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Epstein-Affäre: Milliardär Les Wexner sagt vor US-Kongress aus – „Ich habe nichts zu verbergen“

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay
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Der US-Milliardär Les Wexner wird am Mittwoch vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses aussagen. Hintergrund ist seine frühere Verbindung zu dem inzwischen verstorbenen Finanzier Jeffrey Epstein. In einer vorab veröffentlichten Stellungnahme erklärte Wexner: „Ich habe nichts Unrechtes getan und nichts zu verbergen.“

Wexner, langjähriger Chef des Dessous-Konzerns Victoria’s Secret, zählt zu mehreren früheren Epstein-Vertrauten, die vom Kontrollausschuss des US-Repräsentantenhauses vorgeladen wurden. Der Kongress setzt damit seine Untersuchungen zu Epsteins Netzwerk und dessen Straftaten fort.

„Naiv und leichtgläubig“

In seiner Erklärung bezeichnete sich Wexner selbst als „naiv, töricht und leichtgläubig“, Jeffrey Epstein vertraut zu haben. Als er erfahren habe, dass Epstein ein „Missbrauchstäter, Betrüger und Lügner“ sei, habe er die Beziehung vollständig und unwiderruflich beendet – eigenen Angaben zufolge bereits vor fast 20 Jahren.

Wexner hatte Epstein 1991 engagiert, um sein Vermögen zu verwalten. Er betont, die Geschäftsbeziehung bereits 2007 beendet zu haben – also noch bevor Epstein 2008 in Florida wegen Prostitutionsdelikten auf Bundesstaatsebene schuldig gesprochen wurde. Zudem wirft Wexner seinem ehemaligen Finanzberater vor, 46 Millionen Dollar aus seinem Vermögen veruntreut zu haben.

Ein Bericht des The Wall Street Journal aus dem Jahr 2019 zeichnete allerdings ein anderes Bild: Demnach spielte Wexner eine zentrale Rolle beim finanziellen Aufstieg Epsteins, der aus der Zusammenarbeit rund 200 Millionen Dollar erzielt haben soll.

Weitere prominente Vorladungen

Neben Wexner wurden auch andere Personen aus Epsteins Umfeld vom Kongress vorgeladen. Darunter ist Ghislaine Maxwell, die derzeit eine 20-jährige Haftstrafe verbüßt, weil sie Jugendliche für Epstein angeworben hatte. Bei einer Anhörung in der vergangenen Woche verweigerte sie die Aussage.

Ihr Anwalt David Oscar Markus erklärte, Maxwell berufe sich angesichts laufender juristischer Schritte gegen ihre Verurteilung auf ihr Aussageverweigerungsrecht. Zugleich ließ er verlauten, seine Mandantin sei bereit, umfassend auszusagen – sofern sie von Präsident Donald Trump begnadigt werde.

Auch Bill Clinton und Hillary Clinton erhielten Vorladungen. Der frühere Präsident hatte öffentlich eingeräumt, Anfang der 2000er Jahre für wohltätige Zwecke mit Epsteins Flugzeug gereist zu sein. Einen Besuch auf dessen Privatinsel bestritt er jedoch.

Forderung nach vollständiger Transparenz

Mit dem im vergangenen November verabschiedeten „Epstein Files Transparency Act“ verpflichtete der Kongress das Justizministerium, sämtliche Ermittlungsakten innerhalb von 30 Tagen offenzulegen. Seither wurden mehrere Dokumentenpakete veröffentlicht, darunter Ende Januar eine umfangreiche Sammlung mit rund 3,5 Millionen Seiten.

Transparenz-Initiativen kritisieren jedoch, dass möglicherweise weiterhin Millionen Seiten unter Verschluss gehalten werden. Die Anhörungen im Kongress dürften daher nicht nur alte Verbindungen beleuchten, sondern auch die Debatte über den Umgang mit den Ermittlungsakten neu anheizen.

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