis aus dem familiären Umfeld – Robinson soll die Tat einem Bekannten gegenüber angedeutet haben. Laut Behörden konnten ihn Nachrichten, Videoaufnahmen und Aussagen aus seinem Umfeld mit dem Mord in Verbindung bringen.
Der Mord an Kirk, Mitbegründer der konservativen Organisation Turning Point USA, ereignete sich am 10. September 2025 während seiner „American Comeback Tour“ an der Utah Valley University. Während er vor rund 3.000 Menschen sprach, wurde er mit einem einzigen Schuss tödlich am Hals getroffen. Der Vorfall löste landesweit Entsetzen aus.
Verhaftung und Ermittlungen
Robinson wurde am Donnerstagabend gegen 22 Uhr festgenommen. Er wird wegen schweren Mordes, Waffengebrauchs und Behinderung der Justiz angeklagt. Präsident Donald Trump bestätigte die Festnahme in einer Fernsehsendung und lobte die Ermittlungsarbeit. Utahs Gouverneur Spencer Cox erklärte bei einer Pressekonferenz: „Ladies and gentlemen, we got him.“
Bei der Durchsuchung von Robinsons Haus in Washington City, Utah, sicherten FBI-Ermittler mehrere Beweismittel, darunter ein Gewehr sowie Munition mit auffälligen Gravuren – etwa der Satz „Hey fascist! Catch!“ und ein Verweis auf antifaschistische Lieder wie Bella Ciao.
Ein ruhiger junger Mann aus gutem Elternhaus
Robinson galt in seinem Umfeld als ruhig, intelligent und musikalisch talentiert. Er war Schüler an der Pine View High School und besuchte zuletzt ein technisches College. Nachbarn und frühere Lehrer zeigten sich entsetzt über seine mutmaßliche Tat. „Er war nicht dieser Typ. Er war freundlich, ruhig, hilfsbereit“, sagte eine langjährige Nachbarin. Auch Robinsons Mutter postete über Jahre hinweg stolz Fotos von ihrem Sohn – bei Ausflügen, mit Schulpreisen, beim Musizieren.
Doch offenbar veränderte sich Robinson in den letzten Jahren. Er wurde laut Familie und Freunden politischer und kritischer gegenüber dem politischen System. In Discord-Nachrichten, die sein Mitbewohner den Ermittlern zeigte, äußerte sich Robinson über Waffen und Kritik an politischen Figuren, darunter auch Kirk.
Erika Kirk: „Ihr habt ein Feuer entfacht“
Charlies Witwe Erika Kirk sprach am Freitag erstmals öffentlich über den Tod ihres Mannes. In einem emotionalen Video erklärte sie: „Die Schreie dieser Witwe werden wie ein Kriegsschrei um die Welt hallen.“ Sie kündigte an, Kirks Mission fortzusetzen – seine Touren, Radiosendung und sein politisches Engagement würden weitergeführt.
Sie sagte weiter: „Sie haben Charlie getötet, weil er eine Botschaft von Patriotismus, Glauben und Gottes Liebe verkündet hat.“ Ihr Auftritt rührte Tausende Anhänger und verstärkte den politischen Symbolcharakter, den Charlie Kirk insbesondere für junge Konservative hatte.
Politische und gesellschaftliche Reaktionen
Der Mord an Kirk hat in den USA eine neue Debatte über politische Gewalt ausgelöst. Präsident Trump äußerte den Wunsch, dass der Täter die Todesstrafe erhält – in Utah ist dies per Erschießung.
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