Der US-Technologiekonzern Meta steht erneut im Fokus der Politik. Nach Berichten, wonach der KI-Chatbot des Unternehmens angeblich „romantische“ oder „sinnliche“ Gespräche mit Minderjährigen ermöglicht haben soll, kündigte der republikanische Senator Josh Hawley Ermittlungen an.
Untersuchung im US-Senat
Hawley erklärte, der von ihm geleitete Unterausschuss des Justizausschusses werde prüfen, ob Metas KI-Produkte „kriminelle Handlungen gegenüber Kindern ermöglichen“. Im Kern geht es um die Frage, ob Jugendliche durch Interaktionen mit den virtuellen Figuren des Unternehmens unangemessen beeinflusst oder gefährdet werden könnten.
Reaktion von Meta
Ein Sprecher des Konzerns wies die Vorwürfe zurück. Meta habe klare Regeln, welche Art von Antworten KI-Charaktere geben dürfen. „Sicherheitsmaßnahmen sind fest in unsere Systeme integriert, um riskante oder unangemessene Inhalte zu verhindern“, hieß es. Konkrete Angaben zu den gemeldeten Fällen machte Meta jedoch nicht.
Politischer Druck wächst
Der Fall verstärkt den ohnehin hohen politischen Druck auf große Technologiekonzerne in den USA. Immer wieder gibt es Debatten darüber, ob Unternehmen wie Meta, Google oder OpenAI ihre KI-Produkte ausreichend regulieren und gegen Missbrauch absichern. Insbesondere der Schutz von Kindern und Jugendlichen steht dabei im Mittelpunkt.
Hintergrund
Meta investiert seit Jahren in KI-gestützte Produkte, darunter Chatbots mit personalisierten Avataren. Kritiker warnen jedoch, dass gerade jüngere Nutzer kaum zwischen Fiktion und Realität unterscheiden könnten – und so besonders anfällig für problematische Inhalte seien.
Ausblick
Die angekündigten Ermittlungen könnten zu strengeren Auflagen für KI-Systeme in den USA führen. Schon jetzt diskutieren mehrere Abgeordnete über einheitliche Sicherheitsstandards für KI im Umgang mit Minderjährigen. Für Meta bedeutet das: Die Konzernstrategie rund um KI-Produkte dürfte noch intensiver unter die Lupe genommen werden.
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