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Erdbeben erschüttert Worms und Mannheim – Erdstöße mit Stärke bis 3,4 deutlich spürbar

Tama66 (CC0), Pixabay
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Ein Erdbeben hat am Donnerstagabend die Region zwischen Worms in Rheinland-Pfalz und Mannheim in Baden-Württemberg erschüttert. Die Bodenbewegungen waren in zahlreichen Gebäuden deutlich zu spüren. Nach ersten Angaben erreichte das Beben eine Stärke von 3,3 bis 3,4. Verletzte oder größere Schäden wurden zunächst nicht gemeldet.

Das Erdbeben ereignete sich gegen 17.27 Uhr. Der Erdbebendienst Südwest stufte das Ereignis über das Warnsystem Katwarn als „schwaches Erdbeben“ bei Worms ein.

Nach den ersten automatischen Berechnungen des GFZ Helmholtz-Zentrums für Geoforschung und des Landeserdbebendienstes Baden-Württemberg lag die Stärke bei 3,3 beziehungsweise 3,4. Die ersten Messwerte waren zum Zeitpunkt der Meldung noch nicht abschließend überprüft.

Erdbeben offenbar im Umkreis von rund 20 Kilometern spürbar

Nach Einschätzung des Erdbebendienstes könnten die Erschütterungen in einem Umkreis von ungefähr 20 Kilometern um das Epizentrum wahrgenommen worden sein.

Dass das Beben tatsächlich deutlich zu spüren war, bestätigten auch die Polizeidienststellen in der Region.

Bei der Polizei in Worms gingen nach der Erschütterung zahlreiche Anrufe ein. Ein Polizeisprecher berichtete von einer kleinen bis mittleren zweistelligen Zahl von Anrufen. Auch auf der Dienststelle selbst sei das Erdbeben wahrgenommen worden.

Bislang seien jedoch weder der Polizei noch der Feuerwehr Schäden bekannt geworden.

In Wormser Häusern wackelte es mehrere Sekunden

Besonders deutlich machte sich das Beben offenbar im Wormser Stadtzentrum bemerkbar. In Gebäuden waren die Erschütterungen mehrere Sekunden lang zu spüren.

Einige Menschen sollen zunächst angenommen haben, ein Fahrzeug sei gegen das Gebäude gefahren, in dem sie sich befanden.

Trotz des ungewöhnlichen Ereignisses blieb die Situation auf den Straßen anschließend ruhig. Hinweise auf Verletzte gab es zunächst ebenfalls nicht.

Auch Polizeipräsidium Mannheim spürte die Erschütterung

Selbst auf der anderen Rheinseite in Mannheim waren die Bodenbewegungen wahrnehmbar.

Ein Sprecher der Mannheimer Polizei bestätigte, dass die Erschütterungen auch im Polizeipräsidium zu spüren gewesen seien. Er beschrieb das Erlebnis als „ein bisschen befremdlich“.

Wie weit sich die spürbaren Ausläufer des Bebens tatsächlich erstreckten, war zunächst nicht bekannt. Auch aus Mannheim lagen unmittelbar nach dem Ereignis keine Hinweise auf Verletzte oder Sachschäden vor.

Erdbeben dieser Stärke können Menschen deutlich wahrnehmen

Erdbeben sind auch in Deutschland keine völlige Ausnahme. Sehr schwache Bodenbewegungen werden von Messstationen regelmäßig registriert, ohne dass Menschen überhaupt etwas davon bemerken.

Ob ein Erdbeben wahrgenommen wird, hängt nicht ausschließlich von seiner Magnitude ab. Entscheidend ist unter anderem, wie tief der Erdbebenherd liegt und wie sich die seismischen Wellen im Untergrund ausbreiten.

Bei einem Beben der nun gemessenen Stärke können Erschütterungen in der näheren Umgebung deutlich wahrgenommen werden. Dass Menschen ein Wackeln oder Vibrieren bemerken, bedeutet jedoch noch nicht, dass zwangsläufig Gebäudeschäden entstehen.

Bislang keine Verletzten und keine Schäden

Die wichtigste Nachricht am Abend: Trotz der deutlich wahrnehmbaren Erschütterungen waren zunächst weder Verletzte noch Schäden bekannt.

Für viele Menschen in Worms, Mannheim und der Umgebung dürfte das Ereignis dennoch ungewöhnlich gewesen sein. Mehrere Sekunden wackelnde Gebäude und die zahlreichen Anrufe bei der Polizei zeigen, dass das Erdbeben keineswegs nur von empfindlichen Messgeräten registriert wurde.

Die ersten Angaben zur Stärke von 3,3 bis 3,4 beruhten zunächst auf automatischen Messungen und können nach einer genaueren wissenschaftlichen Auswertung noch korrigiert werden.

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